Beiträge von BerndO

    Das es kein "Abmelden" mehr gibt ist auch mir schon länger bekannt, finde ich nur "ulkig", dass jemand bestraft wird der nicht mehr da ist. Aber sei's drum...

    Aber es sieht wohl so aus, dass da teilweise kräftig vor- und wieder zurückgerudert wird. Insofern nicht schlecht, dass wir unseren Lehrgang erst Mitte September haben, da sollte dann ja alles geklärt sein...

    Üblicherweise finden die Lehrgänge im Badischen im Frühjahr statt, dass Neulinge noch ausreichend Zeit haben auf Turnieren erste Erfahrungen zu sammeln, die sie auf ihre ersten Hallenrunde vorbereiten.

    Zitat

    Original von Frodo
    Du trägst ein, dass er eine Disqualifikation wegen der 3. Hinausstellung bekommt und das ist völlig ausreichend.

    Die Formulierung wegen eine Disqualifikation wegen eine 3. Hinausstellung ändert sich also nicht. Es ist ja schließlich die 3. Hinausstellung und die Regeln schreiben da rot vor.

    Für diesen Fall lautet der Eintrag:

    37. Min ( 23:24): "D" Nr. 8 TSV Musterdorf gem. Regel 16:6g.


    Da stimme ich Frodo zu.

    Zitat

    Original von Frodo
    Komplizierter wird es wenn der "MV", also in diesem Beispiel Spieler Nr. 8 bereits eine / zwei progressive Bestrafung(en) bekommen hat.

    In diesem Beispiel eine Verwarnung als Spieler und eine Hinausstellung als Offizieller.

    Dies hätte zur Folge, dass wenn nun ein nicht teilnahmeberechtigter Spieler das Feld betritt die nächste Stufe der progressiven Bestrafung gegen einen Offizielen, als den "MV", greifen müsste.

    Auch wenn der Spieler Nr. 8 erst eine Hinausstellung (diese als Offizieller) bekommen hat, wäre hier dann zu disqualifizieren!

    Frodo: Wie kann ein Spieler, der als solcher auf dem Spielbericht eingetragen ist, eine Strafe als Offizieller bekommen? Ein Funktionswechsel vom Spieler zum Offiziellen ist nicht möglich (andersherum schon). Er wird immer als Spieler bestraft. Nur weil er vielleicht gerade auf der Bank sitzt heisst das ja nicht, dass er jetzt nur noch Offizieller ist. Oder wie bestrafst Du ihn, wenn er dort eine Tätlichkeit begeht? D (weil er MV ist) oder A (weil er Spieler ist)??

    Andersherum: Ein Offizieller, bereits einmal verwarnt und hinaussgestellt, wird zum Spieler und meckert noch auf der Bank sitzend? Rot (16:6a) oder 2 Min.?

    Ich dachte eigentlich ein Spieler kann niemals gemäß Regel 16:6a) disqualifiziert werden.

    Interessant wird die Frage der Bestrafung so richtig wenn
    a) der einzige "richtige" Offizielle bereits V,2 und D bekommen hat und der Ersatz-Spieler-MV (immer noch Spieler) noch keine Bestrafung oder nur eine Verwarnung erhalten hatte.
    b) der einzige "richtige" Offizielle freiwillig, sprich er hat sich ordnungsgemäß abgemeldet, die Bank verlassen hat. Wer bekommt die Strafe?

    Für mich ist aber noch immer nicht geklärt, ob der Spieler-MV in der Ausgangssituation nicht doch direkt zu disqualifizieren ist, da dieser Fall jetzt schon zweimal unabhängig voneinander so beschrieben wurde (eben hier von ellob und dort: http://www.schieris.de/viewtopic.php?p=3538#3538).

    Frodo: Wurde das so, wie Du es geschildert hast, auf dem SHV-Lehrgang gelehrt? Das scheint sich dann, wenn ich das im anderen Forum richtig mitbekommen habe, von zumindest einem anderen Regionalverband zu unterscheiden.

    Da unser Lehrgang noch ansteht: Muss der Spieler-MV in diesem Fall, obwohl noch 2 Minuten möglich sind, wirklich direkt disqualifiziert werden? Der MV ist doch progressiv zu bestrafen, also würde ich erwarten, dass zunächst eine weitere Hinausstellung verhängt wird.
    Wenn er in der Situation aus dem Auswechselraum unsportlich reklamieren würde, gäbs für ihn doch auch nur 2 Minuten, auch wenn er MV ist.

    Mein Formulierungsvorschlag für den Fall der Disqualifikation:
    x.Min (Spielstand) "D" MV Nr. 8 Max Muster, TV Haudrauf, gem. Regel 16:6a) weil er bereits eine Hinausstellung erhalten hatte als ein nicht teilnahmberechtigter Spieler das Spielfeld betrat

    Dickmann: Der Eisbeer meinte das wohl etwas ironisch - kennst Du den geflügelten Spruch: "Das gibt Abzüge in der B-Note!", vorzugsweise beim Eiskunstlauf gebraucht...

    Ansonsten ist es bei den Beobachtern, die ich kenne, so, dass ein Beobachtergespräch in 99 von 100 Fällen nichts mehr an den Punkten ändert, will sagen, dass er zwar an Deiner Erklärung interessiert ist, diese aber egal ist in Hinblick auf die Bewertung.
    Und das ist gut so, sonst artet das irgendwann zu einer Feilscherei aus.

    jfherden: Eine klassische Antwort von Radio Eriwan

    Zitat

    Original von jfherden
    Liebe Leute, bevor hier Halbwahrheiten in die Welt gesetzt werden:


    Ja, wer macht hier denn sowas? :nein:

    Zitat

    Original von jfherden
    In den Regeln findet sich lediglich die Formulierung, dass der Anwerfende so lange mit einem Fuß die Mittellinie berühren muss, bis der SR gepfiffen hat.


    Und das ist nicht richtig, Regel 15:1 sagt ganz klar, dass die Stellung nicht verlassen werden darf, bis der Wurf ausgeführt ist, sprich der Ball gespielt wurde.

    Ich würde "Stehen" so interpretieren, dass ein Spieler der mit Ball zur Mittellinie läuft, eindeutig eine Unterbrechung in seinem Bewegungsablauf hat, sprich: er stoppt ab. Erst dann kann angepfiffen werden. Hat er nach Anpfiff die Mittellinie schon wieder verlassen, bevor er den Ball spielt, so ist auf FW dagegen zu entscheiden.

    Zitat

    Original von Todde1973
    nach neuem Text 15:3 und 15:7 muss beim Übergeben korrigiert werden (sofern der FW nicht angepfiffen wurde). Alt hieß es so:

    15:4 (alt):"... Bei Ausführung eines Wurfes darf der Werfer den Ball nicht einem Mitspieler übergeben...." Konequenz: 13:1a

    13:1a (alt):"Grundsätzlich unterbrechen die SR das Spiel und lassen es durch einen FW für die andere Mannschaft wieder aufnehmen, wenn: .... u.a. 15:2-5.

    Also hast du früher schon alles richtig gemacht.


    @Todde: Danke, genauso habe ich die Regeln auch interpretiert. Aber irgendwie komisch, dass ich das jetzt erstmal korrigieren soll. Was heisst denn da "Korrektur", wenn alle Beteiligten richtig stehen? Gib den Ball zurück, oder was? Der Korrekturpfiff wäre doch dann so unnötig wie ein Kropf.

    Die Regel sagt, das der Ausführende mit einem Fuss die Linie berühren muss. Erst dann kann angepfiffen werden und der Fuss darf die Linie nicht verlassen, bis der Ball gespielt ist.

    Aber mal was anderes: Musste auch bislang schon bei einem nicht anzupfeifenden Freiwurf bei Ballübergabe zunächst korrigiert werden? Dann wäre ich da wohl immer falsch gelegen :rolleyes:, denn ich habe dann auch immer sofort auf FW dagegen entschieden.

    Ein paar Einwände:

    Also in den Online-Ausführungen des Regelwerks, die ich kenne, ist beim Anwurf immer noch von maximal 1,50m links + rechts der Mitte die Rede (Regel 10:3).

    EDIT: Der jfherden war mal wieder schneller...

    Auch finde ich in Regel 15 keine Ausnahme was die sofortige Ahndung einer Ballübergabe bei einem nicht anzupfeifenden Freiwurf angeht. Das verwundert mich aber in der Tat etwas, dass dies ab sofort zu korrigieren sei. Aber Regel 15:3 verweist auf 15:7 Abs. 2 und 3.

    Was die Ursprungsfrage, das Laufen beim Anwurf angeht, so ist halt auf FW dagegen zu entscheiden, wenn der Fuss des Ausführenden nach dem Anpfiff vor dem Spielen des Balles die Mittellinie "verläßt".

    Die Begründung ist ja wohl an den Haaren herbeigezogen.

    Wie war das mit dem Hineininterpretieren in die Fragestellung?

    Diese Frage bedarf dann wohl doch dringend einer Überarbeitung.

    Zitat

    Original von Schwaniwolli
    bei d) sollte unbedingt ein Time out dazu kommen.
    richtig hier also a), d), und e)

    Ich gebe dem "alten Mann" insofern recht, dass ich auch bei einer gelben Karte erst mal mein Kreuzchen machen muss bevor es mit 7m weiter gehen kann. Vielleicht kann man allein durch diese "Verzögerung" schon ein Time-Out rechtfertigen, regeltechnisch notwendig ist es nach den neuen Regeln aber nicht.

    vr316:

    Wie frodo schon sagte, läuft er als "zusätzlicher" Spieler auf's Feld so ist e in diesem Fall zu disqualifizieren, egal wie schwer das Foul ist.

    Ansonsten, wenn nur die erlaubte Anzahl Spieler auf dem Feld ist, sollte je nach Vergehen auch eine zusätzliche persönliche Strafe möglich sein. Dies wurde, wenn ich mich recht entsinne, sinngemäß auch im neuen Heft des Handball-Schiedsrichters so geschrieben.

    Aber zwei Strafen kann er auf keinen Fall bekommen (sprich für Wechselfehler UND Foul)

    TLpz: deshalb auch meine erste Nachfrage an Todde, der meine Vermutung bestätigt hat. Anscheinend hat er eine "offizielle" Lösung.

    Nichtsdestotrotz ist c) etwas unglücklich formuliert...

    Aus dem IHF Katalog kenne ich Frage 109, und da ist c) etwas anders formuliert:

    Frage 109: (IHF 109)
    Bis wann kann der Schiedsrichter ein bereits anerkanntes Tor annullieren?
    - a) Bis zum Anpfiff des Anwurfs
    - b) Bis zum Schlusssignal
    - c) Bis zum Ende der betreffenden Halbzeit
    - d) überhaupt nicht mehr

    Scheint also eine neue Frage zu sein...

    TLpz:

    c) ist z.B. genau dann richtig, wenn der ZN nach dem Torerfolg das Spiel durch Pfiff unterbrochen hatte, dieser aber von allen Beteiligten incl. SR überhört wurde. Wenn nun bereits der Anwurf angepfiffen wurde und erst jetzt der SR den ZN wahrnimmt und dieser ihm schildert, dass vor dem Torerfolg die erfolgreiche Mannschaft einen Spieler zu viel auf dem Feld hatte, ist das Tor zu annullieren.

    Regel 2:9 Kommentar in Verbindung mit 9:2

    Frodo: Dann ist er in diesem Fall nicht als "zusätzlicher" Spieler zu sehen, da eine DQ gar nicht als Lösungsmöglichkeit angeboten wird.

    Ist also der Wechselvorgang als solcher korrekt abgelaufen kann er für das reine Vereiteln einer TG nicht disqualifiziert werden. Oder wie siehst Du das?