An den Ball werden sich die Dankerser heute wieder gewöhnen müssen, an neue Gesichter kaum. Ein einziger Zugang gibt seinen Trainingseinstand bei GWD: Anders Henriksson vom Zweitligisten OHV Aurich, der den nach Aarhus (Dänemark) abgewanderten Russen Dimitri Kusilew ersetzen soll. Die Lücke, die aus dem Wechsel von Snorri Gudjonsson (zu Gudme/Dänemark) entstanden ist, wird beim heimischen Bundesligisten zunächst nicht aufgefüllt.
GWD-Trio besucht Junioren-Länderspiel
"Unser finanzieller Spagat ist unverändert", weist Ratka wie zuletzt auch Manager Horst Bredemeier gebetsmühlenartig auf das enge Budget hin. Zudem, so Ratka weiter, sei "nichts auf dem Markt, das uns begeistert oder auch nur weiterhilft." Trainer und beide Manager (Bredemeier und Günter Gieseking) sondieren den nach den Kieler Beutezügen (Filip Jicha/Lemgo und Börge Lund/Nordhorn) durchaus in Bewegung geratenen Markt aufmerksam. Zuletzt besuchte das GWD-Trio in Tübingen ein Länderspiel der Junioren-Nationalmannschaft gegen Serbien. "Wir wollten uns ein Bild machen, Kontakte knüpfen", berichtet Ratka, "da liegt schließlich unsere Zukunft."
Ergebnisse bei der Suche nach einem Spielmacher gibt es bislang nicht. Das erinnert an die Situation des Vorjahres, als mit Jiri Hynek und Mirza Cehajic erst sehr spät die benötigten Verstärkungen verpflichtet werden konnten. Die Folgen seinerzeit: Hynek und Cehajic brauchten bis weit in die Saison hinein, um sich bei GWD zu akklimatisieren und einzuspielen.
Damit startet Minden mit einem 13er-Kader in die Vorbereitung. "Ich mache mir ers tmal keine Sorgen", sagt Ratka und gibt sich unverzagt. Dass es bei Verletzungen von Leistungsträgern ohne Gudjonsson-Ersatz zu verzwickten Situationen kommen kann, ist dem 44-jährigen Coach durchaus bewusst.