Beiträge von Arcosh

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    Original von meteokoebes
    Also, ich verstehe ja dann die Logik, warum man denkt, dass 8:5 angewendet werden könnte, aber das darf man so auf keinen Fall tun. Das kommt ja einem Freibrief für verantwortungslosem Handeln seitens des Angreifers gleich. Wenn die Spielerin in korrekter Abwehrposition steht und die Feldspielerin reinläuft, dann darf es in der Denkweise nie dazu führen, dass einem ein korrektes Spiel zum Nachteil ausgelegt wird, weil der Angreifer verantwortungslos, da blind übers halbe Spielfeld laufend, agiert. Wenn der Torwart die Wahl zwischen ausweichen und korrekte Abwehrposition einnehmen hat, dann muss er sich für die zweite Alternative entscheiden, alles andere wäre ja ein Nachteil für sein Team.


    Ich glaube Du hast nicht ganz verstanden worauf ich hinaus wollte bzw. ich habe es zu umständlich beschrieben.

    Wenn die Torhüterin im Moment des Zusammenpralls bereits die korrekte Abwehrposition eingenommen gehabt hätte, dann wäre es vollkommen in Ordnung gewesen, auf Stürmerfoul zu entscheiden. Von daher will ich der Angreiferin keinen Freibrief ausstellen oder eine regelkonforme Aktion der Torhüterin zu ihrem Nachteil auslegen. Ich denke in diesem Punkt sind wir uns einig.

    Aber, und das ist der entscheidende Unterschied, meiner Meinung nach befindet sich die Torhüterin im Moment des Zusammenstoßes noch nicht in einer korrekten Abwehrposition. Ohne Maike März in diesem Fall etwas Böses unterstellen zu wollen, erweckt für mich die Szene den Eindruck, dass sie, nachdem sie erkannt hat, dass sie nicht als Erste am Ball sein würde, versucht hat wenigstens noch ein Stürmerfoul herauszuholen. Und wenn sie es dann nicht schafft rechtzeitig die korrekte Abwehrposition einzunehmen, dann ist das ein Foul ihrerseits, für das ich die Disqualifikation durchaus vertretbar finde.

    Zum Vergleich: Wenn ein Abwehrspieler seinen Gegenspieler mit der Hand oder dem Am an Kopf oder Hals trifft, dann ist das in den allerseltensten Fällen Absicht, sondern in der Regel ist der Abwehrspieler mit seiner Bewegung einfach einen Sekundenbruchteil zu spät dran. Er hat einfach nur zu langsam reagiert oder die Situation falsch eingeschätzt. Dennoch ist ein derartiges Verhalten progressiv zu bestrafen. Nichts anderes erwarte ich in diesem Fall, wenn der Torhüter seinen Torraum verlässt, dann muss er wie ein normaler Spieler agieren und gegebenenfalls auch bestraft werden.

    Wie bereits gesagt bleibt in derartigen Situationen nicht die Zeit, um das eigene Handeln im Vorfeld gründlich abzuwägen. Man handelt mehr oder weniger intuitiv. Gerade deshalb wäre es in meinen Augen wichtig die Torhüter darauf zu schulen und zu sensibilisieren, dass es im Zweifelsfall besser ist einzugestehen, dass man sich beim Herauslaufen verschätzt hat und dann den Angreifer gewähren lässt, als wenn man glaubt die Situation am besten dadurch lösen zu können, dass man versucht ein Stürmerfoul zu provozieren. Auch wenn mir vollkommen klar ist, dass es einem als Sportler während des Spiels widerstrebt, ein einfaches Tor für den Gegner zuzulassen.

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    Original von meteokoebes
    Wenn man für die Aktion von März schon rot zeigt, dann kann man den Torhütern eigentlich nur empfehlen in Zukunft knallhart durchzuziehen, damit die Gegenspielerin wenigstens auch aus dem Verkehr gezogen ist. Die Konsequenz, wenn man sich bewusst zurückhält und dann die Spielerin in einen reinläuft, ist j a scheinbar die gleiche. Also lieber mal volle Kanne reinhalten.


    Das ist natürlich sehr provokativ formuliert. Im vorliegenden Fall hätte ich mir gewünscht, dass die Torhüterin die Situation besser eingeschätzt und richtig reagiert hätte.

    Anhand des Youtube-Videos sieht es so aus, als ob die Torhütern beim Rauslaufen bemerkt , dass sie den Ball nicht vor der Angreiferin erreichen kann. Sie stoppt deshalb vorzeitig ab und versucht den Aufprall mit der Angreifern abzudämpfen, indem sie ihr die Arme entgegenstreckt. Glücklicherweise konnte so eine schwere Verletzung der Spielerinnen verhindert werden.

    Jetzt stellt sich mir natürlich die Frage, wann die Torfrau erkannt hat, dass sie den Ball nicht rechtzeitig erreichen würde. Als die Angreiferin den Ball fängt, ist die Torhüterin noch einen guten Meter von ihr entfernt. Wenn ich zudem noch bedenke, dass die Torhüterin vorher schon ihren Lauf verlangsamt hat, dann komme ich zu dem Schluss, dass der Torhüterin bereits ein bis zwei Sekunden vor dem Zusammenprall klar gewesen sein muss, dass sie den Ball nicht würde erreichen können. Nun hat die Torfrau zwei Optionen. Entwerder sie stellt sich der Angreiferin in den Weg, um eventuell das Stürmerfoul zu provozieren oder sie weicht aus und lässt die Angreiferin ungehindert aufs leere Tor laufen.

    Mir ist natürlich bewusst, dass eine solche Entscheidung in Bruchteilen von Sekunden getroffen werden muss und dabei vieles reflexartig abläuft, aber dennoch bin ich nach Ansicht der Viedeobilder der Meinung, dass die Torhüterin in diesem Fall die Möglichkeit gehabt hätte noch rechtzeitig auszuweichen und den Weg für die Angreiferin frei zu machen. Gesetz dem Falle, dass sich die Torhüterin tatsächlich (mehr oder weniger) bewusst dafür entschieden hat, dass Stürmerfoul zu provozieren anstatt ein leichtes Gegentor hinzunemhen, dann finde ich die Rote Karte in Ordnung, weil sie Torfrau durch ihr Verhalten eine Verletzng der Gegenspielerin billigend in Kauf genommen hat.

    Wie ich bereits im Zusammenhang mit dem Fall Djordjic/Wilczynski geschrieben habe, bin ich gegen eine Regeländerung. Aber es muss einfach den Torhütern klar gemacht werden, dass sie im Zweifelsfall den Schritt zur Seite machen und den Gegenspsieler gewähren lassen müssen. Wenn der Torhüter sieht, dass er den Ball nicht mehr erreichen kann und dann aus der Not heraus glaubt, dass seine beste Option es ist nun wenigstens noch ein Sürmerfoul zu provozieren, dann muss einfach ein Umdenken stattfinden. Die Torhüter müssen dahingehend geschult werden, dass sie sich der Gefahr dieser Zusammenprall-Situationen bewusst werden. Dazu Bedarf es entsprechender Übungen im Training in denen der Torwart lernt, die Situation beim Herauslaufen richtig abzuschätzen und notfalls Bedarf es eben auch der Bestrafung der Torhüters im Spiel.

    Mir ist natürlich klar, dass man als Zuschauer leicht sagen kann, wie es richtiger gewesen wäre. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, dass man aufgrund der Belastung und Anspannung während eines Spiels Fehler begeht, aber dennoch hoffe ich darauf, dass die Vernunft der Spieler sich durchsetzen wird. Und man darf auch nicht vergessen, dass es bereits zahlreiche TorhüterInnen gibt, die in entsprehcendne Situationen zurückziehen und so den Zusammenstoß vermeiden.

    Ich würde sagen das ist der Chatley Heath Semaphore Tower in Cobham!

    Der Turm war Teil einer Kette von Signaltürmen, die zur optischen Telegrafie zwischen der Admiralität in Whitehall und dem Royal Naval Dockyard in Portsmouth dienten.

    felix
    Du hättest ja ruhig ein Bild nehmen können, auf dem der Signalmast zu sehen ist. :/:

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    Original von Ronaldo

    Kommt Dir das Posting bekannt vor?

    Phantomtor

    Thread dann schön zuende lesen ;)


    Aber ganz Unrecht hat er nicht. Im Pokal-Viertelfinale 2007/08 zwischen Düsseldorf und Nordhorn gab es nach dem Spiel Aufsehen, wegen einem angeblichen Phantomtor. Nordhorn hatte durch einen Siebenmeter in der letzten Sekunde mit 30:29 in Düsseldorf gewonnen. Direkt nach dem Spiel hatte Frank Flatten angekündigt Protest einlegen zu wollen, weil angeblich ein Tor der Düsseldorfer nicht gegeben worden sei. Allerdings hat sich diiese Behauptung schnell als Unsinn herausgestellt (der Ball war wohl nur am Außennetz) und es gab keinen offiziellen Einspruch gegen die Wertung des Spiels.

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    Original von HSG-Wetzlar-Fan90
    Das Chalkidis nicht gesperrt wurde, da kann man froh sein.


    Ich verstehe immer noch nicht, wieso Chalkidis für seine Aktion überhaupt eine rote Karte bekommen hat. Eine Sperre war meiner Meinung nach nie ernsthaft ein Thema.

    Ich denke einige SCM-Spieler werden noch für Gesprächsstoff in diesem Thread sorgen. Wenn die Angaben zum Kader auf der SCM-Homepage stimmen, dann enden für rund zwei Drittel der Spieler am Saisonende ihre Verträge in Magdeburg.