Beiträge von Arcosh

    Genauso diese Vorwürfe aus Gummersbach, er würde Geld rauswerfen. Vllt ging es auch nicht anders, da die Erwartungen in Gummersbach viel zu hoch waren/sind und sich der ganze Verein übernommen hat.


    Eine der zentralen Pflichten eines Geschäftsführers ist es den wirtschaftlichen Rahmen eines Unternehmens/Vereins aufzustellen und zu überprüfen. Nicht zuletzt kann er im Falle einer Insolvenz für Fehlverhalten persönlich haftbar gemacht werden.

    Die Ursprünge der drückenden wirtschaftlichen Altlasten des VfL Gummersbach gehen viel weiter zurück als auf Frank Flatten oder Axel Geerken ... aber rückwirkend betrachtet konnte der Verein unter Geerkens Führung die Schulden auch nicht reduzieren. Zwar hatte Axel Geerken 2011 öffentlichkeitswirksam erklärt, der VfL Gummersbach sei schuldenfrei - und das obwohl anderthalb Jahr zuvor noch der Lizenzentzugunmittelbar bevorstand, aber als 2012 Axel Geerkens Wirken beim VfL Gummersbach zu Ende ging war gemäß der öffentlichen Bilanzen der Schuldenberg nahezu unverändert gegenüber 2010. Ohne Frage war es eine Herausforderung beim VfL Gummersbach den Spagat zwischen sportlichem Klassenerhalt und wirtschaftlicher Konsolidierung zu meistern, aber am Ende hatte der VfL Gummersbach unter Axel Geerkens Führung sämtliche Leistungsträger veräußert bzw. ziehen lassen müssen, im Gegenzug eine Mannschaft ohne erkennbares mittelfristiges Konzept zusammengeschustert und trotzdem keine Schulden tilgen können. Er konnte auf der Einnahmenseite keine Erfolge vorweisen. Die MT melsungen ist in der glücklichen Lage , dass die Einnahmen das geringere Problem sind.

    @Massas:
    Geht es Dir nur um Aufholjagden innerhalb der 60 Minuten eines Spieles?

    Ansonsten fällt mir sofort das Champions-League-Viertelfinale 2004/05 zwischen Montpellier HB und der SG Flensburg-Handewitt ein. Die heimstarken Franzosen gewannen das Hinspiel in eigener Halle mit 36:22 (16:10). Im Rückspiel bewies Flensburg die eigene Heimstärke und reduzierte Tor um Tor den Rückstand aus dem Hinspiel. Die Halle war am toben und nach 59:59 stand es 32:18 ... doch dann kam Gregory Anquetil.

    Nicht nur eine der spektakulärsten Aufholjagden der Handball-Geschichte (wenn auch am Ende nicht erfolgreich), sondern auch ein nahezu unmögliches Tor.

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    Aus Gummersbacher Sicht erinnere ich mich noch an das Finale im Pokal der Pokalsieger 2010/11. Nach einem 28:30-Auswärtssieg im Hinspiel und der Bekanntgabe der Lizenzverweigerung am Vortag des Rückspiels lag der VfL Gummersbach in der Kölnarena nach knapp 45 Minuten mit 16:23 zurück und der nach dem Hinspiel sicher gegelaubte Triumph schien verloren. Doch es folgten unglaubliche zehn Minuten an deren Ende der VfL Gummersbach zum 23:23-Ausgleich kam und schließlich den dritten Europapokalsieg in Folge feiern konnte.

    also an der situation für den vfl hat sich heute doch deutlich was verändert....
    wer das nicht sehen will....weiterträumen...

    vorher hätten remis in den spielen gegen mitkonkurrenten gereicht-
    oder sieg zu hause und niederlage in hüttenberg...

    jetzt muss der vfl schon das ein oder andere zwingend gewinnen wenn es bei den anderen normal läuft....

    Die Situation ist nachwievor, dass der VfL Gummersbach den Klassenerhalt selber in der Hand hat. Der Abstiegskampf entscheidt sich fast immer in den direkten Duellen. Lucky punches haben die meisten Mannschaften mal irgendwann im Saisonverlauf. Der VfL Gummersbach hat zwei Punkte gegen Kiel geholt, Nettelstedt einen Punkt aus Leipzig mitgenommen und heute eben Hüttenberg bei Melsungen gewonnen. Der VfL Gummersbach hat noch zwei direkte Duelle vor sich und falls sie aus diesen Spielen nicht ausreichend Punkte sammeln sollten, dann dürfte sich auch niemand im Falle eines Absteiges beschweren. Daher musste man sich vor dem heutigen Spiel der Hüttenberger genauso viele Gedanken um den Klassenerhalt machen wie danach.


    der vfl wird noch merken, dass ihnen der abermalige ausfall von ernst die grössten sorgen bringt...

    Natürlich ist es eine kaum zu kompensierende Schwächung, wenn der beste Spieler und Kopf der Mannschaft drei Viertel der Saison verletzungsbedingt fehlt.

    Der Klassenerhalt des VfL Gummersbach hängt primär nicht vom heutigen Ergebnis der Hüttenberger ab, sondern vom eigenen Auftreten gegen Minden und Nettelstedt, der Auswärtsaufgabe in Hüttenberg und vielleicht sogar der Restmotivation am letzten Spieltag. Insofern hat sich heute nichts an der Situation beim VfL Gummersbach geändert und vom Stuhl wird auch niemand gefallen sein.

    Nach der gestrigen Auslosung der EM-Qualifikation steht der deutsche Fahrplan zur (Heim-)WM:

    06.06.2018: Deutschland - Norwegen (Länderspiel in München)
    13.06.2018: Japan -Deutschland (Länderspiel in Tokushima)
    16.06.2018: Japan -Deutschland (Länderspiel in Tokio)
    24.-28.10.2018 Deutschland - Israel (EM-Qualifikation)
    24.-28.10.2018 Kosovo - Deutschland (EM-Qualifikation)
    Dez 2018: Deutschland - Polen (Länderspiel)

    Norwegen als Herausforderung zum Saisonende (zuletzt beim Golden League Unentschieden gegen Frankreich, aber auch -10 gegen Dänemark) und danach keine echten Standortbestimmungen mehr oder gar Spiele in denen die Mannschaft mit taktischen Herausforderungen oder dem Druck ein Spiel noch drehen zu müssen konfrontiiert werden wird.

    Aus Gesprächen mit VfL-Spielern weiß ich, dass Simon Ernst theoretisch Anfang Dezember wieder ins Training hätte einsteigen können, man sich aber bewusst dagegen entschieden hat ihn evtl. bereits in den letzten (und für den Verein im Abstiegskampf wichtigen) Spielen vor der EM-Pause wieder einzusetzen um seine vollständige Genesung nicht zu gefährden. Also pausierte er bis Anfang Januar, trainierte dann bis Anfang Februar mit und spielte bis zu seiner erneuten Verletzung Ende März in sieben Bundesligaspielen mit. Nimmt man dazu die tatsächliche Spielsituation in der sich Simon Ernst bedauerlicherweise verletzt hat, dann kann man Bob Hannings erneuten (!) medialen Vorwürfe nur als unverschämt bezeichnen.

    Evtl. auch nur der plumpe Versuch vom aktuellen sportlichen Abwärtstrend der Füchse Berlin aufgrund von Bob Hannings Personalentscheidung abzulenken.

    Kannst du lesen? Ich habe nirgendwo den Fakt bestritten, dass Preuss zur übernächsten Saison wechselt, ich habe mich lediglich auf die Meldung der dpa bezogen, die einen Wechsel im Sommer suggerierte, und deswegen das Ganze im falschen Thread platziert. Sorry, dass ich mich auf die führende deutsche Nachrichtenagentur verlassen habe. Doch so konntest du wenigstens Stunk machen...


    Ich kann lesen, dass Du auf Basis der dpa-Meldung hier gepostet hast - soweit so gut. Aber ich kann auch lesen, dass Du nach dem Hinweis von S.B. auf den tatsächlichen Zeitpunkt des Wechsels schlicht die dpa-Meldung zitiert hast (um was eigentlich zu belegen?) anstatt die Transferleistung zu erbringen auf Basis von S.B.s Einwand beispielsweise in dem genannten Thread nachzulesen oder beispielsweise mit einer kurzen Googlesuche zur ausführlicheren Primärquellle zu gelangen.

    #Qualitätsjournalismus

    Den Zeitpunkt des Trainerwechsels kann ich unter sportlichen Gesichtspunkten nicht so recht nachvollziehen. Er kommt zu spät um angesichts des Punktestandes noch einen Impuls für die laufende Saison bringen zu können und er kommt zu spät um dem neuen Trainer zu ermögichen Kaderplanung für die nächste Saison mitzubestimmen. Andererseits hätte Heiko Grimm auch als Co-Trainer die Mannschaft kennenlernen können, um dann nach der Sommerpause als Cheftrainer die Saisonvorbereitung zu übernehmen.

    [...] Laut den heutigen Informationen hat sich der Machtkampf schon mit der Verlängerung der Müller Zwillingen und der Verpflichtung von Grimm (ein langjähriger Freund von Roth) entzündet, wo Geerken auch schon dagegen war.
    Damals hatte sich Schorle Roth mit Unterstützung von BB aber noch durchsetzen können.
    Nun sind, auch durch die aktuellen sportlichen Leistungen, die Mehrheiten im Aufsichtsrat scheinbar zugunsten von Geerken gekippt. [...]


    Nachdem die Verträge mit den Müller-Brüdern bis 2020 verlängert wurden und nachdem Heiko Grimm mit einem Vertrag bis 2021 ausgestattet wurden, beschließt der Aufsichtsrat die vormals Roth'sche Linie zu verlassen und sich auch die Seite Axel Geerkens zu stellen? Derartige Sinneswandel binnen einer Saison könnte sich kaum ein anderer Verein finanziell erlauben - zumal die sportliche Stagnation der MT Melsungen keine neue Erkenntnis der letzten Wochen ist. Natürlich war die Erwartungshaltung aufgrund der namhaften Neuzugänge eine Weiterentwicklung der Mannschaft, aber jedem Kenner der HBL muss bewusst sein, dass zum Einen die Leistungsdichte im oberen Drittel der HBL sehr groß ist und zum Anderen, dass eine erfolgreiche Handballmannschaft nicht nur hervorragende Einzelspieler benötigt, sondern für den letzten Schritt zur nationalen Spitze vor allem als Mannschaft zusammenwachsen muss. Die Vergangenheit kennt einige Beispiele dafür, dass großzügige finanzielle Spielräume für die Mannschaftszusammenstellung oftmals diesem mannschaftlichen Zusammenhalt eher im Wege stehen als ihn zu befeuern und im Gegenteil sogar einige Mannschaften in Zeiten wirtschaftlicher Kriesen zusammengewachsen sind und sich daraus ein sportlicher Aufschwung entwickelte. Da soll nicht heißen, dass ein Verein bewusst in finanzielle Notstände geführt werden muss um sportlichen Erfolg zu erreichen ... aber es gibt und gab in Deutschland Vereine die in Spielerkreisen das zweifelhafte Image "Viel Geld für moderaten Aufwand" genießen bzw. genoßen.

    @MoRe99:
    Danke für die Richtigstellung bzgl. des Fußball-Endspiels.

    Da das Grundgerüst des internationalen Kalenders sowohl im Fußball als auch im Handball von Jahr zu Jahr gleich bleibt wird uns auch diese Überschneidung von Länderspielpause im Fußball und Spieltagen in der EHF Champions-League vorerst erhalten bleiben. Ich hoffe, dass hier in Zukunft frühzeitig eine sinnvolle Spielauswahl mit der ARD getroffen wird.

    Bob Hannings fachliche Ferndiagnose hat ergeben, dass der VfL Gummersbach Simon Ernst zu lange eingesetzt und dies zur erneuten Verletzung geführt hat. Nächstes Mal wird der VfL Gummersbach sicherlich vorher in Berlin nachfragen ob ein Spieler der seit Anfang Januar wieder mit der Mannschaft mittrainiert auch wirklich eingesetzt werden darf und vorallem wie lange.

    Der EHF ging es nur darum bewusst die Terminkollission herbeizuführen...und dass die RNL dann zum CL Spiel die 2. Mannschaft schicken werden musste auch der EHF vorher klar sein..also wollten sie dies auch letztlich


    ... und deshalb haben sie den Rhein-Neckar Löwen und dem THW Kiel dann angeboten bzw. nahegelegt das Heimrecht zu tauschen. Der THW Kiel hat alles richtig gemacht, sich eine gute Ausgangssituation für das Rückspiel in Ungarn erspielt und das Spiel vor 1,83 Mio. Zuschauern in der ARD souverän gewonnen. Die Rhein-Neckar Löwen hingegen haben leichtfertig die Champions-League hergeschenkt und in der Bundesliga haben sie lediglich das gute Torverhältnis gewahrt. Bleibt zu Hoffen, dass wenigstens Frau Kettemanns wirtschaftliche Beweggründe auch aufgehen werden. Die Einschaltquote in der ARD war zwar für Handball-Verhältnisse gut, aber für die ARD eher eine Enttäuschung.

    was mir am "aktuellen" EHF-Cup überhaupt nicht gefällt ist, dass da nun auch unbedingt ein Final 4 eingeführt werden musste und noch bescheidener (im Sinne eines sportlichen Wettkampfs!) finde ich es, dass für den Ausrichter auch noch Sonderregeln gelten, damit dieser nicht noch kurz vorm Final 4 im sportlichen Wettkampf scheitern kann.....
    Gibt's solche dollen Regelungen noch irgendwo außerhalb des Handball Profisports? Vermutlich nein......


    Vergleichbares gibt es in der Volleyball Champions-League. Es gab dieses Jahr in der Gruppenphase fünf Gruppen mit je vier Mannschaften. Nach dem Ende der Gruppenphase ist der Ausrichter des Final Four direkt für das Finalwochenende gesetzt. Von den übrigen Mannschaften spielen die besten zwölf (d.h. Gruppensieger, Gruppenzweite und die drei besten Gruppendritten in zwei K.O.-Runden (genannt Top12 und Top6) die verbleibenden drei Teilnehmer am Final Four aus.

    Zitat

    EHF Cup regulations 2017/18

    2.8.3 Quarterfinals
    The matches of the Quarterfinals shall be played as first leg and second leg matches.
    The matches of the Quarterfinals shall be drawn by lots.
    There is no protection from teams of the same country.

    Da die Diskussionen um die Spielansetzungen in der HBL und der Champions-League nicht nur die laufende Saison betreffen, sondern sich auch auf die kommende Spielzeit auswirken werden, habe ich mir heute den aktuellen Stand des Rahmenspielplan 2018/19 angeschaut.

    Mit Freude habe ich gesehen, dass sowohl das Wochenende des EHF Champions-League Final4 2019 als auch das EHF-Pokal Finalwochenende 2019 in der Handball-Bundesliga frei sein sollen. Das wäre ein erster und längst überfälliger Schritt zur Annäherung zwischen HBL und EHF. Dafür sollen der 31. und 33. Spieltag, dann in der Woche vor den Finalturnieren jeweils Dienstag und Mittwoch ausgetragen werden. Das wäre eine überraschende Abkehr von den festen Sky-Terminen am Donnerstag. Zudem bedeutet dies für die halbe Liga, dass das letzte Saisonheimspiel nicht am Wochenende zelebriert werden kann, sondern an einem Wochentag - zumal der Mittwochstermin dann parallel zum Finale der UEFA Champions-League angesetzt ist. Das wird sicherlich einigen Vereinen nicht schmecken.

    @hbl76:
    Die EHF gibt die Anzahl der Startplätze pro Nation vor - derzeit auf Basis der Fünf-Jahres-Wertung der europäischen Wettbewerbe. Das Melden der Vereine für die einer Nation zustehenden Startplätze obliegt hingegen allein den nationalen Verbänden. Die EHF fordert lediglich, dass die Vereine auf Basis sportlicher Kritierien aus der vorherigen Saison ausgewählt werden. (Vor ein paar Jahren gab es den Fall, dass der spanische Verband den Ligapokal aufwerten wollte, indem dem Sieger ein fester Platz in der Champions-League zugestanden wurde. Dies wurde damals von der EHF nicht als zulässiges sportliches Kriterium akzeptiert.)

    Sollte der nationale Verband einen Verein für die Champions-League melden, aber dieser verzichtet auf die Teilnahme, dann hat der jeweilige Verband kein Recht stattdessen einen anderen Verein nachzumelden, sondern die EHF kann über den freien Platz verfügen. Zusätzlich würde der Verein in den kommenden beiden Jahren nur nach gesonderter Zustimmung durch die EHF an europäischen Wettbewerben teilnehmen dürfen.

    Ich würde es auch nicht an den nackten Zahlen der Zeitstrafen und Siebenmeter festmachen. Es war kein unfaires Spiel und ich denke auch nicht, dass der TBV Lemgo mehr Zeitstrafen hätte bekommen müssen. Aber die Zeitstrafen gegen Florian Baumgärtner und Moritz Preuss in der Schlussviertelstunde fand ich persönlich überzogen - insbesondere unter Berücksichtigung der vorherigen Spielleitung und Linie der Schiedsrichter. Im 6-gegen-6 hatte der TBV Lemgo große Probleme zu Torerfolgen zu kommen, während es natürlich bei Überzahl leichter fiel.

    Es steht auch außer Frage, dass die ersten 12 Minuten der Gummersbacher ein Totalausfall und einer der Gründe für die Niederlage waren. Wie gesagt war der TBV Lemgo im Positionsangriff bei Gleichzahl gestern Abend die schwächere der beiden Mannschaften. Der VfL Gummersbach hatte einmal mehr große Probleme gegen eine offensive Abwehrformation und schien in den ersten Minuten überhaupt nicht darauf vorbereitet zu sein, dass Lemgo mit einem vorgezogenen Spieler in der Abwehr agiert. Selbst die beiden Auszeiten brachten da zunächst wenig Abhilfe. Erst als Simon Ernst erkannte, dass ihm diese Abwehrformation zusammen mit dem konsequenten Abdecken des Kreisläufers im Gegenzug Freiräume für Durchbrüche auf Halblinks und Schlagwürfe von acht Metern ermöglichte, kam das Angriffsspiel des VfL Gummersbach in Gang und zwischen der 15. und 45. Minute war der VfL Gummersbach wohl ohne Frage die bessere Mannschaft auf dem Feld.

    Aber ein Handballspiel dauert 60 Minuten und somit kann man nicht einfach die Anfangs- und Schlussviertelstunde ausblenden. In der Schlussviertelstunde haben beim VfL Gummersbach sicherlich auch die Kräfte nachgelassen. Zwischen der 40. und 50. Minuten versuchte Denis Bahtijarevic seiner ersten Reihe ein paar Minuten zum Durchatmen zu verschaffen, aber nach der Hereinnahme von Florian Baumgärtner war leider wieder ein deutlicher Bruch im Angriffsspiel zu erkennen, so dass ziemlich schnell wieder der Rückraum Ernst, Pujol & Zhukov ran musste. Ich bleibe dabei, dass die in meinen Augen nicht gerechtfertigten und nicht zur Linie der Schiedsrichter passenden Zeitstrafen gegen Florian Baumgärtner und Moritz Preuss den TBV Lemgo zuerst im Spiel gehalten und später bei der erneuten Wende des Spiels maßgeblich unterstützt haben.

    Insbesondere bei der Zeitstrafe gegen Florian Baumgärtner zeigt sich zudem einmal mehr eine altbekannte Schwäche der Handballregeln. Entscheidungskriterium für die Bewertung eines Fouls ist unter anderem der Verlust der Körperkontrolle des Gegenspielers, der nur zur Hälfte vom Vergehen des Abwehrspielers abhängt und zur anderen Hälfte vom Willen des Angreifers auf den Beinen zu bleiben oder eben wirkungsvoll und hörbar auf dem Rücken zu landen.

    Nach der ersten Viertelstunde musste man als VfL-Fan ein Disaster befürchten, aber dann zeigte sich, dass der TBV Lemgo im Positionsangriff ebenso limitiert ist. Die Gummersbacher haben sich zurück gearbeitet, sogar die Führung übernommen ... aber mussten in der Schlussphase zweifelhafte Zeitstrafen gegen sich hinnehmen nit denen die Schiedsrichter maßgeblich in den Ausgang des Spiel eingegriffen haben. Schade.

    Dass es nächste Saison keine Wild card für die HBL-Vereine geben wird ist bekannt und wird sicherlich von der EHF auch so durchgezogen werden. Aber wenn zur Saison 2019/20 die Reduzierung auf nur noch einen festen Teilnehmer für jedes Land kommt, dann wird die Zahl der Wild cards dadurch noch weiter erhöht und eine Wild card für den deutschen Vizemeister zwingend ein Thema werden um die Qualität des Produktes "EHF Champions-League" und der Gruppen A und B zu wahren. Mir ist auch nicht klar weshalb diese Reform der Platzvergabe nicht erst parallel zur Reform des Spielmodus zur Saison 2020/21 umgesetzt wird, wenn ohnehin nur noch acht Landesmeister plus vier Wild cards im 12er-Feld der Champions-League antreten werden.


    Naja..wenn es nur noch einen festen Deutschen CL Teilnehmer geben wird, dann muss man ja Meister werden um da sicher dabei zu sein..der THW kann auch nicht davon ausgehen jede Saison Meister zu werden..schon gar nicht wenn man paralell die CL Belastung hat

    Das wird den EHF Pokal extrem aufwerten


    Die Aufwertung des EHF-Pokals sehe ich dadurch überhaupt nicht gegeben, denn der Bundesliga-Zweite oder eben -dritte würde den Wettbewerb mit den Dritt- und Viertplatzierten aus Frankreich, Ungarn oder Polen noch deutlicher dominieren als es derzeit ohnehin schon die Viert- und Fünftplatzierten der HBL tun. Nach der Champions-League-Reform zur Saison 2020/21 könnten eventuell etwas namhaftere Vereine aus der Champions-League in den untergeordneten Wettbewerb rutschen, aber auch da sehe in außerhalb der europäischen Top12 wenig Konkurrenz auf Augenhöhe für die deutschen Teilnehmer in diesem Wettbewerb. Nehmen wir an, dass die EHF ihren Standpunkt durchzieht keine Wild cards mehr an HBL-Vereine zu vergeben, dann würde die Champions-League ab der Saison 2020/21 neben den acht Landesmeistern der besten europäischen Ligen (derzeit: DEU, ESP, HUN, FRA, POL, DEN, MKD, CRO) z.B. noch Pick Szeged, HBC Nantes, RK Celje und Wisla Plock beheimaten. Wer sollte denn dann im untergeordneten Wettbewerb ernsthaft den deutschen Vizemeister gefährden? Sportlich daher zwar nominell höherwertige Teilnehmer aber kein spannenderer Wettbewerb für die Zuschauer.