Beiträge von Arcosh

    Ich finde die Zahl überraschend hoch. Bedenkt man, dass Hockey, Tischtennis und Zweitligahandball in der Regel keine sechsstelligen Zuschauerzahlen haben werden, dann müssen HBL und BBL sehr solide sechsstellige Zuschauerzahlen abliefern. (auch wenn ich denke, dass der On-demand-Abruf eines Spielsm um eine einzelne strittige Szene zu beurteilen, auch zur kumulierten Reichweite gezählt wird.)

    Die Google-KI sagt:

    Zitat

    Die "kumulierte Reichweite" im Zusammenhang mit Streams bezieht sich auf die Gesamtzahl der eindeutigen Zuschauer oder Hörer, die einen Stream oder eine Serie von Streams gesehen oder gehört haben, wobei wiederholte Ansichten einer einzelnen Person nur einmal gezählt werden. Die Regeln für die Mindestdauer können je nach Plattform und Kontext variieren, aber typischerweise wird eine bestimmte Mindestzeitspanne gefordert, um einen Stream als gültig für die Reichweite zu zählen.

    Vor gut zehn Jahren hatte sich der Deutschlandfunk dieser Problematik angenommen: West-Ost-Gefälle in Sportvereinen

    Zitat

    Der im DOSB für Breitensport verantwortliche stellvertretende Direktor Andreas Klages erklärte dem Deutschlandfunk dazu, „dass die strukturell vereinsfeindlichen politischen Rahmenbedingungen im Nationalsozialismus und der DDR zu einer langen Unterbrechung der Vereinsentwicklung und Tradition in den neuen Bundesländern geführt haben“. Zudem verweist Klages auf ein ähnliches Phänomen bei den Sportstätten in der DDR, wo aufgrund der ideologiebedingten Überbetonung des Leistungssports die finanziellen Mittel für Breitensportanlagen, vielfach nicht mehr vorhanden waren. Beide Faktoren bedingen sich gegenseitig.

    Zitat

    Historisch bedingt wirkt das Erbe der DDR noch immer bis heute nach: Die hauptsächliche Ausrichtung ostdeutscher Vereine auf den Wettkampfsport. Der Potsdamer Breitensportler Manfred Kruczek erklärt dazu: „Das erkennt man daran, dass viele Vereine gerade auf dem Lande nur eine Sportart haben, dass ist in aller Regel Fußball männlich und damit fehlen natürlich oftmals Angebote für Mädchen, für Frauen und auch für Ältere. Also Tanzgruppen, Gymnastikgruppen, Wandergruppen. Hier ist es wichtig, dass Anreize geschaffen werden für Vereine sich in dieser Form diesem Bedarf zu öffnen.“

    Mir persönlich ist die Grundstimmung hier zu negativ. Man könnte meinen, dass der Handball bzw. der Breiten- und Leistungssport in Deutschland aussterben würde. Dabei ist das Sportangebot in Deutschland sehr breit gefächert, die Jugendlichen nehmen es zum Großteil an und die Zuschauerzahlen bei Sportveranstaltungen zeigen, dass sich mit Leistungssport die Menschen in Deutschland begeistern lassen - ergo auch die Chance besteht damit Geld zu verdienen.

    Schaut Euch die Bestandserhebung des DOSB an. Bei der letzten Erhebung (Stand 2024) war der Großteil der Kinder und Jugendlichen in Sportvereinen aktiv. Bei den Jungen in Westdeutschland (7-14 Jahre) sind es fast 85% und ca. die Hälfte davon ist es mit Anfang 20 immer noch. Das bedeutet die Sportvereine des DOSB erreichen immer noch den Großteil des Nachwuchses. Nach Fußball, Turnen und Tennis liegt Handball etwa gleichauf mit Schwimmen und Leichtathletik ganz weit vorne bei den Mitgliederzahlen in dieser Altersklasse. 3,2% der 7-14-Jährigen in Deutschland sind Mitglied in einem Handballverein. Statistisch gesehen gibt es also fast in jeder Schulklasse in Deutschland ein Kind, dass Handball spielt.

    Das bedeutet nicht, dass man sich auf dem Status quo ausruhen sollte, aber der deutsche Handball hat kein gravierendes Nachwuchsproblem.

    Zudem finde ich es schwierig wie hier unterschiedliche Themengebiete (Nachwuchs im Handball als Breitensport, Sportförderung im Leistungssport, Entwicklung des Profihandballs in Deutschland und Europa) komplett miteinander vermischt werden.

    Weiß jemand wann die entsprechende Abstimmung stattfindet?

    In den letzten Jahren waren die Termine der ordentlichen Mitgliederversammlung:

    Donnerstag, 07.07.2022

    Donnerstag, 06.07.2023

    Donnerstag, 04.07.2024

    ... daraus könnte man eine Vermutung ableiten, wann sie dieses Jahr stattfinden wird.

    Könnt ihr das mal bitte mit den Einspruchsfristen erklären?

    Wie es vorher war und wie es in Zukunft sein sollte.

    Ich vermute es geht hier nicht um die Einspruchsfrist (Einspruch unmittelbar nach Spielende ankündigen, dann drei Tage Zeit diesen auch einzureichen), sondern vielmehr um die Fristen während des Verfahrens. Nach Zugang der Ausfertigung des Urteils des Bundessportgerichts hatte TuSEM Essen vierzehn Tage Zeit um Revision einzulegen vor dem Bundesgericht einzureichen und hat diese Frist maximal ausgereizt. Das Urteil ging am 12. Mai ein, die Revision wurde am 27. Mai beantragt und diese Zeitspanne hatte wesentlichen Anteil daran, dass das Urteil des Bundesgerichts erst nach Saisonende erging.

    Im Kreis Ab Podcast wurde schon thematisiert, dass sich die HBL bzgl. der Rechtsordnung gegebenenfalls vom DHB loslösen muss. Während im Breitensport und semiprofessionellen Leistungssport 14 Tage eine notwendige Zeitspanne sein können, sollten die Strukturen der Profivereine der 1. und 2. Bundesliga eine kurzfristigere Bearbeitung zulassen.

    Falls der Schiedsrichter nicht, wie von Dany beschrieben, vor Anpfiff die fehlerhafte Position der Abwehr korrigiert, würde ich als Freiwurf-ausführender Angreifer in diesem Fall nicht den Pass zum Mitspieler werfen, sondern mich mit dem Ball in der Hand umdrehen, um einen direkten Wurf auf Tor zu machen, der dann von den zu nah stehenden Abwehrspielern geblockt wird. Dann ist es ein aktives Eingreifen mit den entsprechenden Konsequenzen.

    Die ganzen Hamm Fans die dort auch vor Ort waren, gönne ich genau diesen Spielverlauf und Zeitverschwendung. Das hatte mich Sportsgeist alles nichts mehr zu tun, wenn man so in der Liga bleiben will

    In dieser Saison gab es in der zweiten Liga zu viele Vorfälle, die nichts mit Sportgeist zu tun hatten (Ja, bei manchen Fällen von acht Spielern auf dem Feld gehe ich von bewussten Entscheidungen aus), als dass irgendeine Mannschaft wirklich den Abstieg verdient hätte.

    Als einzige Regel, die für mich sinnvoll wäre zu ändern, ist die Einspruchsfrist. Runter auf 72 Stunden. Damit löst man aber nicht Probleme, die an den letzten beiden Spieltagen stattfinden.

    Wenn wir mehr Einsprüche haben wollen, muss man an die Regeln wann, die bestimmen wer Einspruch einlegen darf und wann das geschehen muss. Davon bin ich aber kein Freund.

    Was meinst Du mit "Einspruchsfrist runter auf 72 Stunden"? Ein Einspruch muss aktuell unmittelbar nach Spielende angekündigt werden und dann hat der Verein genau diese drei Tage Zeit den Einspruch tatsächlich einzureichen.

    In einem ersten Schritt sollte man in Auswertung dieser (auch in Hinblick auf die vielen fragwürdigen Entscheidungen) katastrophalen Saison grundsätzlich allen Mannschaften grundsätzlich eine ausreichende Karenzzeit für das Einlegen eines Protestes gewähren. Wenn man schon durch gravierende Regeländerungen das Spiel so schnell macht, dass Schiedsrichter, Kampfgerichte, etwaige Delegierte und natürlich auch die Mannschaften regelmäßig überfordert sind, muss zumindest im professionellen Handball die Möglichkeit bestehen, spielentscheidende Szenen auch im Nachgang eines Spieles umfassend zu prüfen und gegebenenfalls ein Veto einzulegen!

    Ich fände es gut, wenn die spielleitende Stelle grundsätzlich ein Einspruchsrecht erhielte (z.B. bis zu 72 Stunden nach Spielende), denn diese hat u.a. die Aufgabe einen für alle teilnehmenden Mannschaften fairen Wettbewerb sicherzustellen. Meinetwegen könnte dann allen Vereinen ein Antragsrecht eingeräumt werden, um die spielleitende Stelle auf mögliche Regelverstöße hinzuweisen und wenn die spielleitende Stelle nach Sichtung der zugrundeliegenden Indizien (in der HBL also in der Regel das Videomaterial vom Spiel) einen Regelverstoß für möglich hält, dann leitet sie das Einspruchsverfahren ein und die Sportgerichte können entscheiden.

    Zudem wäre es wünschenswert, dass eingelegte Einsprüche und laufende Einspruchsverfahren transparenter gemacht werden. Hätte die Öffentlichkeit am 07. Juni gewusst, dass der Einspruch von TuSEM Essen noch nicht final entschieden ist, dann hätte es am 11. Juni sicherlich andere Reaktionen gegeben.

    "Wenn das Regelwerk und seine Durchführungsbestimmungen solche grausamen und realitätsfernen Lösungen zulässt, dann taugt das Regelwerk nichts. Jeglicher Versuch, hier den beteiligten Mannschaften den schwarzen Peter zuzuschieben, geht völlig an den wahren Ursachen und Hintergründen vorbei."


    Genau DAS ist der springende Punkt! Besser hätte ich es nicht formulieren können! Die Rechtsordnung ist für den A..., Wird aber verteidigt wie der heilige Gral. Das ist so deutsch. Zeigt doch einfach mehr Empathie und Fingerspitzengefühl.

    Wie viele Anträge zur Änderung bzw. Verbesserung der DHB-Rechtsordnung seitens der Vereine gab es denn in den letzten Jahren? Professionelle Vereine sollten sich u.a. auch mit den Spiel- und Rechtsordnungen befassen, denn das ist der vorgegebene Rahmen, in dem sie sich bewegen müssen. Wenn ihnen dabei grobe Fehler oder Unzulänglichkeiten in diesen Richtlinien auffallen, dann gibt es immer die Möglichkeit Änderungsanträge vorzubringen. Dazu bedarf es aber auch einer geeigneten, stringent formulierten Alternative zum bestehenden Wortlaut. Hinterher ist es zu spät sich zu beschweren bzw. es kann nur noch an Lösungen für zukünftige Vorfälle gearbeitet werden.

    Ich bin sehr gespannt, ob der DHB-Bundesrat tatsächlich Änderungen an der Rechtsordnung bzgl. Einsprüchen vornehmen wird. Ich persönlich kann mir nur schwer vorstellen, dass es eine "gerechtere", allgemeingültige und auf alle Situationen anwendbare Regelung geben kann.

    Krass. Ich hab grade ne Mail von der EHF gefunden. Man bietet für 49 Euro ein ca 13x13 cm großes Stück vom Hallenboden des FF Wochenendes aus Köln an .

    Gab es so etwas schonmal??

    Nach der Handball-WM 2007 wurde der Hallenboden ebenfalls in Stücke geschnitten und samt Harzflecken und Konfetti verkauft. Nach dem WM-Sieg war das ein schönes Souvenir (für 20,07€) und wenige Monate später wurden die Restposten fast verschenkt.

    Unabhängig vom Sinn oder Unsinn dieses Wiederholungsspiel, hat die Dessauer Teamärztin sich über die möglichen Folgen für die Gesundheit der Spieler geäußert.

    Wir freuen uns über jedes Spiel unseres Teams, aber denken doch selten daran, welche körperliche und psychische Belastungen die jungen Kerle doch jede Woche auszuhalten haben.

    Und da meine ich alle Spieler aller Vereine.

    https://www.drhv06.de/2025/06/was-da…ieler-bedeutet/

    Hätte der Dessau-Roßlauer HV nur halb so viel Zeit in das Verfahren vor dem Bundesgericht gesteckt, wie sie jetzt für die täglichen "Wasserstandsmeldungen" aufbringen, dann wäre die Fahrt nach Essen wahrscheinlich erst gar nicht notwendig geworden. Zur Führung einer professionellen Sportmannschaft gehören manchmal auch sport-juristische Aufgaben, die man entweder für den eigenen Verein bestmöglich verfolgen kann oder versuchen kann, diese auszusitzen.