Beiträge von Peter2000

    Ich habe mir das Video jetzt mehrfach auf 0,25x Geschwindigkeit angeschaut. Der Ball verlässt die Hand genau in dem Moment, wo die Sirene ertönt. Die Dyn Uhr steht da zwar noch auf 59:59, aber das spielt keine Rolle, da sie nicht mit der Hallenuhr gekoppelt ist. Was eine Rolle spielt, ist, ob Bild und Ton synchron sind. Ich glaube eigentlich, dass ich eine gute Wahrnehmung dafür habe. Man bekommt es ja mit was Timing bei Schiri Pfiffen angeht, Reaktionen der Spieler darauf, Reaktionen des Publikums. Da gab es keinerlei Anhaltspunkt, dass Bild und Ton nicht synchron sind. Schon gar nicht die 0,3 Sekunden, die es ca braucht, damit der Ball rechtzeitig im Tor war. Das würde man eindeutig merken. Das war kein Tor. Flensburg sollte klagen.

    Wer sagt, dass die Uhr nicht mit der Hallenuhr gekoppelt ist? Das Gegenteil sollte der Fall sein. Die technischen Anforderungen der HBL geben nämlich genau das vor. Über das System "Scoreboard Connect" bekommt Dyn die Daten direkt vom Kampfgericht. Hinterfragen könnte man allenfalls, ob beide Anzeigen auf die 1/1000-Sekunde synchronisiert sind. Dieselbe Frage darf man übrigens auch hinsichtlich der eingesetzten Kameras und Mikrofone stellen.

    Bei angenommenen 100 km/h sind es weniger als 0,2 s, die der Ball vom Verlassen der Hand bis ins Tor braucht. Und wie ich bereits ausführlich schrieb, befinden wir uns da in einem Zeitbereich, den der Mensch nicht mehr sauber zeitlich auflösen kann.

    Entsprechend einiger Vorortberichte wurde das Tor per VAR geprüft. Das ist ja eines der einfachsten Szenarien für den Videobeweis, wenn die Kamerabilder passen. Wer weiter darauf pocht, dass das Tor nicht innerhalb der Spielzeit erzielt wurde, unterstellt damit quasi Betrug, da ein Irrtum durch die Schiedsrichter praktisch ausgeschlossen ist. Und das ist dann schon harter Tobak.

    Interessanterweise scheint es von SG-Seite aus keine Zweifel am Tor zu geben. Oder nehme ich den Aufschrei einfach nur nicht wahr? Bisher sind es doch einfach nur die enttäuschten Fans, die das nicht wahrhaben wollen.

    Nagelsmann der hatte bisher keinen Erfolg.

    Naja, das sollte man schon in Relation zur Anzahl der gespielten Turniere sehen. Gislason hat zu Beginn der Karriere als Nationaltrainer auch nicht überzeugt. Er brauchte sechs Turniere bis zur ersten Medaille. Nagelsmann hat erst zwei (mit der Nations-League) in der Bilanz.

    Ob die Schiedsrichter im Handball das Problem sind? Da möchte ich doch ein großes Fragezeichen dran setzen. Es ist eher die Anspruchshaltung von außen, gepaart mit sehr schnellem Spiel und "verbesserten" technischen Kontrollmöglichkeiten.

    Dazu kommen Kommentatoren, die jedem Marktschreier den Rang ablaufen könnten. Dieser teils schon krankhafte Zwang, Situationen bewerten zu wollen, bevor es überhaupt eine Wiederholung der Szene oder eine bessere Darstellung gab, ist Gift für den Sport. Gepaart mit mangelnder Regelkenntnis ergibt das ein Niveau, das man genauso gut auf der Tribüne erleben kann, wo die Fans nach dem fünften Bier sowieso alles ganz anders sehen. Dabei geht völlig verloren, dass auch Schiedsrichter nur Menschen sind.

    Oh Rheiner, du machst dich hier so lächerlich. Du forderst dein Leben lang die korrekte Anwendung des Videobeweises. Und weil dir das Ergebnis ganz offensichtlich nicht in den Kram passt, wetterst du hier wie ein kleines Kind gegen das letzte Tor. Die Schiedsrichter haben den Videobeweis bemüht, selbst die Kommentatoren haben irgendwann eingestehen müssen, dass da noch 2 oder 3 Zehntelsekunden Spielzeit übrig waren, als der Ball im Tor war.

    Willst du jetzt vollends zum Verschwörungstheoretiker mutieren?

    Mal ein paar Fakten: Wenn der Ball mit 100 km/h geworfen wurde, braucht er für 10 cm gerade einmal 3,6 tausendstel Sekunden. Der Mensch braucht mind. 10x so lange, um optische und visuelle Reize überhaupt wahrzunehmen. Bewegte Bilder sind dabei schwieriger zu verarbeiten als statische Szenen. Zudem muss das Gehirn die Informationen von Auge und Ohr selbst synchronisieren. Das ist individuell verschieden und keineswegs konstant. Vielmehr "justiert" das Gehirn diese Synchronisation aufgrund von Eindrücken, die man sammelt, permanent nach. Die Spanne, die Bild und Ton voneinander abweichen können, vom Gehirn trotzdem aber noch als gleichzeitig wahrgenommen werden, liegt bei bis zu 100 tausendstel Sekunden. Wer jedoch aktiv Asynchronität sehen will, kann durch diesen Wunsch bis zu einem gewissen Grad seine Wahrnehmung verfälschen. Das Gehirn ist nicht gegen solche Manipulationen geschützt.

    Das, was gestern passiert ist, ist ohne technische Hilfe überhaupt nicht mehr auflösbar. Selbst Vorort-Berichte sind durch die eigene Erwartungshaltung und den emotionalen Zustand beeinflusst. Und mir kann keiner erzählen, dass man bei so einem Spiel komplett emotionslos dasitzt oder steht.

    Die VAR-Spielzeit ist direkt an die Hallenuhr gekoppelt. Auch Dyn greift diese Spielzeit ab. Wenn man jetzt anfängt zu diskutieren, ob alle Systeme auf die tausendstel Sekunde perfekt synchronisiert sind, dann sollte man auch über die Verzögerungen diskutieren, die eintreten, wenn ein Schiedsrichter oder der TTO-Button ein Timeout geben. Denn auch hier kommt es zu deutlichen Verzögerungen zwischen Aktion und Reaktion des Zeitnehmers. Da sind Verzögerungen von 0,5 bis 1 Sekunde realistisch. Das ist einfach Teil des Spiels.

    Die SG hätte einen Punkt mitnehmen können und das hatte sie in der letzten Spielminute selbst in der Hand. Wer aber so dilettantisch zweimal den Ball verliert, hat dann einfach Pech gehabt. Auch der SCM hat das in entscheidenden Spielen in der Vergangenheit schon mehrfach geschafft.

    Was die Schiedsrichter angeht: Da würde mich interessieren, ob man genauso vernichtend geurteilt hätte, wenn man nicht die Dauerbeschallung vom SG-Fanboy Götz gehabt hätte. Der hat ja keine Gelegenheit ausgelassen, zu erklären, was man zu sehen hat. Dieser Manipulation muss man sich auch erstmal entziehen können, wenn man eh' schon kein Fan des SCM ist. Peinlich auch, den Co-Kommentator permanent die eigene Meinung aufzudrücken.

    Bis auf Dänemark unterliegt doch jede Nationalmannschaft erhebliche Leistungsschwankungen. Jede Mannschaft hat andere Stärken und unsere liegen eben in der Abwehr im Zusammenspiel mit Torwart.

    Aktuell mag das so sein. Aber viele Nationen hatten ihre goldenen Generationen.

    Und wenn ich die Halbfinalteilnahmen der letzten 10 Jahre sehe (=14 Turniere), dann sind Dänemark (11) und Frankreich (10) fast gleichauf. Danach kommt Spanien mit 8. Deutschland hat das nur 6x geschafft und ist damit auf dem Niveau von Schweden und Kroatien (je 5). Dänemark sticht lediglich hervor, wenn man sich auf den Titel beschränkt. Da haben sie 7, was einer Quote von 64 % bezogen auf die Halbfinalteilnahmen entspricht. Ist man genügsamer, gibt sich also mit Platz 1-3 zufrieden, bleibt Dänemark immer noch an der Spitze (10x), Frankreich und Spanien liegen mit 8x aber nicht so weit weg.

    Natürlich kann man jetzt noch schauen, wie knapp oder deutlich die Spiele gegeneinander ausfielen. Aber über 14 Turniere hinweg sollte sich im Mittel schon ein klares Bild ergeben. Dänemark ist die Mannschaft der Stunde, aber "erhebliche Leistungsschwankungen" bei allen anderen würde ich allenfalls als Momentaufnahme bezeichnen.

    Du verfällst wieder in Wunschdenken. Ein Nationaltrainer muss sich der Realität im Hier und Jetzt stellen und kann nicht ein Konzept spielen lassen, für das die Spieler (noch) nicht reif sind.

    Fordern kann man viel. Nur was willst du als Nationaltrainer machen, wenn es die Spieler von ihren Heimvereinen aus nicht mitbringen? Wiegert hat sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag Zeit, die Spieler zu formen. Teil der Wahrheit ist aber auch, dass er sich Spieler zusammengesucht hat, die seine Philosophie in Perfektion umsetzen können. Der SCM-Kader hat jedoch genug prominente Beispiele, wo Wiegert offensichtlich der Meinung ist, dass sie das nicht hinbekommen. So trivial, wie es hier rüberkommt, ist dieses "Fördern" dann also doch nicht.
    Und Dänemark ist eine ganz andere Hausnummer. Da herrscht ja weitgehend Einigkeit hier im Forum, dass dort bereits im Kinderbereich deutlich mehr in die spielerische Entwicklung investiert wird. Und auch beim Handball gilt: Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr.

    Ich bin übrigens der Meinung, dass Köster nicht in die Kategorie "kann es" fällt. Jedenfalls nicht auf dem Niveau, wie man es in der Weltklasse bräuchte. Dazu ist er einfach zu groß. Die Statistik zeigt ziemlich klar, dass die besten 1-gegen-1 Spieler allesamt kleiner als 2 m sind.

    Meine Spielidee besteht ganz elementar darin, dass man im Angriff weniger auf Distanzwürfe und Kreisanspiele zu setzen. Mehr 1:1 mit Folgehandlung. Wenn man statistisch mal auswerten würde, dann ist das Spie unserer Nationalmannschaft insbesondere in den Spielen gegen Dänemark geprägt von Distanzwürfen und Zweiergruppe Rückraum-Kreis. Ich würde, ähnlich wie es Saugstrup in Magdeburg macht, mehr auf Sperren und Durchbruchhilfen setzen. Das, was unsere Nationalmannschaft spielt, ist das was Dänemark haben möchte.

    Und haben wir dazu auch die passenden Spieler?

    Heiner Brand ist meiner Meinung nach letztendlich genau daran gescheitert, dass er stur an seinem Spielkonzept festgehalten hat, irgendwann dafür aber nicht mehr die passenden Spieler hatte. Auch Prokop scheiterte daran, dass er das Konzept an erste Stelle stellte und deshalb auf Spieler zurückgriff, die der Rest Handballdeutschlands eher nicht aufgestellt hätte.
    Und wir reden hier halt nicht von einer Vereinsmannschaft, die sich weltweit genau die Spieler zusammensuchen kann, die perfekt ins Spielkonzept des Trainers passen. Wir brauchen ein Konzept, welches die Stärken der zur Verfügung stehenden Spieler fördert. Und dazu ist ja auf den letzten Seiten ausführlich geschrieben worden. Wir haben Spieler für die erste Welle, wir haben Rückraumshooter, wir haben einen, der die Bälle verteilen kann. 1-gegen-1 Spieler wie die Rückraumreihe des SCM oder einen Gidsel, der Lücken sieht, die kein anderer sieht, haben wir nicht. Unter größtem Druck noch die richtige Entscheidung zum Abspiel zu treffen - das braucht blindes Verständnis und Nerven aus Stahl. Das sehe ich bei den Spielern nicht.

    Sarah Engels hat eigentlich eine tolle Stimme. Aber der Song war nur mäßiger Durchschnitt und leider hat der Sound überhaupt nicht gestimmt. Da wundert die Platzierung auch nicht.

    Auch abseits des ESC scheint ihre tolle Stimme nicht für musikalischen Erfolg zu reichen. Ich hatte mir im Vorfeld mal ihre Chartplatzierungen angeschaut und das war dann schon recht ernüchternd. Nach DSDS, und das ist 15 Jahre her, kam da nichts mehr, was erwähnenswert ist.

    Das Understatement auf den letzten Seiten gefällt mir. Meist läuft es dann gut für den SCM.

    Wenn aber, wie hier propagiert wird, kleinste Details ausreichen, dann wissen wir doch sowieso erst kurz vor dem Spiel, wie die Ausgangslage wirklich ist.

    Puh, war ja wieder klar. Du würdest also, bei blutender Wunde sagen, „nö, das muss man sich nicht nochmal angucken“? Blago wurde 15 Min in der Kabine behandelt und kam auch generell nicht mehr ins Spiel zurück.

    Ich wiederhole hier mal, was ich bereits mehrfach schrieb: Wenn ein Schiedsrichter aufgrund einer vermeintlichen Verletzung eine Entscheidung trifft, hat er seinen Job verfehlt und sollte Pfeife und Ausweis abgeben. Ich habe selbst schon erlebt, wie eine Spielerin mit der Begründung "Aber die Gegnerin musste doch behandelt werden" von den Schiedsrichtern vom Platz gestellt wurde. Dabei waren es die Schiedsrichter, die die Betreuer aufs Feld gerufen haben. Mit solchen Aktionen überschreiten die Unparteiischen ihre Kompetenzen. In den allermeisten Fällen dürften das keine ausgebildeten Notärzte sein und selbst wenn, dann finden fundierte medizinische Diagnosen in der Notfallambulanz statt und nicht auf dem Spielfeld.

    Die Handballregeln geben diese Argumentation einfach nicht her. Die Schiedsrichter haben Entscheidungen aufgrund einer Aktion und deren Gefährdungspotenzial zu treffen, nicht aufgrund des Resultats. Ein Kopftreffer wird nicht zur Lappalie, nur weil der Getroffene nicht in Neymar-Manier auf dem Feld zum Sterbenden mutiert, sodass man gewillt ist, den Leichenwagen zu rufen. Die Schiedsrichter haben einzig zu berücksichtigen, wie dieser Treffer zustande kam, und nicht, welche Auswirkungen er scheinbar hatte oder auch nicht hatte.

    Im Übrigen gilt im Handball das Verursacher-Prinzip. Kommt es zum Zusammenstoß, ist nicht automatisch derjenige zu bestrafen, der nicht blutet oder nicht am Boden liegen bleibt. Es ist der zu bestrafen, der regelwidrig gehandelt hat. Wenn ein Abwehrspieler aktiv in den Angreifer hineingeht, dann geht die Aktion von ihm aus. Muss ein Angreifer hier im Vorfeld schon alle Eventualitäten berücksichtigen? Nein. Würfe/Abspiele finden nunmal auf Kopf-/Oberkörperhöhe statt und sind elementarer Bestandteil des Handballspiels. Wenn der Abwehrspieler meint, da aktiv in einen Wurf gehen zu müssen, nimmt er bewusst das Risiko in Kauf, getroffen zu werden.
    Anders zu bewerten wäre es nur, wenn sich der Abwehrspieler regelkonform verhält und der Angreifer zum Beispiel den Wurfarm durchzieht und dem Abwehrspieler dabei noch eine mitgibt. In dem Fall wäre tatsächlich der Angreifer zu bestrafen.

    Wie gesagt: Die anderen Sportstreaming-Anbieter haben diese Spots auch.

    "Das machen alle anderen ja auch" war schon immer ein Totschlagargument.

    Die Werbung im Vorlauf des Streams entsteht durch die Zustimmung der Cookies bei DYN.

    Nö. Die Werbung "entsteht", weil Dyn sie senden will. Mit den Cookies bzw. der Zustimmung kann man lediglich steuern, ob man sie empfängt oder nicht.

    Mal ganz blöd gefragt: ist es so ohne Weiteres möglich, Werbung vor dem Stream einzubauen, wenn man ein Jahresabo abgeschlossen hat? Schließlich habe ich es zu den damaligen Voraussetzungen abgeschlossen, sprich: ohne Werbung. Ich bin rechtlich wahrlich kein Profi, das scheint mir jedoch auf den ersten Blick schwierig zu sein. Das damalige Angebot, für das ich im Vorhinein bezahlt habe, besteht ja nicht mehr.

    Die Rechtslage ist wohl so, dass Werbefreiheit explizit erwähnt sein müsste, was in den derzeitigen AGB nicht der Fall ist. Damit dürften sogar Livestreams unterbrochen werden.

    Letztendlich kann man nur über sein Abo bzw. die Kündigung desselben steuern, ob man im PayTV Werbung akzeptiert oder nicht.

    Szeged europäisches Schwergewicht und Vezsprem sehr schwach. Schon klar 🤯

    Im direkten Vergleich miteinander hat Veszprem diese Saison 2x nur mit einem Tor Unterschied gegen Szeged gewonnen. Lediglich das Heimspiel Veszprems in der Liga endete mit +6 für den Gastgeber.

    Und auch in der Vorrunde der Champions League waren beide nur zwei Siege auseinander. In den Play-Offs räumte Szeged Kielce weg. Da hatte ich im Vorfeld jetzt nicht gelesen, dass das zu erwarten war. Eher im Gegenteil, Kielce wurde da als Favorit gehandelt.

    Also ich würde jetzt keine von den beiden Mannschaften in den Keller reden. Die hatten beide ihre Berechtigung, im Viertelfinale zu stehen.

    Gibts dafür überhaupt noch 2 min oder ist das fordern aus dem Strafenkatalog verschwunden? Vor ein paar Jahren wurde das ja mal kurzzeitig konsequent durchgezogen nach dem Motto "wer 2 min fordert bekommt sie - selber". Aber jetzt ist da schon lange nicht mehr passiert.

    Regel 8.7 a) Progressive Bestrafung wegen "verbale oder nonverbale Aktionen, um eine bestimmte Entscheidung der Schiedsrichter herbeizuführen"

    Zumindest in den unteren Klassen kennen die Schiedsrichter diesen Teil des Regelheftes.

    Bei der Volksstimme versucht man in letzter Zeit offenbar häufiger, mit einer Hinwendung zum Boulevardjournalismus, schwindende Leserzahlen zu stoppen.

    Die "letzte Zeit" dauert jetzt schon ein paar Jahre. Volksstimme und Mitteldeutsche Zeitung wurden vom Bauer Verlag übernommen. Deren Kompetenz liegt eher im Bereich "Astrowoche" oder "Tina". Diese Clickbait-Überschriften mit inhaltsleeren Artikeln passen 1:1 zur Klatschpresse. Ich bin mir seit langer Zeit sicher, dass da nur noch Redakteure landen, die selbst für die Bild-Zeitung zu schlecht sind. Wirklicher Journalismus, der dieses Wort verdient, findet so gut wie nicht mehr statt. Mit sinkenden Abo-Zahlen haben alle Zeitungen zu kämpfen. Aber hier wurden einst seriöse Produkte komplett gegen die Wand gefahren. Immerhin geht man aber zwischenzeitlich schon wieder etwas sparsamer mit Warum/Darum in den Überschriften um. Hoffnung auf eine grundsätzliche Besserung habe ich trotzdem nicht.

    Ähnlich wurde es Ende letzten Jahres bei der Handball-WM der Frauen im Spiel zwischen Serbien und den Färöer Inseln gehandhabt. Ein kurzes, aber merkliches Verzögern des freien Torwurfes und auf der Stelle prellen genügte zur sofortigen Entscheidung auf Passives Spiel.

    Link zum Video

    Ich finde nicht, dass die Situationen vergleichbar sind. Die Szene mit den Serbinnen war eine glasklare "Arbeitsverweigerung". Die Spielerin hat alles dafür getan, nicht werfen zu müssen.

    Beim BHC geht der Blick des Spielers nach vorn, er sucht seine Mitspieler. Dann zieht er drei Gegner auf sich und es folgt der lange Pass nach vorn. Aus meiner Sicht ist das eigentlich ein genialer Schachzug.

    Vielleicht in dem er versucht in der Vorwärtsbewegung mit Prellvorgang an dem Gegenspieler vorbei zu kommen oder einen Freiwurf zu erzwingen?

    Und wo steht in den Handballregeln, dass dies die einzige zulässige taktische Methode ist? Handball lebt auch ein bisschen davon, dass man Dinge tut, mit denen der Gegner nicht rechnet. Und vor allem Bundesligaspielern sollte man diese Fähigkeit zugestehen.