Beiträge von Arcosh

    Do, 27.03.2025, 19:00 Uhr: VfL Gummersbach - HSG Wetzlar
    Do, 27.03.2025, 19:00 Uhr: TSV Hannover-Burgdorf - SG BBM Bietigheim
    Fr, 28.03.2025, 19:00 Uhr: ThSV Eisenach - Rhein-Neckar Löwen
    Fr, 28.03.2025, 20:00 Uhr: Frisch Auf! Göppingen - SC DHfK Leipzig
    Sa, 29.03.2025, 16:05 Uhr: MT Melsungen - THW Kiel
    Sa, 29.03.2025, 19:00 Uhr: TBV Lemgo - SG Flensburg-Handewitt
    Sa, 29.03.2025, 19:00 Uhr: 1. VfL Potsdam - HC Erlangen
    So, 30.03.2025, 15:00 Uhr: Füchse Berlin - HSV Hamburg
    (verlegt: Mi, 16.04.2025, 20:00 Uhr: SC Magdeburg - TVB 1898 Stuttgart)

    Die zu Hause noch verlustpunktfreie MT Melsungen empfängt den THW Kiel und der NDR überträgt die Partie live im Free-TV. Beide Mannschaften haben am Wochenende empfindliche Niederlagen kassiert und benötigen im Titelkampf dringend den Sieg. Aktuell sehe ich den THW Kiel im Vorteil.

    Am Tabellenende muss der HC Erlangen nach zehn sieglosen Spielen unbedingt beim Tabellenletzten 1. VfL Potsdam gewinnen, aber die Gastgeber waren zuletzt im Aufwind.

    Schade, dass die nächste Spielverlegung beim SC Magdeburg die Tabelle noch mehr verzerrt.

    Um den "Handball bei DYN"-Thread nicht ins Off-topic abdriften zu lassen, hole ich das Zitat von Rheiner hierher, denn es zeigt in meinen Augen unbewusst ein großes Problem des Videobeweises in der HBL an:

    Moment, wir wissen doch gar nicht, wie die Schiedsrichter das Foul bewertet haben.

    Ich habe nur die Argumentation „Kopfstoß“ bei Rot und Blau gesehen.

    Ob die Schiedsrichter für das Foul vorher Rot gegeben hätten, wissen wir ja gar nicht.

    Das grundlegende Problem ist, dass die Schiedsrichter in der HBL (im Gegensatz zu den meisten anderen Sportarten, in denen ein Videobeweis zum Einsatz kommt) keine unmittelbare Entscheidung auf dem Feld treffen, bevor sie zum Monitor geht. Das liegt weniger an den Schiedsrichtern als an den Vorgaben des HBL-Videobeweises ("Der Videobeweis bietet den Schiedsrichtern die Möglichkeit, Situationen unmittelbar auf einem Bildschirm anzusehen, wenn sie die Aktion nicht vollständig auf dem Spielfeld sehen konnten und vor dem Treffen einer Entscheidung nochmals überprüfen möchten.") und den daraus resultierenden Schulungen. Im ersten Moment könnte man sagen, dass es nicht notwendig ist zuerst auf dem Feld eine Entscheidung zu treffen. Aber die Szenen in Erlangen zeigen, dass dadurch der HC Erlangen wahrscheinlich benachteiligt wurde.

    Hätten die Schiedsrichter unmittelbar nach dem Foul eine Zeitstrafe gegen Tom Kiesler angezeigt, dann hätte der anschließende (vermeintliche) Kopfstoß dazu geführt, dass der VfL Gummersbach für vier Minuten in Unterzahl hätte spielen müssen!

    Leider habe ich bei der HBL oft den Eindruck, dass Regeländerungen/-klarstellungen nicht vollständig durchdacht und auf alle Eventualitäten geprüft werden. (Ähnlich wie beim provozierten Siebenmeter per absichtlichem Wechselfehler der MT Mesungen)

    Da haben die Schiedsrichter und das Kampfgericht am Ende keinen guten Eindruck hinterlassen. Das muss das Kampfgericht sehen, wenn plötzlich ein zusätzlicher Spieler das Feld betritt.

    Vielleicht wiederhole ich mich: Diese Kopfstoßbewegung hat auf dem Handballfeld nichts zu suchen.

    Damit hast Du grundsätzlich recht. Gar keine Frage.

    In den Kameraeinstellungen, die auf DYN zur Verfügung standen, war keine aktive Kopfstoßbewegung zu sehen, sondern nur zwei Spieler, die Stirn an Stirn stehen und von denen dann einer theatralisch zu Boden sinkt. Sander Andreassen Øverjordet hatte übrigens gar nichts mit der Spielsituation zu tun, sondern kam aus der eigenen Hälfte auf Tom Kiesler zugerannt. Ihm ging es zu keinem Zeitpunkt darum, sich um seinen vermeintlich verletzten Mitspieler zu kümmern, sondern er ist gezielt auf Tom Kiesler zugerannt - nur um dann sofort zu Boden zu sinken. :nein: :nein: :nein:

    Ich bin sehr gespannt, ob die HBL der Einschätzung der Schiedsrichter bzgl. der blauen Karte folgen wird.

    Tom Kiesler steht am Kreis, nimmt seine Hüfte sogar noch aus der Laufbahn raus und der Gegenspieler streckt in einer unnatürlichen Bewegung bewusst das linke Knie raus, um einzufädeln. Das ist ein Offensivfoul.

    Zum Glück hat der VfL Gummersbach im Anschluss auf dem Feld die richtige Antwort gegeben.

    Die Füchse Berlin entführen im Meisterschaftsrennen zwei ganz wichtige Punkte aus Magdeburg, weil bis zur 45. Minute Dejan Milosavljev viele freie Bälle gehalten hatte und die SCM-Spieler sich in der Schlussphase zu sehr auf Diskussionen mit den Schiedsrichtern konzentriert haben, sodass die Füchse Berlin den knappen Vorsprung irgendwie ins Ziel retten konnten.

    Damit ist Berlin Tabellenführer!

    Nö, glaube ich nicht dran. Die TSV hat bis Saisonende noch ein hartes Programm vor sich. Das überstehen sie nicht ohne Punktverluste. Das Spielglück, hilft nicht immer. Eine gute Endplatzierung, wird aber schon herausspringen. Da es aber im vorderen Drittel eng zugeht, würde ich mich nicht auf eine Platzierung festlegen wollen. Platz 1 oder 2 werden es aber nicht.

    26. Spieltag: Berlin (A)

    29. Spieltag: MT Melsungen (H)

    30. Spieltag: SC Magdeburg (A)

    32. Spieltag: SG Flensburg-Handewitt (A)

    33. Spieltag: THW Kiel (H)

    Gerade, dass die Topspiele erst am Saisonende anstehen, ist einer der größten Vorteile für Hannover. Sie würden als vermeintlicher Tabellenführer mit breiter Brust in die abschließenden Spieltage gehen. Sie haben keine Spiele in der Champions-League, European League oder dem DHB-Pokal-Spiel und können sich komplett auf die HBL konzentrieren. Zum Beispiel das Spiel in Berlin ist drei Tage vor einem möglichen Champions-League-Viertelfinale der Füchse, das Spiel gegen Flensburg eine Woche nach dem Final4 in der European-League, dem vermeintlichen Saison-Höhepunkt für die Nordlichter und in der HBL könnte es für die SG zu diesem Zeitpunkt bereits um nicht mehr viel gehen. Ähnliches gilt auch für den THW Kiel. Da sind unerwartete Punktegewinne für Hannover möglich und wenn sie bis zum Saisonende maximal vier Minuspunkte ansammeln würden, dann wäre die Champions-League -Teilnahme (oder sogar mehr) möglich.

    Was fast noch mehr schockiert ist, dass ihm das alles gefühlt völlig egal ist.

    Er ist 32 Jahre, hat wissentlich gedopt und weiß, dass mit einer zu erwartenden mehrjährigen Sperre seine Karriere als Profi-Handballer vorbei sein wird. Auch wenn er einige Spiele in der ersten Bundesliga bestritten hat, ist im sportlich der große Durchbruch nicht gelungen und ich wage zu behaupten, dass als etablierter Influencer mit 400.000 Followern mehr Geld zu verdienen ist statt als Zweitliga-Handballer. Manchmal ist "Handballer" auch einfach mehr Beruf als Leidenschaft.

    Die negative Berichterstattung bzgl. des Dopingvergehens kann potenziell seine Werbekooperationen gefährden. Also hat er sich komplett zurückgehalten und nach knapp einer Woche hat abseits der Handball-Bubble niemand mehr darüber berichtet. Jetzt gab es abschließend die Pressemitteilung der HBL, die medial die Runde macht und dann ist das Thema durch. Kein Vergleich zu dem medialen Wirbel, wenn er tränenreich seine Unschuld beteuert und irgendwelche mehr oder weniger glaubhaften Erklärungen für den positiven Dopingbefund vorgebracht hätte.