Und nochmal von der Homepage von I. Roch, auf der das Spruchband jetzt leicht abgeändert läuft: "Aus und vorbei - Bienen geben Lizenz zurück:
"Die Bienen ziehen die Notbremse Frauenhandball Bundesligist gibt Lizenz zurück - Hauptsponsoren brechen weg - Frage nach offenen GehälternHandball Die Pressemitteilung war kurz und knapp: Rhein-Main-Bienen geben Lizenz zurück und beginnen einen Neuanfang in der Oberliga Hessen.
Das Kapitel Handball-Bundesliga ist beendet: Gestern gab Martin Suffel, Manager der Rhein-Main-Bienen, bekannt, dass der Verein mangels fehlender finanzieller Mittel die Bundesliga-Lizenz zurückgebe. Mit den Bienen zieht sich nun schon der zweite Verein aus der Region binnen kürzester Zeit in die nächsttiefere Klasse zurück. Erst vor drei Wochen hatte Fußball-Regionalligist Viktoria Aschaffenburg verkündet, in der nächsten Saison eine Klasse tiefer zu spielen. Grund auch hier: Finanznöte. Björn Friedrich Was ist passiert? Das Kapitel Handball-Bundesliga hat sich für die Rhein-Main-Bienen erledigt. In einer turbulenten Sitzung des Wirtschaftsrates unter Anwesenheit von Vertretern der lizenztragenden Vereine TV Sulzbach und DJK Leidersbach brachte am Montag die Entscheidung. Die Lizenz für die Bundesliga wurde zurückgegeben, was für die Bienen heißt, dass sie ab der kommenden Saison in der Oberliga Hessen an den Start gehen werden. Der Grund ist das liebe Geld.
Komplette Mannschaft löst sich aufBienen-Manager Matthias Suffel warnte vor dieser nun eingetretenen Situation schon seit Monaten: "Es ist uns in der abgelaufenen Saison bereits ein Hauptsponsor auf Grund der wirtschaftlichen Lage weggebrochen. Das konnten wir gerade noch so auffangen. Doch nun haben zwei weitere Hauptsponsoren für die kommende Spielzeit ihre Gelder gekürzt. Das ist nicht mehr aufzufangen." Suffel wollte auf keinen Fall mit einem Minus in die neue Saison starten, "noch dazu, wo nicht abzusehen ist, wie sich die wirtschaftliche Lage in der nächsten Zeit entwickelt. Wir haben eine Etat-Unterdeckung von 50 Prozent. Damit kann ich nicht in die neue Saison gehen."
Der Verein hat die Notbremse gezogen. Notbremse oder Pleite? "Der nötige Rückhalt ist nicht da und ohne Geld geht eben nichts. Nennen Sie es nun Pleite oder wie auch immer. Fakt ist, dass ein Großteil unserer Gelder aus der Region Frankfurt gekommen ist. In unserer Region haben wir teilweise nur Minimalst-Summen bekommen. Zwar hatten wir einige gute Gespräche mit Sponsoren. Doch wir sind immer wieder hingehalten worden. Irgendwann musst du dann mal sagen: bis hierher und nicht weiter." Deshalb ist in einer Sitzung nun die Entscheidung gegen den Bundesliga-Handball gefallen.
Doch wie geht es nun weiter? Alle Spielerinnen, bis auf Nicole Steinfurth, haben nur Verträge für die erste Liga unterschrieben. Das heißt im Klartext, dass sich die komplette Mannschaft auflöst. Suffel hat bereits die meisten Spielerinnen in Kenntnis gesetzt und alle haben mit Betroffenheit reagiert. "Doch was soll ich machen, wenn kein Geld da ist? Es ist uns Verantwortlichen nicht gelungen, rechtzeitig Sponsoren aufzutreiben und unsere langjährigen Gönner mussten teilweise selbst Insolvenz oder Kurzarbeit anmelden. Ich kann es ihnen nicht verübeln, wenn sie zuerst am Sportsponsoring einsparen", so Suffel weiter.
Noch keine Gelder akquiriertMit Trainer Raul Alonso wird sich der Noch-Manager in den nächsten Tagen zusammensetzen und mit ihm verhandeln, ob er unter diesen Umständen eventuell bleibt. Torhüterin Marion Fenn wollte sich schon vor dem Bundesliga-Aus auf die zweite Mannschaft, die HSG Sulzbach/Leidersbach II, konzentrieren. Bleibt noch die Frage nach den offenen Gehältern. "Die Gehälter, die noch ausstehen, versuchen wir auf jeden Fall abzudecken. Jeder soll das bekommen, was ihm zusteht." Suffel versicherte, dass für die Runde 2008/09 "nur ein überschaubarer Betrag noch offen steht. Diverse Mietzahlungen werden abgedeckt, und bei den Spielerinnen deutet sich bis zum 30. Juni, also bis Vertragsende, an, dass sie ihr Geld bekommen."
Für die neue Saison hat Suffel noch keine Gelder akquiriert, muss daher auch keine zurückgeben. Beirat und Management lösen sich auf. "Meine Tätigkeit hätte ich ohnehin nicht mehr ausgeübt, da ich Handball und Beruf nicht mehr vereinbaren kann. Mir tut das alles sehr leid, doch der Punkt war da, wo es einfach nicht mehr weitergeht. Es soll aber keiner schadenfroh sein, denn morgen kann es schon den nächsten erwischen", so Suffels Schlusswort. (Margot Staab)"
Das war´s dann wohl....
Ach ja, man kann von dem Manager der Bienen halten, was man will, aber mit seinem Schlusssatz hat er nicht ganz Unrecht. Beinah mag man froh sein, wenn man in diesen Zeiten NICHT aufsteigt...
Viele Grüße
Camelot