Alles ok, aber man muss bedenken, dass der Junge jetzt sein erstes Großturnier als gesetzter Spielmacher absolviert. Natürlich ist das nochmal ein ganz anderer Druck und eine ganz andere Verantwortung. Daran muss man sich erstmal gewöhnen bzw. in diese Rolle hineinwachsen. Er kommt jetzt nicht ein paar Minuten von der Bank um Weber zu entlasten. Deshalb bin ich da tendenziell noch etwas nachsichtiger. 
Für die Berichterstattung der Medien kann er tatsächlich nichts. Ich sehe das einerseits auch so, dass es manchmal nervt und drüber ist, auf der anderen Seite macht er so auch Werbung für den deutschen Handball (der in der breiten Öffentlichkeit nunmal nur bei den Großturnieren im Januar präsent ist) und es lässt sich in der heutigen Zeit bzw. Medienlandschaft sowieso nicht verhindern. Leider ist es so, dass das auch schnell wieder in die andere Richtung umschlagen kann, wenn man dann nach Niederlagen einen Spieler herausgreift. Was in einem Mannschaftssport sowieso Quatsch ist. Man kann auch individuell glänzen und dann trotzdem verlieren, weil die Abwehr nicht funktioniert. Oder auch mal umgekehrt. Wichtig ist, dass der Junge klar im Kopf ist und damit umgehen kann. Bis jetzt habe ich den Eindruck, dass das so ist.
Ich glaube, dass man Knorr nicht besonders in Watte packen muss.
Wenn er so sensibel wäre könnte er nicht so frech seinen Stiefel spielen.
Zu den Medien kann ich nur sagen, dass ich diesen Zwang immer ein Gesicht aus einer Mannschaft herauszuheben generell bescheuert finde. Erklären kann ich mir das auch irgendwie, aber es gefällt mir halt nicht. Selbst wenn einer überproportional herausragen würde, funktioniert nur eine gute Mannschaft.
Was jahrelang mit Uwe G. abgezogen wurde, war ja schon teilweise skurril.
Außerdem setzen die Medien sich selber unnötig unter Druck. Wenn der gekürte Medienstar unter den Erwartungen bleibt, kreieren sie sich selber ein Vermarktungsproblem.