Beiträge von Karl

    Frohwein zitiert:

    Zitat

    1. Der Verwaltungsrat kontrolliert das Präsidium.


    Und damit z.B. Witte und Bohmann.
    Zudem:

    Zitat

    3. Der Verwaltungsrat kann vom Präsidium jederzeit Berichte über alle Angelegenheiten des Vereins verlangen und Bücher sowie Schriften des Vereins einsehen und prüfen.


    Außerdem gehts hier nicht um was 'normal operatives'. Das Heranziehen von Rudolph (Aufsichtsratsmitglied) am Montag deutet schon darauf hin, daß die Grenzen von Aufsichtsrat und Vorstand de facto verschwimmen (zudem ist mit Schwenker ein Vorstands'kollege' direkt in die Angelegenheit involviert)

    Enig sind wir uns aber darüber, daß der EHF zumindest 'Beobachterstatus' eingeräumt werden sollte/könnte - oder?

    Nielsen:

    Zitat

    Wir wollen wirklich Ruhe und Frieden. Der Seegang ist für den deutschen Handball ein bisschen zu heftig im Moment. Daran haben wir auch mit Blick auf unsere eigenen geschäftlichen Aktivitäten kein Interesse.


    Aha, mal gucken, ob da eine 'Lösung jetzt gefunden wurde (eingefallen ist), bei der alle Beteiligten (glauben) ihr Gesicht (halbwegs) wahren können (tschuldigung für die Polemik, aber war mein erster Gedanke - aber: abwarten)

    Ulf: Die Parallele mit dem Radsport zieht nicht so richtig, weil dort die Verlockungen des Dopings zu groß sind (und vor allem der 'Dopingbegriff' interpretierbar ist). Außerdem sind die Strukturen andere.

    Beim Handball können wir uns jetzt wirklich sicher sein, daß von deutschen Vereinen in Zukunft äußerste Sensibilität auf internationaler Ebene im Umgang mit SRs gewahrt wird (wobei ich keineswegs sagen will, daß das bislang nicht der Fall war). Nee, Handball und Profiradsport sind auch ganz andere Milieus und Sportarten.

    Nee, das Ganze gehört aufgeklärt ('klassisch' zur Publikation wäre eigentlich eine Geschichte am nächsten Montag im Spiegel - die würde natürlich ausgehen von den angeblichen 'Beweisinhabern'). Dann kann man eher sehen: ist was dran oder nicht.?

    Und Handball wird in jedem Falle weitergespielt werden - ich glaube man überschätzt hier den Einfluß dieser Geschichte auf den 'normalen' Bundesligisten mit seinen weit überwiegend regionalen Sponsoren und auch das Publikum ist doch recht stark auf den eigenen Verein fixiert. Und: nuja, vll. schadet es dem Handball auch gar nicht, wenn kurz-/mittelfristig zukünftig etwas weniger Geld im Spiel sein sollte (betroffen werden in erster Linie die Arenen- und Spitzenvereine sein - nur gerade deren Vertreter sitzen ja primär in den HBl-Gremien).

    @Frohwein: mit der Frage der Zuständigkeit sehe ich das etwas anders. Die beiden betroffenen Vereine (THW und SG) wurden beide von der HBL (oder dem DHB?) zur Teilnahme an der CL gemeldet - als Vertreter des deutschen Handballs. Besprechungsteilnehmer (Vorsitzender Witte und GF Bohmann) sind am Montag abend nach der Besprechung vorgeprescht - Rolle des Aufsichtsrates ist es diese zu kontrollieren.

    Ein Vertreter der EHF sollte (muß!) jetzt aber zu den weiteren Sitzungen als Beobachter herangezogen werden. Die Verbandgerichtsbarkeit hat eigentlich noch keinen rechten Grund eingeschaltet zu werden (das Problem da ist u.a. natürlich, daß die Mühlen dort relativ langsam und sehr formal (!!) arbeiten müssen ...das kann man sich nicht leisten. Zudem sind die Vorwürfe ja unklar).

    Also: Vorstand und Aufsichtsrat der HBL sind m.E. im Moment schon die richtigen (weil einzig denkbaren) Gremien zur Aufklärung - die EHF sollte aber 'Beobachterstatus' erhalten, bevor sie bei evtl. 'Verdichtung' das Zepter in die Hand nimmt (was aber nicht heißt, daß die Sache dann für die HBL erledigt wäre).

    Also auch nach 'der Welt' (Bierschwale) Link hat Schwenker sein 'Ehrenwort' gegeben, für die Unsensibilität muß er als Kieler mit dem Vornamen schon 'Spott' ertragen.

    Falls er allerdings nur sein 'Wort' gegeben hat, ist das eine sehr fragwürdige (ja 'miese') Tour (Effekthascherei) der Journalisten (sogenannter 'Qualitätsmedien' wie der SZ - die Überschrift entwertet dann doch den guten Eindruck, den der Artikel hinterläßt).

    lothar: Mündliche Gespräche können auch eine Menge Schereien bringen (man wird quasi zum 'Mitwisser') - so wars für Matheis distanzierter und 'sicherer'.

    @Lord: Interessant, ich dachte der Matheis wäre neu auf der Bildfläche. Schau an, solche wichtigen Informationen erfährt man hier so nebenbei (das hab ich auch noch nirgends gelesen - vll. auch überlesen)

    Lothar schreibt:

    Zitat

    Ernsthaft: Termin vereinbaren, Treffen, Besprechen und gut ist.


    Nein, nicht wenn man sich seiner Sache recht sicher ist. Bei vagen Vermutungen (aus Sicht von Matheis) wäre es vermutlich mündlich gelaufen. Die von Matheis gewählte Schriftform ist für mich ein Indiz dafür, das an der Sache was 'dran sein könnte'.

    Außerdem weiß man jetzt auch nicht, wie gut Schwenker und Matheis sich kennen (die 'Du'-Form kann ja in Aufsichtsrat und Präsidium ritualisiert sein - dazukommende Außenstehende passen sich quasi automatisch an)

    Oh, soweit ist Matheis doch in der Handballszene drin, daß er sich mit Schwenker anscheinend duzt:

    Zitat

    . „Lieber Uwe, ich bitte um Aufklärung“, so begann der Brief.


    FAZ-Artikel

    Das für Matheis die Sache erledigt ist, glaube ich ihm - er hat seine Pflicht (die empfand er anscheinend) getan: für die Aufklärung sind andere zuständig (im HBL-Aufsichtsrat hat er jetzt ja nur eine primär überwachende/kontrollierende/beratende Funktion).

    Elusis schreibt:

    Zitat

    ansonsten würde sich der HBL Vorstand doch ganz anders zu diesem Vorwurf äußern.


    Nur der Korrektheit wegen: der HBL-Vorstand hat noch gar nicht getagt, sondern nur ein Grüppchen am Montag - wer war heute eigentlich alles bei der Aufsichtsratssitzung dabei (wer fehlte?). Weiß das jemand?

    Eine schriftliche Stellungnahme des Vorstandes oder der HBL gibts doch auch nicht - oder?. Nur persönliche Einschätzungen und Interviewäußerungen von Witte, GF Bohmann (die sind wohl weitgehend kompatibel) und halt Schwenker (über den THW schriftlich). Abweichend von den Einschätzungen von Witte und Bohmann scheinen Rudolph und Werner (Aufsichtsratsmitglieder) zu sein (ob es nur um Nuancen/ Formulierungsschwerpunkte bzw. Rhetorik geht, ist schwer zu sagen). Naja - und dann gibt es halt noch Matheis als Aufsichtsratsmitglied, das sich geäußert hat (das ist bei dem im Moment schwer einzuordnen).

    Das hat gute Chancen Zitat des Tages zu werden (gestern ging der Titel ja an Krämer). Bohmann angeblich nach der Süddeutschen(Artikel oben mehrfach verlinkt)

    Zitat

    HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann sagte: "Die Vorwürfe sind über Dieter Matheis gekommen, er hat sie kanalisiert. Es spielt keine Rolle, woher sie kommen."

    Edit: noch der Link: http://www.sueddeutsche.de/sport/729/460363/text/

    Edit 2: Vll bezog sich Bohmann darauf, daß es egal ist, ob sie von Mattheis (als RNL-Aufsichtsratsmitglied) oder jemand anderen kommen. Aber so wie es sich zuerst (und durchaus auch beim 5. Blick) anliest, scheint es Bohmann egal zu sein, woher Matheis sein Wissen hat - man hält es ja schon fast für möglich.

    SGHSV schreibt:

    Zitat

    bei Jens Weinreich ist die (Nicht)Öffentlichkeitsarbeit der hbl und des thw sehr gut dokumentiert...

    Ganz amüsant fand ich da den ersten Leserkommentar:

    Zitat

    Was ist denn das für eine intransparente Scheiße von der HBL? Kein Wort zu gar nichts? Wir haben uns drauf geeinigt dass es keine Manipulation gibt.Punkt, aus, Ende, kein Kommentar. Das ist einem ja schon fast peinlich Handballer zu sein…


    Link zu Weinreich

    Naja, ein bißchen mehr wird jawohl noch kommen...

    Wie ist denn eigentlich diese Rundenzusammensetzung erklärt worden? (nach Handball-world)

    Zitat

    Neben Schwenker berieten HBL-Präsident Reiner Witte, die HBL- Aufsichtsratmitglieder Andreas Rudolph und Dieter Matheis sowie HBL- Geschäftsführer Frank Bohmann über die Anschuldigungen.

    Also: irgendein HBL-Gremium war das heute abend nicht - oder? (aber ist natürlich auch naheliegend, daß sowas erstmal nicht in großer Runde diskutiert wird - aber v.a. Rudolphs Anwesenheit ist schon erklärungsbedürtig. Okay, der Aufsichtsratsvorsitzende wäre fehl am Platz gewesen, aber warum nicht sein Stellvertreter?).

    Tja, sind noch einige Fragen dazugekommen - unterhaltsam ist es ja :lol:

    Das Fazit von Alfs Analyse ist für mich, daß eine Videoanalyse weder eindeutig entlastend noch belastend für einen Manipulationsverdacht ist.

    Wenn das Krämer-Zitat stimmen sollte, dann deutet das auf Bestrebungen hin, das Ganze 'unter den Tisch zu kehren'. Das geht nun aber kaum mehr...Vll. soll jetzt Serdarusic auch als evtl. 'Einzeltäter' aufgebaut werden?? Mal gucken und abwarten...

    Die Karten müssen nun schon auf den Tisch - dauerhaftes 'Stillschweigen' usw. ist kaum denkbar und kontraproduktiv

    Edit:
    14.03.1879: nette Hypothese

    ALF: Vielen Dank für Deine verdienstvolle und die Diskussion anregende Mühe! ich selbst kann mich an das Spiel noch sehr gut erinnern und war nach Abpfiff ein wenig erstaunt darüber, daß die Flensburger einen 'mustergültigen' Verlierer abgaben - an Schiebung oder so hab ich im Traum nicht dran gedacht, aber das die SG nicht zufrieden sein kann

    Kannst Du vielleicht noch Angaben zum Anzeigen von 'passiven Spiel' machen? Das ist m.E. mit das mächtigste potentielle Manipulationsinstrument eines SRs (ist ja auch keine Entscheidung, sondern verleitet zum schnellen Abschluß). Kann natürlich gut sein, daß man auf den Videoaufnahmen die Vorwarnung nicht immer sieht.

    Wäre klasse, wenn Du da noch was zu sagen könntest (also obs da Auffälligkeiten gab - und in welchen Situationen)

    Damit den 'Lesefaulen' nichts entgeht kopier ich auch noch den Absatz davor aus dem Artikel der Süddeutschen-online:

    Zitat

    Jetzt heißt es, der Grund für diese Entscheidung seien die Manipulationsvorwürfe gegen seinen ehemaligen Arbeitgeber gewesen. Das sagte Manfred Werner am Montag im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur (dpa). "Als die Löwen erfuhren, dass Kieler Spiele manipuliert gewesen sein sollen, haben sie sich gefragt, ob sie für die kommende Spielzeit den richtigen Trainer haben." Die Konsequenz aus den Recherchen sei die Auflösung des Vertragsverhältnisses gewesen.

    Uff

    Juraschick: Nuja, der Artikel stammt von dem überregional tätigen Eggers. Und er berichtet von Aktivitäten der HBL.

    Der Schuldige ist nicht der Überbringer - Eggers berichtet nur.

    Tja - und Flensburger Tageblatt? Wo sonst - Kieler Nachrichten? Es gibt halt kaum Printmedien, die an sowas interessiert sind und wo man sowas ungekürzt und zeitnah unterbringen kann - und vor allem: die SG Flensburg-Handewitt ist ja nun stark involviert in das Geschehen als Spielpartner.

    Ronaldo: Vll. wurde Matheis ja beauftragt von den HBL-Instanzen? Die Sache ist nicht unbedingt eine Geschäftsführerangelegenheit - Werner konnte z.B. den Brief schlecht schreiben und Schwenker auch nicht. Aber es ist doch richtig, daß Matheis im Rahmen seiner HBL-Funktion tätig wurde - oder?

    Ronaldo schreibt:

    Zitat

    Für mich ist weiterhin unerklärlich, warum ein Matheis in dieser Sache an Schwenker schreibt.

    Wieso? Ist doch ein völlig normales Vorgehen. Matheis hat in seiner HBL-Funktion Schwenker über Vorwürfe/Verdächtigungen informiert (sollte er das mündlich machen ?( ) - und vermutlich um eine Stellungnahme/Aufklärung/Entlastung gebeten.

    Edit: Jaja, ist doch klar, daß die Flensburger öffentlich sagen, sie könnten sich das überhaupt nicht vorstellen. Messe ich jetzt keine so große Bedeutung bei.

    m-town-rules:

    Zitat

    Aber nichts gar nichts kann endgültig bestätigt werden.

    Wart doch mal ab - solche Sätze kannst Du in einer Woche (vermutlich auch schon eher) schreiben.

    Wie oben schon geschrieben: prompte Sondersitzung der HBL und ein Engagement von jemanden wie Matheis gibt es nicht ohne jede Anhaltspunkte.

    Die Frage ist nun: wie schauen die aus und wie stark sind die? Klar ist, selbst bei schwachen Anhaltspunkten muß der Sache nachgegangen werden - es ist aber auch nicht auszuschließen, daß die 'Anhaltspunkte' 'Beweischarakter' haben.

    Tja, niemand hier kann das alles fundiert einschätzen - und jetzt jedem Artikel nachzuhecheln, den irgend ein (Online)-Journalist von irgendeinem Nachrichtenportal irgendwo abgeschrieben hat (und um das nicht so deutlich zu machen, ein paar Formulierungen ändert) bringt auch nicht weiter.

    Sehr interessant ist aber Lorans sehr plausible Perspektive:

    Zitat

    Zur HBL gibt es noch zu sagen, dass die Verantwortlichkeit für die Untersuchung erstmal bei der HBL liegt, auch wenn der Wettbewerb unter EHF-Regie durchgeführt wird. Hintergrund dafür ist, dass sich die Vereine in der eigenen Liga für die internationalen Wettbewerbe qualifizieren und dannvon der HBL als Teilnehmer gemeldet werden. Der THW Kiel kann sich als Deutscher Meister halt nicht selber für die Champions-League anmelden, sonder er wird gemeldet.

    Ja, das ist ganz klar eine HBL-Sache. Der THW Kiel ist der HBL-Vertreter in der CL! Ganz davon abgesehen ist mit der SG Flensburg-Handewitt ein HBL-Verein das angebliche Opfer.