Naja es war schon fast ein invisible touch of depression dabei, als mir der Gedanke kam, einmal ein wenig in der Vergangenheit zu kramen. Gerade bei Preuss gab es ein regelrechtes Wechsel-Tohuwabohu eines extrem wechselwilligen Spielers mit ziemlich dicker Luft beim VFL, wenn ich mich recht entsinne. MP steht für mich dabei nur sinnbildlich für eine grün-rote Schablone, zu der kaum ein Neuzugang zu passen scheint. Unser neuer Perspektivtrainer der Nati hatte sich z.B. letztens erst dahingehend geäußert, dass er Kuzmanovski bei SCM im Vergleich zu früheren Zeiten überhaupt nicht wiedererkennen würde und so könnte man die Liste beliebig fortsetzen. Es bleibt für mich die Frage, warum SCHEINBAR gute Spieler bei uns zur Mangelware verkommen, und warum sich zumindest nicht wahrnehmbar jemand intern daran stört, dass wir so viele Spieler verpflichten. die dann so wenig Mehrwert bringen.
Preuss hat über Jahre bei unterklassigen Mannschaften sehr gut funktioniert und er hatte sehr gute Trefferquoten. Dazu sehr beweglich am Kreis und mit großem Aktionsradius, der auch mal von weiter außen einen reinkriegt. Dann war meine Logik, (offensichtlich zu einfach gedacht) dass er ja in MD mehr Anspiele bekommen müsste und so seinen Wert entfalten kann. In der Praxis bekommt er kaum Bälle und wenn, bekommt er sie selten rein.
Woran liegts nun? Ist der Spieler doch nicht gut genug und es fällt jetzt erst bei einem Club der oberen Regionen auf? Das wäre bei Steinert ja das gleiche. In Leipzsch und Erlangen (keine EC-Clubs) sehr auffällig, bei uns ein Tieftaucher. Fehlt doch die Klasse für höhere Aufgaben?
Am Deutsch kann es ja nicht liegen und da sind wir dann bei Kuzma. International beachteter junger Mazedonier, der zum 1. Mal seine Heimat verlässt.
Bei dem denke ich mittlerweile, dass der vielleicht zu früh zu schnell hochsterilisiert wurde und das der Kulturschock zu groß ist. Taleski hats bei den Kröstis nicht gepackt und sieht jetzt in Balingen auch nicht so glücklich aus. Ist für mich ein ähnlicher Fall. Ein paar Jahre weiter und dann bei einem guten ungarischen Verein z. B., ein bißchen mehr vertraute Mentalität um sich, ein paar Jahre gereift, dann könnte es noch was werden. Eventuell so wie bei Mackovsek. Aber bei uns wird das nix mehr. Kann man eigentlich jetzt schon einen Haken dran machen. Einer wie Smits kommt da vielleicht wirklich schneller bei uns klar, weil er als dänischer Holländer kulturell und sprachlich nicht völlig bei 0 anfängt und er auch als Rückraum-Zwerg bei uns leichter integrierbar ist, bzw. sich ganz natürlich selbst integriert.