Beiträge von Arcosh

    Dann hat der Müller nun ca. 14mio € in den HSV gesteckt und erst jetzt ist der Verein "gerettet"?

    Ich denke das wurde in einigen Pressetext falsch dargestellt. Investor Philipp J. Müller hatte seit seinem Einstieg dem HSV Hamburg Darlehen in Höhe von knapp 10 Mio. Euro gewährt. Sechs Millionen dieses Darlehens wurden nun durch Anteile an der Spielbetriebsgesellschaft (24,9%) zurückgezahlt und auf die übrigen knapp vier Millionen hat er verzichtet. Zusätzliches Geld an den HSV Hamburg ist meines Erachtens gestern nicht geflossen.

    Zitat

    Geschäftsführer Christian Hüneburg: „Ich freue mich sehr, dass wir das bei meinem Amtsantritt formulierte Ziel, einen wirtschaftlich sauber geführten und zukunftsfähig aufgestellten Sportclub zu entwickeln, mit viel Ausdauer und zahlreichen kleinen Zwischenschritten erreicht haben. Jetzt kann der Sport im Mittelpunkt stehen und seine Strahlkraft voll und ganz entwickeln.“

    Christian Hüneburg ist erst seit 14 Monaten im Amt, aber versucht eine rettende Schenkung als langwierigen, beschwerlichen Weg der Konsolidierung zu framen. Für den HSV Hamburg ist der gestrige Schuldenschnitt in Höhe von 10 Millionen Euro ein großer Schritt. Es ändert aber nichts daran, dass der laufende Betrieb der HSM Handball Sport Management und Marketing GmbH offensichtlich so stark defizitär, dass seit 2019 diese Schuldensumme angehäuft wurde. Die entscheidende Frage ist daher, ob der HSV Handball in den kommenden Jahren einen gedeckten Etat aufstellen kann.

    In eigener Halle sind die Rhein-Neckar Löwen mit Sicherheit kein Außenseiter. Will der VfL Gummersbach sein Saisonziel nicht aus den Augen verlieren und zumindest den Vorsprung auf die Rhein-Neckar Löwen und die MT Melsungen wahren, dann ist ein Punktgewinn notwendig. Hoffnungsvoll stimmt mich, dass der VfL Gummersbach bislang meist dann Probleme hatte, wenn er auf körperlich robust arbeitende Abwehrreihen getroffen ist (Lemgo, Eisenach BHC), deren Spielphilosophie es ist die Spiele in der Abwehr zu gewinnen. Die Rhein-Neckar Löwen würde ich hingegen eher zu den Mannschaften zählen, die ähnlich wie die SG Flensburg-Handewitt, die Füchse Berlin oder Frisch Auf Göppingen die Spiele über die Offensive gewinnen und sich in der Defensive nicht zu sehr aufreiben wollen. Diese gegnerische Spielweise liegt dem VfL Gummersbach bedeutend besser.

    [...] Und bevor hier wieder irgendwer etwas reininterpretiert: Es ging dabei nicht darum, die Tränen irgendeiner Niederlage zu trocknen. Es ging – wie jedes Jahr – darum, dass ständig rumgeheult wird, unsere Tickets seien zu teuer, die Plätze wären schlecht, die Halle wäre schlecht, und überhaupt alles bei uns wäre Mist. Dies wurde auch mit einem Text mitgeteilt so wie ich es gesehen habe.

    Den Großteil des Gästeblocks als Kategorie 1 auszuweisen und entsprechend teuer zu verkaufen, dürfte in der HBL einmalig sein.

    Die geltenden Vorgaben der HBL unterläuft die MT Melsungen offensichtlich erfolgreich, indem einfach alle Stehplätze in der Rothenbachhalle gestrichen wurden.

    Zitat

    Für den Gastverein sind 5% der Gesamttickets gegen Bezahlung zur Verfügung zu stellen, jedoch mindestens 100 Plätze und maximal 200 Plätze, darunter Sitzplätze zu Stehplätzen im Verhältnis 1:1.

    Quelle: HBL, Richtlinie für die Durchführung von Spielen der Lizenzligen

    Mi, 10.12.2025, 19:00 Uhr: Frisch Auf! Göppingen - TBV Lemgo
    Mi, 10.12.2025, 19:00 Uhr: TSV GWD Minden - HC Erlangen
    Mi, 10.12.2025, 19:00 Uhr: THW Kiel - TVB 1898 Stuttgart
    Mi, 10.12.2025, 20:00 Uhr: HSG Wetzlar - TSV Hannover-Burgdorf
    Mi, 10.12.2025, 20:00 Uhr: SC DHfK Leipzig - HSV Hamburg
    Mi, 10.12.2025, 20:00 Uhr: SC Magdeburg - MT Melsungen
    Do, 11.12.2025, 19:00 Uhr: Bergischer HC - ThSV Eisenach
    Do, 11.12.2025, 19:00 Uhr: SG Flensburg-Handewitt - Füchse Berlin
    Do, 11.12.2025, 20:30 Uhr: Rhein-Neckar Löwen - VfL Gummersbach

    Die internationalen Wettbewerbe befinden sich bereits im Winterschlaf und so kann die HBL vor den besinnlichen Tagen noch englische Wochen mit drei Spieltagen (und einer DHB-Pokal-Runde) binnen zwölf Tagen durchziehen.

    Im Topspiel des 16. Spieltages trifft der Tabellenzweite SG Flensburg-Handewitt auf den Tabellenvierten Füchse Berlin. Beide Mannschaften "müssen" gewinnen. Die Norddeutschen haben nur drei Punkte aus den letzten vier HBL-Spielen mitnehmen können und in der Hölle Nord bereits vier Punkte abgegeben. Die Flensburger hatten zuletzt in der Saison 2010/11 mehr als sechs Punkte in eigener Halle abgeben müssen - und jetzt könnten sie diese Schwelle schon nach der Hälfte der Saisonheimspiele erreicht haben. Die Hauptstädter sind letzte Saison mit nur drei Niederlagen Deutscher Meister geworden, aber haben diese Saison bereits vier Spiele verloren. Für das Saisonziel "Champions-League-Qualifikation" gilt für beide Mannschaften also: Verlieren verboten!

    Im Tabellenkeller treten GWD Minden, der Bergische HC und der SC DHfK Leipzig in eigener Halle gegen Mittelfeldmannschaften an. Das ist die Sorte von Heimspielen, die eine Mannschaft ab und an gewinnen muss, wenn sie den Abstieg vermeiden will.

    Schwere Auswärtsaufgaben erwarten auch den TBV Lemgo und den VfL Gummersbach, wobei erstere mit den jüngsten Erfolgen im Rücken mit breiter Brust in Göppingen antreten werden.

    Es fehlt halt jemand, der in engen Situationen die Eier hat. Man hat richtig gemerkt, dass keiner werfen wollte,hauptsache schnell Ball wieder weg

    Der beste Werfer, Franz Semper, musste unverschuldet auf der Bank sitzen. Der letzte Videobeweis scheint regelkonform gelöst worden zu sein, aber es fühlt sich nicht fair an. Franz Semper wäre frei zum Tor durch gewesen. Stattdessen wird er durch Einwirkung des Gegners verletzt und muss behandelt werden. Durch die fehlende progressive Bestrafung verliert Leipzig die gute Torchance und einen wichtigen Werfer.


    Die Regeländerung bzgl. Behandlungen auf dem Feld hatte den Zweck durch Schauspielerei erzwungene Spielunterbrechungen zu verhindern. Heute war diese "Bestrafung" fehl am Platz.

    Die aktuelle Regel 8:10 hat ausgehend von der "Lex Lövgren" eine lange, schrittweise Entwicklung genommen, um den Mannschaften am Spielende eine faire Chancen zu geben, noch zum Torwurf zu gelangen. Bei allem Stress und allen Emotionen in einer umkämpften Schlussphase verstehe ich nicht, wieso wir Jahr für Jahr Profi-Handballerinnen und -Handballer sehen, die derart plump gegen die Regel verstoßen, obwohl ihnen die Konsequenzen klar sein müssen. Die übrigen sechs Serbinnen waren doch in der eigenen Hälfte und abwehrbereit. Lass die Torhüterin den Freiwurf ausführen und mach dann die Passempfängerin direkt an der Mittellinie konsequent fest - ähnlich wie wir es in der HBL vor ein paar Tagen beim Spiel TBV Lemgo gegen die SG Flensburg-Handewitt gesehen haben. In den letzten 30 Sekunden darf weiterhin mit Stoppfouls gearbeitet werden, um den Gegner zu stoppen und das Gegentor zu verhindern.


    Es gibt für Spielerinnen und Spieler einfache Regeln für die letzten 30 Sekunden:

    • Lass nach einem Pfiff der Schiedsrichter den Ball sofort fallen.
    • Entferne Dich vom Ort der Wurfausführung. (Mindestens drei Meter, zur Sicherheit lieber noch einen Schritt mehr)
    • Nach Ausführung des formalen Wurfes kannst die ballführende Spielerin bzw. der ballführende Spieler konsequent gestoppt werrden. Dabei darf nur nicht die Grenze zur Disqualifikation überschritten werden, aber ehrlich gesagt ist diese Grenze aus dem laufenden Spiel heraus sehr hoch.