Beiträge von Arcosh

    Erstes Spiel läuft, Halle gähend leer. War wieder ein Topeinfall der IHF den Kroaten Katowice als Gruppenkopf zu schenken.


    Zum Einen ist für eine Europameisterschaft die EHF und nicht die IHF zuständig und zum Anderen obliegt es dem Ausrichter - sprich dem polnischen Handballverband - für jede Gruppe bzw. jeden Spielort eine Mannschaft zu setzen.

    Der ehemalige Bundestrainer und Weltmeister von Schiris Gnaden ist inzwischen nicht mehr nur eine lächerliche Gestalt. Wenn er sich in dieser Form öffentich äußert, diskreditiert er den Berufstand der Profihandballer. Er ist ein Schädling. Und er ist gefährlich, weil er die Gesundheit der Spieler gefährdet und damit nachhaltig die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Bundesliga.
    Schon sehr schade, dass die Schiris Deutschland damals zum WM-Titel gepfiffen haben. Andernfalls würde nämlich niemand mehr diesem Frustrierten zuhören.


    Heiner Brand diskreditiert den Berufsstand der Profihandballer? Geht es noch ein wenig melodramatischer? Diskreditierst du das Schiedsrichterwesen, wenn du einzelnen Schiedsrichtern vorwirfst Deutschland zum Weltmeistertitel gepffifen zu haben? Diskreditieren Alfred Gislason oder Ljubomir Vranjes das Schiedsrichterwesen, wenn sie die Leistungen einzelner Gespanne kritisieren?

    Ich kenne zahlreiche Sportlergruppen, die im Vergleich zu Fußballern oder Handballern wesentlich mehr auf ihren Körper und ihre Gesundheit achten ... selbst wenn sie in ihren Sportarten kaum über den Status eines Halbprofis hinauskommen bzw. von den Gehältern eines Handballprofis nur träumen können. Ich lese oft die Forderungen nach mehr Professionalität der Verbände, aber gleichzeitig gibt es auch zahlreiche Handballer, die die Bedeutung des Berufs Profisportler nicht in Gänze verstanden haben bzw. die notwendige Reife dafür vermissen lassen.

    Da soll nicht heißen, dass der kleine Kreis der gut bezahlten Nationalspieler bei den deutschen Champions-League-Teilnehmern nicht ein enormes Pensum zu leisten hat. Aber wie Heiner Brand zurecht anmerkt, würde mich interessieren wieviele Spieler eine Reduzierung der Bundesliga, Verlängerung des EM/-WM-Zyklus oder Modusänderung der Champions-League befürworten würden, wenn diese an eine entsprechende Reduzierung der Spielergehälter gekoppelt wäre. Dass Heiner Brand in seinen Aussagen das diplomatische Fingerspitzengefühl vermissen lässt und eher den bergischen verbalen Holzhammer auspackt, sollte inzwischen niemanden mehr überraschen. Das klingt dann besonders reißerisch, wenn ein Interview für die Pressemitteilung via dpa auf 3-4 Kernsätze reduziert wird.

    Hanfballgucker
    Der Quervergleich mit anderen Sportarten bringt nichts, wenn nicht die unterschiedlichen Durchführungsbestimmungen bzw. Rechtsordnungen hinzugezogen werden. Es steht schließlich jedem Verband frei im Rahmen seiner Befugnissse die eigenen Regeln und Sportgerichtsbarkeiten festzulegen.

    Rechtsordnung des Deutschen Handball-Bundes

    Zitat

    §34 Einsprüche
    [...]
    (2) Gegen die Wertung eines ausgetragenen Spiels kann Einspruch eingelegt werden wegen
    [...]
    b) spielentscheidender Regelverstöße eines Schiedsrichters, Zeitnehmer oder Sekretärs,


    Spielordnung des Deutschen Hockey-Bundes

    Zitat

    § 51 Einspruch gegen die Wertung eines Meisterschaftsspiels
    (1) Ein Einspruch gegen die Wertung eines Meisterschaftsspiels ist nur statthaft wegen eines Verstoßes gegen eine Bestimmung dieser Spielordnung oder eine von den Verbänden gemäß §4 Abs. 4 erlassene Bestimmung; jedoch sind Einsprüche wegen Entscheidungen der Schiedsrichter in keinem Fall statthaft


    Somit wurde sowohl im Falle der MT Melsungen als auch der Hamburg Freezers die auf Basis der geltenden Bestimmungen richtige Entscheidung getroffen. Zudem finde ich es richtig, dass ein Schiedsrichter der die geltenden Regeln nicht sicher beherrscht vorübergehend vom Spielbetrieb der obersten Spielklasse ausgeschlossen wird.

    Nach Spielende einen Einspruch anzukündigen heißt noch nicht, dass dieser Einspruch weiterverfolgt wurde. Es ist zwingend notwendig evtl. Einspruchsgrümde unmittelbar nach Spielende dem Schiedsrichter mitzuteilen und vor Unterschrift ins Spielprotokoll eintragen zu lassen. Ist dies erfolgt so kann der Verein binnen drei Tagen offiziell Einspruch einlegen, diesen in einem ausführlichen Bericht gegenüber der spielleitende Stelle begründen und die Einspruchsgebühr bezahlen. Erfolgt dies nicht (und davon ist wohl in diesem Fall auszugehen), dann verfällt die Einspruchsmöglichkeit.

    Gruppe C (Breslau)
    Spanien
    Schweden
    Deutschland
    Slowenien


    Spielplan
    Samstag. 16. Januar 2016
    18:30 Uhr: Spanien - Deutschland
    20:45 Uhr: Schweden - Slowenien

    Montag, 18. Januar 2016
    18:15 Uhr: Slowenien - Spanien
    20:30 Uhr: Deutschland - Schweden

    Mittwoch, 20. Januar 2016
    17:15 Uhr: Deutschland - Slowenien
    20:00 Uhr: Spanien - Schweden


    In der EM-Qualifikation konnte Deutschland die Spanier einmal bezwingen - es war der erste Sieg gegen die Iberer seit der Heim-WM 2007. Ob die aktuelle DHB-Auswahl dies in Polen wiedeholen kann wage ich zu bezweifeln. ABER die deutsche Auswahl hat in dieser ausgeglichenen Gruppe alle Chancen. Platz 1 würde ich genausowenig ausschließen wie Platz4. Die Konstellation ist Chance und Risiko zugleich.

    Leider muss die das DHB-Team gleich zum Auftakt gegen Spanien antreten, die bei den letzten fünf EM/WM-Turnieren immer das Halbfinale erreicht haben und von Verletzungen im Vorfeld der EM weitestgehend verschont geblieben sind. Gegen die robuste Spielweise der Spanier wird die deutsche mannschaft sich gewohnt schwer tun, aber für Psyche der Mannschaft den weiteren Turnierverlauf wäre eine ordentliche Leistung (maximal -3) zum Auftakt sehr wichtig.

    Gegen Schweden und Slowenien sieht die deutsche Bilanz der letzten Jahre wesentlich besser aus. Die letzten Niederlage gegen diese Nationen waren 2010 bzw. 2006. Die Spielweise der Schweden und Slowenen liegt der deutschen Abwehr eher - auch wenn die Duelle oft bis in die Schlussphase offen waren. Insofern ist die Gruppe C für Deutschland eine anspruchsvolle, aber machbare Aufgabe. Aber können die deutschen Spieler ihr Potential abrufen bzw. reicht die Erfahrung für ein soclhes Turnier? Mein Bauchgefühl sagt "Nein" ... leider.


    Mein Tipp:
    1. Spanien
    2. Schweden
    3. Deutschland
    4. Slowenien

    Gruppe B (Kattowitz)
    Kroatien
    Island
    Weißrussland
    Norwegen


    Spielplan
    Freitag. 15. Januar 2016
    16:00 Uhr: Kroatien - Weißrussland
    18:15 Uhr: Island - Norwegen

    Sonntag, 17. Januar 2016
    16:00 Uhr: Weißrussland - Island
    18:15 Uhr: Norwegen - Kroatien

    Dienstag, 19. Januar 2016
    18:15 Uhr: Weißrussland - Norwegen
    20:30 Uhr: Kroatien . Island


    Weder Island noch Kroatien haben mich persönlich in der Vorbereitungsphase überzeugt und daher traue ich höchstens einem Gruppensiger mit optimaler Punkteausbeute und einem perfekten Tag in der Hauptrunde gegen Frankreich oder Polen zu sich irgendwie ins Halbfinale vorzukämpfen. Island bräuchte eine starke Torhüterleistung um mit den Resten der goldenen Generation noch einmal eine Medaille gewinnen zu können. Das sehe ich mit dem aktuellen Duo im Tor einfach nicht und denke, dass sie sich eher nach unten gegen Norwegen werden wehren müssen als oben Kroatien angreifen zu können.


    Mein Tipp:
    1. Kroatien
    2. Island
    3. Norwegen
    4. Weißrussland

    Gruppe A (Krakau)
    Frankreich
    Polen
    Mazedonien
    Serbien


    Spielplan
    Freitag. 15. Januar 2016
    18:00 Uhr: Frankreich - Mazedonien
    20:30 Uhr: Polen - Serbien

    Sonntag, 17. Januar 2016
    18:15 Uhr: Serbien - Frankreich
    20:30 Uhr: Mazedonien - Polen

    Dienstag, 19. Januar 2016
    18:15 Uhr: Mazedonien - Serbien
    20:30 Uhr: Frankreich - Polen


    In Gruppe A treffen mit Titelverteidiger Frankreich und Gastgeber Polen gleich zwei Mannschaften aus dem engeren Favoritenkreis aufeinander. Für beide gilt es sich in den ersten beiden EM-Spielen keine Fehltritte zu leisten und sich gleichzeitig einzuspielen für den Showdown am dritten Gruppenspieltag, denn hier könnte eine Vorentscheidung Richtung Halbfinale fallen. Falls es einer Mannschaft gelingt diese Gruppe mit 6:0-Punkten abzuschließen, wäre diese bereits die halbe Miete auf dem Weg zum Finalwochenende in Krakau. Über Verletzungssorgen bei Frankreich oder Polen zu sprechen ist müßig, denn dies betrifft dieses Jahr fast ausnahmslos alle Topnationen und jede muss ihre Lösung dafür finden.

    Mazedonien und Serbien werden in meinen Augen keine Rolle bei der Vergabe der Medaillen spielen. Ich traue der runderneuerten serbischen Nationalmannschaft die Hauptrunde zu - mehr aber auch nicht.

    Der große Vorteil des Gastgebers (und der übrigen Mannschaften dieser Gruppe) ist, dass sie alle Turnierspiele in Krakau absolvieren werden und keine Reisestrapazen haben werden.


    Mein Tipp:
    1. Polen
    2. Frankreich
    3. Serbien
    4. Mazedonien

    Natürlich spielt das Geld eine gewichtige Rolle bei der Neuausrichtung der Jugendakademie. Man will eine möglichst gute Ausbildung von Nachwuchsspielern, hat dafür aber nur einen begrenzten Etat zur Verfügung bzw. zusätzliche Gelder müssten aus dem Etat der Bundesligamannschaft querfinanziert werden. Da Letzterer aufgrunde stagnierender (Haupt-)Sponsorensuche nächste Saison eher etwas geringer ausfallen könnte, muss auch die Akademie den Rotstift ansetzen. Aktuell leistet man sich für die VfL-Akadamie sowohl einen sportlichen Leiter (Jörg Lützelberger) als auch einen wirtschaftlichen Leiter (Jan Schneider). Unter rein wirtschaftlichen Aspekten ist es naheliegend diese Doppelspitze zu hinterfragen.

    Auf der anderen Seite muss bedacht werden, dass bei allen notwendigen Kürzungen das Sportliche nicht auf der Strecke bleibt. Das faktische Outsourcen der U23 an den TuS Derschlag im letzten Sommer hat dazu geführt, dass der Klassenerhalt (notwenidge Voraussetzung für das Jugendzertifikat mit Sternchen) in Gefahr ist und der VfL Gummersbach einschreiten músste.

    Gruppe D (Danzig)
    Dänemark
    Ungarn
    Russland
    Montenegro


    Spielplan
    Samstag. 16. Januar 2016
    18:00 Uhr: Ungarn - Montenegro
    20:15 Uhr: Dänemark - Russland

    Montag, 18. Januar 2016
    18:05 Uhr: Russland - Ungarn
    20:15 Uhr: Montenegro - Dänemark

    Mittwoch, 20. Januar 2016
    17:15 Uhr: Russland - Montenegro
    20:00 Uhr: Dänemark - Ungarn


    Ich sehe nicht wer in dieser Gruppe Dänemark auf dem Weg ins Halbfinale gefährlich werden sollte. Die Russen haben in der EM-Qualifikation zweimal gegen Ungarn verloren (23:27 & 25:29), aber ich traue ihnen zu diesmal in diesem Duell zu punkten.


    Mein Tipp:
    1. Dänemark
    2. Russland
    3. Ungarn
    4. Montengro

    Wieviele Spieler pro Jahrgang braucht es denn, damit die Akademie für Euch ein Erfolg ist? Welche andere Handball-Nachwuchsakademie bringt signifikant mehr Bundesligaspieler hervor? Sicherlich gibt es Verbesserungspotenzial (z.B. in Bezug auf die U23), aber so schlecht wie die VfL-Akademie teilweise dargestellt wird, ist sie Meiner Meinung nach nicht.

    Mit Jörg Lützelberger würde der VfL Gummersbach auf jeden Fall eine Identifikationsfigur verlieren.

    Nebenbei für die Olympiaquali: Wie läuft das eigentlich? Wenn ein Team das bereits durch WM-Platz in einem Qualiturnier gesetzt ist jetzt zweiter oder dritter bei der EM wird...zählt dann der WM-Platz oder der EM-Platz? Das ist für die Zusammensetzung der Turniere ja schon ziemlich elementar.


    Die beiden EM-Plätze gehen an die beiden bestplatziertesten Teams der Europameisterschaft, die noch nicht direkt für Olympia oder über die WM-Platzierung für eines der Qualifikationsturniere qualifiziert sind.

    Durch die Direktqualifikation Katars als Asienmeister nimmt Deutschland derzeit den Qualifikationsplatz als "Mannschaft auf Rang 6" des WM-Turniers in Anspruch, d.h. sie würden im Qualifikationsturnier 2 antreten. Ändern würde sich dies nur noch, falls entweder Deutschland Europameister würde (bzw. Vize-Europameister hinter Weltmeister Frankreich) (= Direktqualifikation für Olympia) oder eine der bei der WM besser platzierten Nationen (Polen, Spanien, Dänemark, Kroatien) sich in Polen den Europameistertitel sichert (bzw. Vize-Europameister hinter Frankreich wird). In letzterem Fall würde Deutschland "aufrücken" in das Qualifikationsturnier 3, das aber nicht unbedingt leichter besetzt wäre.


    @ na-diner: Dem kann, muss und will ich nichts hinzufügen. Damit hast Du genau meinen Nerv getroffen. Diese Formulierung hätte auch von mir sein können. :P


    Spontan ist mir noch das WM-Viertelfinale 2015 mit 56% gehaltenen Bällen in Erinnerung, das einer durchschnittlich spielenden deutschen Mannschaft den Einzug ins Halbfinale beschert hat ... Wer stand da noch mal im Tor ... ?(

    Ansonsten ist der Unterschied zwischen Carsten Lichtlein und SIlvio Heinevetter, dass ersterer seine Mitspieler angeht (und die das entsprechend einsortieren können), während letzterer gegnerische Spieler und Schiedsrichter mit Gesten und Worten belegt.

    Lichtleins Zukunft wird sich wohl nach und mit dem Abschneiden bei der EM entscheiden. Schlimmstenfalls geht er schon am Ende der Saison, weil irgendein Topclub für seine Dienste (auch perspektivisch) mehr bieten kann, als der VfL. :(


    Bei Carsten Lichtlein wurde die Vertragsoption bis 2017 gezogen und ihm gleichzeitig ein Vertragsangebot bis 2019 gemacht. Für die kommende Saison muss man sich also keine Sorgen machen.


    Das ist denke ich nicht richtig. Die HBL könnte auch sehr gut ohne die CL auskommen. Alle Vereine in Deutschland, die an der CL teilnehmen, weisen dort schlechtere Zuschauerzahlen auf als in der Bundesliga, trotz neuem Supermodus. Andernorts ist die CL das einzige Zugpferd. Ich behaupte: Die BL kann auch ohne die CL, aber nicht umgekehrt!


    Ich denke, du hast Karls' Argumentation missverstanden. Die HBL braucht ein europaweites Handballinteresse damit sich im europäischen Ausland talentierte Sportler für den Handball interessieren und die besten von ihnen dann später in die Bundesliga gelockt werden können. Allein mit deutschen Talenten wäre eine Handball-Bundesliga auf dem jetzigen Niveau nicht. Die Champions-League mit regelmäßgen Gastspielen der Topstars ist wesentlich zielführender als z.B. China-Reisen in der Saisonvorbereitung.

    Die Bundesliga braucht die CL nicht? Da frag aber mal die Spieler. Geld verdienen ist natürlich ein Aspekzt bei der Vereinswahl, aber die besten Spieler wollen sich auch mit den besten messen. Wie lange würden Canellas, Duvnjak, Schmid oder Mogensen wohl in der Bundesliga bleiben, wenn die Gegner nur noch Wetzlar, Balingen und Melsungen heißen. Wieso wechseln denn die Topspieler zu den Champions-League-Teilnehmern, obwohl die dortigen Belastungen allen bekannt sind?

    @capitano:
    Handball ist ohne Frage eine begeisterungsfähige Sportart, aber ist sie massenkompatibel im Sinne von hohen sechs- oder gar siebenstelligen Zuschauerzahlen bei Ligaspielen? Etwas simplifiziert stelle ich die These auf, dass sich das TV-Zuschauerpotential einer Sportart antiproportional zur Komplexität ihrer Regeln verhält. Eine "neue" Sportart kann umso leichter Zuschauer gewinnen, desto einfacher ihre Regeln sind. Wenn ich im Bekanntenkreis z.B. über American Football spreche, dann schalten die meisten schnell ab mit der Begründung, dass sie die Regeln nicht kennen bzw. das Regelwerk zu undurchsichtig sei. Darts setzt keinerlei Kenntnisse voraus und nach zwei, drei Legs dürfte jeder verstanden haben was Ziel des Spiels ist und wie gezählt wird. Diese simple Abhängigkeit zwischen Zuschauerinteresse und Komplexität mag durch regionale Tradition einer Sportart und/oder Erfolge inländischer Sportler moduliert werden, aber im Grunde genommen setzt sie klare Grenzen was erreichbar ist. Einer breiten Masse den Reiz und Tiefgang einer komplexen Sportart wäre ein sehr langer und steiniger Weg.


    Nadiner hat zurecht auf die Demographie der Handballzuschauer hingewiesen, denn das Zielpublikum und die Übertragungswege müssen zueinander passen.

    [...] Ein Großteil des Handballumfeldes konnte generell noch nie über den eigenen klitzekleinen Tellerrand hinaussehen. Am Beispiel der Bemerkungen über eine klassische Sportart wie Skispringen wieder deutlich zu erkennen. Das Abschlussspringen in Bischofshofen wird allemal interessanter, als ein Großteil der Handballübertragungen vom Schlage des Niveaus (grauenhaft) Bergischer vs. THW.

    Ich gönne auch anderen in meinen Augen solchen Kneipenmüll wie Dart oder diesen Ami-Superbowl-Mist :D.


    Sich über subjektive Kritik an einer Sportart auslassen um dann im nächsten Satz andere Sportarten die dem eigenen Empfinden und Weltbild nicht zugänglich sind abzuwerten. :respekt: So hat jeder seinen persönlichen Tellerrand.


    Hier im Thread neigen einige User dazu auf Basis ihres persönlichen Interesses an einer Sportart deren Daseinsberechtigung entscheiden zu wollen. Woher kommt dieser Anspruch, dass die eigene Sichtweise das Maß aller Dinge zu sein hat? Ob mir eine Sportart (egal ob im TV oder an der Wettkampfstätte selbst) gefällt, sagt doch nichts über die Qualität dieser Sportart an sich aus. Ich würde mich selber als stark sportinteressierte Person bezeichnen. Ich schaue diverse Sportarten - manche davon Mainstream, andere eher Nischensportarten. Wintersportarten wie Skispringen, Bobfahren oder Rodeln interessieren mich nicht - in erster Linie weil ich persönlich mich mangels persönlicher Erfahrung nicht in diese Exotensportarten hineinversetzen kann und die Unterschiede in den Leistungen für mich nicht erkennbar sind. Nur auf die EInblendung der Zeit- bzw. Weitenmessung im Ziel zu warten reizt mich nicht. Beim Darts kenne ich zwar aus eigener Erfahrung die Schwieirgkeit der Sportart, aber mir fehlt einfach die taktische Komponnte um mir eine abendfüllende Dartsübertragung anschauen zu wollen. Dennoch käme ich nicht auf den Gedanken diese Sportarten als Müll oder Mist zu bezeichnen, bloß will sie sich mir persönlich nicht erschließen. Da einzelne Sportler über einen längeren Zeitraum hinweg an der Spitze stehen, erfodern alle genannten Sportarten offensichtlich ein hohes Maß an Talent, Training und Technik ... vermutlich sogar mehr als in Mannschaftssportarten wo eigene Schwächen durch Mitspieler kompensiert werden können. Dies kann ich anerkennen, obwohl mich die Ergebnisse in keinster Weise interessieren. Dementsprechend finde ich es müßig darüber zu diskutieren ob Sportart X es eher wert ist im TV übertragen zu werden als Sportart Y.

    Gibt es irgendeinen Trainer bzw. eine Mannschaft, die in einem einzelnen Spiel regelmäßig 14 Spieler einsetzt? (Oder meinetwegen 12 Feldspieler, wenn man die beidne Torhüter außen vor lässt.) ?( Die Trainer nutzen doch heute schon gar nicht ihr volles Spielerrepertoire aus.

    Was hält den THW Kiel bzw. Alfred Gislason davon ab einen 16er Kader zusammenzustellen und im Wochen-Rhythmus zu rotieren welche 14 Spieler auf dem Spielbericht stehen? Auch dies würde die Belastung jedes einzelnen reduzieren, Erholungsphasen sicherstellen und im einzelnen Spiel reichen 14 Akteure allemal aus. Schon heute besteht die Möglichkeit 16 Spieler im Kader zu haben, von denen einige zu Beginn im Spielbericht noch passiv sind und dann je nach Spielverlauf bzw. Verletzungssituationen aktiv geschaltet werden. Varianten wie 12+4 oder 13+3 lässt die HBL seit Jahren zu und dies wird z.B. in Gummersbach ausgiebig genutzt. Solange aber insbesondere Alfred Gislason eh nur seine neun oder zehn Spieler durchspielen läst, ist es albern die daraus resultierende Belastung auf Einschränkungen in der Kadergröße zu schieben.

    Vier Niederlagen aus den letzten fünf Bundesligaspielen für die MT Melsungen. Da wird binnen weniger Tage die hervorragende Ausgangssituation verspielt und statt die Fühler in Richtung Champions-League-Platzierung ausstrecken zu können, ist der Kampf um die EHF-Pokaplätze voll entbrannt. Rechnet man den HSV Hamburg aufgrund des zu erwartenden Punktabzuges raus, dann liegen zwischen Platz 4 (EHF-Pokal-Teilnahme) und Platz 9 nur vier Pünktchen.