Beiträge von Peter2000

    Der erste Anzünder war der Kopftreffer gegen Hernandez. Wieviel % muss man das Gesicht treffen, damit es als Gesichtstreffer zählt und wie stellen das die SR sicher das auch zu erkennen.

    Ganz ehrlich, da hat Hernandez ein bisschen zu viel draus gemacht.

    In den Handballregeln steht (englisch) "hits the head" bzw. deutsch "trifft". Eigentlich ist im Sport dieser Begriff mit einer Wirkung verbunden. Wollte man jede Berührung/Touchieren ahnden, hätte man in den Regeln einen anderen Wortlaut wählen sollen.

    Das Besondere war nicht, dass Benno getobt hat.

    Das Besondere war, dass sich ein HBL-Gespann davon nicht beeinflussen ließ.

    🦄🦄

    Du meinst also, sie hätten den Videobeweis bei der Aktion gegen Claar auch gezogen, wenn alle ruhig geblieben wären? Das bezweifle ich stark. Dann hätten sie sofort reagiert und nicht Hannover erst noch ihren Angriff nach vorn tragen lassen.

    Ebenso der massiv verzögerte Videobeweis bei der Bergendahl-Aktion. Entweder unterbrechen sie unverzüglich und nehmen den Videobeweis, oder sie lassen es komplett laufen, weil sie nichts gesehen haben. Aber erst nichts sehen wollen und dann mit der Begründung "Check Disqualification" hinzugehen, ist halt doppelt falsch.

    Mit diesen beiden Aktionen haben sie sich selbst massiv unter Druck gesetzt, weil sich klar erkennbar durch Spieler/Offizielle haben beeinflussen lassen.

    Aber zeigt doch wieder, dass Spieler die wir auf der Bank haben, nicht das Niveau haben offensiv für neue Akzente zu sorgen.

    Spieler, die nicht eingesetzt werden, können nicht zeigen, ob sie das Niveau haben, um neue Akzente zu setzen.

    Weber hätte zumindest körperlich Barcelona mehr bieten können als Gisli.

    Ich fand das gestern taktisch unklug (nicht zum ersten Mal). Die erste Sieben wird verheizt und am Ende kommt trotzdem nichts bei rum. Wenn ich das Spiel abschenken will - okay. Dann schicke ich aber irgendwann die zweite Garde auf die Platte und schone die wichtigen Spieler fürs Wochenende. Und wenn man merkt, dass sich Claar, Gisli und Oma nur noch an der Abwehr aufreiben, dann sollte man auch reagieren. Egal, ob der zweite Anzug was reißt oder nicht.

    Ja sicher, aber was willst du jetzt damit sagen?

    Vor allem, dass man die Wettbewerbe bzw. die Spiele schon wichten sollte. Magnusson wirf im DHB-Pokal super, hatte dort aber in bisher drei Spielen auch erst einen Gegner von Format. Und im Super Globe war die Quote in den entscheidenden Spielen halt auch unterirdisch.

    Wahrscheinlich muss man eingestehen, dass keiner der etablierten 7-Meter-Schützen in dieser Saison wirklich Nerven aus Stahl hat.

    Dem ist absolut so. Die Zahlen muss man sich eben aus allen 4 Wettbewerben zusammenkratzen. In der CL ist Magnusson >80% und Musche mit 77% leicht dahinter. In der HBL findet sich in etwa ein umgekehrtes Bild. Ich finde beide grundsolide.

    Können wir mal die Zahlen abgleichen?

    Magnusson: Bundesliga: 62/89; Champions-League: 47/57; DHB-Pokal: 15/16; Super Globe: 7/11 -> macht eine Gesamtquote von 131/173 = 76 %

    Musche: Bundesliga: 15/18; Champions-League: 10/13 -> 25/31 = 81 %

    Beim DHB-Pokal hatte Magnusson bisher nur Flensburg als "echten" Gegner, beim Super Globe im Halbfinale gegen Veszprem war er mit 0/2 und im Spiel im Platz 3 gegen Al Ahly mit 2/4 dabei. Zumindest im Halbfinale war das halt keine Leistung und deshalb ist die Auswirkung im Detail manchmal auch entscheidender als die aufsummierte Quote.

    6 Tore in Plock aufzuholen ist nicht so ganz einfach, zumal, wenn man nicht unbedingt muss.

    In meinen Augen bleibt es trotzdem ein verlorener Punkt. Die Abwehr war viel zu passiv. Das war eher auf Freundschaftsspielniveau und ist mittlerweile auch kein Ausrutscher mehr. Plock kommt zu 50 Torwürfen aus dem Feld, bei Magdeburg steht da eine 37. Natürlich spielt da auch das Spielkonzept eine Rolle, aber dass man dem Gegner so viele Möglichkeiten gibt, ist nicht im Sinne des Abwehrspiels.

    Es war auch nicht nur die lockere Linie der Schiedsrichter, dass es für Plock keine einzige Zeitstrafe gab. Die SCM-Angreifer hatten sichtbar keinen Bock auf Blessuren, sehr zum Missfallen von Wiegert.

    Dazu noch die schlechten Quoten von Außen. Da darf man aber auch Wiegert fragen, warum Barthold 50 Minuten spielen darf.

    Und über die 7-Meter zu Beginn des Spiels hüllen wir lieber den Mantel des Schweigens.

    Es sind halt viele Punkte, die da zusammenkamen. Aus Spielersicht nachvollziehbar, nur darf man an Wiegerts Auszeit schon ableiten, dass zumindest der Trainer andere Vorstellungen hatte.

    Das Wachs macht schon einen Riesen Unterschied..

    Keine Frage. Nur bist du sicher, dass du dich nicht mit den Jahren vertan hast? Das Verbot fluorhaltiger Wachse trat schon 2023/24 in Kraft. Damit sind das natürlich die ersten olympischen Spiele gewesen, die es betroffen hat. Aber davor hatten wir drei Weltcupjahre, wo die anderen Nationen ihre Hausaufgaben bei der Suche nach geeigneten Wachsen machen konnten.

    Zu Beginn dieser Saison wurden viele Wachse verboten, No soll sich konsequent darauf vorbereitet haben mit vielen Tests bei unterschiedlichen Schnee und unterschiedlicher Temperatur.. Ein großer Aufwand mit viel Zeit, Geld und Personal.. wie man sieht hat sich das gelohnt

    Lance Armstrong konnte sich nach seiner Krebserkrankung auch perfekt vorbereiten, indem er gezielt, von null beginnend, die passenden Muskeln aufbauen konnte. Das haben uns die Kommentatoren im TV damals so verkauft. Mit dieser Leistung gewann er 7x die Tour de France. Der Rest der Geschichte ist bekannt.

    Und dennoch hat er ja keine wirklichen Aktien an den letzten Titeln

    Ich war kürzlich auf einem Konzert. Da standen 5 Leute auf der Bühne. Rate mal, was die zum Ende gesagt haben? Sie haben ihren 200 Leuten gedankt, die an der Tour mitgewirkt haben, weil ohne diese die Tour und die Konzerte überhaupt nicht möglich wären.

    Jeder Spieler im Team, jeder Physio, jeder Co-Trainer hat seinen Anteil an den Erfolgen. Sich bei der Wertung auf das zu beschränken, was man in den 60 Minuten Spiel sieht, ist komplett an der Realität vorbei. Die findet nämlich maßgeblich außerhalb der Spielstätte statt.

    Glückwunsch an Kiel, der Sieg war verdient.

    Beim SCM hatte man offensichtlich zu viel Respekt vor den generischen Torhütern. Der Unterschied in den Wurfquoten der Außen könnte größer nicht sein. Wiederholt musste man feststellen, dass die SCM-Keeper da zu monoton agieren und im Gegensatz zu ihren Gegenübern es nicht schaffen, die Außen vor unlösbare Aufgaben zu stellen.
    Dazu kam die Arbeitsverweigerung auf der rechten Abwehrseite in der zweiten Halbzeit.

    Danke an Hornke, der wenigstens seine vier 7-Meter reingemacht hat. Das hat das Trauerspiel auf dieser Position unterbrochen.

    Zu Gislis Videobeweis: Hier vermisse ich das Statement von Rheiner, dass wieder mal zu wenig Kameras vorhanden waren. Ich bin überzeugt, dass er da eine ins Gesicht bekommen hat. Nur war das mit den Kameras nicht klar aufzulösen, weshalb es dann konsequenterweise keine Bestrafung für den Gegner geben konnte.

    Was absolut helfen würde: Wenn die Sportschau und das aktuelle Sportstudio mehr Handball Zusammenfassungen zeigen.

    Aber das wird nicht passieren...

    Wie ich bereits schrieb, gab es das vor Jahren schon mal. Und dann wurde es wieder abgeschafft. Sicher nicht, weil die Quoten durch die Decke gingen. Selbst Drittliga-Fußball zieht mehr Leute vor den Fernseher. Und der ÖRR definiert seinen Informationsauftrag halt über die Quote.

    Der Handball braucht Stories und Charaktere, die es wert sind, in den Tageszeitungen auf der Titelseite abgedruckt zu werden. Jemanden wie Kretzsche zu seinen besten Zeiten. Und man braucht Idole und Titel. 2007 hatte definitiv einen positiven Impact, der Abwärtstrend wurde einige Zeit lang verzögert. Klar hatte man sich mehr erhofft, das heißt aber nicht, dass Titel keine Wirkung haben.

    Solange die Spiele (bis auf ne Handvoll Spiele im Jahr) gefühlt fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit laufen,

    funktioniert das nicht.

    Frag doch mal die 9 Millionen angeblichen "Handballfans", was "DYN" ist. Würde mich wundern, wenn es ein VIertel weiß.

    Und das ist schon hoch gegriffen.

    Wir hatten doch schon eine Phase, in der Handball sogar am Samstag in der Sportschau präsentiert wurde und wo die Dritten Spiele übertragen haben. Hatte das was gebracht? Ich denke nicht, denn peu à peu wurde das wieder zurückgefahren.

    Kasten besten Gerstensaft, ach was, 2 Kästen, dass im Falle einer guten Heim-WM (selbst wenn´s zum Treppchen oder gar Titel reichen würde) immer noch mehr über Alfred gemosert wird, als sich einfach mal über das Erreichte zu freuen. Hält einer gegen? :hi:

    Deine Bedingung ist sehr schwammig formuliert. Wer legt denn fest, ob das "immer noch mehr" erreicht wurde?

    nur mal so ne Anmerkung zur Trainerdiskussion:

    habe in einer großen Gruppe mit einigen Nicht-Handballern die Hauptrunde und das Endspiel angesehen....

    Übereinstimmender Tenor: ...

    Deine Schilderungen zu der Wahrnehmung durch deine Gruppe sind völlig in Ordnung. Aber welchen fachlichen Wert hat das? Würde man einen Metzger als Sachverständigen vor Gericht laden, um die Arbeit eines Chirurgen zu bewerten? Der kann vielleicht das äußerlich Offensichtliche beurteilen ("die Naht sieht schön aus", "der Patient lebt noch"). Aber alles andere? Es gibt Menschen, die wollen einfach nur Unterhaltung ohne Tiefgründigkeit. Die sind mit den täglichen Telenovelas auf ARD oder dem Programm auf RTL2 zufrieden. Hier in diesem Forum tummeln sich Menschen, die ihr ganzes Leben dem Handball verschrieben haben. Die die Entwicklung der Spieler und Trainer von Anfang an verfolgen und damit wahrscheinlich eine komplett andere Sicht auf die Dinge haben.

    Frag' mal in die Gruppe, ob sie wissen, was Jugo, wegziehender Kreisläufer & Co. bedeuten. Den Kempa können die meisten vielleicht noch erklären, weil dieser spektakulär anmutende Spielzug von jedem Kommentator abgefeiert wird. Und dann frag' sie, welche Taktik sie in den Spielen erkennen. Wenn selbst ein Juri Knorr nach seinen 10 Toren sagt, dass er selbst überrascht war, dass die reingegangen sind, dann spricht das Bände. Ein Spiel auf diesem Niveau sollte nicht auf dem Prinzip Glück aufgebaut werden. Niemand verlangt von der deutschen Mannschaft ein 1-gegen-1 wie es z.B. der SCM spielt. Aber "spielt mal ein bisschen den Ball hin und her und irgendwann wirft einer in der Hoffnung, dass der Ball reingeht" ist definitiv zu wenig. Und da habe ich über die Jahre nicht wirklich eine Verbesserung gesehen.

    Man muss halt auch dazu sagen, dass Gislason nach dem Serbienspiel einiges geändert hat. Er hat vorher schlicht seine "erste Sechs" überspielt und andere Spieler fast komplett draußen gelassen. An nicht funktionierenden Konstellationen zu lange festgehalten, wartend, ob es nicht doch noch irgendwann klappt.

    Insofern gab es 2 Gislasons, den bis zum Serbienspiel und den danach. Wenn Alfred aus den Erfahrungen lernt, die Spieler die er warum auch immer bei der Kaderplanung ignoriert hat jetzt mal versuchsweise nominiert.

    Der Mann ist seit 35 Jahren Trainer, seit 6 Jahren Bundestrainer, beaufsichtigt sein 7. Turnier in dieser Funktion und braucht dann sowas wie das Serbien-Spiel, um zu erkennen, dass man die Breite des Kaders nutzen sollte? Tut mir leid, dass ich daraus nichts Positives ableiten kann. Die Spieler sind für ihn keine Unbekannten und ein solches Turnier sollte nicht auf Experimenten aufgebaut sein.

    Wie asozial kann man eigentlich Vergleiche ziehen, wenn man keinen background der angesprochenen Personen kennt. Das kann auch in die Hose gehen...

    Jetzt mal locker durch die Hose atmen. Es wird immer jemanden geben, der sich durch irgendeine Aussage getriggert fühlt. Für dich mögen 70 Sekunden Sendeausfall im wichtigsten Spiel der EM eine Lappalie sein. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass einige Zuschauer da weniger entspannt reagiert haben. Zumal ja beim Ausfall nicht erkennbar ist, wie lange dieser anhält.

    Wenn du mit meinem überspitzten Vergleich nicht klarkommst, kann ich dir eigentlich nur empfehlen, das Internet zu meiden.

    Immens wichtig, das in der Gesamtschau zu erwähnen... ich hab über das Turnier etwa 18 Stunden Handball gesehen und jetzt waren da mal 70 Sekunden Bild weg. 😅🤣😂

    Ich hoffe, du siehst die Sache auch so locker, wenn du mal an einem Beatmungsgerät hängst, das 70 Sekunden ausfällt. :D

    Okay, solche Übertragungspannen sieht man auch beim Fußball oder anderen Sportarten. Sehr selten, aber es passiert. Doof natürlich, dass es ausgerechnet im Finale und dann noch mit deutscher Beteiligung auftreten musste. Weiß man, ob das ZDF ebenfalls betroffen war?

    Der eine Spieler muss verletzt-blutend vom Feld, der andere steht direkt wieder auf. Letzteres wird härter sanktioniert.

    Die Schiedsrichter haben das Gefährdungspotenzial der Aktion zu bewerten, nicht die Auswirkungen. Und das aus gutem Grund. Blut ist ein Indikator, dass da was passiert ist. Aber es taugt eben nicht als Bewertungskriterium. Dir kann auch völlig ohne Gegnereinwirkung in der Nase eine Ader platzen und du siffst damit das halbe Spielfeld voll (schon selbst gesehen). Schiedsrichter sind auch keine Notärzte, die noch dazu ohne jegliche Untersuchung auf dem Spielfeld ad hoc eine verwertbare Diagnose stellen können. Ich habe selbst schon Schiedsrichter mit der Logik: "Die Spielerin musste behandelt werden, ergo muss die Gegnerin bestraft werden." erlebt. Das öffnet (noch mehr) Schauspielerei alle Türen. Will man wirklich die Auswirkungen bestrafen, müsste man jeden Spieler erstmal in die Notaufnahme schicken und das Ergebnis der Untersuchung abwarten.

    Der eine bekommt bei einer Abwehraktion den Arm direkt ins Gesicht, der andere bekommt den Arm eines ballführenden Spieler bei einer Drehung unabsichtlich ab. Auch letzteres wird härter sanktioniert.

    Dass man langsam auch anfängt, Angreifer öfter zu bestrafen, ist der richtige Weg. Gerade das Durchziehen des Wurfarm nach dem Wurf, um damit dem Gegner noch eins auszuwischen, sieht man leider immer mal und wird selten bestraft. Ich weiß nicht, ob es die Regelklarstellung des DHB, die hier (welche entscheidung ist richtig?) mal diskutiert wurde, noch gibt. Aber das Szenario ist zumindest in den unteren Klassen häufiger zu sehen.
    Das Platzschaffen mit dem Ellenbogen ist so ein weiteres Ding, was nicht mit den Regeln vereinbar ist. Wer mit dem Ellenbogen auf Kopfhöhe des Gegners agiert, nimmt Verletzungen in kauf. Das gilt für Angriff und Abwehr gleichermaßen.

    Unbestritten ist jedoch, dass es keine klare Linie bei den Entscheidungen gibt. Der Videobeweis hilft dann zwar, solche Verstöße zu erkennen, die Zeitlupe scheint mir aber den Impact oft zu verfälschen. Meiner Meinung nach sollte die Situation anhand der echten Geschwindigkeit bewertet werden.
    Auf der anderen Seite ist es halt eine Entscheidung wie jede andere. Einmal sieht man den Schrittfehler, einmal nicht. Einmal sieht man, dass der Werfer beim Wurf schon den Kreis berührt, das andere mal nicht. Trikotziehen ist auch so ein Ding, was nicht einheitlich bewertet wird. Klar wäre es wünschenswert, bei schweren Verstößen eine einheitlichere Linie zu haben, aber wie soll das klappen, wenn nicht einmal die Basics der Handballregeln auf Einhaltung kontrolliert werden? Solange ein Mensch die Spielleitung innehat, wird sich das nicht grundlegend ändern.