Beiträge von Arcosh

    Gruppe A (Herning, Dänemark)

    Deutschland

    Tschechien

    Polen

    Schweiz

    Spielplan:

    Mittwoch, 15. Januar 2025

    18:00 Uhr: Tschechien - Schweiz

    20:30 Uhr: Deutschland - Polen

    Freitag, 17. Januar 2025

    18:00 Uhr: Tschechien - Polen

    20:30 Uhr: Schweiz - Deutschland

    Sonntag, 19. Januar 2025

    15:30 Uhr: Polen - Schweiz

    18:00 Uhr: Deutschland - Tschechien

    Anspruch der deutschen Mannschaft muss es sein, mit drei sicheren Siegen die Vorrundengruppe A für sich zu entscheiden. Polen hat seit 2016 keine Top10-Platzierung bei einer Handball-EM oder WM mehr erreichen können, Tschechien nimmt erstmal seit 2015 wieder an einer WM teil und die Schweiz ist nur per Wildcard der IHF ins Teilnehmerfeld gerückt. Bei der Handball-EM 2024 scheiterten alle drei Mannschaften bereits in der Vorrunde.

    Tatsächlich könnte die Entscheidung über die Plätze 2 und 3 in dieser rein europäischen Gruppe aber interessant werden. Für die Schweiz ist der Ausfall von Manuel Zehnder eine enorme Schwächung, so dass sie vielleicht sogar im Auftaktspiel gegen Tschechien aufpassen müssen, nicht frühzeitig alle Hoffnungen auf die Hauptrunde begraben zu müssen. Bei Tschechien wird viel von Tomas Mrkva im Tor anhängen. Er muss der Mannschaft Rückhalt geben, da vielen tschechischen Spielern die internationale Erfahrung fehlt und sie größtenteils in zweitklassigen Ligen spielen. Im Spiel gegen den Nachbarn Polen (das letzte Pflichtspiel beider Mannschaften war bei der Handball-EM 2010) dürfte Tschechiens Nationaltrainer Xavi Sabate seine Kenntnisse als Vereinstrainer des polnischen Spitzenvereins Wisla Plock nutzen. Bei Polen kann in meinen Augen vom einem Überraschungserfolg zum Auftakt gegen Deutschland bis hin zu einer enttäuschenden Vorrunde mit Niederlage gegen Tschechien alles passieren. Gestern gab es zum Auftakt des 4-Nationen-Turniers in Plock einen deutlichen 31:19 (16:13)-Erfolg gegen Österreich. Heute und morgen folgen noch Partien gegen Japan und Tunesien.

    Mein Tipp:

    1. Deutschland

    2. Polen

    3. Schweiz

    4. Tschechien

    Problematisch ist auch, dass auf professionellem Level die nicht-europäischen Mannschaften immer weiter zurückfallen. Bei der Handball-WM 2023 belegten 14 der 17 europäischen Teilnehmer einen Platz unter den ersten 15. Nimmt man Ägypten als Sonderfall raus, dann haben die übrigen 14 nicht-europäischen Mannschaften nur 9 Punkte gegen europäische Mannschaften gewonnen (Vorrunde: Argentinien besiegt Nordmazedonien, Bahrain besiegt Belgien, Hauptrunde: Brasilien spielt Unentschieden gegen Portugal, die USA besiegen Belgien, President's Cup: Tunesien besiegt Nordmazedonien).

    Die Zeiten, in denen Nationen wie Südkorea oder Tunesien eine Top10-Platzierung anstreben konnten, scheinen vorbei zu sein und der Trend zeigt eindeutig in Richtung einer wachsenden europäischen Dominanz.

    Spielen wir Handball oder Wattebällchen weitwurf ?

    Bei einer Roten Karte - von denen er in der Vorrunde bereits zwei erhalten hat - ist eben die Grenze zwischen körperbetonter Abwehrarbeit und Gesundheitsgefährdung des Gegenspielers überschritten. Ich habe nicht genug Spiele der MT gesehen, um zu beurteilen, ob er Verletzungen der Gegenspieler in Kauf nimmt ("Klopper") oder in diesen Situationen mehrfach einfach nur überfordert war.

    Zu seiner Tätlichkeit gegen Lukas Blohme habe ich aufgrund des gewählten Laufweges und der Bewegungsabläufe eine klare Meinung - auch wenn dies den Schiedsrichtern ohne Kameraperspektive von der Gegenseite nicht ausgereicht hat.

    Mir leuchtet nicht ein, warum Handball jetzt flächendeckend auf dem Globus populär sein müsste, um seinen olympischen Status zu rechtfertigen. Da gibt es genug Sportarten, die auf unterschiedlichen Flecken des Planeten ganz unterschiedliche Aufmerksamkeit haben. 2028 wird Lacrosse wieder olympisch sein. Moderner Fünfkampf ist auch nicht überall populär, wie auch Rugby. Cricket? Flag Football? Selbst bei nicht ungewöhnlich anmutenden Sportarten wie Fechten, Klettern oder Kanu wäre ich mir da nicht sicher

    Ein "Nachteil" des Handballs (bzw. der Mannschaftssportarten bei den Olympischen Spielen im Allgemeinen) ist die hohe Anzahl an SportlerInnen, die das olympische Dorf für die komplette Dauer der Spiele belegen. Bei den Männern und Frauen je 12 Mannschaften mit jeweils 14 Aktiven und zusätzlich den Offiziellen. Das sind allein für die beiden olympischen Handballturniere 336 Athleten für nur zwei Medaillenentscheidungen. Das extreme Gegenbeispiel: Michael Phelps allein hat in Peking acht Goldmedaillen gewonnen und war nur die Hälfte der olympischen Spiele vor Ort.

    Die 28 deutschen HandballerInnen in Paris haben 6,5% des DOSB-Kaders der Olympischen Spiele 2024 ausgemacht, d.h. jeder 15. deutsche Olympionike war Handballer. Das bedeutet einen enormen Aufwand bzgl. Sportstätten, Unterkünften, Logistik, etc. und dem muss ein "Mehrwert" gegenüberstehen. Die Kajak-AthletInnen haben in Paris beispielsweise mit neuen Formaten wie Kajak-Cross und einem Mixed-Team-Event versucht ihre Sportart telegener und attraktiver für jüngere Zuschauer zu machen. Das IOC erprobt beispielweise mit Breaking (nur 33 SportlerInnen und zwei Tage für zwei Medaillenentscheidungen) wie "junge" Sportarten das olympische Angebot erweitern können. Da die Gesamtzahl der AthletInnen seit 1996 ziemlich konstant zwischen 10.000 und 11.000 gehalten wird, bedeutet jede neu aufgenommene Sportart, dass andere Sportarten um ihren Verbleib bangen müssen.

    Hast Du Kinder auf den Schulhöfern schon mal Handball spielen sehen? Da wird gekickt, Tischtennis gespielt oder Basketball gezockt. Dafür brauche ich auch keine konkreten Beispiele, erst recht nicht Bayern München, sondern muss nur die Augen offen halten.

    Auf den Schulhöfen wird "gekickt, Tischtennis gespielt und Basketball gezockt", weil auf den Schulhöfen Tore, Tischtennisplatten und Basketballkörbe stehen. Natürlich nutzen die Schüler diese niederschwelligen Angebote, um ihrem Bewegungsdrang nachzugehen. Es braucht nur einen passenden Ball (Rundlauf beim Tischtennis kann auch mit der Hand gespielt werden) und schon kann es losgehen.

    Genau das sollte der Ansatzpunkt des Handballs sein - zumindest für die "entwickelten" Länder. Niederschwellige, Schulhof-kompatible Spielformen entwickeln und installieren. Auf vielen Schulhöfen haben die (Fußball-)Tore ohnehin annähernd Handball-Tor-Maße. Von Select gibt es den Goalcha Street Handball, eine weiche, griffige Variante, mit der niemand verletzt wird und nichts zu Bruch geht (leider wohl nur in Größe 0, aber das ließe sich ja bei entsprechender Nachfrage leicht ändern). Dazu noch eine Handball-Torwand mit Punkten und schon werden in der großen Pause die Schüler versuchen den Highscore zu knacken.

    Der andere Punkt ist, dass Du mit geeigneten Spielformen des Handballs bereits jüngere Altersgruppen (Grundschule) ansprechen kannst. Basketball wird in der Regel erst ab der Mittelstufe (7./8. Klassse) interessant, weil für kleine Kinder der Ball zu schwer ist, die Körbe zu hoch hängen und die US-amerikanischen popkulturellen Einflüsse noch nicht so durchschlagen.

    Ich glaube, es gibt keine B-Probe und der Vertrag wurde schlicht und einfach aufgelöst.

    Da scheint keiner Interesse an weiterer Aufklärung zu haben.

    Dennoch muss das Ergebnismanagementverfahren durch die HBL abgeschlossen und über eine Sperre entschieden werden.

    (Auch wenn das nichts mehr direkt mit dem TV Großwallstadt zu tun hat.)

    capitano19:

    Natürlich kann man zwei Sportarten nie komplett miteinander vergleichen. Aber auch Volleyball strotzt nur so vor Regel-Details, die der Gelegenheitszuschauer nicht nachvollzieht. Oder kannst Du ohne zu googlen erklären, welche besonderen Regeln im Volleyball für den Libero gelten? Dagegen ist z.B. passives Spiel im Handball einfach zu verstehen. Den wiederkehrenden Verweis auf das angeblich so komplexe Regelwerk im Handball kann ich nicht nachvollziehen. Die IHF Handballregeln umfassen 90 Seiten, das Regelwerk des Volleyball-Weltverbandes 91 Seiten, das DFB-Fußball-Regelheft hat 164 Seiten, die offiziellen Basketballregeln des DBB 135 Seiten und das IIHF Rulebook für Eishockey satte 206 Seiten. Handball ist nun wahrlich keine besonders komplexe Sportart in Bezug auf das Regelwerk.

    • Mit dem Grundwissen, dass der Ball übers Netz muss, pro Mannschaft drei Ballkontakte erlaubt sind, ein Ballwechsel endet, wenn der Ball den Boden berührt, und ein Satz bis 25 Punkte geht, kann ich mich in eine Volleyball-Halle setzen, das Spiel anschauen und 95% aller Spielszenen sind mir klar.
    • Mit dem Grundwissen, dass der Ball ins Tor muss, der Ball geprellt werden darf, mit dem gefassten Ball drei Schritte erlaubt sind, der Torraum nur vom Torwart betreten werden darf und am Ende die Mannschaft gewinnt die mehr Tore erzielt hat, kann ich mich in eine Handball-Halle setzen, das Spiel anschauen und 95% aller Spielszenen sind mir klar.

    Es gibt in jeder Sportart spezielle Regeln oder Spezialfälle, die für den Gelegenheitszuschauer nicht sofort ersichtlich sind, aber da hat der Handball wahrlich keine Sonderrolle und das ist für die meisten Zuschauer auch nicht entscheidend.

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    Aus meiner Sicht sind für die Popularität einer Sportart vielmehr die Verbreitung im Breitensport, die Sichtbarkeit der Sportart und Erfolge nationaler Spitzensportler ausschlaggebend. Die ersten beiden Punkte benötigen die Arbeit der nationalen Verbände. Es braucht Angebote in den Schulen, Fortbildungen für Sportler, Hilfe bei der Gründung neuer Vereine, Verfügbarkeit von Trainingszeiten und Ausbildung von Jugendtrainern, etc. Dazu ist neben viel Engagement leider oft einfach finanzielle Unterstützung entscheidend.

    Ungarn zum Beispiel war bei der letzten EM sowie WM schon unter den letzten Acht :hi:

    Bei der Handball-WM 2023 erreichte Ungarn das Viertelfinale, weil Portugal gegen Brasilien einen Punkt liegen ließ und im Viertelfinale verloren die Ungarn mit -17 (!) gegen Dänemark. Bei der Handball-EM 2024 war es sogar ein punktgleicher Dreiervergleich am Ende der Hauptrunde, der zwischen Platz 5 und Platz 10 entschied.

    Ungarn ist eine der Nationen, die bei günstiger Auslosung in die Top 8 vordringen können, aber dennoch ist das meiner Ansicht nach dann ein überraschender Erfolg, denn es gibt mit Slowenien, Island oder Portugal gleichwertige Nationen die ebenfalls auf einen Ausrutscher der Top 6 bzw. Top 8 Nationen hoffen bzw. ins Viertelfinale reinrutschen können, wenn der Modus es hergibt.

    Mir ist gerade erst bewusst geworden, dass im Januar und Februar quasi zwei getrennte Turniere stattfinden werden. Die Mannschaften in Norwegen und Dänemark spielen einen Sieger aus, die Mannschaften in Kroatien spielen einen Sieger aus und erst im WM-Finale kommt es zum Aufeinandertreffen beider Turniere. Ich verstehe, dass bei der großen Distanz der Spielorte die Reise-Problematik eine Rolle spielt, aber ein solcher Modus ist doch Mist.

    In Kroatien spielen die Vorrundengruppen C, D, G, und H. Das bedeutet einer der beiden WM-Finalisten wird garantiert aus diesen vier Gruppen kommen. Ich wage zu behaupten, dass die Hauptrundengruppe 3, in der in Oslo Norwegen, Schweden, Spanien und Portugal um nur zwei WM-Viertelfinalplätze konkurrieren werden, mehr Qualität hat, als das "kroatische WM-Viertelfinale" mit Frankreich, Kroatien, Ägypten und einer vierter Überraschungsmannschaft.

    Sicherlich kann man nicht binnen ein oder zwei Jahren plötzlich einen Boom auslösen, aber dennoch sollte die IHF stetig an der weltweiten Popularität der Sportart arbeiten. Handball-Weltmeisterschaften, die nur noch innerhalb von Nord- und Westeuropa umherkreisen, werden am Status Quo nichts ändern.

    Ich betrachte den Handball gerne im Vergleich zum Volleyball. Beide Ballsportarten ähneln sich bzgl. der Sportstätten, der notwendigen Anzahl Sportler pro Mannschaft und der Komplexität des Regelwerks. Weltweit hat Volleyball einen wesentlich höheren Stellenwert als Handball. Der Sport ist (vielleicht mit Ausnahme Afrikas) weltweit populär und wird weltweit auf professionellem Level betrieben. Da stellt sich die Frage ob und was der Handball lernen kann, um mehr aktive Sportler zu gewinnen - insbesondere in Ländern wo der Handball bislang ein absolutes Nischendasein führt.

    Mit Blick auf den Spielplan hat Deutschland eine realistische Chance auf das WM-Halbfinale. Wenn die Mannschaft ihre Leistungsfähigkeit abruft, dann sollten Schweiz, Tschechien und Polen in der Vorrunde und wahrscheinlich Algerien und Tunesien in der Hauptrunde keine Probleme darstellen und Deutschland das Viertelfinale erreichen. Die Gegner dort kommen aus dem Pool Spanien/Portugal/Norwegen/Schweden. Das ist eine wahnsinnig starke Hauptrundengruppe, die einerseits alle vier Mannschaften Kräfte kosten wird und gleichzeitig sind alle vier möglichen Gegner für Deutschland in Reichweite und der Spielausgang würde von der Tagesform abhängen.

    Die veröffentlichten Zahlen zum Abschluss der Saison 2022/23 belegen, dass die Lizenzerteilung für die Saison 2023/24 eine Farce war. Jörg Föste vom Bergischen HC berichtet gegenüber dem Solinger Tageblatt von geplanten Änderungen. Sollten diese von der Mehrheit der HBL-Vereine beschlossen werden, würde dies deutlich unterstreichen, dass die HBL dringend externe Instanzen benötigt, weil der interne Klüngel beide Augen zudrückt, wenn es um vermeintlich wichtige Standorte geht. Zum Beispiel um Frank Bohmanns Traum vom "Handball in den Metropolen" zu verwirklichen.

    Zitat

    ...über die Zweifel, dass dem HSV Hamburg die Spiellizenz für die laufende Saison zurecht erteilt wurde, und den folgenden Prozess gegen die Handball-Bundesliga

    „Der Sachverhalt ist für mich eindeutig gewesen und auch in der Nachbetrachtung offenkundig. Wir hatten mit unserer Vorgehensweise komplett recht. Voraussichtlich kommt es auch deshalb im Januar zu einer Änderung der Lizenzordnung. Dann haben wir eine außerplanmäßige Sitzung mit allen Geschäftsführern der 1. und 2. Liga. Ich habe wenig Zweifel, dass beschlossen wird, eine übergeordnete Instanz einzusetzen, um die Lizenzentscheidungen rechtlich zu begleiten.“

    Quelle: Solinger Tageblatt

    ...und auch ein Grund mit Ivanisevic dass wir unten stehen....zu schlechte Torhüter für Liga 1!Kann nur besser werden!

    Andere Vereine haben sich mit Tibor Ivanisevic für die EHF European League qualifiziert!

    Torwartleistungen sind immer stark an das Zusammenspiel mit der Abwehr gekoppelt. Arbeitet die Abwehr nicht gut oder stehen die Blöcke falsch, dann kann auch ein richtig guter Torwart wenig machen, weil bei Würfen mit 100 km/h aus 9 Metern nur eine Drittelsekunde bleibt und der Torhüter daher frühzeitig agieren muss anstatt zu reagieren.

    Sorry ich nicht. Diese übertakteten Preise sind nur Geld aus der Tasche ziehen. In der Riesenhalle, sieht man dann auch viel weniger. Dazu kommen die allseits günstigen Übernachtungskosten. Nee mein Lieber diese Form der Abzocke unterstützte ich nicht. Es gibt andere Events, die wesentlich günstiger sind in allen Belangen und man sehr viel näher an den Beteiligten dran sind. Allerdings ist dies nicht im Handballsport, sondern in einer anderen Sportart.

    Ich kann die Kritik an den Eintrittspreisen verstehen ... wenn man es auf "nur" vier Spiele herunterbricht. Für mich persönlich ist das ganze Drumherum aber der ausschlaggebende Mehrwert. Man trifft in entspannter Atmosphäre Handball-Fans aus ganz Deutschland, begegnet dem ein oder anderen ehemaligen Handball-Profi und genießt zwei schöne Tage in Köln.

    Eigentlich fehlt nur ein Handballecke-Treffen in der Kölnarena.

    P.S.: Darf ich fragen, welche andere Sportart bzw. welches Event Du meinst?