Beiträge von hektor

    Lesen bildet. Lies Dich ein. Regeln sind Regeln. Niemandem gefällt das. Alle involvierten Parteien folgen bislang den Regularien, denen sie sich gemeinsam unterworfen haben.

    Das Kompliment gebe ich aber gern zurück. Ich empfehle dann doch, die DHB-Anti-Doping-Regeln einmal danach zu durchforsten, was unter einem ausreichenden Nachweis verstanden wird. Das ist nämlich erst einmal der zu beurteilende Grundsachverhalt. Beachtlich sind auch die Beweislastregelungen sowie die Verhältnismäßigkeitsregeln bei Geringfügigkeit. Die Regelungen zur vorläufigen Suspendierung sind im Wortlaut im Übrigen nicht mit dem Grundsatz des ausreichenden Nachweises in Einklang zu bringen, widersprechen dem sogar, zudem enthalten diese auch noch einschränkende Regelungen.

    So viel Vorverurteilung, Spekulation, verletzende Personaldiskussionen…das macht Angst und lässt einen ratlos zurück. Der Artikel in der Handball-Welt will nur eins, Klicks und Reichweite. Nirgends ein Wort von der geringen Konzentration, die relativ eindeutig darauf schließen lassen sollte, dass es sich nicht um vorsätzlichen Konsum handelt. Warum kann es in so einem Fall nicht einfach normal sein, dass man gelassen empathisch an Niko denkt und a die Mannschaft. Mögen sie es verarbeiten, mögen sie es in gute Energie umwandeln, mögen die meisten von uns die Kraft und die Menschlichkeit haben, zu diesem Thema zu schweigen und einfach unser Team zu unterstützen. Es wird sich klären und es wird Niko entlasten, davon bin ich fest überzeugt. Zu einigen Artikeln und Wortmeldungen fällt mir nur ein, dass wir ein neues Presse- oder Persönlichkeitsrecht brauchen. Ich fühle so hart mit Niko und seinen Lieben, dass es weh tut. Keine Ahnung, ob mich jemand verstehen kann, ich hoffe, dass es viele erreicht, wie es gemeint ist und vielleicht zum Nachdenken und Einlenken führt. Ich möchte niemanden verletzen. Ahoi #nurderscm

    Es liegen ja eben keine wirklichen Fakten auf dem Tisch, jedenfalls nicht, was eine belastende Verurteilung rechtferitgt. Es wird nur ermittelt. Deshalb empfinde ich jede Suspendierung, egal von welcher Seite, als vorweggenommenes Urteil, also als Vorverurteilung. Es ist faktisch Strafe für eine nicht bewiesene Tat, wobei hier gleich mehrere Seiten bestraft werden. Im Strafrecht brauchst Du für das Aus-dem-Verkehr-Ziehen für Zwecke der Untersuchung eine richterliche Verfügung, die aber nut auf der Grundlage einer angemessenen Indizien- oder Beweislage erfolgt. Hier sollen aber ein paar lapidare Verlautbarungen ausreichen? Wer ist überhaupt befugt, da jetzt zu richten? Ich werfe noch einmal die Frage auf, wer am Ende dafür haftet, wenn dem Sportler und Menschen Niko sowie dem Verein ein Schaden erwächst, falls sich später herausstellt, dass es sich nicht um einen Deliktsfall handelt. Da geht die Abwägung für mich zur Zeit weit daneben. Wie gesagt, am Ende muss der SCM selbst entscheiden, was er mitmacht.

    Am Ende muss der Verein selbst entscheiden, wie er das handhabt. Allerdings gilt die Unschuldsvermutung auch im Sport. Es gibt nur Ermittlungen, keine Feststellungen. Und auch das, was die HBL angibt, ist nach Vereinsangaben nicht belastbar. Da sollte der HBL bis Samstag schon etwas mehr als eine vage Aussage abzuverlagen sein. Portner ist ein wichtiger Baustein im Team. Es gab schon andere Dopingfälle mit Ausgängen einer natürlichen Erklärung. Wenn sich am Ende ein nicht belastbares Ergebnis herausstellt und das Final Four in die Hose geht, wird die HBL für nichts haften. Es wäre ja nicht mal ein Schaden beweisbar. Auf facebook wird über den HSV-Fall berichtet. Dort laufen seit anderhalb Jahren Ermittlungen, laufen Gerichtsverfahren. Der Spieler wird so blockiert. Was ist, wenn sich am Ende ein negatives Ergebnis präsentiert? Präzedenzfälle gibt es in anderen Sportarte zur Genüge. Was da absehbar ist, kann eben auch ein langfristiger Spielausfall für Portner sein. Ob ich das als Verein auf dem jetzigen dürftigen Stand wie mit vorauseilendem Gehorsam einfach so hinnehmen würde. Wir hatten immerhin auch schon die ominösen Vorgänge um die blaue Karte einseitig zu verkraften. Aber wie gesagt, von aussen kann man dazu nur eine Meinung haben, entscheiden muss der Verein.

    Für mich ist gerade am interessantesten, welches Dopingmittel bei einem Torhüter am ehesten Sinn machen könnte. Allerhöchstens Konzentration könnte ich mir vorstellen. Aber dafür gibt's eigentlich genug Legales. Daher glaube ich Portner grundsätzlich schon.

    Die Frage nach dem Sinn von Doping bei einem Torhüter kann ja schon mal gestellt werden. Da fällt mir dann bloß die blaue Pille ein, also, für den Sport danach.

    Ich vermute mal, die Ursache der Niederlage heute ist, dass Benno die Nase voll hatte von seinem Bart. Anders kann ich mir seine Leistung heute kaum erklären. Es ist Bennos Niederlage. Gisli war wie ein Fremdkörper, hatte keinerlei Bindung zum Spiel und hat das ganze Spiel versaut. Das was sehr schnell zu sehen. Der hätte spätestens nach zwei Angriffen wieder heraus gemusst. Dieses Gewürge, als er zum Einsatz kam, hat Hannover wieder herangebracht.

    Ich vermute, dass es nicht am Geld liegt, sondern dass man eben Smarason nicht die Spielanteile garantieren kann, die er gern möchte. Ich sehe da Parallelen zu Kay Smits.

    Ich hatte mir schon so meine Gedanken gemacht, als er bei Dyn berichtete, dass er das ständige 1 gegen 1 nicht schön findet. Ob der da schöner spielen könnte, ist eine andere Frage, philosophisch auch die, ob es besser ist, schön um die goldene Ananas, oder kraftvoll um Titel spielen zu können. Es geht ja auch beim Handball am Ende darum, dass das Runde ins Eckige muss.

    Nett geschriebener Artikel, aber mit einigen inhaltlichen Fehlern a la Spiegel drin und Benno redet mir den CL-Titel 2002 zu schlecht. Viele andere CL-Sieger aus dieser Zeit konnten sich ihr Team erst recht nicht leisten, da sie danach insolvent gingen, Außerdem war Eigengewächs Henning Fritz 2002 schon gar nicht mehr im Kader, da er vor der Saison des Geldes wegen zum THW Kiel wechselte. Und meines Erachtens nach sind die Meisterschaft 2001 und der CL-Titel 2002 auch nur entstanden, weil Hildebrandt ebenfalls einen innovativen Plan hatte und die Konkurrenz mit einer großen neuen Halle disruptiert hatte. Dadurch konnte er die Stars ködern. Die Gerüchte, dass der SCM damals teilweise an der Steuer vorbei operierte, kamen erst Jahre später und zwar von einem neuen Management, welches rumjammerte, das für den Geschäftsführer kein Dienstwagen vorhanden war.

    Damals standen viele Vereine unter Druck, weil einige Kunstprojekte mit viel Geld emporgebracht worden waren und das finanzielle Gefüge der Liga beeinträchtigten. Zum Thema Steuern: Mir lagen damals sämtliche Unterlagen vor. Im Kern ging es damals um untragbares Handeln eines Geschäftsführers im Umgang mit einer Betriebsprüfung, das beinahe zum Ruin des Vereins geführt hätte und die Benutzung des unhaltbaren Ergebnisses dieser Prüfung für ebenso unhaltbare strafrechtliche Angriffe gegen den damaligen Manager. Was ich aber für eine enorm beachtliche Leistung halte, ist, wie es dem SCM über die Jahre gelungen ist, aus der damaligen wirtschaftlich schlechten Situation kontinuierlich herauszukommen und diese ins Positive umzukehren. Ich halte das für eine grandiose Leistung. Bei der Würdigung aller Leistungen, die seither zu verzeichnen waren, sollten deshalb die von Herrn Schmedt nicht in den Hintergrund geraten.

    Ich fand es gut, dass sie endlich ihre Außen wiedergefunden haben. Das war doch schon ganz anders als in Leipzig, wo alles nur auf die Mitte gespielt wurde. Den Kommentar bei Dyn fand ich Klasse, mal mit Ausnahme vom nervigen kurzen Musche. Muuuusche heißt der Mann. Ich weiß nicht, ob das an meiner Technik liegt, jedenfalls war die Kulisse der Halle extrem unterdrückt. Da geht dann die ganze Hallenstimmung verloren.

    In Halbzeit 1 saß ich in Höhe unserer Abwehr, die, auch der Torhüter, zu Beginn sehr gut spielte. Durch die Gegenstöße wurde der Vorsprung herausgespielt. Albin hatte da einige gute Abschlüsse. Schon gegen Ende der ersten Halbzeit kam Leipzig über den Kreis und über den Block. In der zweiten Halbzeit hatte der SCM fast nur noch Positionsangriffe. Dafür sind die Halben allesamt, zumindest momentan, zu schwach. Weber ist, das wiederhole ich mich, kein Spieler für Ansprüche auf hohem Niveau. Würfe über den Block fanden außer einem Versuch von Mika gar nicht statt. Stattdessen von Philipp, Albin und Omar nur stetes Anlaufen auf den Block, wo sie sich nicht durchsetzen und dann immer zur Mitte gehen und dort die Räume eng machen. Das macht das Spiel dann auch für RM und KM zu eng. An den Kreis kam fast nichts. Die Außen dürfen nicht mitspielen. Wenn ich richtig liege, hat RA nicht einen einzigen Ball zugespielt bekommen. Zu Mika: Er hat zu Beginn gespielt, musste aber nach dem einen verworfenen Ball runter. Weber durfte dann fast durchspielen und unzählige ähnliche Situationen vergurken. Irgendwie ein komisches Maß, wenn ich die Einsatzzeiten der Beiden vergleiche. Mit diesem ewigen Auf-die-Mitte-Gehen wird es noch gegen ganz andere Mannschaften schwierig. Am Ende konnten wir über den einen Punkt noch froh sein. Es war auch ein Grauen, die vergurkten freien Würfe zu sehen. Selbst mein Platznachbar aus Leipzig meinte, Leipzig hätte nun auch nicht gerade gut gespielt. Einen Glückwunsch für den verdienten Punkt haben sie sich aber verdient.

    Mittlerweile läuft es gegen Spitzenteams immer ähnlich. Der Weggang von Marko ist für mich ein wichtiger Punkt. So einen Typen, der für das Mannschaftsgefüge wichtig ist, kannst du nicht einfach ersetzen. Der war halt auch beim Final Four nach Roten Karten da und hat im auch im Angriff vollen Einsatz gezeigt. RR hatten wir in der ersten Hälfte des letzten Jahres ein top-Doppelbesetzung mit Omar als absoluten Entscheidungsspieler. Nachdem er ausfiel, war Kai da, ein Typ, der immer mit vollem Einsatz spielt. Jetzt haben wir einen Omar, der momentan bei Weitem nicht der Alte ist und einen Albin, der an das anknüpft, was er in seiner ersten SCM-Zeit gespielt hat. RL ist auch eine Baustelle. Weber ist zu schwach für Handball auf diesem Spitzenniveau. Die Torhüter sind nach wie vor viel zu wenig konstant und versagen in wichtigen Spielen zum Teil. Und dann sehe ich da momentan keine Mannschaft, schon gar keine wie im letzten Jahr. Allein die Szene, wo kurz vor Schluss ein Konter gespielt wird und Matze einen völlig unsinnigen Wurf ablässt, anstatt den nach rechts abzuspielen, spricht Bände. Mir ist da viel zu wenig Herz und Leidenschaft. Für einen Championsleague-Sieger war das heute schon eine Blamage.

    Ich bin am Sonntag in Leipzig dabei. Der SCM ist dort die einzige Mannschaft der A-Kategorie und ich hoffe doch, dass sich der stolze Preis für die Karte dann doch lohnen wird.

    Das Spiel gestern, ne, in meinem Alter droht bei sowas der Herzkasper. Glückwunsch nach Mannheim. Vor entscheidenden Siebenmetern habe ich immer einen Horror. Wie oft habe ich schon erlebt, dass die in die Hose gegangen sind. Wie es Benno schon sagte, es war nicht das beste Spiel des SCM. Die Quote lag aber auch an der sehr guten Abwehrarbeit des Gegners. Es war aber auch super, Wie unsere Jungs immer wieder zurückgekommen sind.

    Die Schiedsrichter waren zumindest im der ersten Phase des Spiels zu einseitig in Entscheidungen zu Lasten des SCM. Wenn ich die fünf abgepfiffenen Aktionen sehe, in denen dem SCM Tore weggepfiffen wurden, während z.B. bei Knorr in der zweiten Halbzeit nicht abgepfiffen wurde, war das schon ein Faktor. Aber mit der Verlängerung waren die Karten dann ja wieder ausgeglichen.

    Mannheim war bei den Siebenmetern cooler. Ich hätte schon gedacht, dass Mike wenigstens einen hält. Am Ende liegt es dann auch am Glück.

    Ich finde es aber bewundernswert, wie der SCM die enormen Ausfälle wichtiger Spieler schon recht lange wegsteckt. Abgesehen von der Qualität des Ausfalls von Oskar ist es ja auch ein Faktor, wenn Meister durchspielen muss und keine Pausen bekommt.

    Mal sehen, wie es jetzt, nachdem auch noch Oskar ausfällt, weitergeht.

    Herzlichen Glückwunsch nach Leipzig für diesen verdienten Sieg. Das Argument für die größeren Kader sind die Doppelbelastungen. Beim SCM könnte man sich die teure Bank aber getrost sparen. Es spielt sowieso nur eine Sieben fast durch. Kein Wunder, dass die oberhalb des Limits liegen. Weber war heute nicht bundesligatauglich. Da hätte man auch Oma Käthe von der Straße holen und einsetzen können. Trotzdem darf er durchspielen, wird Mika erst gebracht, als die Messen gesungen sind. Wenn man hochwertige Spieler demotivieren will, ist Benno mit seinen Dauerbankbesetzungen auf genau dem richtigen Weg. Bei gut im Mittelblock stehenden Mannschaften spielen wir immer Gisli mit Kopf durch die Wand. Der verlagert das Spiel weitgehend nach rechts, dort wird es eng. Links war heute nullkommanichts, auch deshalb. Vor anderthalb Jahren hatten wir ein höchst flexibles Spiel auch über RM und RL. Seit ca. einem Jahr wurde das System so geändert. dass die ehemals die Flexibilität tragenden Spieler auf diesen Positionen nur noch in der Abwehr spielen oder nur noch auf der Bank sitzen. Gisli war damals Ergänzungsspieler, heute ist das ganze Spiel auf ihn ausgerichtet und viel zu einseitig. Dazu komme die vielen technischen Fehler vor allem von Kai. Omar und Markus sind momentan auch nicht ersetzbar, KM ist verständlicherweise auch noch nicht eingespielt. Brandt war heute als Kommentator mehr als eine Zumutung; eigentlich ein Grund, das Sky-Abbo zu kündigen. Das war schon offene Feindschaft gegen den SCM.