Beiträge von Friggi

    Auf gar keinen Fall! In Regel 7:12 steht ausdrücklich, dass erst gepfiffen wird, wenn der fünfte Pass gefangen wurde ☝!

    Richtig, denn nur wenn der Pass gefangen wird, ist es ein vollendeter Pass.

    Ich habe immer versucht das Passiv direkt nach einem Freiwurfpfiff aber vor der Ausführung zu zeigen. Dann kann man schön an den Ausführungsort hingehen, zeigen wo ausgeführt wird und die Spieler sehen dass der Arm oben ist. Außerdem ist dann ganz klar dass der Freiwurf der erste Pass ist. Geht natürlich nicht immer, aber hat mir oft geholfen.

    Noch etwas das (bei allem was schon geschrieben wurde) wichtig ist:

    Unbedingt diese 3 Vorfälle (zu früher Wiedereintritt, 25 statt 30 min und den Pöbler) im Spielbericht eintragen. Nur dann hat die spielleitende Stelle die Möglichkeit eventuell tätig zu werden.

    Der MV hat sich dann auch absolut geweigert das Spielfeld für den Freiwurf nochmal zu verlassen und meinte dann lieber mich weiter vollzutexten. Ich hatte die Hand dann schon an der roten Karte (Frage an Euch: berechtigt, ja/nein?) als mein Partner gesagt hat ich soll es lieber sein lassen bevor er austickt oder so. Ich meinte zwar, dass der MV sich dann sicher sein kann das hier was abgeht wenn er austickt aber er hat mich dann überredet es sein zu lassen. Freiwurf ging daneben (Ausführung mit dem MV von WH auf dem Feld (er wollte es ja nicht verlassen)). Endstand war dann 34-20 für JS.

    Regeltechnisch ist zwar die Spielzeit abgelaufen, aber das Spiel noch nicht beendet (ja ich weiß, klingt blöd). Das heisst er hat auf der Platte nichts zu suchen. Wie ich da reagiert hätte, kommt auf die Situation an. Aber einfach so machen lassen hätte ich nicht gemacht.

    Von Spielabbruch bis so wie ihr es gemacht habt, wäre da alles möglich, aber grundsätzlich gehört dies am Schluss im Spielbericht vermerkt.

    Leider Dieter, muss ich dir in einem Teil widersprechen, mit SIS wurde auch schon ESB betrieben (3. Liga JBLH - Bundesliga weiß ich nicht), bis schlagartig-kurzfristig der DHB beschloss Sportradar einzusetzen. Z/S waren nicht geschult, erfolgte im Learning by doing am ersten /JBLH/Drittliga-Spieltag, und ein Frontend gab es zuerst auch nicht, das ist schlicht vergessen worden . . .

    Und wie weiter vorne geschrieben WURM, auf handball4all findet sich jetzt auch wieder Historie.

    Gruß mike

    SIS wurde tatsächlich in den ersten 3 Ligen eingesetzt und hat nach meiner Erfahrung damals gut funktioniert.

    In einem muss ich dir widersprechen: Z/S wurden (zumindest) in BaWü ca. 6 Wochen vor Saisonstart geschult. Bei uns war das ein 6-Stunden vormittag und im Anschluss wurde uns ein "Dummy-Spiel" zur Verfügung gestellt wo wir üben konnten.

    Hallo Neue Suppe 2000 und 11 ,

    vorweg: Die "Probleme" die du angesprochen hast, sind Dinge die dir immer wieder passieren werden. Aber du wirst merken dass du mit steigender Erfahrung souveräner damit umgehst.

    Ich bin zwar beim pfeifen nicht weit gekommen, habe aber eine Karriere als neutraler Zeitnehmer/Sekretär gestartet. Glaub mir, in den Ligen 3,2 und 1 läuft auch nicht alles rund, aber da greift eben diese Erfahrung.

    Zum Beispiel die Situation mit der Zeitstrafe gegen die falsche Spielerin. Wenn du da einen Pulk Spielerinnen vor dir hast, schau erst mal ob sich eine entschuldigt. Wenn nicht, einfach mal die zwei Finger hoch heben. Zu 90% geht dann auch die fehlbare Spielerin raus. Besser wäre es aber natürlich ihr seht die Situation im Team sofort.

    Was das Trainerverhalten angeht: Schwierig ohne das gesehen zu haben. Wichtig ist aber dass du nach den 2min nicht mehr diskutierst. Im Erwachsenenbereicht hilft es übrigens auch mal sich den Führungsspieler rauszupicken oder einen Spieler der Angriff/Abwehr wechselt. Dem einfach sagen: "Wenn ihr demnächst zwei Minuten in Unterzahl spielt ist euer Trainer schuld." Das hilft auch sehr oft. Im Nachhinein disqualifizieren geht übrigens nicht. Allenfalls im voraus, wenn er dich vor dem Spiel schon beleidigt und danach sich als Trainer im Spiel das du pfeifst eintragen lässt. Aber du kannst jederzeit einen Bericht an die spielleitende Stelle schreiben.

    Interessant am HHV Brief: Dort steht, dass niemand im HHV je eine Funktion zum Testen bekam. Da erscheint die Ursprungs-PM, mit der Info, dass das System an viele Tester übergeben wird, in anderem Licht.

    Interessant und wundert mich wiederum auch nicht. Ich bin in verschiedenen Funktionen im Handball (Verband + DHB) tätig. Ich wurde tatsächlich im Januar gefragt ob ich mir vorstellen kann als "Tester" zu fungieren. Neugierig wie ich bin hab ich zugesagt. Ich hab dann im März und April nachgefragt, keine Antwort.... bis heute nicht.

    Sollten wirklich MEHRERE Hinweise bewusst ignoriert worden sein, so wie in der PM von Hagen behauptet wird, dann darf keiner der Beteiligten auf absehbare Zeit mehr solch eine Funktion bekleiden. Zu der Meinung stehe ich.

    Also ich mache diesen Job in fast allen Ligen seit Jahrzehnten. Wenn ich jedesmal wenn sich jemand über den Spielstand beschwert den Spielstand geändert hätte, hätte ich jedes Spiel einen Einspruch bekommen. Man kann nicht auf "Zuruf" oder Beschwerden den Spielstand einfach ändern. Was meinst du, was dann in Zukunft in den Hallen los wäre.

    Für Trainer bedeutet das, alles dafür zu tun, das Risiko zu minimieren – also gezielt die Techniken zu schulen, die gefährliche Situationen vermeiden helfen.

    Sehr wichtiger Aspekt. Wenn ich Gegnerbeobachtung mache, weiß ich dass Spielerin A eine bestimmte Bewegung sehr oft macht. Dann kann ich meiner Spielerin im Training Methoden geben, wie man das regelkonform verteidigt.

    Nein, das ist ganz anders zu bewertenden, denn die Außenspielerin läuft ja nicht frontal auf die Abwehrspielerin zu,...ansonsten wäre es nämlich Stürmerfoul.

    In meinen Augen hat sich diese schwere Verletzung schon lange angekündigt denn es ist ja nicht das erste Mal das diese Angreiferin mit vollem Tempo frontal in die Abwehr reinläuft,...und jetzt ist es halt passiert. Das die Abwehrspielerin teilweise die Schuld haben soll (sie hat sicherlich nicht mit einer Drehung gerechnet) weil sie zu naiv war halte ich für unverschämt. Es ist eine Entscheidung von Zehntelsekunden,...was willst du denn machen wenn da jemand mit vollem Tempo angerauscht kommt, da hast du keine Zeit zum überlegen,...man will sich nur noch mit seinen Händen schützen und dann vielleicht festmachen. Es bewahrheitet sich mal wieder hier im Forum, das Theorie und Praxis sehr weit auseinander liegen.

    Wer hier nun recht hat oder nicht, ist völlig egal,...hier geht es eigentlich nur um die Frage ob man mit vollem Tempo unkontrolliert in eine stehende Abwehr reinlaufen darf und damit Verletzungen von Abwehrspielerinnen in kauf nimmt.

    Also ich kann kein unkontrolliertes anrennen erkennen. Ich sehe diese Spielerin öfter und bin mir sehr sicher dass sie ihre Drehung nutzen wollte um an der Abwehrspielerin vorbeizukommen, was ja auch geklappt hat. Und bei der Argumentation dass es einen stehende Abwehrspielerin war ist nur die halbe Wahrheit, sie klammert nämlich sehr früh. Deswegen müssen die Schiedsrichter ja auch die Entscheidung treffen ob zuerst geklammert wurde oder erst nach dem Kontakt der zur Verletzung führte.

    Ich versuch es mal hier:

    Die Schiedsrichter müssen in dieser Spielsituation entscheiden ob das Klammern zuerst war (Foul der Abwehrspielerin) oder ob es ein anrennen war (Stürmerfoul) und danach erst geklammert wurde. Sie haben sich entschieden es nicht als Stürmerfoul zu werten weil die Angreiferin mit einer Drehung sich lösen kann und danach zu einer klaren Torgelegenheit kam. Wenn Sie das laufen lassen sage ich sogar: Super dass sie den Vorteil laufen lassen. Wenn sie es als Stürmerfoul pfeifen sage ich: Ja kann man machen. In Realgeschwindigkeit und aus der Position der Schiedsrichter ist das schwierig zu beurteilen.

    Was mich an der Diskussion stört:

    Ich sehe keinen groben Fehler der Schiedsrichter. Sie nehmen eine Situation wahr, beurteilen diese und werden sich das im Nachhinnein sicherlich anschauen. Außerdem kann man der Spielerin keinesfalls vorwerfen eine Verletzung in Kauf zu nehmen. Warum ? Sie macht das in jedem Spiel zigmal, jetzt kam es (leider !!!) einmal zu einer schweren Verletzung. Wenn man das als Maßstab nimmt, müsste jedes Foul dazu führen dass man eine Verletzung in Kauf nimmt.

    Sehe ich das richtig: ein "Stoppfoul" ist erst dann ein Foul, wenn es vollendet gelungen ist. Das Berühren des Oberkörpers mit den Armen (so könnte man es hier interpretieren) ist kein Foul. Die Angreiferin wurde ja nicht gestoppt. Daher läuft die Szene weiter. Überwiegend wird die Situation so gesehen.

    Wenn dem so ist: ein Schlag gegen den Kopf ist ein Foul. Zählt der Hals zum Kopf und muss der Schlag mit der Hand oder dem Arm ausgeführt werden, oder ist das schlagende Körperteil nicht definiert? Dann wäre es Stürmerfoul, weil die Schulter den Hals trifft und die Abwehrspielerin wie festgestellt kein Foul begeht.

    Experten voran...

    Ich versuchs mal:

    Nein, ein Foul ist nicht nur dann ein Foul wenn es "vollendet gelungen" ist. Dann würde es zum Beispiel nach einer Vorteilsentscheidung keine nachträgliche Strafe mehr geben. Ich kann ein Foul erstmal nicht pfeifen wenn trotz Fouls eine Torgelegenheit kommt und hinterher noch die Strafe aussprechen.

    Dann ist es jetzt halt wichtig zu unterscheiden: Handball ist ein Kontaktsport. Dass hier es zu Kontakt kommt und dabei auch Treffer entstehen die kein Foul sind, gehört zum Spiel. Das bloße begleiten und berühren mit den Händen ist natürlich erlaubt. Dann gibt es Fouls, die pfeift man und es geht mit einem formellen Wurf weiter, entsprechend der Spielsituation.

    Und es gibt Unsportlichkeiten, die progressiv bestraft werden müssen (Stoßen in der Luft, Schläge, Griffe in den Wurfarm, ...) Alles natürlich der Wahrnehmung der Schiedsrichter geschuldet.

    Ich verstehe aber nicht warum du die Unterscheidung Kopf/Hals machst. Wenn ich einen Gegenspieler schlage, ist es egal wohin, ein Schlag wird bestraft. Zu einem Schlag gehört aber eine Ausholbewegung, kannst Du die hier erkennen ?

    Wenn die Schiedsrichter die Aktion mit Sina Ehmann weiterlaufen lassen, ist der 7m korrekt, weil die Abwehrspielerin deutlich im Kreis steht. Ich denke darauf wird man sich einigen können.

    Als ich das erste mal das Video gesehen habe, war mein erster Gedanke: Ehmann wird geklammert und will sich daraus mit ihrer Drehung lösen. Also hätte ich auch kein Stürmerfoul gepfiffen. In der 3. Wiederholung und mit Zeitlupe und Standbildern könnte man auch auf die Idee Stürmerfoul kommen, ja zugegeben. Aber die Abwehrspielerin klammert schon vor dem Kontakt bei dem sie verletzt wird, insofern würde ich hier den Schiedsrichtern keinen groben Fehler unterstellen.

    Hast du dich jemals vor Ort mit diesen Personen auseinandergesetzt?

    Wie genau meinst Du das ?

    Ja, ich mach seit ca. 25 Jahren Z/S. Ja ich kenne viele Personen die das dort machen, Schiedsrichter, ZS, Funktionäre, Lehrwarte,...Ja, ich spreche die Personen auf (vermeintliche) Fehler an. Die ärgern sich am meisten darüber, das kannst Du mir glauben. Aber Fehler passieren nunmal. Jedem von uns, oder ?

    ...das rundet Friggis nicht vorhandenes Insiderwissen perfekt ab.

    Meine Quellen werde ich natürlich nicht offenlegen, du kannst das glauben oder nicht, aber ich nenne jetzt mal zwei Beispiele wie solche Gespräche laufen können:

    Verein A: Man kommt in die Halle, sitzt 30 min rum bevor man begrüßt wird, der Sportdirektor hat nur 5 Minuten Zeit weil er zwischen A- und B-Jugend Training noch einen Medientermin hat der "genauso wichtig ist". Man sitzt in der kleinstmöglichen Kabine der Halle, wo zweimal das Gespräch durch Reinigungskräfte unterbrochen wird. Der Trainer kommt, erzählt 5 Minuten was die Spieler eh schon aus Vorgesprächen mit dem Sportdirektor wissen, der Trainer wurde von Vorgesprächen aber nicht informiert. Und man tauscht Telefonnummern aus, meldet sich aber im Nachgang nicht mehr.

    Verein B: Man trifft sich vor der Halle, zeigt ausgiebig die Spielstätte mit anliegenden Trainingsmöglichkeiten. Dann geht man gemeinsam Essen und erklärt dass ganzheitliche Ausbildung wichtig ist, deswegen will man auch die Familie einbinden und überreicht 5 Dauerkarten die man behalten darf egal wie man sich entscheidet. Dann geht man ins Detail, kurz-/mittel-/langfristige Planung, Positionen werden besprochen, langfristiger Platz bei der Kaderplanung aufgezeigt, bis hin zu Spielzügen und Auslösehandlungen die perfekt auf den Spieler zugeschnitten sind. Dann ein Meet and Greet mit der Mannschaft, man schaut sich das Training an. Zum Abschluss übergibt man eine Sporttasche, mit Utensilien, die man auch behalten darf, egal wie man sich entscheidet. Dabei ist auch ein Trikot. Bevor man die Halle verlässt nimmt man noch einen Schlenker zum Zeugwart, der anschaulich das Trikot mit dem Namen des Spielers beflockt.

    Nebenbei: Finanziell sind beide Angebote ähnlich.

    Für welchen Verein wird sich ein Jugendnationalspieler wohl entscheiden ?

    Das Kampfgericht kann ruhig mal stärker in Anspruch genommen werden.

    Es ist doch kein Akt, mal kurz nen Strich zu machen, wenn der Torwart "ausgewechselt " wird...

    Wenn ich teilweise sehe, was für ein Aufwand betrieben wird, um die Trainer zu beruhigen ist diese Sache zumutbar

    Richtig,

    es ist kein Akt mal kurz nen Strich zu machen...

    es ist keine Akt nen Strich bei nem Angriff zu machen wenn ein Spieler drei Angriffe aussetzen muss

    es ist kein Akt teils 2 bis 3 Wechsel bei jedem Angriff von Mannschaft A zu überprüfen

    es ist kein Akt teils 2 bis 3 Wechsel bei jedem Angriff von Mannschaft B zu überprüfen

    es ist kein Akt nach nem Tor auf die SR zu schauen ob das Tor zählt

    es ist kein Akt nach nem Tor den Schützen ins Protokoll zu notieren

    es ist kein Akt die Auszeiten richtig zu geben und die Trainer auf die Handhabung der grünen Karte zu überwachen

    es ist kein Akt dabei zusätzlich Zeitstrafenzettel zu schreiben

    es ist kein Akt zu jedem Spiel eine neue Zeitmessanlage bedienen zu müssen

    es ist kein Akt sich mit meckernden Spieler am Kampfgericht auseinanderzusetzen

    es ist kein Akt sich mit meckernden Trainern am Kampfgericht auseinanderzusetzen

    es ist kein Akt in einer lauten Umgebung wo man sich kaum versteht zu kommunizieren

    es ist kein Akt Zeitstrafen zu überwachen

    es ist kein Akt alle Regeln möglichst fehlerfrei zu kennen und anzuwenden

    Aber in der Summe wird es zu einem Akt !

    Aber gute Nachrichten, der DHB sucht ständig fähige Kampfgerichte, einfach beim Landesverband melden. Ist ja kein Akt :)