Für uns gehts ja um nichts mehr, wenn ich diese Europapokalregelung richtig verstehe.
Ich sehe noch eine Chance auf die EHF European League für den Tabellensechsten.
Für uns gehts ja um nichts mehr, wenn ich diese Europapokalregelung richtig verstehe.
Ich sehe noch eine Chance auf die EHF European League für den Tabellensechsten.
Alles anzeigenWas ich aber an Essener Stelle vor allem anführen würde, ist folgende Zusatzbestimmung des DHB. Da geht es darum, was passiert, wenn der Torwart getroffen wird und handlungsunfähig ist. Also Wurf auf‘s Tor und der Ball fliegt zurück.
„Ergänzung zu „Verletzte/r Torwart*in (Regel 6:8)
d) Der Ball befindet sich über dem Torraum in der Luft.
Korrekte Regelanwendung: Ein bis zwei Sekunden zuwarten, bis eine Mannschaft in Ballbesitz ist.
Spiel unterbrechen, Wiederaufnahme mit Freiwurf für die ballbesitzende Mannschaft.
e) SR pfeift zum Zeitpunkt, als der Ball noch in der Luft ist:
Korrekte Regelanwendung: Wiederaufnahme des Spiels mit Freiwurf für die Mannschaft, die zuletzt in Ballbesitz war.“
Seite 64.
https://www.dhb.de/sites/default/…dballregeln.pdf
Sagt doch ganz klar, dass in dem Moment, wenn der Ball zurückfliegt und in der Luft ist, keine Mannschaft in Ballbesitz ist!
Aber e) ist doch genau die von Frank Böllhoff beschriebene Situation, in der die Mannschaft zwar nicht physisch in Ballbesitz ist, aber den faktischen Ballbesitz für sich beanspruchen kann. Somit liegt auch in diesem Fall ein Ballbesitz vor.
Dann gucken wir mal, ob das, was er sagt, auch einer regeltechnischen (und juristischen) Überprüfung standhält.
Zur Erinnerung: Es gab auch immer auch die Lehrmeinung, dass ein Ballbesitz nicht wechseln kann, wenn der Ball zum Zeitpunkt des Vergehens nicht im Spiel war. Und dann kam Helge nach Essen - Dessau, der die Lehrmeinung juristisch auseinandergenommen hat.
Nein. Die Kernaussage des Urteils des Bundesgerichts war: "Bei regelkonformer Wahrnehmung der Überwachungspflicht hätten Zeitnehmer und Sekretär das Spiel spätestens in der Sekunde des Wiederanpfiffs unterbrechen und die Schiedsrichter auf den Umstand der fehlerhaften Anzahl von Spielern auf Seiten der Mannschaft des Beteiligten hinweisen müssen." Für die Sanktion eines Wechselfehlers ist nicht entscheidend, wann er begangen wurde, sondern wann er durch die Offiziellen bemerkt wurde. Das Gericht ist der cleveren Argumentation des TuSEM Essen bzw. ihres Rechtsanwaltes gefolgt, dass der Ball mit dem Anpfiff sofort wieder ins Spiel gebracht worden wäre und in demselben Moment der Wechselfehler hätte Auffallen müssen. Das ist in meinen Augen reichlich konstruiert und kein gutes Urteil, aber es steht nicht im Widerspruch zur Lehrmeinung, dass ein Ballbesitz nicht wechseln kann, wenn der Ball zum Zeitpunkt des Vergehens nicht im Spiel war.
Welche handfesten Argumente hast Du, dass in dem Moment, in dem der Ball vom Pfosten zurückspringt, keine Mannschaft im Ballbesitz ist? Gibt es überhaupt Spielsituationen, in denen keine der beiden Mannschaften in Ballbesitz ist?
Frank Böllhoff, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter, Schiedsrichter-Ausbilder und EHF-Delegierter hat zu diesem Thema eine ausführliche Erläuterung verfasst:
HV Westfalen: Übersicht Grüne Karte (Seite 4ff)
ZitatBallbesitz (Fallstrick 5)
Wie schon vorher erwähnt, ist die wesentliche Voraussetzung für die Beantragung und Gewährung, dass die Mannschaft sich zum Zeitpunkt des Signals des Zeitnehmers (noch) in Ballbesitz befindet.
Wann habe ich eigentlich Ballbesitz und wann habe ich den Ball nicht mehr in meinem Besitz?[...] Neben dem physischen gibt es auch den faktischen Ballbesitz. Hier wird der Mannschaft der Ballbesitz zugewiesen, die zuletzt in Ballbesitz war. [...]
[...] Anders sieht es aus, wenn ein Ball durch den Torwart bloß abgewehrt (geblockt) wurde und der Ball anschließend im Torraum springt. Der Ball bleibt im Besitz derjenigen Mannschaft, die zuletzt in Ballbesitz war, also der Mannschaft, die auf das Tor geworfen hat [...]
Eine der schwierigeren Herausforderungen für den VfL Gummersbach im Saisonendspurt. Frisch Auf! Göppingen befindet sich nach sechs Siegen aus den letzten sieben Spielen auf einem Höhenflug und wird mit viel Selbstvertrauen ins Oberbergische reisen. Für den VfL Gummersbach hingegen gilt es nach der Enttäuschung in Berlin und dem fast sicheren Verpassen des Traums von der Champions-League-Teilnahme die Konzentration hochzuhalten, um Platz 4 und die European-League-Teilnahme abzusichern.
Freitag, den 29. Mai 2026
(verlegt aufgrund der Viertelfinalspiele in der EHF Champions-League)
Donnerstag, den 21. Mai 2026
(verlegt aufgrund der Viertelfinalspiele in der EHF Champions-League)
Sonntag, 03. Mai 2026
Samstag, 02. Mai 2026
Samstag, 02. Mai 2026
Freitag, 01. Mai 2026
Freitag, 01. Mai 2026
Donnerstag, 30. April 2026
Donnerstag, 30. April 2026
Do, 30.04.2026, 19:00 Uhr: VfL Gummersbach - Frisch Auf! Göppingen
Do, 30.04.2026, 19:00 Uhr: SC DHfK Leipzig - HC Erlangen
Fr, 01.05.2026, 19:00 Uhr: Rhein-Neckar Löwen - MT Melsungen
Fr, 01.05.2026, 20:00 Uhr: TBV Lemgo - TSV GWD Minden
Sa, 02.05.2026, 19:00 Uhr: Bergischer HC - TSV Hannover-Burgdorf
Sa, 02.05.2026, 20:00 Uhr: HSG Wetzlar - THW Kiel
So, 03.05.2026, 15:00 Uhr: HSV Hamburg - TVB 1898 Stuttgart
(verlegt: Do, 21.05.2026, 20:00 Uhr: SC Magdeburg - SG Flensburg-Handewitt)
(verlegt: Fr, 29.05.2026, 20:00 Uhr: ThSV Eisenach - Füchse Berlin)
Die Woche steht im Zeichen der Viertelfinalspiele in der EHF Champions-League und der EHF European League und so kommt es, dass die gerade erst bereinigte HBL-Tabelle durch Spielverlegungen wieder verzerrt wird. Der SC Magdeburg schreibt dazu:
Zitat[...] „Wir haben kurzfristig einen Antrag auf Verlegung des Heimspiels gegen die SG Flensburg-Handewitt gestellt, damit wir zwischen den beiden wichtigen Champions-League-Viertelfinalspielen gegen Pick Szeged keine weitere Begegnung zu absolvieren haben. Dies ist seit einigen Jahren gängige Praxis bei Spielansetzungen in der Handball-Bundesliga. Die ebenfalls qualifizierten Füchse Berlin haben beispielsweise ihre Auswärtspartie in Eisenach auf den 29. Mai 2026 verlegen können.
Da die SG Flensburg-Handewitt ein potenzieller Kandidat für das am 30./31. Mai angesetzte Winamax EHF Finals 2026 ist, sind wir nicht auf die Woche vom 25. bis 31. Mai ausgewichen. Trotz langfristig geplanter Wartungsarbeiten in der GETEC Arena in der Woche ab dem 18. Mai ist es uns aber gelungen, für den 21. Mai 2026 eine Unterbrechung dieser Arbeiten zu ermöglichen.
Wir sind der MVGM als Hallenbetreiber, der DAIKIN Handball-Bundesliga, Dyn und insbesondere der SG Flensburg-Handewitt sehr dankbar, dass dieser Spielverlegung zugestimmt wurde. Wir wissen, dass diese Verlegung sowohl für die Heim- aber auch die Auswärtsfans eine zusätzliche Belastung darstellt. Im Sinne der Chancengleichheit für die europäisch spielenden Teams bitten wir aber um Verständnis für diese finale Terminänderung“, sagt Marc-Henrik Schmedt, Geschäftsführer der Handball Magdeburg GmbH.
Quelle: SC Magdeburg
Die Blicke richten sich daher auf die Bemühungen des SC DHfK Leipzig im Abstiegskampf gegen den HC Erlangen, der die Saison hinter den eigenen Erwartungen abschließen wird und auf das ungleiche OWL-Derby zwischen dem TBV Lemgo und GWD Minden.
Kiko Costa kommt angeblich fix zur SGF – ab 2030. Der Präsident des Vereins soll ein Veto gegen einen früheren Wechsel eingelegt haben. Quelle: port. Sportzeitung Record.
Bei vertraglich festgeschriebenen Ablösesummen kann der Vereinspräsident wenig tun.
Ich habe da wenig Bauchschmerzen. Ich kann in der Aufzeichnung bei DYN nicht hören, wann der Buzzer gedrückt wurde, aber der in Richtung Spielfeld zurückspringende Ball ist noch umkämpft, da sowohl ein Essener Spieler als auch ein Dresdener zum Ball gehen und der Essener nur minimal früher an den Ball kommt.
Die Intention des TuSEM Essen Trainers darf hier hinterfragt werden. Bei 59:59 kann es nicht darum gegangen sein, seiner Mannschaft noch einen Angriff zu ermöglichen und daher unterstelle ich, dass er die Nachwurfchance unterbinden wollte. In diesem Falle wäre die Entscheidung auf Strafwurf korrekt gewesen.
Ohnehin sehe ich diese Spielsituation und Entscheidung als eindeutige Tatsachenentscheidung an mit der Tendenz dahin, dass alles regelkonform war. Die mir bekannte Definition für "im Ballbesitz sein" lautet:
ZitatGrundsätzlich ist die Mannschaft im Ballbesitz, die gerade den Ball unter Kontrolle hat oder einem im Spiel befindlichen Ball zuletzt unter Kontrolle hatte. Ein Ball ist dann unter Kontrolle, wenn er von einem Spieler unter Kontrolle gehalten wird oder von einem Spieler kontrolliert geprellt wird.
Gemäß dieser Definition war Essen nie in Ballbesitz, da der Abwehrspieler den Ball nur Richtung Grundlinie wegschlägt.
Wann reicht Platz 6 für EL?
Mögliche HBL-Abschlusstabelle
1. SC Magdeburg
2. SG Flensburg-Handewitt
3. Füchse Berlin
4. VfL Gummersbach
5. THW Kiel
6. MT Melsungen
Wenn der Champions-League-Sieger dann nicht Füchse Berlin heißt und die SG Flensburg-Handewitt die European League gewinnt, dann würden nach meinem Verständnis der SCM und die SGF in der Champions-League spielen, Berlin hätte als Pokalsieger den Platz in der European-League (mit möglichem Upgrade in die Champions-League) und Gummersbach und Kiel würden sich über die HBL für die European League qualifizieren. Durch den deutschen Titelgewinn in der European League würde/könnte es einen weiteren Platz in der European-League geben, der dann an den Sechstplatzierten der HBL gehen würde.
Das sind ein paar notwendige Bedingungen, aber keine davon ist komplett abwegig.
Für Melsungen geht es in der Liga ja um nichts mehr.
Für die MT Melsungen halte ich die Restchance einer European-League-Qualifikation über Platz 6 in der HBL für größer als die Chance zur Champions-League-Qualifikation als European-League-Sieger.
Thema der Halbzeitansprache war wohl Kräfte sparen und die Fokussierung auf das Spiel gegen Porto, denn heute war für Melsungen nichts zu holen.