Beiträge von Friggi

    Das ist so ein Beispiel wo ich als Bezirks/Verbandsverantwortlicher immer predige: "Liebe Schiedsrichter, tragt das bitte alles im Spielbericht ein"

    Ein guter Bezirk/Verband reagiert da, vor allem wenn so etwas öfter vorkommt.

    Allein das unerlaubte Betreten eines Zuschauers wäre eine saftige Geldstrafe wert.

    Ausserdem würde ich als vermeintlich benachteiligter Verein immer erstmal eine Einspruch ankündigen, selbst wenn ich diesen dann nicht einlege. Das sorgt dann aber dafür dass dies "Aktenkundig" ist.

    Der nächste Grund ist hoffentlich sehr selten und auch hier sollte man vorher alle Möglichkeiten ausschöpfen. Es geht um die Zuschauer-Ausschreitung. Wenn da die Sicherheit von Spieler, Schiedsrichter und Offiziellen nicht mehr gewährleistet ist, können die Schiedsrichter das Spiel abbrechen. Aber: Sie können auch über den Heimverein veranlassen, dass das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt werden kann.

    Das ist mir im Handball neu. Wo finde ich die Regelung dazu ?

    Nein und hier der Auszug aus dem Regelheft:

    Das Vorwarnzeichen wird normalerweise bis zum Ende eines Angriffs angezeigt. Während eines Angriffs gibt es jedoch zwei Situationen, in denen die Beurteilung „Passives Spiel“ nicht länger gültig ist und die Wirkung des Handzeichens aufgehoben wird.

    a) Die ballbesitzende Mannschaft führt einen Torwurf aus und der Ball prallt vom Tor oder Torwart direkt zu ihr zurück oder ihr ist aufgrund dessen ein Einwurf zuzusprechen.
    b) Ein Spieler oder Offizieller der abwehrenden Mannschaft erhält eine persönliche Bestrafung wegen regelwidrigen oder unsportlichen Verhaltens gemäß Regel 16.

    In diesen beiden Situationen wird der ballbesitzenden Mannschaft eine neue Aufbauphase gestattet.

    Edit: Ich habe mir die Szene eben nochmal angesehen, Mayerhoffer fragt sogar konkret nach und bekommt deutlich signalisiert, dass der Arm nicht mehr oben bleibt. Also klarer Regelverstoß! Interessant finde ich dabei, dass Holger Fleisch als TD nicht eingegriffen hat, da er ja eigentlich genau dafür da ist, um Regelverstöße zu verhindern!

    Ich zitiere aus den Aufgaben des technischen Delegierten:

    "Zu den weiteren Aufgaben gehören die Überwachung des Auswechselraums und nötigenfalls einzugreifen, wenn dort Vergehen oder Verstöße vorliegen. Er hat die sich aus dem Regelwerk definierten Kompetenzen.
    Ein Delegierter ist jedoch kein Oberschiedsrichter, die Verantwortung auf der Spielfläche tragen immer die Schiedsrichter allein."

    Er hätte also nicht eingreifen dürfen.

    Beim 25:26-Anschlusstreffer der Bremerinnen läuft die
    ausführende Spielerin mit dem Ball in der Hand so viele Schritte, dass die
    Finger einer Hand kaum ausreichen, um diese zu zählen. Da sie beim Durchbruch
    an den Kreis bedrängt wurde, wäre hier ein Freiwurf für Bremen die richtige
    Entscheidung gewesen.

    Also ich komme auf 4 Schritte, ja deshalb hätte es Freiwurf geben können. Ich nehme an der Blick der Schiedsrichter lag eher im Bereich Wurfarm, Oberkörper, Betreten des Kreises.

    Beim Ausgleich zum 26:26-Endstand wurde vom angreifenden
    Team der Tatort gleich um mehrere Meter von RR auf RM verlegt. Für eine
    Rechtshänderin als ausführende, weil mit Abstand wurfstärkste Spielerin
    (Kompliment für den überzeugenden und sympathischen Auftritt von Conze!) nicht
    ganz ohne Bedeutung. Für die Schiedsrichter offensichtlich nicht …

    Mehrer Meter sehe ich nicht. Vielleicht ein Meter bis maximal 1,50m. Der Ball liegt anfangs richtig, dann gibt es eine progressive Strafe gegen die Bank, dabei verlieren die Schiedsrichter den Ausführungsort aus dem Blick.

    Ich will die Schiedsrichter auch nicht aus der Verantwortung nehmen, aber erklären warum so etwas passiert. Das sind beides Entscheidungen die man sich im Nachhinein im Video anschaut und daraus lernen kann. Genauso wie ein Trainer der seiner Mannschaft im Video aufzeigt warum welcher Pass falsch war oder eine Abwehrformation nicht geklappt hat.


    Ich weiss nicht in wie weit Du Dich in der Verbandsarbeit auskennst. Aber meine Beobachtungen und Erfahrungen sind genau das Gegenteil. Gerade bei Videoanalysen bei den Lehrgängen werden ähnliche Szenen mit verschiedenen Entscheidungen gezeigt und daraufhin eine gemeinsame Linie erläutert und gefordert. Es gibt aber nunmal Spiele mit unterschiedlichem Charakter und unterschiedlicher Intensität.

    Die oben genannten Beispiele resultieren im Übrigen nicht aus einer unkorrekten Regelanwendung, sondern aus einer falschen Wahrnehmung. Bei ersterem wäre ein Einspruch möglich, bei letzterem nicht.

    Zugute halten würde ich den Schiedsrichtern dass keine der Spielerinnen sich bei den beiden Szenen beschwert hat, das heisst auch die hatten eine ähnliche Wahrnehmung.
    Über die Regel(un)kenntnis der Kommentatoren sprechen wir mal nicht.

    Richtig schlimm wird es, wenn im Ergebnis
    dieser fatalen Entwicklung Spielerinnen so schwer verletzt werden wie am
    vergangenen Wochenende.

    Welche Szene meinst du genau ? Das Spiel in Neckarsulm ?

    Gestern abend passiert:
    Junger Spieler, bereits verwarnt,stößt von der Seite den frei durchbrechenden Spieler. Entscheidung 7m + 2Min. Spieler akzeptiert Entscheidung nicht und meckert, 2. Zeitstrafe. Auf der Bank lässt er sich zu einer groben Unsportlichkeit hinreißen und fängt die Rote Karte. Wie spielt seine Mannschaft weiter ?
    Für 4 Minuten mit einem Spieler weniger oder für 2 Minuten mit zwei Spielern weniger und weitere 2 Minuten mit einem Spieler weniger ? Unterzahl war insgesamt 4 Minuten.

    Wichtig ist natürlich ob das Spiel die komplette Zeit über unterbrochen war, also alle drei Aktionen während ein und demselben Timeout passiert sind. Dann sind die 4 Minuten in einfacher Überzahl richtig.

    Drei Angriffe aussetzen, nach Behandlung

    Diese Regel hat mich positiv überrascht. Vor allem im Profibereich sieht man deutlich weniger „Schauspielerei“ um den Fluss des Gegners zu stören. Im Zweifelsfall wird halt der Boden gewischt. Hier wünschte ich mir noch eine Ausnahmeregelung für Torwarte.
    Im Juniorbereich und den tieferen Ligen findet diese Regel bei uns keine Anwendung, das ist auch gut so.

    Was genau wünschst Du Dir ? Bei den Torwarten gibt es ja bereits die Ausnahme dass diese bei einem Kopftreffer der auf dem Feld behandelt werden muss nicht 3 Angriffe aussetzen müssen.

    Wolln wir vielleicht erstmal klären welche Liga, drittes TTO gibts nur in der Bundesliga ggf. Profiligen wo man auch 16 Spieler im Formular hat, ich bin mir gerade nicht sicher wie weit runter diese Ausnahmeregelung gilt. Ab 4. Liga abwärts gibt die Regel nur zwei, je eins in der Halbzeit, her. Die Begründung des Kampfgerichts selbst ist etwas abenteuerlich.

    In Württemberg gibt es das 3. TTO bis in die Bezirksliga, was nun zum Glück die Folge hat, dass alle Zeitnehmer/Sekretäre auch bis zur untersten Liga geschult werden. Fehler werden natürlich trotzdem passieren.

    Noch eine Anmerkung: Wir sehen nur den veröffentlichten SIS-Spielbericht. Es ist durchaus möglich dass in dieser besagten Szene oder während dem weiteren Spielverlauf Korrekturen oder Falscheingaben gemacht wurden, die während dem Spiel korrigiert wurden. Diese Korrekturen sind im offiziellen Spielverlauf nicht aufgeführt. Von daher würde ich das veröffentlichte Spielprotokoll nicht als "Beweis" heranziehen, Was tatsächlich alles im Hintergrund lief wissen wahrscheinlich nur die Beteiligten und die Spielleitende Stelle.

    Im Übrigen sehe ich ab 3. Liga aufwärts kaum noch Schiedsrichter die die Torfolge notieren, bestenfalls die Strafen. Auf EHF-Ebene wird gar nichts von den Schiedsrichtern mitgeschrieben.

    Kerstin Wohlbold wurde tatsächlich bei der Offiziellen Aufstellung zur technischen Besprechung in Leverkusen vergessen! Hoffe das nun alle Spekulationen über gültigen Pass usw erledigt sind! Auch beim THC passieren mal Fehler. Ob man sich vom Verein nochmal dazu äußert kann ich nicht sagen, habe es aus erster Hand so erfahren.

    Der letzte mir bekannte Fall war am 10.10.2018 als Nellingen gegen Bietigheim Isabell Tisseker nicht eingetragen hatte und die daraufhin nicht spielen durfte. Passiert also auch anderen.

    Fun-Fact am Rande: Bei der Partie Nellingen-Bietigheim wurde die Nellinger Spielerin Tisseker von den Verantwortlichen versehentlich nicht auf dem Spielberichtsbogen vermerkt. Dies wurde vom Kampfgericht/den Schiedsrichtern kurz vor Anpfiff bemerkt und sie durfte folgerichtig nicht mitspielen.

    TOP:
    - Schiedsrichterleistungen
    - Livestream von FA Göppingen
    - Alle 3 Aufsteiger
    - Rhein Neckar Löwen, Flensburg, Wetzlar, MT Melsungen
    - Handball EM/WM im Free TV

    FLOP:
    - der immer noch auseinandergerissene Spielplan
    - Insolvenz des HSV Hamburg und die Folgen
    - Die Lamentiererei von einigen Spielern/Trainern bei jeder noch so eindeutigen Aktion
    - Das "Geschacher" um einen DHB-Präsidenten
    - Filip Jichas Abgang

    Also wenn ich das richtig verstehe handelt es sich hier um einen Trainer der:

    1. schon des öfteren gesperrt wurde
    2. schon des öfteren eine Geldstrafe bekommen hat
    3. in einem Spiel wegen Meckerns Gelb, 2min und dann DQ bekommt
    4. trotz Bescheid über Sperre weiterhin auf der Bank Platz nimmt
    5. die Ansage des Spielwarts ignoriert

    Sorry, aber ich bin auch Jugendtrainer und in einem Verein tätig, deshalb fehlt mir da jegliches Verständnis. Da denke ich, wird ein Einspruch nichts bringen.

    Ich denke da haben einige Beteiligte einen Fehler begangen, aber grundsätzlich würde ich sagen die Sperre ist berechtigt. Die spielleitende Stelle sieht ja nur den Spielberichtsbogen und da steht eine DQ+Bericht drin. Wobei mich der Spielberichtsbogen hier interessieren würde, so ganz steig ich da noch nicht durch bei deiner Schilderung.
    Es ist allerdings, diplomatisch ausgedrückt, nicht sehr clever von dem Trainer war, sich trotz Sperre wieder auf die Bank zu setzen. Ein Einspruch gegen die Sperre wäre hier wohl das vernünftigste gewesen.

    Die Strafen für Trainer sind übrigens in der DHB-Trainerordnung geregelt, siehe §12 Abs. 3:

    trainerordnung.pdf

    Was war denn da kurz vor Spielende los?
    59:54 Auszeit Hochdorf
    59:57 Auszeit Kornwestheim
    59:57 Tor Kornwestheim


    Zur Info:

    59:18 - Kornwestheim trifft zum Anschluss
    nach Eingabe des Treffers stürzt das SIS-Programm am PC ab, das Programm wird neugestartet, dies dauert ca. 30 Sekunden, die Zeit im Programm läuft aber weiter. Nach dem Neustart zeigt die Zeit 59:54 an, die richtige gespielte Zeit ist aber 59:21, deswegen die Unterschiede.

    Ergänzend möchte ich noch hinzufügen, daß ein Spieler, der gleichzeitig MV ist, nur ein Team Time Out nehmen darf wenn er sich vorher auswechselt. Denn nur ein Offizieller darf ein Team Time Out nehmen, ein Spieler nicht.