Beiträge von Benson

    Wobei man schon sagen muß, dass die U16 Vergleiche meistens nicht wirklich viel Aussagekraft haben. Zu unterschiedlich sind die Entwicklungssprünge in dem Alter und dann glänzen da manchmal Spielerinnen, die 1-2 Jahre später einfach mal komplett von der Bildfläche verschwunden sind.

    Glaubst du nicht das "DIE" auch alle einen Berater oder eine Agentur haben die sie nach Zwickau vermitteln?Da könnte das von dir angedeutete "über den Tisch ziehen" schwierig werden

    Normal macht es auch Sinn immer 2 aus einem anderen Land zu holen,die können sich unterstützen beim Einleben,beim Sprache lernen usw,und fast immer sind die Ausländerinnen gut fürs Team,weil sich alle anderen verantwortlich fühlen sie in einem neuen Land zu unterstützen.

    Ich meinte das auch gar nicht im Sinne von Boshaftigkeit. Die Spielerinnen haben den Traum im Ausland zu spielen und Deutschland ist grundsätzlich attraktiv als Zielland. Wenn Summe X dann nicht ganz so hoch ist wie erhofft, akzeptiert man vielleicht trotzdem, um seinen Traum zu verwirklichen.

    MDR-Artikel:

    Zitat

    Also ging der Blick in den Norden Europas, wo Neue mit guter Mentalität und bezahlbaren Gehaltsvorstellungen warteten.

    Interessante Aussage. Für alle verpflichteten Skandinavierinnen ist es die erste Auslandstation (außer Buhl). Die können logischerweise überhaupt nicht wissen, was in Deutschland angemessene Gehaltsvorstellungen für professionelle Sportlerinnen wären (oder anders gesagt, was vom Brutto am Ende Netto für sie übrig bleibt). Was Rentsch hier zwischen den Zeilen sagt, ist, dass man sich die Unerfahrenheit und Unwissenheit der ausländischen Spielerinnen zu Nutze machen kann.

    Platz 7 scheint mir am Ende eine ganz passable Platzierung für das deutsche Team zu sein. Unwahrscheinlich, dass es mit den Absagern / Aussortierten eine bessere Platzierung geworden wäre. Die Niederlagen gegen Schweden und Dänemark wären vielleicht weniger deutlich gewesen.

    Mal ein anderes Thema: Die Interview-Reihe die handball-world / Wieland Berkholz als Begleitung zum Turnier führt, ist wirklich interessant. So erfährt man z.B., dass in Indien üblicherweise nur draußen auf verdichteten Sandplätzen Handball gespielt wird.

    Bei der U20 ist es wie bei den "Großen": Wenn die Mädels gegen eine echte Spitzenmannschaft spielen, zeigt sich, wie groß der Abstand zur Spitze wirklich ist - und zwar in (fast) jeder Hinsicht. Lediglich die Torfrauen können international einigermaßen mithalten.

    Für dieses Team war das Viertelfinale wohl das Maximum an Erreichbarem. Und das ist auch keine Sache des Selbstvertrauens. Die jüngeren Spielerinnen der jetzigen A-Nationalmannschaft waren in dem Alter oft schon viel weiter. Da kann man z.B. exemplarisch mal die EM2018 nehmen. Deutschland schlägt Norwegen zum Auftakt: Auf dem Feld sind Berger (18), Zschocke (20), Bölk (20) und dazu noch Stolle und Grijseels, die ebenfalls nicht wesentlich älter waren.

    Aber dafür kann man gespannt auf die U18 WM in vier Wochen sein. Dort dürfte der Abstand zu den Spitzenteams doch deutlich geringer ausfallen.

    Ist aber schon auffällig, dass die deutschen Teams immer so schlecht weg kommen bei den Wildcards. Ob es nun an der Metz-Geschichte lag oder vielleicht doch auch an der tristen Atmosphäre in der Helmut-Körnig-Halle vor 300 Zuschauern?

    Sportlich gesehen glaub ich jedenfalls nicht, dass Storhamar jetzt mehr reißen kann als der BVB. Anderseits spricht Heiermann nun schon vom FinalFour der EuroLeague als Ziel, das halte ich ebenso für sehr gewagt und eher unrealistisch.

    Hier mal ein aktuelles Beispiel mit Anwendung der neuen Regel von der U20 WM (Sprungmarke direkt zur Situation):

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    Die KL versucht den Wurf aufs Tor zu bringen und verletzt die deutsche TW (Humpert spielt erst kurz weiter, muß dann aber raus). Die Zwei-Minuten Strafe ist aber trotzdem ungewohnt, so ein richtig kontrollierter Wurf war das nicht.

    Ich kann den Tageblatt Artikel leider nicht lesen, aber offenbar war die Presse auch der Meinung, dass das ganze eben nicht nur Privatsache ist und zumindestens, wie von Karl auch geschrieben, eine diskussionswürdige Entscheidung? Oder ist das Tageblatt jetzt etwa eine "antidemokratische" Zeitung?

    Vom DHB / HBF wurden gerade Änderungen im Grundlagenvertrag verabschiedet, die in der Theorie mehr Professionalisierung und auch eine Stärkung des Nationalteams zum Ziel haben sollen. In der Praxis passieren dann gegenwärtig immer wieder solche Dinge wie gerade von Fuhr thematisiert. Das passt leider alles nicht zusammen.

    Ich finde es in diesem Fall positiv, dass juliscka sich geäußert hat und bin da bei Karl. Ich habe das Interview am Dienstag hier gepostet und niemand hat darauf reagiert, obwohl es einige bemerkenswerte Aussagen von Fuhr enthielt. Dass es dazu als Reaktion sogar einen Artikel in der Hamburger Lokalpresse gab, wäre mir sonst völlig entgangen.