Beiträge von Arcosh

    Fuechse_Fan_1982:

    Die im TV-Bild von DYN eingeblendete Spielzeit ist (leider) nicht mir der Hallenuhr gekoppelt. Aber für den Videobeweis müssen die Vereine das Zeitsignal zur Verfügung stellen. Sollte das wirklich nicht umgesetzt worden sein, dann würde der Videobeweis weiter ad absurdum geführt.

    Zitat

    Für den Videobeweis werden immer alle verfügbaren Signale verwendet und übermittelt (s. nachstehenden Schaubilder). Zusätzlich werden die Signale Spielzeit (vom Heimverein) und Gamefeed (vom TV) übermittelt und verwendet. Bei einer Level 3-Produktion wird die Super Slomo Analyse-Kamera (KA7) nicht an das VAR-System angeschlossen und eingebunden.

    Quelle: HBL, Richtlinie zur Nutzung des Videobeweises

    Es ist ja nicht so, dass alle übrigen Nationen den Deutschen weit enteilt wären und in der Breite der Leichtathletikdisziplinen klar besser arbeiten würden als der DLV. In der Regel sind es einzelne Disziplinen in denen sich um Ausnahmetalente herum eine Leistungssportgruppe entwickelt und entsprechend gefördert wird. Die Jamaikaner bestimmen die Sprint-Disziplinen, Äthiopien dominiert die Langstrecken, die Spanier haben bei den Gehern alle Medaillen abgeräumt, die Niederländer haben das Ausnahmetalent Femke Bol über 400m und eine Sifan Hassan, die aber ehrlich gesagt genauso in einem anderen europäischen Land hätte landen können. Deutschland hat in der Vergangenheit in den Wurfdisziplinen (Hammer, Diskus, Speer) oft die Medaillen gewonnen.

    Aber welche Nation (außer vielleicht den USA mit ihrer professionellen College-Ausbildung) ist in der Breite aller Leichtathletik-Disziplinen vorne dabei?

    Schaut man auf U20 WW 2022 und U20 EM 2023 dann gibt es durchaus Grund zum Optimismus für den olympischen Zyklus 2024-2028.

    Frisch Auf! Göppingen - Rhein-Neckar Löwen

    TSV Hannover-Burgdorf - ThSV Eisenach

    THW Kiel - VfL Gummersbach

    Bergischer HC - HBW Balingen-Weilstetten

    TVB 1898 Stuttgart - Füchse Berlin

    MT Melsungen - SC DHfK Leipzig

    SC Magdeburg - SG Flensburg-Handewitt

    TBV Lemgo Lippe - HC Erlangen

    Handball Sport Verein Hamburg - HSG Wetzlar

    Ich lese seit x-Jahren schon nix mehr von Bild und Co. weils meistens nicht stimmt oder total übertrieben wird. Für mich sind das eher schlechte Comics für Erwachsene. Mehr aber auch nicht. Ich kenne viele Leute, die das genauso sehen und handeln. Ergo wird es schwierig über die Klatschpresse die Leute vom Handball zu begeistern.

    Ich persönlich fühle mich von der BILD oder Bild.de auch nicht angesprochen und vermeide beides als Informationsquelle, aber nichtsdestotrotz gilt: "Das Nachrichtenportal Bild.de verzeichnete im Juni 2023 laut Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V. (IVW) rund 503,6 Millionen Visits und war damit die meistbesuchte Nachrichtenseite in Deutschland." (Quelle: Statista.com)

    keksemann

    DYN hat zahlreiche Formate mit Spielzusammenfassung, Rückblicken auf den Spieltag und Hintergrundberichten angekündigt. (hier findest Du eine Übersicht) Da gilt es die ersten Folgen abzuwarten.

    Spielgrafiken werden in der Regel zwischen Hostbroadcaster und Verband abgesprochen, da sie auf die Corporate identity abgestimmt sein sollten. Da sich an der CI der HBL in den letzten Jahren nichts geändert hat, ist es nur konsequent, dass auch bei den TV-Einblendungen Kontinuität besteht.

    Aussagekräftige Zusammenfassungen von Handballspielen in unter fünf Minuten halte ich persönlich für unmöglich. In der Zeit kannst Du sechs, sieben Spielszenen inklusive Zeitlupe zusammenschneiden und am Ende noch ein oder zwei Spieler-Stimmen anhängen. Wie soll da die Dynamik des Spielverlaufes vernünftig dargestellt werden? Ich persönlich würde Condensed games (d.h. das volle Spiel, aber alle Unterbrechungen, Auszeiten, evtl. längere Aufbau-Phasen, etc. werden rausgeschnitten) und detaillierte Analysen von Schlüsselszenen und Analysen von taktischen Besonderheiten einzelner Mannschaften bevorzugen gegenüber den klassischen fünf-Minuten-Highlight-Videos.

    In der zweiten Halbzeit konnte der VfL Gummersbach den verdienten Auftaktsieg sicherstellen. Zehn richtig starke Minuten von Julian Köster nach der Halbzeit haben das Spiel von 12:14 (Hz.) auf 17:14 (37.) gedreht und danach hat der VfL Gummersbach sich den Vorsprung nicht mehr nehmen lassen. Insgesamt eine typisches Saisonauftaktspiel mit noch einigem Sand im Getriebe und zu vielen technischen Fehlern. Im Umschaltspiel stimmte die Abstimmung nicht, so dass immer wieder Fehlpässe ins Seitenaus die Folge waren. Dominik Mappes hatte einen gebrauchten Tag. Er wirkte unkonzentriert und hat mehrfach den Ball aus den eigenen Händen entgleiten lassen. Dadurch fand der VfL Gummersbach nie zu dem Tempohandball, der ihn letzte Saison noch ausgezeichnet hat. Wettgemacht wurde dies gestern durch gute Leistungen von Tom Jansen und Ole Pregler. Mit Ellidi Snaer Vidarsson und Kristjan Horzen hat der VfL Gummersbach im Angriff ein herausragendes Kreisläufer-Duo und es gibt in der HBL nur wenige Vereine die vergleichbar oder gar besser auf dieser Position besetzt sind.


    Ein paar Gedanken zum Spiel:

    • Saison 2022/23, 1. Spieltag: TBV Lemgo - VfL Gummersbach 26:30. Auch die Saison 2024/25 darf gerne mit dieser Ansetzung beginnen. 8)
    • Nach Ansicht der Videobilder die Disqualifikation gegen Stepan Zeeman (59. Minute) auszusprechen kann ich persönlich nicht nachvollziehen. Ich kann da keine bewusste Bewegung des Arms bzw. Ellenbogens in Richtung des Gesichts seines Gegenspielers erkennen. (Aber vielleicht sieht man das mit anderer Fanbrille auch anders.) Wenn man allerdings seitens der Schiedsrichter diesen Maßstab anlegt, dann hätte ich mir bei Jan Broschs beidhändigem Stoß ins Gesicht (32. Minute), der den Gegenspieler völlig unvorbereitet trifft, gerne eine Überprüfung gewünscht, ob die Disqualifikation wirklich ein ausreichendes Strafmaß ist oder hier nicht gemäß 8:6a eine Disqualifikation mit Bericht gerechtfertigt gewesen wäre.
    • Der Einsatz des Videobeweis Ende der ersten Halbzeit (unbehindert von Rechtsaußen werfender Spieler scheitert am Torwart und es steht die Frage im Raum ob es ein direkter Kopftreffer war, was eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe zur Folge hätten haben können, aber von den Schiedsrichtern nicht eindeutig gesehen wurde.) war in meinen Augen ein Regelverstoß seitens der Schiedsrichter, weil diese Überprüfung nicht durch den Katalog der überprüfbaren Spielsituationen abgedeckt ist. Da die Videobilder belegt haben, dass es kein direkter Kopftreffer war und der Spieler nicht bestraft wurde, wird diese Szene schnell in Vergessenheit geraten, aber ich würde mir wünschen, dass da vielleicht nochmal bei der HBL bzw. dem DHB nachgehakt wird. ( capitano19 oder ciemalla ) Schließlich sind die meisten Schiedsrichter (und auch die Zuschauer) bei diesem Thema noch in der Lernphase und allen würde eine offizielle Aufklärung bzw. Erklärung dazu helfen.
    • Nette taktische Spielerei vom TBV Lemgo bzw. Florian Kehrmann beim Spiel in Unterzahl. In eigener Unterzahl nahm Florian Kehrmann seinen Torwart vom Feld um im Angriff 6-gegen-6 agieren zu können. Als passives Spiel gegen seine Mannschaft drohte und nur noch zwei oder drei Pässe nach einem Freiwurf verblieben, nahm er den sechsten Feldspieler wieder vom Feld zugunsten des Torwartes. Soweit noch alles gängige Praxis. Der Torwart ging allerdings nicht direkt ins Tor, sondern positionierte sich auf Höhe der eigenen Siebenmeterlinie an der bankfernen Seitenauslinie. Für die gegnerischen Spieler hätte es auf den ersten Blick so ausgesehen, als ob das TBV-Tor noch verwaist ist und ein langer Torwurf aus der eigenen Hälfte erfolgsversprechend sein könnte. Gleichzeitig wäre der TBV-Torwart aber nah genug am eigenen Torraum gewesen, um diesen Wurf erreichen zu können. Eine richtig nette Finte, die ich so vorher noch nie gesehen habe! :respekt: (auch wenn sie in diesem Spiel nicht erfolgreich zum Tragen kam.)
    • Andererseits brachte der Lemgoer Versuch mit 7-gegen-6-Angriffsspiel den Rückstand noch einmal aufholen zu können die endgültige Entscheidung zugunsten der VfL Gummersbach.

    Vor allem dann, wenn es keinen kostenlosen Testzeitraum gibt!

    Würden sie auch erst "in wenigen Wochen" Geld kassieren, wär es natürlich was Anderes.

    Die Frühbucher haben effektiv zwei kostenlose Testmonate bekommen. Solltest Du im Oktober per Paypal ein Jahresabo abschließen, dann zahlst Du für die (Rest-)Saison einen ähnlichen Abopreis wie ich der seit dem Supercup mit einigen Rucklern und Tonaussetzern dabei ist.

    Fuldaer Zeitung: Jahrelang trägt sie eine Orthese - plötzlich verbietet ihr Verband das Handball-Spielen

    Formal ist die letztendliche Entscheidung regelkonform (Regel 4:9) und man könnte durchaus darüber diskutieren, ob die Orthese der Torfrau durch die vergrößerte Handfläche einen Vorteil verschafft.

    Was mir aber missfällt, ist (sofern der Artikel den Vorgang korrekt wiedergibt) die Art und Weise, wie mit der jungen Frau kommuniziert worden ist. Ein Verband, der zunächst eine Genehmigung für den Einsatz der Orthese erteilte, sollte den Widerruf dieser Genehmigung der betroffenen Spielerin gegenüber besser erklären können. Darüber hinaus wäre es natürlich schön gewesen, wenn die Landesliga-Vereine im Sinne der Sportlichkeit für eine Ausnahmegenehmigung für die junge Frau gestimmt hätten.