Die Vorbildfunktion der Profis (egal ob Spieler oder Trainer) gegenüber der Basis ist nochmal eine ganz andere Ebene. Ich kann Deine Sichtweise und Argumentation nachvollziehen und stimme Dir zu, dass das Verhalten der HBL-Akteure sich auf den Breitensport auswirken kann. Ich persönlich würde hier aber differenzieren.
Der "Trainer" ist zunächst auf seine Mannschaft und deren sportlichen Erfolg fokussiert. Der "Mensch" reflektiert evtl. seine Außenwirkung und versucht selbstgesetzte moralische Grundsätze zu verkörpern, wie z.B. ein Vorbild für Jugendliche zu sein. Im Idealfall ist ein erfolgreicher Trainer auch ein moralisch integrer Mensch, wie z.B. Christian Streich vom SC Freiburg. Im Handball würde ich z.B. Gudjon Valur Sigurdsson bislang dieses Attribut zuschreiben (auch wenn noch die Erkenntnis fehlt, ob er auch in sportlich schwierigeren Zeiten sein positives Auftreten bewahrt.)
Check 👍 und ja, der Zwiespalt zwischen Ergebnissport, Arbeitsplatzerhaltung und Vorbildfunktion "für alle" ist schon kompliziert.
Ein kleines Beispiel aus persönlicher Erfahrung: Wir haben mal ein Spiel in Leutershausen geleitet, als Marc Nagel dort Trainer gewesen ist. Er hat auch oftmals mit dem Publikum und uns interagiert, aber das Niveau, auf dem er sich bewegt hat, war deutlich über den meisten anderen Trainern, denn.... er hat uns mit unseren Vornamen angesprochen und uns damit das Gefühl der persönlichen Wertschätzung gegeben. Auf dieser persönlichen Ebene erfolgt dann auch der Umgang im Spiel wesentlich entspannter. Wenn ich das so hervorhebe, dann ist klar, wie die Ansprache in den meisten Fällen erfolgt.... "Hey Schiri", und das ist einfach was anderes 😉. Es gibt da aber auch weitere gute Beispiele, wie z.B. Andre Haber, Ben Matschke, Christian Prokop, insofern ist das bei den "jungen" Trainern durchaus eine Methode 🥰🙏🤝.