es mag ja sein, dass es insbesondere bei einer wm - da sollen ja die besten spielen- auch wirklich tolle leistungen
gibt, aber das gros im internationalen handball und auch in deutschland entspricht nun mal in keinem fall dem
der norwegischen mannschaft.
da muss man halt ein faible für den damenhandball haben, um über die deutlichen qualitätsmängel vieler in dem sport
hinwegzusehen.
wenn es anders wäre, dann hätte die sportart auch deutlich mehr fans und zuschauer.
und ja- ich bin eher fan vom männerhandball, dass hat für mich zumindest mehr mit profisport zu tun.
ich möchte da dann auch nicht drüberhinwegsehen, dass die zur adoption freigegebenen aussenspieler in den letzten jahren
doch viele topscorer in der hbl gestellt haben- und trotz manchmal etlicher 7m tore einige der bekanntesten deutschen
handballer ja ihr dasein auf aussen gefristet haben- ihre aufmerksamkeit dann ja logischerweise nur über ihre leistung
gekommen ist.
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Ich bin der Meinung, dass man die Professionalität nicht am Geschlecht festmachen kann. Den Damen fällt es, auf Grund der gegebenen Rahmenbedingungen, ungleich schwerer Sponsoren und somit Gelder zu akquirieren als den Männern. Wenn schon ein Sponsor lieber auf die „nach dem Spiel Fernsehtafel“ beim Fußball will, anstatt auf die Brust eines Handballbundesligisten der Männer, was will man denn dann bei den Damen erwarten? Und wenn dann mal einer wie OLYMP da ist, dann ist es auch nicht das gelbe vom Ei, da der Verein den Wettbewerbern „Lichtjahre voraus ist“.
Aber ein anderer Punkt ist mir viel wichtiger und der wird oftmals übersehen. Der Damenhandball ist technisch dem Männerhandball deutlich überlegen. Nur weil der Männerhandball dynamischer ist, ist er nicht auch technisch besser, als der langsamere Damenhandball. Im besonderen fällt mir seit Jahren auf, dass die Rückraumspieler essentielle Fehler beim Nullschritt machen. Das hat mit dem unglaublichen Wackler von Daniel Narcisse angefangen, der komischerweise immer nach eigenem Anprellen in den „Nullschritt“ gesprungen ist und das nie abgepfiffen bekam. Gestern habe ich das z.B. bei Fabian Wiede in der Schlussphase gesehen (Wackler gegen die Hand und dann Heber ins Tor). Diese Situationen gibt es auch bei anderen Spielern vielfach und sehen für den Zuschauer toll und dynamisch aus, sind aber de facto technisch unsauber und nicht regelkonform. Auch das Spiel am Kreis ist doch eher „Kraftmeierei und Materialtest am Trikot“, als technisch sauberes Spiel. Das sind Dinge, die mir als Handballfan halt auffallen und wo es mir egal ist, welches Geschlecht da spielt. In dieser Beziehung sind die Damen in meinen Augen deutlich professioneller als der Männerbereich und für den kaufmännischen, sprich Sponsoren, können die Damen nullkommanull.
Also kurz gesagt, Professionalität und Technik haben nichts miteinander zu tun und ein entsprechender Vergleich wird unter den gegebenen Rahmenbedingungen den Damen absolut nicht gerecht.