Beiträge von Arcosh

    Fragen an Manfred Prause:

    • Die Athletik und Physis der Sportler und die Dynamik des Sports haben sich in den letzten Jahrzehnten rasant entwickelt, was im Handball zu einem schnelleren und intensiveren Spiel geführt hat. Im Fußball, Basketball und Eishockey wurde dieser Entwicklung Rechnung getragen durch die Hinzunahme weiterer Schiedsrichter auf dem Feld. Wie steht Manfred Prause dem Vorschlag eines dritten Schiedsrichters im Handball gegenüber? (Meines Wissens wird dies bei der IHF aktuell diskutiert)
    • Gibt es einen Sportarten-übergreifenden Informationsaustausch zwischen den Verbänden (z.B. IHF, FIBA, IIHF, FIFA/UEFA) über die Entwicklungen im Sport? (z.B. Herausforderungen an die Schiedsrichter, Folgen/Gefahren der zunehmenden Athletik der Profisportler, Sportmarketing, etc.) Oder kocht jeder sein eigenes Süppchen?
    • Seit 2004 betreibt die Internationale Eishockey Föderation (IIHF) das Referee Exchange Program, bei dem Schiedsrichter zwischen den europäischen Ligen für einzelne Spiele getauscht werden um Erfahrungen zu sammeln - auch im Hinblick auf eine einheitliche Regelanwendung bei internationalen Nationalmannschaftsturnieren. Ist ähnliches im Handball geplant oder diskutiert worden?

    Ein besseres Trainingsspiel für die SG Flensburg-Handewitt, ein desolater Auftritt des VfL Gummersbach und zwei schwache Schiedsrichter ... unterm Strich recht überflüssiges Spiel :nein:


    Was macht eigentlich Becker da? Santos ist doch nicht erst seit gestern verletzt. In den ersten 10 Minuten ist er exakt einmal eingelaufen, da ist dann auch direkt ein Tor gefallen. Da kann ich dann auch direkt ein linksaussen hinstellen. Was ist eigenltich mich Jäger, dass er noch nichtmal jetzt spielt? In der Abwehr ist natürlich Komplettausfall. Wenn Lichtlein nicht wäre, wäre der Abstand schon doppelt so hoch. Wobei ich aber auch nicht verstehe, warum Gummersbach immernoch so eine offensive Abwehr spielt. Die hat ja schon vor 10 Tagen nicht geklappt.

    Philipp Jaeger ist im Sommer zum Schweizer Erstligisten Lakers Stäfa gewechselt. Sein jüngerer Bruder Max Jaeger, der gestern auf Stand-by hinter der Bank saß, spielt eigentlich noch A-Jugend (ebenso wie der zweifache Torschütze Sebastian Schöneseiffen) und muss nicht unbedingt gegen einen der besten Torhüter gegen die Außenposition ins kalte Wasser geworfen werden.

    Ich frage mich aber wieso Rechtsaußen Tobias Schröter kaum noch berücksichtigt wird obwohl er seine Erstligatauglichkeit bereits letzte Saison unter Beweis gestellt hat und es keine weitere Alternative zu Florian von Gruchallas Leistungsschwankungen gibt.

    @Beuger
    Maximal 6 Pässe heißt nicht, dass die Schiedsrichter nicht vorher abpfeifen können, wenn ein Spieler bloß prellend durch die Halle läuft.

    In meinen Augen ist diese vorgeschlagene Regeländerung - oder eher Regelergänzung - mehr eine Hilfestellung an die Schiedsrichter um eine Auslegung des passiven Spiels sicherzustellen. Weder müssen die Schiedsrichter nach anzeigen des passiven Vorwarnzeichen stur bis Sechs zählen, noch wäre es ein Einspruchgrund, wenn nach sechs Pässen der Rückraumspieler hochsteigt und den Ball doch noch auf den freien Kreisläufer ablegt. Die Schiedsrichter, Spieler und Zuschauer bekommen lediglich einen Erwartungsrahmen vorgegben - anstatt wie bislang bei jedem Schiedsrichtergespann erst die individuelle Auslegung im Spiel herauszufinden.

    Wanne ist jetzt schon Vereinslegende. Wäre mehr als schade, wenn er geht. Kann ich mir aber eigentlich auch nicht vorstellen.


    Ach, wie schön war die Handballwelt als nicht jeder verwandelte Siebenmeter zum Hype hochstilisiert und 22-jährige nach zwei Spielzeiten schon zur Vereinslegende erklärt wurden. Da muss man Sorge haben in vier, fünf Jahren keine zweistelligen Trikotnummern mehr übrig zu haben, falls die Nummern aller Vereinslegenden nicht mehr vergeben würden.

    Oder er gerät ebenso schnell in Vergessenheit wie andere SG-Vereinslegenden ... ;)


    Ein Armutszeugnis, dass Sender untereinander um Marktanteile und Senderechte kämpfen und ein neuer Marktteilnehmer sich dank seiner Finanzkraft Sportrechte sichert? Na klar ...

    Nein, ich werfe nichts durcheinander. Es ging um arcoshs "der Markt regelt das schon" hinsichtlich beIN Sports und das ist nun mal Pay-TV-Abzocke.


    "Der Markt regelt das schon" habe ich weder geschrieben noch gemeint. Aber manchmal liest man einfach das was man lesen will, nicht wahr?

    Apropos: Liest Du eigentlich noch was Du selber schreibst? Du hast es als "Armutszeugnis für das angebliche Handball-Land Frankreich" (haben die sich je selber so betitelt?) bezeichnet, dass die EM2016 nicht wenigstens beim bislang stärker verbreiteten Pay-TV-Anbieter läuft ... und einen Post später ist beIN Sports "Pay-TV-Abzocke". Heißt das es gibt gute Pay-TV-Anbieter (CanalSat) und böse Pay-TV-Anbieter wie diese "arabische Heuschrecke" :nein: Da steckt wohl mehr deine persönliche Ideologie als konkrete Argumente dahinter.

    Für wen konkret ist es deiner Meinung nach ein Armutszeugnis? Für die französische Nation, weil das Volk nicht auf die Straße geht und gegen die Rechtvergabe an beIN Sports protestiert? Für den französischen Staat, weil er nicht per Gesetz die Ausstrahlung eines solch bedeutsamen Ereignisses im frei empfangbaren Fernsehen festschreibt? Für CanalSat France, weil sie nicht im Stande oder nicht Willens waren ein besseres Angebot abzugeben als beIN Sports? Bei Letzterem ist nicht nur der finanzielle Aspekt ausschlaggebend, sondern auch, dass der arabische Sender beim Erwerb der Rechte eben nicht nur die Ausstrahlung in Frankreich bietet sondern obendrauf noch Teile der arabischen Halbinsel und Nordafrikas sowie Nordamerika und Australien abdeckt.

    Ich kenne die Preisstrukturen der französischen Pay-TV-Anbieter nicht. Ist es für einen Handball-interessierten Abonnenten von CanalSat eine finanzielle Mehrbelastung, wenn er zu beIN Sports wechseln würde, weil ihm Handball (EM, Champions-League, französische Liga) wichtig ist? Ich behaupte wer die Handball-EM bei CanalSat hätte empfangen können, der kann dies auch bei beIN Sports. Sowohl unter finanziellen als auch technischen Aspekten. Somit sehe ich keinen Grund, dass beIN Sports eine schlechtere Lösung als CanalSat France wäre.


    Warum soll sich etwas Gutes und über Jahrzehnte Bewährtes - zumal genug Geld vorhanden ist - diesem Abzocksystem der Verschlüsselung beugen!? Ich weiß ... der Markt, Reformen etc. Klingt nach der früheren FDP.


    Das ist leider wieder mehr pure Ideologie als überzeugende Argumente. Ja, in Deutschland sind wir dutzende frei empfangbare sowohl öffentlich-rechtliche als auch private Sender ohne Grundverschlüsselung gewohnt und Pay-TV fristet ein reines Nischendasein. Ich persönlich genieße diese Programmvielfalt im deutschen Free-TV. Aber im europäischen Vergleich ist Deutschland eher das Free-TV-Paradies und nicht die Regel. In den meisten Nachbarstaaten ist Pay-TV wesentlich weiter verbreitet und akzeptiert als in Deutschland und auch die Grundverschlüsselung ist dort kein Tabuthema.

    Zunächst einmal ist Grundverschlüsselung nicht mit Pay-TV gleichzusetzen ... aber das weißt du selber. Deshalb ist es Polemik die Grundverschlüsselung mit einem "Abzocksystem" gleichzusetzen. Mit Einführung einer Grundverschlüsselung ließe sich im Gegenteil sogar die umstrittene Wohnungspauschale umwandeln in eine Gebühr für die Smartcard-Nutzung.

    Dem Thema genereller Grundverschlüsselung wurde schon mehrmals eine Absage erteilt. Das wird hoffentlich noch lange so bleiben. Temporär wäre dies aber für die Zukunft nicht ganz auszuschließen. Spätestens dann, wenn Fußballrechte betroffen sind. Perfektionierte Spotbeamabstrahlung löst alle initiierten Probleme mit einmal.


    Fußballrechte sind bereits seit Jahren betroffen. Seit der Fußball-WM 2002 in Südkorea und Japan müssen ARD und ZDF regelmäßig bei den Turnieren ihre Ausstrahlung über Hotbird ändern und dort eine Alternativprogramm senden, während eigentlich die Spiele der Fußball-WM laufen. Die Problematik ist also anderthalb Jahrzente bekannt, aber Bestrebungen zur Lösung der Problematik wie z.B. Verfeinerung der Spotbeamabstrahlung (die tatsächlich eine Lösung wäre) sind quasi nicht vorhanden. Lieber versucht man es alle vier Jahre aufs Neue mit den Rechteinhabern zu verhandeln. Gerne auch unter Einsatz der reichlich vorhanden finanziellen Mittel. Man hat's ja ... wie Du selber so schön schreibst. Dass bei Fußball-Übertragungen der ARD und des ZDF via Satellit bislang nur Hotbird betroffen ist und nicht die unverschlüsselte Ausstrahlung in den europäischen Nachbarstaaten ist lediglich darauf zurückzuführen, dass einerseits die Fußball-Großereignisse fast überall im frei empfangbaren Fernsehen ausgestrahlt werden und somit ARD/ZDF keine Konkurrenz zu Pay-TV darstellen und, dass andererseits die europäischen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten unter dem Dach der European Broadcasting Union (EBU) kooperieren. Bei allen anderen Fernsehinhalten werden ARD/ZDF die Problematik zunehmend zu spüren bekommen.

    Deine gesellschaftspolitische Haltung kenne ich jetzt ... zum eigentlichen Thema hat das eher wenig beigetragen.

    Über alles rechts und links vom Handball unterhalte ich mich viel und gerne ... aber von Angesicht zu Angesicht und nicht in (mehr oder weniger) anonymen Foren. Mich wundert jedenfalls nicht, dass in der Handballecke zu 95% über Handball-Themen geschrieben wird ....


    Natürlich ist es für die Allgemeinheit und die Verbreitung des Handballs wünschenswert, dass eine Europameisterschaft übertragen wird und eine Liveübertragung der Öffentlich-Rechtlichen dürfte für die Meisten die beste Lösung sein - egal ob in Deutschland oder Frankreich. Aber dasselbe könnten auch dutzende Sportarten mit gleicher Berechtigung für sich geltend machen. In Deutschland scheitert es beim Handball zumindest nicht am grundsätzlichen Wollen der Öffentlich-Rechtlichen ... eher daran ob man bereit ist seine alten Muster und Strukturen an heutige Gegebenheiten anzupassen.


    Erzähl' nicht schon wieder solchen Schmarrn. Nur der Rechteinhaber kann vertraglich klausuliert bspw. die ÖRRA zum codierten Ausstrahlen des Signals zwingen. Zur Einigung gehören aber beide Seiten. Verstehst … nicht der angeblich betroffene und sich für benachteiligt haltende Sender. Das einzig praktikable und tolerierbare wäre die Spotbeam-Ausstrahlung. Aber soweit ist es noch nicht und obwohl es ausreichend diskutiert wurde, wie du so schön schreibst, scheinst du es immer noch nicht begriffen zu haben.


    Seit wann bist du so engstirnig? Ja, am Ende ist der Rechteinhaber zuständig. Aber wenn der Rechteinhaber an den Sender in Land A exklusive Übertragungsrechte verkauft, dann muss er seinem Vertragspartner gegenüber sicherstellen, dass keine Sender aus Land B oder C diese exklusiven Übertragungsrechte tangieren. Jetzt kannst du formal darauf bestehen, dass der Rechteinhaber dies gegenüber dem deutschen Sender geltend machen muss und nicht der übertragende Sender in Land A ... an der Problematik der unverschlüsselten Satellitenausstrahlung ändert dies gar nichts.


    nicht die ÖR - die Rechte gesichert hat, sondern dieser arabische Heuschreckensender, der sich immer weiter ausbreitet.


    Ein Armutszeugnis, dass Sender untereinander um Marktanteile und Senderechte kämpfen und ein neuer Marktteilnehmer sich dank seiner Finanzkraft Sportrechte sichert? Na klar ...

    Meines Erachtens ist es ein Unding, dass ein polnischer Sender es "untersagen" kann, dass Spiele in Deutschland im Free TV gezeigt werden...wo kommen wir denn da hin? es sollte möglich sein das rechtlich so zu klären, dass ein ausländischer Sender sich nicht in die Art der Berichterstattung bei uns "einmischen" kann...


    Kein ausländischer Sender kann untersagen, ob und wie Spiele in Deutschland ausgestrahlt werden. Aber er kann verhindern, dass deutsche Sender ein Signal ausstrahlen, das in Polen empfangen werden kann und damit die erworbenen nationalen Ausstrahlungsechte dieses Senders tangiert. Es liegt an ARD und ZDF (oder anderen interessierten Sender) ihre Ausstrahlung anzupassen. Aber diese Problemtatik wurden im Rahmen der Wm 2015 eigentlich schon zur Genüge diskutiert.

    Da übrigens beIN Sports die Übertragungsrechte an der EM 2016 und 2018 u.a. für Frankreich und die arabische Region besitzt, dürfte auch diese sich wieder gegen eine unverschlüsselte Übertragung von ARD und ZDF via Satellit stellen.

    SG Flensburg-Handewitt - TBV Lemgo
    Frisch Auf Göppingen - Füchse Berlin
    TSV Hannover-Burgdorf - VfL Gummersbach
    TuS N-Lübbecke - SC DHfK Leipzig
    Bergischer HC 06 - HSV Hamburg
    ThSV Eisenach - TVB 1898 Stuttgart
    SC Magdeburg - MT Melsungen
    Rhein-Neckar Löwen - HSG Wetzlar
    THW Kiel - HBW Balingen-Weilstetten

    Rune Dahmke ist doch auch so eine Mischung aus Testballon und Zuschauerattraktion um in Kiel nicht vor komplett leeren Rängen zu spielen. Mit seinen bisherigen Spielen hat er (ähnlich wie Jannik Kohlbacher) sein handballerisches Potential gezeigt, aber wird erst noch seine Konstanz und seine Anpassungsfähgkeit an eine andere Mannschaft/andere Mitspieler unter Beweis stellen müssen.

    In den bedeutungslosen Testspielen beim Supercup muss der Bundestrainer den Spagat schaffen, dass sich einerseits seine Stammmannschaft einspielt und andererseits neue Perspektivspieler im Kreis der Nationalmannschaft getestet werden. Daher muss die Anzahl der Neulinge zwangsläufig begrenzt werden.

    Mir ist bewusst, dass es dir in deinem Beitrag um die Entwicklung des Kaders im Gesamten geht ... aber dennoch pickst du explizit den "hochgelobten Junioren-Nationalspieler heraus, der sich meiner Meinung nach am wenigsten als Beispiel für deine Argumentation eignet.

    Die letzte Saison ist in meinen Augen nicht bloß "absolut normal und dem Kader angemessen verlaufen", sondern hat meine Erwartungen übertroffen. Der VfL Gummersbach hatte die zweitjüngste Mannschaft der Bundesliga mit fünf Neuzugänge von denen keiner über langjährige Erstligaerfahrung verfügte. Daraus eine funktionierende Mannschaft im gesicherten Mittelfeld der 1. Bundesliga zu formen ist kein Selbstläufer. Wer zurecht auf die Niederlagen gegen die Austeiger in der letzten Saison hinweist, sollte aber auch nicht die Siege gegen Magdeburg, Berlin oder Melsungen verschweigen, die keinesfalls selbstverständlich waren. Natürlich darf (und soll) man eine Weiterentwicklung erwarten, aber diese bemisst sich nicht an einzelnen Spielen.

    [...]Genauso wie die Tatsache, dass man von hoch dekorierten Junioren-Nationalspielern erwartet, dass sie mit jeder Saison Bundesligaerfahrung, besser werden. [...]


    Falls du damit Simon Ernst meinst, dann muss die Fokussierung auf alles Negative schon groß sein um die positive Entwicklung bei ihm zu übersehen. Bereits letzte Saison war Simon Ernst eine der wichtigen Säulen im Abwerhrspiel des VfL Gummersbach und bekommt zunehmend Anteile in der Offensive, die er zu nutzen weiß,

    THW Kiel - ThSV Eisenach
    HBW Balingen-Weilstetten - Rhein-Neckar Löwen
    HSG Wetzlar - Bergischer HC 06
    Füchse Berlin - TSV Hannover-Burgdorf
    HSV Hamburg - TuS N-Lübbecke
    VfL Gummersbach - SG Flensburg-Handewitt
    MT Melsungen - TBV Lemgo
    TVB 1898 Stuttgart - SC Magdeburg
    SC DHfK Leipzig - Frisch Auf Göppingen

    Santos ist ein junger, hungriger Spieler. [...] In Gummersbach muss Santos auch die meiste Zeit durchspielen. Da hat man nach 3 Jahren vielleicht auch nicht mehr so Lust drauf.


    Ein junger, hungriger Spieler, der aber keine Lust mehr hat (durch) zu spielen? Das ist nicht nur im Allgemeinen eher widersprüchlich sondern trifft im Speziellen auf Raul Santos nicht zu.

    Ich kann am Verhalten der Rhein-Neckar Löwen nichts Verwerfliches erkennen bzw. habe dies bereits vor anderthalb Jahren als der neue Modus diskutiert wurde so ähnlich vorgeschlagen. Primäres Ziel der Champions-League oder Bundesliga ist es nicht jedes einzelne Spiel zu gewinnen sondern im Rahmen des Spielmodus zur besten Mannschaft gekürt zu werden. Während in der Handball Bundesliga jedes der 34 Spiele in gleichem Maß in die Endabrechnung eingeht, können in der Champions-League einzelne Spiele abgeschenkt werden ohne oder nur mit geringem Einfluss auf den weiteren Verlauf des Wettbewerbes. Schuld daran sind nicht die Vereine sondern der Veranstalter der den Modus vorgibt.

    @topha:
    Der entscheidende Punkt ist, dass Momir Ilic beim Versuch seinen Gegenspieler zu blocken nicht einfach gerade hochspringt und passiv bleibt, sondern sich auf den Gegenspieler zu bewegt und dadurch den Körperkontakt auslöst. Bleibt er hinten und der Gegenspieler springt in ihn hinein, so wäre auf Offensivfoul zu entscheiden.

    Auf Handball-Planet wird über das Foul/ die Rote Karte von Ilic berichtet unter der Überschrift "Ballet oder Handball". Zugegebenermaßen ist der Gegenspieler ungünstig aufgekommen, aber eine Absicht konnte ich nicht erkennen. Wahrscheinlich hätte es nichtmal einen Freiwurf gegeben, wenn er nicht so gefallen wäre. Was denkt ihr?

    BALLET OR HANDBALL: Momir Ilic sent-off in Zagreb... | Handball Planet


    Selbstverständlich kann man in der Situation die Rote Karte zeigen! Momir Ilic ist nicht der Typ der eine Verletzung seines Gegenspielers leichtfertig in Kauf nimmt, aber im Handball ist der Vorsatz keine Voraussetzung für eine Disqualifikation. Die reine Gesundheitsgefährdung reicht aus und (auch wenn es mir persönlich missfällt) die Auswirkungen des Fouls sind im Handball tatsächlich ein Entscheidungskriterium.


    Das führt in der Praxis dazu, dass einige Spieler nur zu gerne mehr oder weniger kontrolliert auf dem Rücken landen um die Zeitstrafe für den Gegenspieler zu erwirken. Spieler mit guter Körperkontrolle werden dadurch benachteiligt bzw. zum effektreichen Fallen genötigt. Mag jeder selber entscheiden ob er dies gutheißt oder gestandene 2m/100kg-Spieler in Marienkäfer-Stellung für eine Fehlentwicklung im modernen Handball hält.

    Im vorliegenden Fall ist die Rote karte meiner Meinung nach vollkommen berechtigt gewesen. Werden die Rene-Toft-Hansen-Versteher aber vielleicht anders sehen. (#Aufschrei in 3 ... 2 ... 1 ... ;) )