Oh Rheiner, du machst dich hier so lächerlich. Du forderst dein Leben lang die korrekte Anwendung des Videobeweises. Und weil dir das Ergebnis ganz offensichtlich nicht in den Kram passt, wetterst du hier wie ein kleines Kind gegen das letzte Tor. Die Schiedsrichter haben den Videobeweis bemüht, selbst die Kommentatoren haben irgendwann eingestehen müssen, dass da noch 2 oder 3 Zehntelsekunden Spielzeit übrig waren, als der Ball im Tor war.
Willst du jetzt vollends zum Verschwörungstheoretiker mutieren?
Mal ein paar Fakten: Wenn der Ball mit 100 km/h geworfen wurde, braucht er für 10 cm gerade einmal 3,6 tausendstel Sekunden. Der Mensch braucht mind. 10x so lange, um optische und visuelle Reize überhaupt wahrzunehmen. Bewegte Bilder sind dabei schwieriger zu verarbeiten als statische Szenen. Zudem muss das Gehirn die Informationen von Auge und Ohr selbst synchronisieren. Das ist individuell verschieden und keineswegs konstant. Vielmehr "justiert" das Gehirn diese Synchronisation aufgrund von Eindrücken, die man sammelt, permanent nach. Die Spanne, die Bild und Ton voneinander abweichen können, vom Gehirn trotzdem aber noch als gleichzeitig wahrgenommen werden, liegt bei bis zu 100 tausendstel Sekunden. Wer jedoch aktiv Asynchronität sehen will, kann durch diesen Wunsch bis zu einem gewissen Grad seine Wahrnehmung verfälschen. Das Gehirn ist nicht gegen solche Manipulationen geschützt.
Das, was gestern passiert ist, ist ohne technische Hilfe überhaupt nicht mehr auflösbar. Selbst Vorort-Berichte sind durch die eigene Erwartungshaltung und den emotionalen Zustand beeinflusst. Und mir kann keiner erzählen, dass man bei so einem Spiel komplett emotionslos dasitzt oder steht.
Die VAR-Spielzeit ist direkt an die Hallenuhr gekoppelt. Auch Dyn greift diese Spielzeit ab. Wenn man jetzt anfängt zu diskutieren, ob alle Systeme auf die tausendstel Sekunde perfekt synchronisiert sind, dann sollte man auch über die Verzögerungen diskutieren, die eintreten, wenn ein Schiedsrichter oder der TTO-Button ein Timeout geben. Denn auch hier kommt es zu deutlichen Verzögerungen zwischen Aktion und Reaktion des Zeitnehmers. Da sind Verzögerungen von 0,5 bis 1 Sekunde realistisch. Das ist einfach Teil des Spiels.
Die SG hätte einen Punkt mitnehmen können und das hatte sie in der letzten Spielminute selbst in der Hand. Wer aber so dilettantisch zweimal den Ball verliert, hat dann einfach Pech gehabt. Auch der SCM hat das in entscheidenden Spielen in der Vergangenheit schon mehrfach geschafft.
Was die Schiedsrichter angeht: Da würde mich interessieren, ob man genauso vernichtend geurteilt hätte, wenn man nicht die Dauerbeschallung vom SG-Fanboy Götz gehabt hätte. Der hat ja keine Gelegenheit ausgelassen, zu erklären, was man zu sehen hat. Dieser Manipulation muss man sich auch erstmal entziehen können, wenn man eh' schon kein Fan des SCM ist. Peinlich auch, den Co-Kommentator permanent die eigene Meinung aufzudrücken.