Beiträge von Benson

    Ist das nur mein Eindruck oder ist die Wirkung des Strategiepapiers bereits verpufft? Es gab jetzt die jährliche HBF Tagung und unter der Woche auch eine DHB-Sitzung der 3. Liga und ich habe nirgends eine Stellungnahme zu dem Papier entdecken können. Auch von den betroffenen Vereinen hat hier in diesem Thread niemand einen Artikel verlinkt. Meine lokale Zeitung hat heute einen sehr großen Artikel zur neuen 3. Liga Frauen Saison, wo explizit auch auf die Reduzierung der Mannschaftszahlen über die nächsten Spielzeiten eingegangen wird. Das Strategiepapier wird aber in keiner Silbe erwähnt.

    Und Dortmund soll bei der EHF 140000 Euro deponieren, die erst am Ende der Saison zurück transferiert werden wenn man sich nichts zu Schulden kommen lässt. Ziemlich große Summen, die die EHF da wieder von Dortmund verlangt. Wenn man bedenkt, dass für die üblichen 'Strafen' der EHF meistens nur ein paar hundert Euro fällig werden.


    Ich finde auch, dass das eine enorme Summe ist. In Relation sicher mehr als 10% des eigentlichen BVB-Saisonetats, so eine Summe hat sicher nicht jeder Verein als liquides Mittel verfügbar. Und eine Bankbürgschaft in der Höhe ist bestimmt auch nicht mal eben so herbeschafft.

    Es ist einfach schade für die Bietigheimer Spielerinnen, einige Neuzugänge sind sicher gekommen um CL zu spielen und der BVB wird mit dieser Truppe garnichts in der CL zu melden haben. Einfach schade, aber der Stellenwert der Deutschen Handball-Liga liegt wohl nahe Null.


    Hat Kelly Dulfer dazu schon eine Stellungnahme abgegeben? ;)

    Ich bin ehrlich gesagt im Moment ein wenig fassungslos. Es gibt in der 3. Liga etliche "Traditionsvereine", die über die letzten Jahre sehr gute Strukturen aufgebaut haben. Ich glaube nicht, dass diese Vereine darauf vorbereitet sind, ab nächste Saison nur noch in der höchsten Spielklasse ihres jeweiligen Landesverbands antreten zu können.

    Irritierend finde ich auch, das Julia Behnke aus der Nationalmannschaft zurücktritt mit der offiziellen Begründung, dass zwischen ihr und Groener unterschiedliche Auffassungen bzgl. der Konzeption der Nationalmannschaft herrschen und sie nun auch Teil der DHB-Arbeitsgruppe war, die dieses Konzept erarbeitet hat. Bedeutet das im Umkehrschluss, dass Groener völlig isoliert und abgekapselt vom DHB für sich alleine arbeitet?

    Aus meiner Sicht ist das ein Konzept, dass in die völlig falsche Richtung führt. Langfristig führt das nicht zu mehr Qualität, sondern zu weniger Qualität. Die dritte Liga war doch eigentlich ein Erfolgsprojekt. Es gab semi-professionelle Stukturen in der 3. Liga und wie man zuletzt am Beispiel des TV Aldekerks gesehen hat, ist der Leistungsabfall zur 3. Liga gar nicht so hoch. Der Wegfall der 3. Liga und das Erlauben von zweiten Mannschaften in der 2. Liga wird zu einer Kannibalisierung der Vereine führen. In der Spitze bleiben dann nur noch einige wenige Vereine, und die müssen wenig tun, um ihren Status Quo zu erhalten. Alle Talente wechseln sowieso zu diesen Vereinen, weil es regional dann null Konkurrenz mehr gibt.

    Die Reduzierung der Anzahl der Mannschaften ist mMn ein richtiger Schritt. Es tummeln sich z.B. zu viele Reservemannschaften in den 3. Ligen. Insbesondere wenn Zweitligisten noch Reservemannschaften in der 3. Liga halten, finde ich das problematisch.

    Auch interessant, dass das Thema bislang offenbar weder durch Handball-World noch durch die hiesige Presse in Bietigheim oder Metzingen aufgegriffen wurde. Denn wenn man die Aussagen von Wiederer mal weiterspinnt, könnte es bedeuten, dass Bietigheim direkt den festen Startplatz erhält und ein anderer weiterer Verein sich für eine CL-Wildcard bewerben könnte.

    In den Durchführungsbestimmungen der HBF ist es ziemlich genau erläutert:
    "An den Europacup-Wettbewerben können teilnehmen: [...] Die Meldung an die EHF wird gem. Beschluss des Vorstands der HBF durch den DHB veranlasst."
    D.h. die HBF meldet an den DHB und der dann an die EHF. Allerdings klingen die Formulierungen in den Bestimmungen für mich jetzt nicht so, als wenn der DHB die Meldung nachträglich verändern dürfte. Insofern wundert mich die Aussage von Wiederer auch etwas.

    Für das Final Four der wJB scheint sich hier niemand zu interessieren. Dabei waren das tolle Spiele mit einem überraschenden und dabei überragenden Siegerteam. Unter Berücksichtigung des altersentsprechenden Niveauunterschieds fand ich die Spiele besser als im Final Four der wJA. Das wächst viel Gutes nach - auf allen Positionen, was auch für die Nationalmannschaft 2030 Hoffnung macht.

    Die Spiele sind nachzuschauen auf sportdeutschland.tv - übrigens mit sehr kompetenten Kommentaren, von denen sich manche Bundesligisten eine Scheibe abschneiden können.


    Die Spiele hatte ich tatsächlich nicht auf dem Schirm. Über die Spielerstatistik ist mir gerade aufgefallen, dass Toni-Luisa Reinemann offenbar noch eine jüngere Schwester hat.

    Kirchhof erkämpft sich in der Schlusssekunde gerad noch so den Ausgleich im Relegations-Heimspiel. Doch ein etwas überraschendes Ergebnis. Aldekerk damit im Heimspiel (vor Zuschauern?) sicher noch mit guten Chancen auf den Aufstieg.

    Ich kenne Leipzigs Kader nicht, aber ich hatte mich gewundert, dass der Coach da Meyer und Seidel in der Mitte des zweiten Halbzeit nicht mal eine kurze Pause gönnt. Da fehlte im Angriff einfach die Durschlagskraft, auch weil die Leverkusner Deckung viel besser stand. Es hatte schon Anschein, dass Leverkusen die bessere Physis bzw. über den breiteren Kader verfügt.

    Ich denke hinter den ganzen jungen Neuzugängen steht in erster Linie der Trainername Robert Nijdam, kein ganz Schlechter und dann wohl noch die Hochschulen in der Gegend. Dass Werder damit mittelfristig Liga 1 angreifen kann sehe ich nicht. Ich hätte erwartet, dass man sich mehr im Cluster Buxtehude und Oldenburg positioniert. Aber hier scheint der Norddeutsche Talentepool mit Buyte und Rosengarten/Schwerin dann auch auch erschöpft. Ist doch bemerkenswert, dass aush BaWü und jetzt aus Zwickau Talente nach Bremen wechseln.


    Ah, das hab ich auf den ersten Blick ja völlig übersehen. Rode hat 2018/2019 bei Leverkusen eine ganz ordentliche Saison gespielt: Und das war unter Trainer Robert Nijdam.

    Elaine Rode von BSV Zwickau zu SV Werder Bremen.

    Für mich aktuell nicht ganz durchschaubar, was die sportliche Zielsetzung in Bremen ist. Man verjüngt die Mannschaft, setzt dabei aber zum Teil auf relativ namenhafte Neuzugänge aus ganz Deutschland, wo man doch eigentlich noch vor kurzem auch eine sehr ambitionierte A-Jugend Mannschaft hatte. Der hätte ich im Corono-Jahr durchaus den Sprung ins wA Final Four zugetraut.

    Benson:

    Nur mal der Vollständigkeitshalber, habe heute mal nach der Schwedischen Liga geschaut, die ist ja nun auch vorbei. Skuru ist Meister, Sävehof schon im Halbfinale raus. Damit dürfte wohl erneut kein internationaler Startplatz für Sävehof möglich sein. Somit spielt Metzingen erneut international und Sävehof erneut nicht. Jetzt kann der Wechsel von Haggerty noch mal anders bewertet werden.


    Ja, hatte ich letzte Woche auch schon gelesen, aber natürlich hier nicht gepostet. ;) Da war meine Einschätzung ohne echte Kenntnisse der schwedischen Liga offensichtlich komplett falsch. Ich dachte Sävehof wäre sowas wie der Abo-Meister in Schweden.