TCLIP :
Grundsätzlich finde ich das neue "European League"-Format einen Fortschritt. Vergangene Saison haben Vereine aus 17 Ländern die 24 Teilnehmer der Gruppenphase gestellt und diese Saison waren immerhin noch 15 Nationen in der Gruppenphase vertreten. Diese "Breite" finde ich sehr gut für die Entwicklung des Handballs in Europa.
ABER auf die Spitze getrieben würden jeweils 4 Vertreter aus z.B. Deutschland, Frankreich, Spanien, Ungarn und Dänemark das Risiko bergen, dass im "worst case" 20 der 24 Plätze in der Gruppenphase von diesen vier Nationen belegt werden. Dann käme jeweils noch ein Verein aus den kleineren Nationen hinzu, die sich über viele Spiele gegen Vereine aus den Topnationen freuen dürfte, aber der Großteil Europas wäre nur Zuschauer. (Ich weiß, dass das überspitzt formuliert ist und in der Realität diese Konstellation unwahrscheinlich ist.)
Ich persönlich befürworte in der Gruppenphase eine möglichst Breite Verteilung der Nationalitäten um die Entwicklung des Handballs europaweit zu fördern. Gerne auch mit maximal zwei Vertretern pro Nation. Natürlich ginge das in der Gruppenphase auch zu Lasten der Qualität und einzelne Vereine würden deutliche Niederlagen einstecken. Andererseits hätten die Mannschaften aus der dritten Reihe plötzlich eine echte Chance die K.O.-Runde zu erreichen. Ab dem Achtelfinale setzt sich dann ohnehin die Qualität durch und es gibt spätestens im Viertelfinale hochklassige Duelle, die einem europäischen Wettbewerb entsprechen.