Meine Wahrnehmung ist, dass Rheiner selten einzelne Schiedsrichterpaare kritisiert, sondern vielmehr grundsätzliche Probleme in der Schiedsrichterei innerhalb des DHB anspricht.
- Obwohl der DHB der führende Handballverband der Welt und die HBL die höchstklassige nationale Liga ist, die stetig nach Professionalisierung strebt, ist die Außendarstellung des Schiedsrichterwesens kaum einer Amateurliga würdig. Es gibt keine (öffentliche) Fehlerkultur. Offensichtliche und gravierende Fehlentscheidungen und Regelverstöße werden nicht transparent aufgearbeitet, sondern in der Regel durch Schweigen ausgesessen. (Dank fehlender kritischer journalistischer Begleitung klappt das auch prima)
- Der Videobeweis hat handwerkliche Mängel, die zu Unklarheiten bzgl. der Anwendungen und der Entscheidungsfindung führen. Statt für Klarheit und Transparenz zu sorgen, verstecken sich HBL und DHB hinter schwammig formulierten Regularien. Zudem wirkt es immer wieder so, dass die Schiedsrichtergespanne nicht ausreichend geschult sind im Umgang mit dem Videobeweis und der Beurteilung von Spielszenen in Zeitlupe vs. Realgeschwindigkeit.