Nun könnte man fragen, warum die Holländerinnen das anders machen, obwohl vermutlich gleicher sozio-ökonomischer Hintergrund. Meine These: Die haben durch ihr Modell mit der karriere Olympiastützpunkt mit 16 - Deutschland mit 18 - Topliga mit 22 seit einigen Jahren ein paar Role-models hervor gebracht. Zudem sind die aufgrund der niederländischen Amateurliga mit 18 praktisch gezwungen ins Ausland zu gehen, ansonsten ist es mit Nationalmannschaft vorbei und Breitensport ist angesagt. Ich vermute zudem, dass die dann im laufe der Karriere auch ein distant learning model einschieben.
Wenn wir hier schon so offtopic sind und gleichzeitig über die Vorteile des niederländischen Modells und die Überbelastung der Spielerinnen reden, empfehle ich sehr das Interview von Yvette Broch zu lesen. Die zu dem Zeitpunkt ihres Abgangs vielleicht beste Kreisläuferin der Welt ist mit 27 so ausgebrannt, dass sie sich im Moment nicht vorstellen kann, noch mal als Handballprofi anzuheuern.
Yvette Broch – in the search for another happiness – Timeout Magazine