Beiträge von Benson


    Wenn wir hier schon so offtopic sind und gleichzeitig über die Vorteile des niederländischen Modells und die Überbelastung der Spielerinnen reden, empfehle ich sehr das Interview von Yvette Broch zu lesen. Die zu dem Zeitpunkt ihres Abgangs vielleicht beste Kreisläuferin der Welt ist mit 27 so ausgebrannt, dass sie sich im Moment nicht vorstellen kann, noch mal als Handballprofi anzuheuern.

    Yvette Broch – in the search for another happiness – Timeout Magazine


    Ich hab meinen Beitrag mal wieder rausgeholt, da Nycke Groot jetzt im besten Handballalter mit einer ähnlichen Begründung ihre Nationalmannschaftkarierre beendet hat. Da verfestigt sich schon der Eindruck, dass viele Spielerinnen offenbar mental und physisch überlastet sind.

    Trauriger Nachtrag zu dem vorigen Beitrag bezüglich dem Heilungsprozess der verletzten THC-Spielerinnen vom 10.01.2019 :

    "Dagegen geht es wohl bei Anne Hubinger mit Leistungssport auf diesem hohen Niveau nicht weiter. Der Heilungsprozess lässt das einfach nicht zu."


    In Anbetracht der Tatsache, dass Hubinger diese Saison schon für den THC gespielt hat und sogar schon bei einem Nationalmannschaftslehrgang war, kommt diese betrübliche Nachricht jetzt doch etwas überraschend.

    Ich vermute die oder Zettel mit dem die Schiedsrichter hantiert haben wird die offizielle Aufstellung gewesen sein die zur technischen Besprechung abgegeben werden muss. Wer da nicht draufsteht darf nicht spielen. Wahrscheinlich wurde sie vergessen.


    So wird es sein. Da steht der THC auch nicht alleine mit so einem Fauxpaus. Das ist in der 1. und 2. Liga der Frauen schon mehreren Vereinen passiert.

    Es scheint, immer mehr Vereine haben nun verstanden, was mit dem geänderten Festspielparagraphen so möglich ist.

    In meinen Augen gehört die neue Regelung abgeschafft. Es gibt zu viele Situationen im Verlauf einer Saison, wo Spieler auf einmal freigespielt sind, obwohl sie quasi ganz normal am Spielbetrieb der höheren Mannschaft teilgenommen haben. Das ist unfair gegenüber Vereinen, die diese Möglichkeiten nicht haben.


    Wenn man sich den Aufwand, der in Bietigheim betrieben wird. angeguckt (dem Verein mit dem sicherlich europaweit ungünstigsten Kosten-Erfolgsverhältnis), müssten die natürlich beide Spiele gewinnen (das war schon immer klar)


    Ich glaube, die Aussage kannst du so nicht stehen lassen. CSM Bukarest hat z.B. ein mutmaßliches Budget von über 3 Mio Euro und ob die dieses Jahr irgendeinen Titel holen, ist zumindestens fraglich. Auch in Siofok wird seit Jahren ordentlich Geld investiert und messbare Erfolge sehe ich dort auch keine. Beide Vereine dürften ein Budget haben, welches mindestens doppelt so hoch ist wie das von Bietigheim.

    Noch ein Nachtrag zum VfL-Heimspiel. Die Lokalpresse wird nun auch deutlicher ihren Formulierungen:

    Zitat von Oldenburger Sonntagszeitung

    [...]Dass der VfL selbst gegen einen biederen Gegner wie Bad Wildungen zeitweise mit acht Toren in Rückstand war, dürfte die Verantwortlichen sehr nachdenklich stimmen. Angesichts der Entwicklung und der aktuellen Form werden sie froh sein, dass mit Aufsteiger Halle ein Konkurrent fraglos nicht bundestauglich ist. Denn um mehr als den Klassenerhalt kann es so nicht gehen.
    Die individuelle Klasse für einen Platz im Mittelfeld hat die Mannschaft ganz sicher. Allein es gelingt ihr im Zusammenspiel mit dem Trainer nicht, sie auch auf die Platte zu bringen. Hält dieser Trend an, droht eine Zittersaison.


    Quelle: SonntagsZeitung Ausgabe Stadt Oldenburg 29.12.2018

    Wenn der VfL so weiter spielt wie bisher, fällt die 40 Tore Marke auf jeden Fall. Die Rückwärtsbewegung passt überhaupt nicht. Selbst wenn bereits genügend Spieler in der Deckung sind, schafft man es nicht ansatzweise, den Bietigheimer Angriff mal zu unterbrechen.

    Ich hatte gehofft, dass der VfL gegen die Neckarsulmer Sport-Union seinen Tiefpunkt in dieser Saison erreicht hätte. Das Spiel heute war allerdings kaum besser. Die Mannschaft wirkt sehr verunsichert und nun ist man in einer unschönen Lage. Gegen Nellingen in zehn Tagen muß man zwingend punkten, ansonsten droht man tatsächlich auf einen Abstiegsplatz in der Tabelle zu fallen.

    Oldenburg mit einer enttäuschenden ersten Hälfte trotz voller Halle - Wildungen führt 12:9, aber sind ja noch 30 min


    Meine Güte, der VfL spielt fast fünf Minuten lang in Überzahl und Geschke versauert auf der Bank, während im Rückraum nix funktioniert. Das muß mir der Trainer auch mal erklären.

    EDIT: Oh nein, und jetzt wird wieder diese unsägliche Überzahlspielvariante mit drei Kreisläufern ausgepackt.

    Interessant: Helle Thomsen als NL-Trainerin zurückgetreten. Habs gerade bei Handbalinside.nl gelesen


    Etwas seltsame Begründung. Die Mannschaft ist noch verhältnismäßig jung und fast alle Spielerinnen spielen bei Top-Vereinen. Wenn das ihren eigenen Ansprüchen nicht genügt, bleiben ja nicht mehr viele Nationen zur Auswahl übrig.


    Nicht nur sie, sonder fasst der ganze Bundesligakader, zusammen mit André Fuhr.

    Ich war gestern in Köln, in Leverkusen II spielten Jenny Souza und Leni Rode mit, sonst die normale Juniorenmannschaft. Letzte Woche in Blomberg, war auch Xenia Hodel dabei. Die sind junge Spielerinnen, die zwar nicht mehr in Junioren-Alter sind (Jahrgang 1998 oder '99), aber in der Bundesliga wenig Spielmöglichkeiten haben. Wenn erfahrene Spielerinnen wie Kovács, Minevskaja oder Vollebregt mit der zweiten Mannschaft in der dritten Liga eingesetzt werden, finde ich schon ein bisschen problematisch (auch wenn völlig legal).
    Aber es ist nur meine persönliche Meinung.


    Das sehe ich auch so. Die 3. Liga ist kein Testspielbetrieb für die Erstligisten. Wenn ich Manager bei einem ambitionierten Drittligisten wäre, würde ich daraus einfach Konsequenzen ziehen und vor der Saison alle Spiele gegen Reservemannschaften, die in KW 49 - 51 stattfinden sollen, auf einen anderen Zeitraum verlegen lassen.