Beiträge von Arcosh

    Gute Abwehrarbeit und Torhüterleistungen von beiden Mannschaften. Die MT Melsungen ist nicht unverdient als Sieger vom Feld gegangen. Die Gastgeber wären heute schlagbar gewesen, aber der VfL Gummersbach mit zu vielen technischen Fehlern und daraus folgenden Ballverlusten. Zudem hätten sie Adam Morawski nicht direkt warm werfen müssen.

    Kein Verständnis habe ich dafür, dass eine Mannschaft, die nicht müde wird, ihre "Verletzungsmisere" zu betonen, so leichtfertig mit der Gesundheit der Gegenspieler umgeht - selbst als der Sieg schon fast feststand. Bei Adrian Sipos wundert es mich schon nicht mehr wirklich, aber der negative Höhepunkt war der arglistige Schubser von Elvar Örn Jonsson im Gegenstoß gegen Ole Pregler. Da wird eine schwere Verletzung billigend in Kauf genommen. :nein:

    Gute Besserung für Nebojsa Simic!

    Die erste Disqualifikation gegen Jannek Klein fand ich richtig.

    Bei der zweiten Diqualifikation gegen Philipp Ahouansou gehe ich nicht mit, weil zuerst das Klammern des Abwehrspielers kam und dadurch die Bewegung des Angreifers beeinflusst wird.

    Die dritte Disqualifikation ist dann in meinen Augen wieder richtig, weil der Ellenbogen vom Angreifer aktiv eingesetzt wird, um sich Platz zu verschaffen und er den Ellenbogen aufwärts Richtung Kopf bewegt.


    P.S.: Glückwunsch an den 1. VfL Potsdam zum höchsten HBL-Sieg in der Vereinsgeschichte.

    Der HSVH hat die Chance auch im dritten Jahr nach Aufstieg einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen und der Zuschauerschnitt wird wohl wieder bei knapp 4500 Zuschauern liegen. Das sind seit dem Aufstieg konstant gute Werte, aber nichts, das sich wie die Basis für ein plötzlich deutliches wirtschaftliches Wachstum liest.


    [...] Da scheint die DFL sogar etwas besser aufgestellt, wo Verein mit negativem EK eine Verpflichtung haben dieses zu jedes Jahr zu reduzieren. Sowas sollte es auch für den HSVH (natürlich alle Vereine, aber speziell der HSVH ist hier das negativste Beispiel - die Löwen hätten damit vermutlich auch zu kämpfen?!) geben. [...]

    Die HBL Ordnung zur Lizenzierung enthält in § 7 "Finanzielle Kriterien - Eigenkapital" ebenfalls eine Regelung, dass ein negatives Eigenkapital in den Folgejahren sukzessive abgebaut werden muss. Die Strafe bei Nichteinhaltung reichen von Geldstrafen bis zum Abzug von 4 Punkten für die laufende Saison.

    Auf der Vereinshomepage darf Geschäftsführer Christian Hüneburg seine Phrasen zum Besten geben:

    Zitat

    Die Höhe der geforderten Geldsumme berechnete die HBL unter anderem in Form von Risikoabschlägen, wie Hüneburg berichtet: „Wir müssen einen Betrag als Risikoabsicherung nachweisen, falls wir unsere Planzahlen nicht erreichen. Wir gehen in unseren Planungen von einer positiven, aber in unseren Augen realistischen wirtschaftlichen Entwicklung aus und haben mit einigen neuen Ideen und Ansätzen schon gute Fortschritte gemacht, die bereits spür- und messbare Effekte haben. Es liegt jetzt an uns, der Liga in der nächsten Saison zu zeigen, dass wir unsere Planungen und Ziele erreichen und auf diesem Wege weiteres Vertrauen aufbauen.“

    Anders ausgedrückt: Der HSVH benötigt im Laufe der kommenden Saison zwingend ein deutliches wirtschaftliches Wachstum, um die bereits verplanten Ausgaben überhaupt gegenfinanzieren zu können, aber die HBL vertraut nicht mit mehr blind auf derartige Aussagen, weil das in den letzten vier Jahren in Hamburg schon nie funktioniert hat.

    Was ich an dieser Stelle echt komisch finde, ....

    Hamburg, Hansestadt, Kaufleute, Großunternehmen - aber ohne finanzielle Zuwendungen von Einzelpersonen gäbe es weder Profihandball noch Profifußball in Deutschlands zweitgrößter Stadt :wall:

    Der FC St. Pauli kann auch ohne Einzelinvestor im Profifußball bestehen.

    Ich sehe das auch nicht als spezifisches Problem von Hamburg. Im Kampf um die Gunst der Zuschauer, Sponsoren und Medienpartner steigen die Anforderungen an das professionelle Umfeld, die Spielstätten, etc. immer weiter und kaum ein Profisportverein (egal ob Handball, Basketball, Eishockey, o.ä.) ist im Stande allein mit Zuschauereinnahmen und regulären Sponsoren dabei Schritt zu halten. Um wirtschaftlich gesund und sportlich erfolgreich zu arbeiten, bedarf es einer guten Kombination aus der vor Ort vorhandenen, modernen Spielstätte mit einer Zuschauerkapazität, die zur Region und dem Interesse am Verein passt, sowie einer gesunden Basis an mittelständischen Unternehmen, die bereit sind eine Profimannschaft zu sponsorn und gleichzeitig nicht zu vielen Alternativen, wo sie als Sponsor tätig werden könnten. (Der Fußball hebt sich ein wenig davon ab, solange die TV-Rechte-Blase existiert, in der Sender bereit sind mehr für die TV-Rechte auszugeben, als diese wirtschaftlich eigentlich wert wären.)

    Vor knapp einem Jahr tönte es noch aus Hamburg, dass der HSV Handball dank der Millionen von Philipp Müller nun der wirtschaftlich solventeste Verein der HBL sei. Ein Jahr später ist das Geld schon wieder weg und eine neue Liquiditätslücke vorhanden, die den HSV Handball nicht einmal überrascht:

    Zitat

    HSVH-Geschäftsführer Sebastian Frecke war sich bewusst, dass es möglicherweise weiterführende Rückfragen geben könnte: „Wir haben den Prozess in den vergangenen Wochen immer im engen Austausch mit der HBL geführt und wussten, dass wir diese Bedingung womöglich bekommen würden, weil wir seit unserem Neustart unter gesamtwirtschaftlich schwierigen Rahmenbedingungen kontinuierlich gewachsen sind“, erklärt Frecke. „Nun müssen wir dieses Wachstum und unsere Stabilität in diesem Jahr noch einmal mit zusätzlichen Dokumenten untermauern, um nachzuweisen, dass wir die von der Liga errechnete Liquiditätslücke decken können. Wir haben dafür bereits die nötigen Zusagen und werden die benötigten Unterschriften und Unterlagen bis zum 3. Mai einreichen und freuen uns dann auf unsere nächste Spielzeit in der ersten Liga.“

    Quelle: HSV Handball

    The same procedure as last year. Es fehlen nur ein paar Unterschriften. Wieso bekommt man in Hamburg die Unterschriften eigentlich nie vor Einreichen der Lizenzunterlagen? Wie soll das weitergehen, wenn 2026 das Darlehen von Philipp Müller ausläuft und möglicherweise eine Rückzahlung fällig wird?

    Nach dem gestrigen Sieg sehe ich die Füchse Berlin (55%) im Vorteil gegenüber dem SC Magdeburg (40%) und die MT Melsungen weiterhin mit Außenseiterchancen (5%).

    Der SC Magdeburg sollte aufgrund der eigenen Heimstärke keine Probleme mit den auswärts oft schwächelnden SG Flensburg-Handewitt und TSV Hannover-Burgdorf haben. Auswärts könnten Gummersbach oder Lemgo ein Stolperstein sein, aber auch dazu tritt der SCM gegen die "Kleinen" bislang zu souverän auf. Ich würde mich zwar freuen, wenn der VfL am Ende ein Bein stellen könnte, aber ich gehe von einem 24:0-Punkte-Lauf der Magdeburger bis zum Saisonende aus.

    Das würde bedeuten, dass die Füchse Berlin maximal einen Punkt abgeben dürften, um am Saisonende dennoch die Meisterschale in Händen zu halten. Aber auch das Restprogramm der Füchse Berlin lässt eine Verlustpunkt freie Serie gut möglich erscheinen. Die starken Gegner empfangen sie allesamt zuhause und müssen nur noch dreimal auswärts antreten. Es wäre zwar ein schöner Karma-Moment, wenn Patrick Groetzki im Gedenken an den 24. Mai 2014 das Spiel seines Lebens machen und den Füchsen am letzten Spieltag die Meisterschaftsfeier verderben würde ... aber so recht daran glauben, kann ich nicht.

    Sollte die MT Melsungen zunächst in Hannover und später auch noch in Berlin gewinnen, dann hätten sie plötzlich die Trümpfe in der Hand. Aber dieser Satz ist betont im Konjunktiv formuliert.

    Oops, der FC Barcelona hat schon wieder verloren. Der Tabellenvierte Atlético Valladolid gewinnt zu Hause mit 26:24 (15:10). Zwei Niederlagen in der Liga Asobal erlitt der FC Barcelona zuletzt in der Saison 2009/10. Das war gleichzeitig die letzte Saison, in der der spanische Meister nicht FC Barcelona hieß.

    Dieses Jahr ist trotz zwei Niederlagen aus den letzten drei Spielen die Meisterschaft aber nicht in Gefahr.

    Freundschaft!

    Warum eigentlich nicht? Ich wäre dafür. In der Fußball-Bundesliga gab es schon in den 1980ern schon Schweizer Schiedsrichter. Kann in wichtigen oder brisanten Spielen eine sinnvolle Lösung sein.

    Die deutschen Schiedsrichter kennen die HBL-Spieler und die HBL-Spieler kennen die deutschen Schiedsrichter hinsichtlich der Linie, nach der individuelle Gespanne pfeifen und hinsichtlich der Besonderheiten in der Spielweise einzelner Spieler.

    Ein ausländisches Schiedsrichtergespann ist in diesem Hinblick eine größere Unbekannte. Das kann man positiv sehen, weil sie die Spielleitung unbefangener angehen können. Aber ich bin mir sicher, dass dies zu mehr Diskussionen führen wird, weil die Regelauslegung einige Mannschaften überraschen wird - insbesondere die, die nicht regelmäßig in der Champions-League spielen und dadurch die Unterschiede in der Spielleitung zwischen HBL und CL bereits kennen.

    Donnerstag, 17.04.2025, 19:00 Uhr: SC DHfK Leipzig - SG Flensburg-Handewitt

    Donnerstag, 17.04.2025, 19:00 Uhr: TBV Lemgo - HSV Hamburg

    Donnerstag, 17.04.2025, 19:00 Uhr: ThSV Eisenach - HC Erlangen

    Donnerstag, 17.04.2025, 20:00 Uhr: 1. VfL Potsdam - HSG Wetzlar

    Samstag, 19.04.2025, 19:00 Uhr: Frisch Auf! Göppingen - THW Kiel

    Samstag, 19.04.2025, 19:00 Uhr: MT Melsungen - VfL Gummersbach

    Samstag, 19.04.2025, 20:00 Uhr: SC Magdeburg - Rhein-Neckar Löwen

    Sonntag, 20.04.2025, 15:00 Uhr: Füchse Berlin - TSV Hannover-Burgdorf

    (verlegt: Samstag, 24.05.2025, 18:00 Uhr: TVB 1898 Stuttgart - SG BBM Bietigheim)

    Die Füchse Berlin können diese Woche zwei große Schritte in Richtung Meisterschaft machen, falls sie in Kiel und gegen Hannover gewinnen sollten. Die übrigen Titelkandiaten haben Pflichtaufgaben vor der Brust, bei denen sie keine Punkte liegenlassen sollten.