Beiträge von Arcosh

    Beim VfL-Auftaktprogramm mit Wetzlar (H), Melsungen (A), Göppingen (H) und Erlangen (A) innerhaln von 14 Tagen wird nicht viel Zeit für Einspielen und Handschrift des Trainers bleiben. Drei Punkte (inklusive einem Heimsieg) aus den ersten vier Spielen müssten es wohl sein, damit die Stimmung im Oberbergischen nicht gleich zu Saisonbeginn kippt. Nicht zu vergessen der Stolperstein HSC Coburg im DHB-Pokal ...

    Auch im Eishockey wirft die neue Spielzeit ihre Schatten voraus und die Handball-Bundesliga wird am Donnerstagabend Konkurrenz im TV bekommen.

    Zitat

    Die Telekom als DEL-Medienpartner wird wiederum alle der über 400 DEL-Partien live übertragen. Dabei wird das Bonner Telekommunikationsunternehmen künftig auch donnerstags mit einer Partie auf Sendung gehen. „Wir möchten den Fans die Gelegenheit geben, möglichst viele Spiele live zu verfolgen. Deshalb haben wir uns mit der Telekom darauf verständigt, jeweils eine Freitags-Partie auf den Donnerstag vorzuverlegen“, erklärte Jörg von Ameln, bei der DEL Leiter Spielbetrieb.

    Quelle: DEL


    Anstoß der Spiele am Donnerstagabend wird 19:30 Uhr sein. Ich glabe kaum, dass es ein Zufall ist, wenn die DEL / Telekom gerade in dem Jahr von ihren angestammten Spieltagsrhythmus abweicht in dem die HBL sich entschieden hat den verwaisten Donnerstagabend für Livesport zu erobern.

    Der Zeitpunkt einiger Änderungen zur Saison 2017/18 scheint mir sehr kurzfristig zu sein. Bei den meisten Vereinen dürfte die Personalplanung bereits abgeschlossen sein und somit die Aufstockung auf 16 Spieler lediglich Ergänzungsspielern aus dem eigenen Nachwuchs nutzen. Auch die Entscheidung für einen einheitlichen Hallenboden ist recht kurzfristig. In Gummersbach beispielsweise ist der aktuelle Hallenboden erst vor zwei Jahren neu angeschafft worden und muss nun wohl zu Gunsten des neuen Designs ausgetauscht werden.

    Die Zuschauer die nur wegen des Gegners kommen, kommen weder Donnerstag noch Sonntag, deshalb ist das eine sehr theoretische "Benachteiligung".


    Abseits der Dauerkartenbesitzer gibt es an den meisten etablierten Bundesligastandorten eine große Zahl Handball interessierter Zuschauer, die einige Male pro Saison in die Halle kommen, ihren Besuch aber im Einzelfall von Faktoren wie Gegner, Anwurfzeit, Wetter o.ä. abhängig machen. Das ist keine rein theoretische Betrachtung ... aber natürlich nur relevant, wenn man eine Heimspielstätte hat in der nicht alle Plätze von Dauerkartenbesitzern belegt sind.

    Ich kann mir vorstellen, dass auch die TVH-Fans es nicht begrüßen, wenn kommende Saison Auswärtsfahrten mit ihrer Mannschaft nur unter Einsatz von ein bis zwei Urlaubstagen möglich sind.



    Den Spielern der Mannschaften wird es prinzipiell egal sein ob sie vor 1500 oder 2300 Zuschauern spielen.


    Die Aussage halte ich in mehrfacher Hinsicht für falsch. Wenn Du mit Spielern sprichst, dann wirst du schnell merken, dass sie eine volle Halle bevorzugen und sich davon auch in ihrer Leistung pushen lassen. In zweiter Linie sind die Spieler natürlich auch am wirtschaftlichen Erfolg ihrer Arbeitgeber interessiert.


    In den Medienrichtlinien der HBL steht nichts was gegen die Hüttenberger Halle spricht, im Gegenteil, alle Punkte sind erfüllt.


    Es geht hier die ganze Zeit um die HBL-Hallenstandards deren Einhaltung Teil des Lizenzierungsverfahrens ist. Diese erfüllt die Halle in Hüttenberg leider nicht in allen Punkten.


    Über den abgespeckten Antrag auf Ausnahme bei den Hallenregeln entscheiden ja die Mitglieder der HBL selbst, also die betroffenen Vereine. Denen sollte man getrost unterstellen das sie nicht gegen ihre eigenen Interessen handeln und deren Entscheidung akzeptieren.


    Ich akzeptiere die Entscheidung, die die HBL-Vertreter treffen werden. Aber das ist kein Grund im Vorfeld nicht darüber in einem Handballforum zu schreiben und meine persönliche Meinung dazu zum Ausdruck zu bringen, oder?


    P.S.: Es gab in der Vergangenheit einige Vereine - sowohl langjährige Erstligisten als auch Aufsteiger - die in ihre Spielstätten investieren mussten, um die geforderten Hallenstandards zu erfüllen. Das Geld stand dementsprechend nicht für den Mannschaftsetat zur Verfügung. Dieselben Vereine sollen nun einer Ausnahme zustimmen, die ihnen Nachteile bringt und dem TV Hüttenberg in allererster Linie Geld spart, dass der Verein lieber in die Mannschaft investieren will.


    Aber mit der Auswirkung, dass wir einen verzerrten Spielplan und damit eine auch eine verzerrte Tabelle hatten. Ohne einen verläßlichen Rahmenspielplan werden wir es aber wohl nicht bekommen.


    Was ist denn für Euch ein verlässlicher Rahmenspielplan? Die Zeitfenster für die Bundesligaspieltage, den DHB-Pokal, internationale Spiele und mögliche Ausweichtermine stehen seit Wochen fest. (Die aktuelle Fassung des Rahmenspielplan 2017/18 ist auf den 27.04.2017 datiert.) Bei der HBL-Ligatagung kommende Woche soll der Spielplan besprochen und die ersten vier Spieltage fest terminiert werden. Das sind ca. zwei Monate Vorlauf.

    Zitat

    Darüber hinaus wird der TV 05/07 den Ausnahmeantrag auf Nutzung der Hüttenberger Sporthalle insoweit abändern, als dass diese bei international terminlich bedingten Zwängen als Aushilfsstätte zugelassen wird. Weber: »Wenn einer unserer Gegner im Europapokal unterwegs ist, können wir ja nicht von Donnerstag bis Sonntag eine Spielstätte blocken.«

    Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung


    Weil sie so ein super toller und charmanter Dorfverein sind, soll doch bitteschön die gesamte Liga ihren Spielplan an den Wünschen des TV Hüttenberg ausrichten. Die anderen Vereine kommen in den Genuss den hessischen Zuschauermagneten immer donnerstags empfangen zu dürfen. Sollten andere Bundesligisten zu ihrem Privatvergnügen in einem internationalen Wettbewerb antreten wollen, dann müssen sie eben ihre Termine nach den Bedürfnisse des TVH richten oder bereit sein in einer nicht für die 1. Handball-Bundesliga zugelassenen Halle anzutreten.

    Das werden all die Bundesligavereine die seit Jahren in Kauf nehmen ihre Spiele gegen zuschauerträchtige Europapokalteilnehmer auf wirtschaftlich unattraktive Spieltermine verlegen zu müssen sicherlich liebend gerne hinnehmen, damit der charmante Dorfverein ein wenig Glanz in ihre triste Liga bringt. Der HBL-Partner Sky soll ganz angetan davon sein, falls die Liga zu ihrem fast vergessen geglaubten Image als angestaubte Schulsporthallenliga zurückfinden würde. :bigok:

    Bei einem Modus Vier aus Acht wäre Gruppe B eine echte Todesgruppe ... so ist es lediglich ein Startreffen bei dem Brest, Aalborg und Celje im Dreikampf den letzten Platz in der K.O.-Runde ausspielen.

    Gruppe A verspricht auf dem Papier spannender zu werden. Plock, Zagreb, Szeged und Nantes bewegen sich auf ähnlichem Niveau. Allerdings müssen sich die Franzosen nach ihrem "Aufstieg" in die Gruppen A/B bewähren und Kristianstad war diese Saison auch nicht so weit abgeschlagen von den Achtelfinalplätzen. Da den Rhein-Neckar Löwen sowie Vardar und Szeged durchaus Ausrutscher bzw. abgeschenkte Spiele zuzutrauen sind (insbesondere falls Barcelona frühzeitig die Weichen auf Gruppensieg stellt), dürfte der Kampf um die Plätze in den Top16 interessant werden.

    Auszug aus einem Interview mit Stefan Löcher, Geschäftsführer der Kölnarena:

    Zitat

    Bei der Eishockey-WM musste die Arena Hotelkosten der Teams übernehmen. Ist das auch beim Handball üblich?
    Wir gehen auch für die Handball-WM wieder hoch ins finanzielle Risiko. Im Prinzip müssen wir eine Auslastung von 80 Prozent erreichen, um die schwarze Null zu schreiben. Das ist enorm. Solche großen Sportveranstaltungen sind eher aus Imagegründen interessant.

    Quelle: Kölnische Rundschau


    Ob das nun realistische Zahlen sind vermag ich nicht zu beurteilen, aber es zeigt wie hart die zahlreichen großen Arenen in Deutschland um die prestigeträchtigen Großveranstaltungen buhlen und wieso kleinere Arenen da wahrscheinlich nicht mithalten können.

    Das Problem am Standort München dürfte es sein dort die Handballbegeisterung zu entfachen ohne Auftritte der deutschen Mannschaft. Ob beispielsweise Frankreich, Spanien oder Kroatien dem Münchner Sportpublikum genügen um in großer Zahl in die Halle zu strömen? Das wäre an einem etablierten HBL-Standort leichter.

    Zitat

    B.Z. erfuhr: Die Hauptstadt, mit der Mercedes-Benz-Arena (14.800 Plätze), soll das Eröffnungsspiel bekommen und auch die deutsche Vorrunden-Gruppe wird komplett in Berlin ausgespielt. Dafür soll dann der deutsche Weg über die Hauptrunde nach Köln (Lanxess-Arena, für 19.500 Fans) weitergehen. Ein mögliches und hoffentlich deutsches Halbfinale soll in Hamburg (Barclaycard-Arena, 14.000 Fans) steigen. Das Endspiel war schon vorab für die handball-verrückten Dänen in Kopenhagen (Royal Arena, 14.500 Plätze) reserviert.

    Quelle: B.Z.

    Über München als Spielort lässt sich streiten, aber dass die Kieler Sparkassenarena nicht unter den Top4 Hallen in Deutschland ist, kann doch nun wirklich nicht überraschen. Mit 10.000 Zuschauern ist sie deutlich kleiner als andere Arenen in Deutschland und zudem mit zahlreichen sichtbehinderten Plätzen baulich nicht WM-reif. Die komplette Infrastruktur in und um die Kieler Arena kann mit den Arenen in Hamburg, Köln oder Mannheim nicht mithalten.

    In den Kölner Medien ist vor der heutigen Bekanntgabe der Spielorte "nur" von Hauptrundenspielen der deutschen Mannschaft in der Domstadt die Rede.

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    [... ] EXPRESS erfuhr aus internen Handball-Kreisen, dass es ein weiteres Wintermärchen 2.0 in Köln geben wird. 2007 feierte die DHB-Auswahl den WM-Titel gegen Polen, zwölf Jahre danach steigt die WM zumindest mit der Hauptrunde im Henckelmännchen. [...]

    [...] Nach EXPRESS-Informationen scheiterten die Düsseldorf Congress Sport und Event GmbH mit ihrer Bewerbung, das Eröffnungsspiel der deutschen Mannschaft in der Esprit-Arena und danach die Vorrunde im ISS Dome durchzuführen. [...]

    Quelle: Express.de

    Es ist eine Sache mit Wild cards um sich zu werfen, aber einen gemäß den zu Saisonbeginn festgelegten Kriterien qualifizierten Verein von der Teilnahme an der Champions-League auszuschließen ist nicht hinnehmbar. Die OCI Lions haben mit ihren Europapokal-Teilnahmen maßgeblich dazu beigetragen, dass den Niederlanden ein Startplatz in der Champions-League zusteht und nun werden sie um den gerechten Lohn ihrer Mühen gebracht und reagieren entsprechend verständnislos.

    Was soll das Gejammer, dass die unterklassigen Vereine chancenlos seien und deshalb der Modus falsch sei? Beim klassischen K.O.-Modus würden ebenso fast alle Vereine unterhalb der 2. Bundesliga in den ersten beiden Runden ausscheiden - und die meisten davon in weitgehend unbeachteten Spielen gegen andere Drittligisten oder Zweitligisten. In den Genuss eines Heimspiels gegen einen Erstligisten käme nur ein Bruchteil der Vereine, die nun die Gelegenheit haben zwei Spiele eines Bundesligisten in ihrer Halle zu präsentieren. Noch dazu steht es den unterklassigen Vereinen frei einfach auf die Ausrichtung zu verzichten.

    Angesichts der sich in den letzten Monaten zugespitzten und weiterhin nicht wirklich geklärten Frage um die Entscheidungshoheit bei Constantin Medien, wäre ich als Investor sehr vorsichtig. Aktuell blockieren sich Bernhard Burgener und Dieter Hahn gegenseitig wo sie nur können und die beiden haben sehr unterschiedliche Ansichten über die Ausrichtung des Unternehmens.

    Siehe u.a.:

    Beim Handball kann ich mich jetzt an keinen aktuelleren Dopingfall erinnern. Beim Fussball gab es so etwas schon häufiger, allerdings meist bei unbekannteren Profis aus der 2. bis 4. Liga (unter anderem durch die Einnahme von Haarwuchsmitteln).


    2009 war Martin Galia, Torwart beim TBV Lemgo, positiv auf ein Nahrungsergänzungsmittel getestet worden. Wie ernst den Gremien der Kampf gegen Doping war (ist?) zeigte sich an der rückdatierten Sperre (wohlgemerkt auf einen Zeitraum zu dem er aktiv an Bundesligaspielen teilgenommen hatte) und die damaligen Kommentare der Vereinsführung zu diesem Thema. Die Zusammensetzung er Anti-Doping-Komission ist wie ich sehe weitestgehend dieselbe wie damals und mit der Heim-WM am Horizont, erwarte ich ein ähnliches Urteilchen wie seinerzeit bei Galia.

    Kreis Ab (Folge 152) vermeldet als Spielorte für die WM 2019:
    Köln (alle Spiele der deutschen Mannschaft), Berkin, Hamburg und München

    Bislang sind das nur unbestätigte Gerüchte. Zum Einen verwundert, dass das Eröffnungsspiel in Berlin als fix galt und das wäre normalerweise ein Spiel der deutschen Nationalmannschaft. Zum Anderen hieß es vor 15 Monaten nach dem verschobenen Länderspiel noch von Bob Hanning "Für mich ist Köln als Spielort bei der WM 2019 ad acta gelegt. Sonst stellen sie da am Ende noch Tischtennisplatten rein".

    Kann mit Dänemark/Schweden, Norwegen und Ungarn (dann mit Vranjes als Trainer) schon in der Vorrunde eine ziemliche Todesgruppe für eine der Topf1-Mannschaften geben.


    Norwegen und Ungarn sind bereits für die Gruppen B und D gesetzt, sodass eine Konstellation mit diesen beiden Nationen in einer Gruppe ausgeschlossen ist.