Beiträge von hlp

    Mein erster internationaler Einsatz im Sport war ein Volleyballspiel in der Russenkaserne in Hillersleben. ;)

    Mal wieder ernsthaft. Ich finde schon die Einteilung in Nachwuchs, BuLi, Elite-Anschluss und Elite sehr problematisch.

    Das ist doch nach außen nicht transparent und ich kann jetzt nicht erkennen, dass in Spitzenspielen deshalb weniger diskutiert wird, eher umgekehrt und da werden ja wohl keine Nachwuchskader angesetzt. Also ist das ganze System vielleicht ein schönes theoretisches Modell, was in der Praxis dann immer wieder an seine natürlichen Grenzen stößt.

    Letztendlich ist es immer was anderes vom 10er als vom 3er zu springen und entweder man bringt es oder eben nicht.

    Es aber 8x gebracht zu haben und dann 2x nicht mehr geht auch. Garantien gibt es sowieso nicht, egal ob Elite oder Nacchwuchs.

    Auch an normalen Arbeitsplätzen gibts erstmal eine Einarbeitung und wenn du dich bewährt hast bekommst du ggf. mehr Eigenverantwortung.

    Ich kenne nur eisekaltes Wasser, ein ganzes Leben lang immer nur Seemannsköpper in eisekaltes Wasser und zwar von "wir hatten ja nüscht" bis zu "wir können nüscht mehr".

    Das hat mich ja so gestählt. Kann man aber nicht von jedem verlangen. :lol:

    Es gibt nicht umsonst einen Elitekader, einen Elite-Anschlußkader, einen Bundesligakader und einen Nachwuchskader.

    SR sind auch Menschen und wenn du solche, ohne viel Erfahrung in das "Kalte Wasser" z. B. eines Nordderbys in Flensburg wirfst oder SCM-Füchse pfeiffen lässt kann es passieren, daß sie hinterher verbrannt sind. Dann hättest du bald keine SR mehr.

    Erfahrung sammeln in der 2. Liga, bei der HBL-F, dann ggf. Spiele im Niemandsland der HBL, dann eventuell Spiele mit relativ klaren Favoriten in großen Hallen finde ich völlig OK.

    Die Qualifikation haben und diese vernünftig umsetzen können sind zweierlei paar Schuhe, wie gesagt, SR sind Menschen und keine Maschinen.

    Na ja, bis auf wenige Ausnahmen dämmt das die Diskussionen aber auch nicht ein. Irgendwann ist es dann mal so weit, dass das Wasser kälter wird.

    Ich weiß auch nicht, wie das zu messen ist, ob jetzt 10x Lemgo-Wetzlar-Gummibach-Erlangen-Balingen-Melsungen-Hannover gegeneinander und untereinander dich nun richtig oder nicht richtig auf SCM-Füchse vorbereitet hat?

    Mir haben schon öfters mal Eliten das Blut zum kochen gebracht, aber Normalos haben unaufgeregt gepfiffen.

    Egal ob Elite oder BuLi-Normalo, Garantien gibts keine, außer eine bestimmte Person managt alle Schiri-Ansetzungen.

    Das ist aber leider noch nicht der Fall.

    Es ging mir absolut nicht um Diskussionen, sondern um Informationen.

    Ich finde es absolut richtig SR Gespanne in Spielen wie hier 2. gegen 12. Erfahrungen sammeln zu lassen.

    In den direkten Spitzenspielen oder in den Spielen gegen den Abstieg sollte man sie noch nicht einsetzen und Erfahrungen in Hallen mit mehr als 3-4000 Zuschauern müssen auch gesammelt werden.

    Prinzipiell muss ein Schiri-Paar in der BuLi alles pfeifen können. Es wird ja kein extra Nordderby-Zertifikat erstellt oder ein GETEC-Pass.

    Wenn man will, kann man auch heute schon im Vorfeld Konfliktpotenzial sehen oder man wartet erst mal ab, ob es überhaupt irgendwas zu diskutieren gibt?

    Leider sind wir hier schon so weit, dass die bloße Erwähnung der Ansetzung schon die Diskussion lostritt.

    Das ist aber nicht deine Schuld.

    Er steht aber auch in erster Linie mal für sich, nur als Trainer, als Chef der Mannschaft. Wenn einem ständig nur am Zeug geflickt wird, muss man dem auch mal entgegentreten und den Gegenüber in die Schranken weisen. Das kann sachlich erfolgen, muss aber klar kommuniziert werden. Die Meckerer werden dann ganz schnell ruhiger. Gerade die Medien sind da manchmal wie die Geier und brauchen m.A.n. ab und an mal eine vor den Latz, wenn sie Probleme überdehnen. Bei Alfred ging das ja auch schon los, natürlich etwas verhaltener, man traute sich nicht so richtig.

    Vielleicht hat er das ja gemacht, aber Spieler X rennt dann zu Kromer oder Michelmännchen oder Presse und heult sich da aus.

    Bei Bayern gab es sowas auch immer mal. Spieler Y wird vom Trainer etwas hart rangenommen und der rennt dann zu Uli und/oder Kalle und/oder Medien.

    Da biste als Trainer machtlos, wenn deine eigenen Chefs die Hierarchien untergraben.

    Da hast du mit allem Recht. Ja, hätte er tun sollen und wenn es den Granden nicht passt, kann man darauf verweisen, meinetwegen auch öffentlich. Ich verstehe aber, dass er es nicht getan hat, als Neuling. Mister P ist für mich in der Nati Geschichte, ich will das Fass aber nicht wieder aufmachen.

    Richtig, ist alles kalter Kaffee. Ich reibe mich nur an dem "untragbar". Für mich hat Gislason einiges mehr getan, was dieses Prädikat eher verdient hätte, was man bei ihm aber entschuldigt.

    Eins fällt mir noch ein, das hätte Prokop unbedingt lassen müssen, weil das auch sportlich mehr als fragwürdig war, nämlich seine DHfK-Buddies zu Nationalspielern zu machen.

    Sehr gut, jedenfalls hatte und habe ich genau den gleichen Eindruck. Er hätte damals ggf. einfach mal für Ruhe sorgen müssen, auch wenn ihn das ggf. einzelne Spieler gekostet hätte. Je stärker er sich in die Defensive begeben hat, um so offensiver wurden die Kritiker. Da muss man auch mal Kante zeigen, ganz klar sein.

    Dazu hätte er Rückendeckung vom DHB gebraucht. Es ist doch ein Unterschied, ob man etwas von einem Neuling verlangt oder von einem gestandenen Trainer. Prokop hätte also Pekeler rausschmeißen sollen und Alfred darf sich zum Horst machen, wenn er ihn wieder zurückholen will.

    Ich weiß, was ich persönlich schlimmer finde.

    Der unverdrossene Tim wird heute seinem zukünftigen AG so dermaßen 1 Bein stellen, dass er nächstes Jahr nicht CL spielen muss.

    Ich finde es immer prima ausgerechnet solche Spieler zu interviewen, die nächste Saison beim Gegner spielen.

    Bei diesen Interviews müsste man nur die Namen austauschen, ansonsten sind sie inhaltlich eigentlich immer gleich.

    Das sehe ich anders. Er hatte ein Konzept und daran hätte er festhalten sollen. Ihr wolltet mich als Trainer, dann machen wir es so, wie ich es will oder ihr macht es ohne mich. Das meinte ich mit claare Grenzen setzen. Er wollte es eben allen recht machen und sowas geht nie gut. Wenn es vorher absehbar war, dass er da irgendwelche Kompromisse oder Eingeständnisse machen müsste, um den Posten zu bekommen bzw. dann auch auf dem Posten zu bleiben, hätte er gar nicht erst antreten sollen. Und dann dieser kumpelhafte Umgang mit den Spielern, nachdem er öffentlich von Pekeler so eine Breitseite bekommen, damit war letztlich jede Autorität weg. Und nach dem Turnier ging dieses Rumgeeiere ja noch weiter. Aussprachen mit den Spieler und dieser ganze Tinnef.

    Stell dir mal vor, ein Spieler würde öffentlich im Interview sagen, Benno wollte es so, aber ich habe es anders entschieden. Für den wer nicht mal mehr auf der Bank Platz.

    Ich sehe aber auch, dass Prokop zu viele Widerständler gegen sich hatte. Der DHB stand nicht voll hinter ihm und dann ist es im Grunde schon so gut wie zum scheitern verurteilt.

    Dafür war er aber als "kleiner, junger" BuLi-Trainer nicht unbedingt allein von sich aus in der nötigen starken Position.

    Dazu und zwar genau dazu hätte er Unterstützung aus dem Verband gebraucht.

    Aber selbst, wenn man ihm das zum Vorwurf macht, mein Gott, jetzt ist der kumpelhafte Ton auch wieder falsch, für den Onkel Alfred so gelobt wird.

    Aussprachen sind auch nicht per se falsch oder Tünneff, okay, manchmal kann es für eine Paartherapie schon zu spät sein, auch alles möglich, aber was ich auf keinen Fall hinnehmen kann, ist, dass man hier die Vokabel "untragbar" problemlos durchwinkt.

    Das ist für mich, nach meiner persönlichen Vorstellung von "untragbar" nur für Leute angemessen, die sich schwere Verfehlungen im zwischenmenschlichen Bereich, bis hin zur moralischen Verwerflichkeit zu Schulden kommen ließen.

    Das alles kann ich bei Prokop nicht erkennen.

    Es gab ja Möglichkeiten, auch bis zum Schluss, den Prozess aufzuhalten und umzudrehen. Davon abgesehen, dass man es gar nicht erst so weit hätte kommen lassen dürfen.

    Aber es ging ja verbandsintern auch gegen Hanning. Da kann man auch mal einen BT im Regen stehen lassen.

    Prokop hat Fehler gemacht, aber die waren m.M.n. nicht irreversibel.

    Ich hätte es so nicht formuliert (weil ich den Prokop einfach sympathisch finde), aber im Kern würde ich es so auch sehen. Nicht deswegen, weil ich ihn für keinen guten Trainer halte, im Gegenteil. Ich halte ihn für einen hervorragenden Trainer, übrigens schon seit seinen 2. Ligazeiten. Aber als BT hat er sich einfach von zu vielen Leuten, auch Spielern, treiben lassen. Er hat keine klaren Grenzen gesetzt, ist aufgrund des Drucks hin und her geeiert und hat dann auch nicht mehr an seinem ursprünglichen Konzept festgehalten. Ihm fehlte einfach die Autorität, seine Ideen gegen Widerstände durchzusetzen und dadurch wurde er im Grunde nicht mehr für voll genommen. Von niemanden, stattdessen wurde er zum Spielball der anderen und deswegen nicht mehr tragbar.

    Jetzt als Clubtrainer leistet er hervorragende Arbeit, gerade auch, was die Entwicklung aktueller Nationalspieler betrifft.

    Der DHB wusste auch, was sie sich für einen Trainer geholt haben, einen mit Konzept, der aber international noch ein Leichtgewicht ist.

    Als Verband hätten sie ihn stützen müssen, Rückendeckung geben, ggfs. Spieler zurecht stutzen, gegenüber den Medien klar sein.

    Aber was machen die, lassen ihren Trainer hängen und eiern selbst rum wie die 1. A-Klasse beim Elchtest.

    Prokop hatte doch gar keine Chance. Als er es dann anders, moderater anging, da war das dann auch nicht mehr richtig, da hatte er dann auf 1x keine Autorität mehr.

    Aber das ist alles Geschichte.

    Danach kam die große Respektsperson Gislason. Fazit bisher. Wir sind sportlich keinen Schritt weiter als unter Prokop und hatten sogar beim unantastbaren Alfred eine Trainerdiskussion und der DHB hat schon wieder eine "bella Figura" gemacht.

    Hätte der DHB damals Eier gehabt und Prokop gestärkt, hätte es u. U. diese peinliche Pekeler-Weinhold-Nummer nicht gegeben und wir wären sportlich schon mal ein paar Schrittchen voran gekommen.

    So kann man es m.M.n. auch sehen.

    Nee, nee, Muddi, das ist so eine Personalie, da würde ich sofort sagen, passt nicht, wie auch ein Cindric oder so.

    Außerdem will Wolff auch gar nicht zu uns.

    Ich war bei allen EM-Spielen in Köln dabei und fand, dass sie auch deshalb so viel Spaß gemacht haben, weil nur die Teams im Vordergrund waren und die Schiedsrichter sehr angenehm in Hintergrund blieben (von Prandis Glückswurf mal abgesehen).

    National hab ich das zuletzt leider zu oft anders gesehen (Pokalfinale letztes Jahr, aber auch mehrere Spitzenspiele diese Saison, wie Füchse - SCM, SCM - Füchse und Füchse - Flensburg).

    Ich hoffe drauf, dass diesmal so angesetzt wird, dass die Schiedsrichter wieder im Hintergrund bleiben.

    Nicht mehr, nicht weniger.

    Dir ist aber schon klar, dass du dir selbst in diesem Falle das Wasser, (Thema) abgräbst, oder? :lol:

    Ich habe ab und zu mal mit Schulle (Robert Schulze) gequatscht und dabei auch mal im Flachs gesagt, schade, dass ihr keine Spiele vom SCM pfeifen könnt und er hat (auch etwas im Spaß) gesagt, das ist vielleicht auch ganz gut so. ;)

    Meine Mutter regt es schon auf, wenn die nicht mal in einem Spiel unserer direkten Gegner ein bißchen pro SCM pfeifen. :lol:

    Vielleicht wäre es angebracht diese lokalen Beschränkungen zu überdenken. So lange Schulze/Tönnies keine SCM-Dauerkarte haben oder sich nahe Verwandte von Markus Hust (der ja nur zugezogener Berliner ist) auf Instagram im Füchse-Trikot präsentieren, sehe ich keinen Grund nicht die besten deutschen Schiedsrichter beim DHB-Pokal Final Four anzusetzen.

    Hatten wir nicht schon vor längerer Zeit die Diskussion mit den Regionalverbandsgrenzen?

    Da gibt es doch sicher Konstellationen, wo ein Schiri nur einen "Fahrradweg" vom Club entfernt lebt, den er pfeifen darf, aber zu einem anderen Verband gehört.

    Vielleicht hat der größte DHB der Welt schon durchgesetzt, dass wir nur noch zu Hause spielen.

    Zu Olympia könnten wir in Saarbrücken, Karlsruhe oder Freiburg spielen. Das ist wenigstens fast auswärts.

    Wenn wir wirklich in Paris spielen müssen kämpfen wir nur gegen japan und Argentinien um Pl. 10.

    Aber das ist okay. Neuaufbau, junges Team, Verletzungsabsagen, Fremdsprache, Weißbrot und zu streng riechender Käse.