Natürlich war da gestern auch Pech dabei. Wenn einer der weltweit besten und sichersten 7-Meter Schützen in der Anfangsphase einiges liegen lässt, dann ist das nichts womit die unbedingt rechnen konntest. Wenn dann aber auch die Abwehr nicht funktioniert, kann es natürlich eng werden. Und dass die Abwehr nicht funktioniert hat wohl auch Prokop so gesehen und dementsprechend hat er versucht zu reagieren.
Mit dem Reagieren ist das aber so einer Sache. Man kann nämlich auch überreagieren. Und genau das hat Propok getan. Die zahlreichen Personalumstellungen im Mittelblock (unter Beibehaltung des Systems) haben die allgemeine Konfusion nur noch erhöht.
Es heißt ja immer, dass er ein sehr akribischer Arbeiter ist. Das klingt gut und stimmt wahrscheinlich auch. Akribie bedeutet allerdings auch, dass man umfangreiches Mikromanagement vornimmt. Und dass kann bei einer Mannschaft, die man nicht täglich um sich hat, problematisch werden.
Warum? Weil es ganz normal ist, dass der durchschnittliche Mensch nur eine ganz bestimmte Menge an Information pro Zeiteinheit aufnehmen kann. Wenn es zuviel wird schaltet das Gehirn ganz automatisch ab. Und das kann fatal sein. Die Verunsicherung nimmt zu und Abläufe geraten weiter ins Stocken.
Mein Eindruck war, dass man diese Verunsicherung gestern förmlich mit den Händen greifen konnte bzw. in den Timeouts sehen und hören konnte. Ein Stakkato von Information in 60 Sekunden. Das schien mir einfach zu viel und zu hektisch.
Aber egal. Prokop ist intelligent und wird weiter lernen. Er und die Mannschaft werden die Unsicherheit abschütteln und das Ding am Ende gewinnen.
So sieht's aus :D[/quote]
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Das mag schon so sein, aber mir geht in dieser ganzen Diskussion allgemein etwas unter, dass unsere nicht funktionierende Abwehr trotz allem nur 25 Tore zugelassen hat und Prokop jetzt so dargestellt wird, als ob er schon verbrannt wäre und Pekeler und Wienczek das Spiel im Alleingang gerettet hätten. Unser Angriff hat auch nicht überzeugt, aber im Angriff sehe ich nicht ganz so viel "Leipziger Einfluss". Janke hat da auch nicht überzeugt, aber die Etablierten eben auch nicht.
Das war gestern kein gutes Spiel, weder von den Etablierten incl. beide TW, kein gutes Coaching von Prokop, aber eben nicht ausschließlich wegen der Leipzig-Connection. Auch unter Sigurdsson gab es Gurkenspiele. Ich finde, dass Prokop zu schnell zu schlecht wegkommt. Ist die Fangemeinde jetzt schon wieder so verwöhnt, dass nach schlechten Spielen so gezetert werden muss???
Das mit der Akribie ist doch etwas, was die Medien Prokop angedichtet haben, außerdem erwarte ich von jedem Bundestrainer, dass er akribisch arbeitet. Das ist doch nur eine Floskel, in die ich nix groß reininterpretieren würde.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wir gegen Mazedonien wieder ein besseres Spiel machen. ich halte Mannschaft und Trainer für fähig und Willens genug das wieder besser hinzukriegen.