Bei Livestreams, die von von Vereinen organisiert sind (und sei es mittelbar durch die HBL) ist immer das Problem, das die Moderatoren von den Vereinen unmittelbar abhängig sind.
Wenn der Manager des Bundesligisten sagt - der passt mir nicht, dann kommentiert ein anderer. Das ist halt wie beim Hallenheft...
Streng genommen ist das ein PR-Mitarbeiter, kein Journalist.Beim Livestream aus Göppingen merkt man z.B. auch eine gewisse Zurückhaltung bei Bewertungen... das ist auch zwangsläufig so...(die Übertragungen aus Göppingen sind völlig okay gemacht - im Sport 1 Portal wird übrigens prominent explizit drauf aufmerksam gemacht, dass Sport1 keine redaktionelle Verantwortung hat)
Journalistische Formen des Livestreamorganisation würde ich bevorzugen - ob die refinanzierbar sind, da hab ich meine argen Zweifel...Auffällig ist ja, das kaum Zahlen zur Nutzung publiziert werden, wenn man im internationalen Bereich Nutzerzahlen sieht (ist ja bei Youtube-Livestreams möglich), dann ist das äußerst ernüchternd...
Ganz davon abgesehen, glaube ich nicht, dass alle HBL-Vereine eine Gesamtabdeckung ihrer Heimspiele per Livestream wünschen (Angst vor Zuschauereinbußen - aber auch regionale Medienpartner können da eine Rolle spielen, die ihre starke/dominierende Rolle bei der Berichterstattung des regionalen Bundesligisten behalten wollen. Teilweise sind die regionalen Medienhäuser ja sogar Gesellschafter des HBL-Vereins).
Das ist alles komplex - und das Interesse an so einer Gesamtabdeckung der Spiele durch Livestreams unterliegt bei jedem Verein einer anderen Konstellation...