Beiträge von Arcosh

    @Forum5, Roter Teufel:
    Die Lostöpfe werden nach dem jeweils aktuellen EHF Nationenranking eingeteilt, das sich aus den Ergebnissen der beiden vorangegangenen Europameisterschaften sowie der letzten Weltmeisterschaft zusammensetzt. In diesem Fall waren also die EM 2014, die WM 2013 und die EM 2012 relevant. Es gibt 160 Punkte für Platz 1, 144 Punkte für Platz 2, 128 Punkte für Platz 3, ... und so weiter bis hinunter zur Teilnahme an der Qualifikation.

    Österreich kann in der relevanten Phase lediglich Platz 11 bei der EM 2014 vorweisen (=64 Punkte), sowie die Teilnahmen an den Qualifikationen zur WM 2013 und EM 2012. In der Summe sicherlich unter 100 Punkten (Habe gerade keine Zeit und Lust das exakt nachzurechnen).

    Slowenien hingegen hat allein für Platz 4 bei der WM 2013 im Ranking 120 Punkte bekommen. Dazu noch 104 Punkte für den 6. Platz bei der EM 2012. Da fällt die verpasste EM 2014 nicht zu sehr ins Gewicht.

    Bei Serbien sind es 144 Punkte für Platz 2 bei der EM 2012, 72 Punkte für Platz 10 bei der WM 2013 und weitere 52 Punkte für Platz 13 bei der EM 2014. In der Summe also 268 Punkte und damit rund dreimal soviele wie Österreich.

    Ich glaube aber auch das ein Boykott weitergehende Konsequenzen hätte ala Nationalmannschaft wird für internationale Wettbewerbe gesperrt und man dürfte bestimmt auch nicht beim EHF-Cup teilnehmen.


    Gemäß EHF-Regularien erhalten die besten nationalen Vereine das Recht über den Verband (DHB) für die Champions-League gemeldet zu werden - es besteht jedoch keine Pflicht zur Teilnahme. Tatsächlich gibt es alljährlich Meister der kleineren Verbände (Italien, Israel, etc.) die straffrei auf die Teilnahme verzichten. Mit Blick auf das Nationenranking könnte sich die HBL sogar problemlos eine CL-punktlose Saison leisten und würde dennoch auf den ersten beiden Plätzen verbleiben - d.h. keine Europapokal-Startplätze verlieren.

    Aber das wirtschaftliche Risiko für die Vereine wäre groß. Das öffentliche und mediale Interesse am Handball ist fragil und durch zahlreiche Skandale der letzten Jahre hat das Image bereits enorm gelitten. Sollte Eurosport Deutschland z.B. im Falle eines Boykotts die Reißleine ziehen und aus den Übertragungen aussteigen, wäre es schwer sie später wieder ins Boot zu holen. Die Vereine jammern gerne, dass die Zuschauereinnahmen und Prämien in den ersten Runden der Champions-League kaum ausreichend seien die Reisekosten u.ä. zu decken. Würden jedoch Sponsorenengagements aufgrund der CL-Teilnahme berücksichtigt oder die höheren Prämien ab den K.O.-Runden und beim IHF Super globe, müssten für die meisten Vereine unterm Strich schwarze Zahlen stehen. Ohne die Champions-League-Teilnahme müssten die Etats reduziert und eventuell die Kader ausgedünnt werden. Zumal internationale Topspieler dann wohlmöglich eher nach Veszprem, Barcelona oder Paris wechseln, weil ihnen "nur" HBL zu wenig ist.


    Eine in meinen Augen praktikable Form des Protestes wäre es eine Saison lang zu den Auswärtspielen in der CL-Gruppenphase nach Kielce, Paris oder Skopje nur noch mit einer B-Mannschaft anzureisen. Die sportliche Konsequenz wäre lediglich das Verpassen des Gruppensieges, aber die nötigen Punkte fürs Achtelfinale könnten locker in den Heimspielen eingefahren werden. Zudem kämen die eigenen Fans und Sponsoren auch weiterhin in den Genuss der Topspiele in eigener Halle. Die gegnerischen Vereine (die die Aufblähung der Champions-League vorantreiben) würden hingegen erleben, dass dieser neue Modus aufgrund der Belastungen ihnen nur weniger interessante Heimspiele gegen B-Mannschaften beschert, die auch bei den Zuschauern schnell auf Desinteresse stoßen dürften.

    Früher bei der zweigeteilten Liga war klar in Nord und Süd getrennt.Da gab es eine klare Lineal Regel.

    Gerade in NRW hat dieses Lineal oft zu Diskussionen geführt und manche Vereine sind von Saison zu Saison hin und her geschoben worden. Was mit zwei Staffeln bereits für Gesprächsbedarf sorgt ist natürlich bei der Vierteilung mit dem Doppellineal ungleich schwieriger.

    Ginge es nur um eine Minimierung der Fahrtstrecken könnten schlicht alle Drittliga-Standorte erfasst und mathematisch die Einteilung mit den geringsten Distanzen der Vereine untereinander ermittelt werden. Die Probleme entstehen an den Grenzen der Einteilung, wo Vereine (verständlicherweise) nicht auf die Derbys mit ihren Nachbarn verzichten wollen und Landesverbände auf maximal zwei Staffeln verteilt werden dürfen.

    Bei aller üblicherweise berechtigten Kritik an der EHF ging die Initiative für die Modus-Änderung in diesem Fall wohl von den Vereinen selber (vetreten durch das Forum Club Handball) aus. Die deutschen Vertreter hätten also in erster Linie an die Solidarität der europäischen Spitzenvereine appellieren müssen. Aber diese Solidarität ist doch nicht einmal innerhalb der deutschen Klubs gegeben. Klaus Elwardt vom THW Kiel äußert sich beispielsweise durchweg positiv zur Modusänderung. (Eventuell weil der THW Kiel in einer vergleichbaren Situation ist wie Barcelona oder Veszprem. Das wirtschaftliche Wachstum des THW Kiel ist an Grenzen gestoßen und attraktivere Champions-League-Spiele sind eine der wenigen Möglichkeiten um noch ein paar zusätzliche Zuschauer- und Sponsoreneinnahmen zu generieren.)

    Medialer Punktsieg für die HBL:
    Das Endspiel um den DHB-Pokal verfolgten auf Sport1 370.000 Zuschauer (2,7% Einschaltquote). Im Vergleich dazu konnte das direkt im Anschluss übertragene Topspiel der BBL zwischen den punktgleichen Spitzenreitern aus München und Bamberg nur noch 210.000 Zuschauer bei Sport1 halten und das parallel zum Handball-Finale stattfindende Halbfinalspiel in der DEL zwischen Hamburg und Ingolstadt kam in der Liveübertragung bei ServusTV auf 140.000 Zuschauer.

    Aus dem verlinkten Bericht:

    Zitat

    Unsere offensive Abwehrarbeit und unsere dynamischen Angriffsbemühungen haben uns immer ausgezeichnet. Wir waren immer bereit dabei hohes Risiko zu gehen und damit auch einige technische Fehler in Kauf genommen (diesmal ertragbare 14). Wenn es bei uns ein größeres Manko gab, dann war es immer die Qualität der Abschlüsse, so auch diesmal. 29 Fehlwürfe, darunter viele völlig freie, wurden wieder gezählt. Diese „Defekthexe“ haben wir zehn Jahre mit uns rumgeschleppt und diese verhinderte u.U. noch Größeres. Wir hatten kaum Spiele mit einer Angriffseffektivität von über 50 Prozent, was aber bei einer Anzahl von häufig über 100 auch selten extrem schlimm war. An diesen Zahlen sieht man auch, dass unser Prunkstück immer die offensive Abwehrarbeit war! Zum Abschluss trotzdem noch eine beeindruckende Zahl: Mit 771 erzielten Toren wurden die Dachse drittbeste Mannschaft aller Bundesligisten in der Torausbeute hinter den Füchsen und dem TV Großwallstadt!


    Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt. :D

    Er gesteht die geringe Angriffseffektivität ein, nur um sich einen Satz später für die "drittmeisten Tore aller A-Jugend-Bundesligisten" zu feiern. Er spricht von der offensiven Abwehrarbeit als dem "Prunkstück", muss dabei aber übersehen haben, dass 777 Gegentore die drittmeisten Geggentreffer aller 48 Mannschaften sind! Die besten Mannschaften haben sich in 22 Spielen gut 250 Gegentreffer weniger eingefangen. Die Gesamttordifferenz ist negativ - sprich die eigenen "dynamische Angrissmühungen" reichen nicht aus um die gegentorreichen Abwehrbemühungen auszugleichen. Der schnelle Handball der Dachse mag für die Zuschauer spektakulär anzusehehn sein, erfolgreich war er aber nicht.

    Zwei Wochen nach dem Champions-League Coup gegen den HSV Hamburg sichert sich der mazedonische Meister RK Vardar Skopje mit einem ungefährdeten 29:27-Sieg im Finale den Titel in der SEHA-League 2013/14. Vardar hatte bereits bei der ersten Austragung im Jahr 2012 die Meisterschaft gewonnen.

    Es ist nicht das erste Mal, dass du auf die längst existierenden Spiele-Threads hingewiesen wirst, die im Prinzip sehr einfach zu finden sind. Wenn zu jedem Spiel von den Usern zwei, drei parallele Threads erstellt würden, ginge sehr schnell jegliche Übersichtlichkeit verloren bzw. stringente Diskussionen wären kaum möglich

    Sobald der Angreifer in einen oder 2 Verteidiger läuft, wird heute Stürmerfoul gepfiffen. Ob die Verteidigung dabei im Raum steht oder von der Seite kommt und noch in Bewegung ist, scheint heute völlig bedeutungslos.


    Finde die Linie bezüglich offensivem Foul sehr gut. Im Gegensatz zum Basketball muss beim Handball der Verteidiger eben nicht zwingend stehen um das Stürmerfoul aufnehmen zu können! (Auch wenn die Herren am TV-Mikrofon dies immer wieder behaupten.) Eine seitliche Bewegung des Abwehrspielers ist durchaus zulässig, denn das entscheidende Kriterium ist, dass der Angreifer in den Abwehrspieler hieneinläuft oder -springt.

    Lambrecht Chevrolet Co in 215 W Main St, Pierce, NE?

    :bigok:

    Dort gab es bis zur Auktion im vergangenen Jahr rund 500 Oldtimer hauptsächlich aus den 60er und 70er Jahren, die größtenteils weniger als zehn Kilometer auf dem Tacho hatten - quasi neu, alerdings mit deutlichen äußerlichen Alterungsspuren.