Spielverderb: NEIN!
Beiträge von BerndO
-
-
Zitat
Original von Lasse
Das werd ich dann wohl verwechselt haben. Aber ich wusste, dass ich da irgendwas gehört habe...Und trotzdem komm ich nicht darüber hinweg, die ganze Aktion als äußerst unsinnig zu sehen... entweder wusste der Trainer überhaupt nicht, was er macht, oder er machte das absichtlich, um die SR zu verwirren...
Ich habe die betreffende Mannschaft seitdem schon 2 mal gepfiffen: Sie haben es nicht noch mal "probiert".
Aber ich denke mal, sie wollten damals SR und Z/S damit einen Gefallen tun, damit das beim Nachtragen mit der Passkontrolle besser/schneller klappt.Schwaniwolli: Ist dem wirklich so, dass, wenn bereits mal 4 Offizielle auf dem Bogen standen und einer von ihnen zum Spieler wird, die Mannschaft einen weiteren Offiziellen nachmelden kann? Hätte ich bislang wohl falsch gemacht. Aber immer diese graue Theorie...

Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Schwaniwolli
liest du eigentlich meine Ausführungen oder überfliegst du sie bloß.
Natürlich sehr aufmerksam :D, denn Du schriebst...ZitatOriginal von Schwaniwolli
... oder wenn er zu früh ins Feld läuft UND ins Spielgeschehen eingreift.
Was heisst denn da "ins Spielgeschehen eingreifen"?? So wie du das beschrieben hast, ziehst Du halt auch Rot wenn gar keine klare TG vorliegt. Und damit bin ich überhaupt nicht einverstanden
Und egal, ob klare Torgelegenheit oder nicht: durch das Betreten des Spielfeldes provoziert der Spieler auf jeden Fall einen Pfiff des (aufmerksamen) Zeitnehmers. Und jetzt?
Gruß
BerndSchönes Thema, und ich dachte immer das wäre so eindeutig geregelt

-
Zitat
Original von SRBHV
Bevor ihr mir noch alle durcheinander bringt möchte ich diese Diskussion abschließen:Das fragt ich mich jetzt aber, wer hier wen drucheinander bringt...
ZitatOriginal von SRBHV
Soweit so gut, nun kann es aber sein, daß der zu früh einwechselnde nicht aktiv eingreift aber der Z muß pfeifen und unterbricht z.B. einen laufenden Konter des Gegners.
Er unterbricht also und verhindert (richtigerweise) eine klare TG.Nun ist es meine Entscheidung was ich in diese Aktion hineininterpretiere.
= unterstelle ich ihm Absicht diese Aktion bzw. diesen Pfiff provoziert zu haben (was äußerst schwierig sein dürfte) so werde ich ihn disqualifizieren.Das ist der Knackpunkt, ich müsste ihm Absicht unterstellen (läge durchaus nahe, ist aber nicht zwingend immer so). Das lass ich lieber, zumal ich als SR den falschen Wechselvorgang oder den zu frühen Eintritt selten selber beobachten kann...
ZitatOriginal von SRBHV
Und - was man nicht außer acht lassen sollte die Spielfortsetzung ist FW an der Auswechsellinie für die gegnerische Mannschaft.Der Grund ist in der Regel 14:1 b begründet wo es heißt
"auf 7m- Wurf ist zu Entscheiden bei einem UNBERECHTIGTEM Pfiff während einer klaren TG"
Und was ist mit 14:1a) ??? Die abwehrende Mannschaft hat ganz klar eine Regelwidrigkeit begangen und letztendlich wurde dadurch die Torgelegenheit vereitelt. (gibst Du übrigens oben selber als Regelbezug an)ZitatOriginal von SRBHV
So, ich hoffe ich konnte etwas Licht in das Dunkel bringen.Es ist eher etwas diffuser geworden...
Ach ja, Regelfragen aus dem Fragenkatalog zu diesem Thema: 209, 212, 214, 216
Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Schwaniwolli
Ich spreche nur eine D, wenn er bewußt ins Spielfeld läuft, um den Z zu einem Pfiff zu provozieren ( kann eigentlich nur bei einer klaren Torgelegenheit oder bei einem Gegenstoss des Gegners sein ), oder wenn er zu früh ins Feld läuft UND ins Spielgeschehen eingreift.Bei normalen Wechselfehlern pfeift ja auch der Z fast immer so schnell, dass der Spieler nicht mehr ins Spiel eingreifen kann. Macht er es aber trotzdem , siehe BASTA.
Auf die Gefahr hin, dass Du bei mir jetzt auch all zu genau hinschaust ;), widerspreche ich Dir nochmals.Vereitelt ein zusätzlicher Spieler oder ein zu früh eintretender Spieler eine klare Torgelegenheit, weil der ZN seine Arbeit korrekt macht und sofort pfeift, kannst Du persönlich zwar der Meinung sein, dass dies grob unsportlich ist. Jedoch ist die Anweisung hier eindeutig: Es gibt eine Hinausstellung und das Spiel wird mit 7m fortgesetzt. Diese Auslegung wurde vor 2 oder 3 Jahren geändert und sollte meiner Meinung nach von allen SR so praktiziert werden, egal ob man das nun als sinnvoll, ungerecht oder blöd erachtet.
Abgesehen davon halte ich ein Eingreifen ins Spielgeschehen nur dann für wirklich unsportlich, wenn der Spieler dadurch eine klare Torgelegenheit vereitelt. Oder disqualifizierst Du auch wenn seine eigene Mannschaft in Ballbesitz ist, der ZN pennt und der Spieler ganz normal am Spiel teilnimmt?
Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Schwaniwolli
Er wird doch nur dann ins Spiel eingreifen, wenn er z.Bsp. einen gegnerischen Angriff vereiteln möchte oder gar Schlimmeres. Und wenn er bewußt ins Spielfeld läuft, um den Z zu einem Pfiff zu provozieren ?.Wie auch immer, er wird von mir wg. grober Unsprtlichkeit disqualifiziert. Basta
Das entspricht aber nicht dem was auf BHV-Ebene (und somit auch auf DHB-Ebene, da hat der Jason das ja wohl her) gelehrt wird. Ein provozierter Wechselfehler ist nicht mit einer Disqualifikation zu ahnden
. Dazu gibt's auch mehrere Fragen im aktuellen Fragenkatalog.Unsportlich ist das allemal, und meiner Meinung nach je nach Spielstand und Spielzeit auch durchaus grob unsportlich, aber die Anweisungen lauten hier halt anders (auch wenn's nicht unbedingt jedem gefällt
)Gruß
Bernd -
Ich denke, dass ist wohl überall so, dass Z/S auf der Rückseite rein gar nichts (ausser ihrem Namen und Anschrift) einzutragen haben.
-
Zitat
Original von Schwaniwolli
Greift er in diesem Fall tortzdem ins Spiel ein, muss er disqualifiziert werden.Hallöchen, du meine spielleitende Stelle,
hier muss ich Dir vehement widersprechen. Durch eine Hinausstellung erlischt keines Falls die Teilnahmeberechtigung eines Spielers (teilnahmeberechtigt ist bekanntlich der, der vor Spielbeginn anwesend und im Spielprotokoll eingetragen ist + nachkommende Spieler, bla, bla...). Ich kann - darf - soll nicht
einen hinausgestellten Spieler disqualifizieren, wenn er zu früh eintritt, egal ob er ins Spiel eingreift oder nicht. (Verhält er sich grob regelwridig oder grob unsportlich, dann natürlich schon). Aber eine Disqualifikation wegen fehlender Teilnahmeberechtigung gemäß 16:6a) wäre ein klarer Regelverstoß.
Das reine Betreten stellt auch keine grobe Unsportlichkeit dar, also ist hier lediglich eine weitere Hinausstellung die Folge (Regel 4:6).Achso, zu der anderen "etwas abstrusen" Diskussion: Ist der Ball in solch einer Situation im Tor war der SR wohl zu langsam oder hatte die Pfeife verschluckt. Ich tu mich da sehr schwer, auf Tor zu entscheiden, wenn entweder ausgebrochene Wildtiere, Wischmops oder Zuschauer Bälle ins Tor befördern.
Ich will ja nicht behaupten, dass das Regelwerk immer zu 100 Prozent logisch ist
, aber ich als SR kann auf Tor entscheiden, wenn ein nicht am Spiel Beteiligter ein Tor verhindert und ich der Auffassung bin, dass der Ball ohne sein Eingreifen ins Tor gegangen wäre (Regel 9:1 Kommentar). Somit behaupte ich jetzt einfach mal (rein logisch ;)), dass im Umkehrschluß der SR auch auf "kein Tor" entscheiden kann, wenn er der Auffassung ist, der Ball wäre ohne das Eingreifen des Nichtbeteiligten nicht ins Tor gegangen.Abgesehen davon, finde ich keine Aussage zu diesem Fall im gesamten Regelwerk oder in irgendwelchen Anweisungen. Von daher würde meine Entscheidung in diesem Fall lauten: Kein Tor

Gruß
Bernd -
Zitat
Original von jfherden
Aber auch ungeachtet dessen: TTO weg und Wechselfehler ist für mich die richtige Antwort, da ärgert sich der Trainer sicher auch genug drüber.Was soll denn heissen "TTO weg"?
Es wird doch ganz normal gewährt, trotz Wechselfehler, denn zum Zeitunkt der Beantragung waren alle Voraussetzungen erfüllt.Also, nach 60 Sekunden geht's für die fehlbare, TTO beantragende Mannschaft mit einem Mann weniger und Ballbesitz weiter.
Gruß
Bernd -
Zitat
Original von jfherden
Naja, wobei der dann ja eigentlich klar wäre, oder? Sobald die Abwehr den Ball blockt, geht Zeitspiel weiter. Wenn der Ball dann weiter gegen Pfosten geht und dann Toraus ist Zeitspiel vorbei. Siehe neue Regelung. Eigentlich doch ziemlich eindeutig oder?Natürlich ist das eindeutig, aber für einen Zuschauer, der nicht so in der Materie steckt, wohl kaum. Mal bleibt der Arm oben und der Pfiff kommt oder mal geht er runter und der Angriff geht normal weiter. In einem entsprechenden Spiel wird dann auf jeden Fall für "Stimmung" gesorgt werden.
Naja, wird sich wohl auch noch einschleifen...Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Mike
Jedoch betrachte ich diese absolut klar definierte Einschränkung : Latte, Pfosten und Keeper als Schiedsrichter für kritisch.Nicht nur für Schiedsrichter, vor allem die Zuschauer (und bislang teilweise auch Trainer) haben damit ein Problem, weil sie die Regelung entweder gar nicht oder den Unterschied zwischen einem vom Tor/Torwart zurück prallenden Ball und einem von der Abwehr geblockten Ball nicht kennen.

Besonders "hübsch" wäre dann der - zugegeben etwas konstruierte - Fall, dass der von der Abwehr abgefälschte Torwurf, der dann vom Pfosten ins Toraus geht.

Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Lasse
Das bedeutet, dass nach einer Disqualifikation keine Verwarnung oder Zeitstrafe folgen kann.Dies gilt jedoch nicht, wenn ein Offizieller direkt die Zeitstrafe oder Disqualifikation (z.B. wüste Beleidigung) erhält. Danach ist durchaus noch eine Verwarnung für einen anderen Offiziellen möglich.
Gruß
Bernd -
Also es ist so:
Steht der Werfer zum 7m bereit, so ist jeder Versuch des TW auszuwechseln als Unsportlichkeit zu bestrafen (Regel 14:10 - Progressionsreihe). Wurde der TW verwarnt hat er im Tor zu verbleiben. Wechselt er trotzdem aus ist er hinauszustellen.
Damit hat er dann sein Ziel erreicht, sein Ersatzmann darf sein Glück versuchen

Gruß
Bernd -
Zitat
Original von mwichmann
Ich denke mal dass der trainer angst hatte,dass die schiedsrichter nach einer regel bestrafen wofür er eventuell eine strafe bekommt und nach regel 16:6 ist dies ja nicht der fall.......
Kann man so nicht stehen lassen, wie bereits geschrieben, siehe oben 
-
Zitat
Original von Schwaniwolli
P.S.
Lieber BERNDO , auch eine Beleidigung gegen Zuschauer oder MVA oder anderen Spielern zieht eine Sperre nach sich . Auspassen beim Pfeifen !!!!!Ok, hatte ich übersehen, da ich aber meine D's immer schön begründe, so wie ich es gelernt habe, und ich mir generell keine Gedanken über etwaige Sperren mache, sollte ich damit auch keine Probleme haben
ZitatOriginal von Andre
Einsprüche kommen bei sowas kaum durch. Er hat es als grobe Unsportlichkeit gesehen und Regel 16:6 angewandt. Das ist soweit richtig.Nur 16:6 reinzuschreiben reicht aber nicht um es klar als grobe Unsportlichkeit darzustellen. Die spielleitende Stelle wird dann in dem Fall kaum etwas ausrichten können, gell Schwaniwolli
das d) ist da ziemlich wichtig -
Also ausgehend von der ursprünglichen Situation (Angreifer wirft auf's Tor, während der Ball unterwegs ist kommt der Pfiff zum TTO) halte ich nicht für so abwegig. Leider sind die Kollegen Z/S am Tisch nicht so unfehlbar wie man sie gerne hätte und für solche Situationen wohl auch nicht vorbereitet. Im übrigen: wer weiss wie lang der Z u.U. nach seiner Pfeife kramen musste und ruckzuck hast Du eine solche Situation.
SRBHV: Du gewährst das TTO also auch dann nicht, wenn der Ball von einem Angreifer nach dem Pfiff aufgenommen wird (Abpraller vom Tor oder Torwart) ????
Es geht mir hier in erster Linie nicht darum, ob der Pfiff des Z richtig war, sondern wie es weitergehen zu hat, wenn er denn nun mal gepfiffen hat.
Wie bereits oben gesagt, eine solche Situation habe ich live in einem DHB Pokal-Spiel zwischen zwei Bundesligisten erlebt (und ich glaube da sassen Z/S vom BHV am Tisch;) ).
Gruß
Bernd -
Ab gesehen davon dass ein Trainer absolut nichts zu fordern hat, was in den Schiedsrichterbericht einzutragen ist, was hat er den damit bezweckt?

16:6 ist generell der Regelparagraph für Disqualifikationen und ist (zumindest bei uns im BHV) immer einzutragen, wenn die rote Karte gezeigt wird. Zusätzlich ist aber auch noch ein Buchstabe a) - h) anzugeben und die Disqualifikation damit näher zu begründen. Ausser dem Fall der groben Unsportlichkeit "Vergehen gegen SR Beleidigung oder Bedrohung" 16:6d) oder "Tätlichkeit ausserhalb der Spielzeit" 16:6e) hat das doch für den betroffenen Spieler überhaupt keine Konsequenzen, da es sich dann lediglich um eine Matchstrafe handelt.
Was willst Du denn mit dem Einspruch gegen die Disqualifikation erreichen? Der Spieler hat doch eh keine Sperre zu erwarten und gegen die Tatsachenentscheidung der SR ist "eh kein Kraut gewachsen"
Gruß
Bernd -
"IM" Torraum gehört der Ball dem Torwart, "ÜBER" dem Torraum ist der Ball immer noch spielbar

Wenn der Ball nicht von einer der Mannschaften unter Kontrolle ist, so ist meiner Auffassung nach immer noch die Mannschaft in Ballbesitz, die ihn zuletzt vollständig unter Kontrolle hatte, hier also die angreifende Mannschaft (zumindest in Bezug auf Beantragung und Gewährung eines TTO).
Irgendwelche anderen Stimmen hierzu?
Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Schwaniwolli
1. Der Ball befindet sich überm Torraum, als der Pfiff ertönt. Spielfortsetzung ist dann Abwurf mit Anpfiff.
2. Der Nall befindet sich außerhalb des Torraums ,als der Pfiff ertönt und niemand hatte den Ball unter Kontrolle.
Hier kann das Spiel eigentlich nur mit Hochball fortgesetzt werden.Wohl nicht wirklich!!
Den "Hochball" haben wir ja wohl erfolgreich abgeschafft. In diesem Fall würde ich jedenfalls die Auszeit gewähren, zumal sich die beantragende Mannschaft ja sogar selbst den Vorteil der Torgelegenheit nimmt.Zwar wird "hoch oben" ja auch nicht alles richtig gemacht, aber da habe ich es sogar schon erlebt, dass, als ein Ball vom Pfosten in Richtung fangbereiter Abwehrspieler zurück prallt, eine Auszeit für den Angreifer beantragt UND gewährt wurde. Es gab jedenfalls "Standing Ovations" für die Kollegen
weil der Gastverein so wieder in Ballbesitz kam.Zu Punkt 1 könnte man als Analogie den Fall anführen, dass Z zu früh das Spiel beendet. Befindet sich der Ball nach dem Wurf zum Zeitpunkt der Pfiffs über dem Torraum und wird dann vom Torwart gehalten, so wird das Spiel auch mit FW für den Angreifer fortgesetzt ( Schwaniwolli: BHV Frage 903). Geht der Ball jedoch ins Toraus, ohne dass der Torwart eingreift, so geht's mit Abwurf weiter (BHV Frage 1073).
Soweit alles "unklar"

Gruß
Bernd -
Zitat
Original von Hans-Chrisitian
Mich würde interessieren, wie Ihr verfahrt und ob Ihr schlechte Erfahrungen damit gemacht habt, die Besetzung dere Bänke nicht zu kontrollieren?Neben dem reinen Durchzählen vergleiche ich zu Spielbeginn die Nummern der auf der Spielfläche befindlichen Spielern mit meiner Notizkarte. Das sollte auch helfen so ein Malheur zu verhindern.
Gruß
Bernd