Beiträge von Peter2000

    Ich finde die Diskussion um Weber schwierig. Vor allem, wenn man tatsächlich den Chancentod Kühn als Alternative ins Feld führt. Kühn hat bei seinen bisherigen Auftritten in der Nationalmannschaft nur selten geglänzt. Er lebt von seiner Wurfgewalt, hatte aber zu oft deutliche Defizite bei der Wurfqualität.

    Was hätte Weber denn gegen Norwegen, nüchtern betrachtet, bei 7 Minuten Spielzeit ausrichten sollen? Er kam rein, holt sofort einen 7m und eine Zeitstrafe raus und hatte dann eine unglückliche Aktion, bei der er den Wurf verweigert. Nur Ernst hatte noch weniger Spielzeit bekommen.

    Für die Zahlenliebhaber sollte das Problem doch klar erkennbar sein: M'Bengue 1/4, Häfner 1/4, Steinert 1/3. Macht 3 Tore bei 11 Versuchen durch den rechten Rückraum. Da muss etwas passieren, dann entspannt sich auch die Situation für die anderen Spieler.

    Als Juri Knorr den Sagosen wegstieß habe ich mit einer roten Karte, aber mindestens mit zwei Minuten gerechnet.

    Allerdings habe ich nicht erkannt, ob und ggfls. was Sagosen gemacht hat.

    Wegstieß? Er hat ihn leicht angestupst und Sagosen hat sich daraufhin wie ein nasser Sack nach hinten fallen lassen. Dieses theatralische Verhalten haben die Schiedsrichter wahrscheinlich genauso wahrgenommen.

    Was gestern leider öfter zu wünschen übrig ließ, war die Wurfqualität. Und das macht mir etwas Sorgen. Die Norweger haben es mit ihrer beweglichen Abwehr den Deutschen schwer gemacht und so musste man deutlich mehr als in den vorangegangenen Spielen investieren, um einen Werfer in Position zu bringen. Jetzt kann man spekulieren, ob es der Kräfteverschleiß war oder der Respekt vor den gegnerischen Torhütern. Aber die Würfe waren halt auch aus guter Position nicht so platziert, wie sie es gegen Bergerud hätten sein müssen. Dazu kamen einige unnötige, schlecht vorbereitete Abschlüsse. Aber die hatten die Norweger auch.

    Leider ist diese Abschlussschwäche meiner Meinung nach eine Blaupause zu früheren Turnieren. Und das ist auch nichts, wo man einfach nur einen Schalter umlegen muss und dann funktioniert es wieder. Aber natürlich würde ich mich gerne eines Besseren belehren lassen. Morgen wissen wir mehr.

    Mag sein, hab es ihm aber nicht angemerkt. Woran machst Du das jetzt fest?

    Wahrscheinlich, weil er den Namen "Dahmke" erwähnt hat...

    Ich konnte da ehrlich gesagt keine Ignoranz erkennen.


    Was ich interessant finde: Die Spieleröffnungen sind offenbar alle auf die linke Seite ausgelegt. Wechsel zwischen RL und RM oder der weiten Bogen, der LA läuft. Von der rechten Seite aus hat man das, zumindest heute, nicht gesehen. Insgesamt empfand ich das Spiel, vor allem in der zweiten Halbzeit, als sehr linkslastig. Kann natürlich auch Taktik gewesen sein, aber Groetzki stand da gefühlt ziemlich alleine auf der rechten Seite.

    Meine Güte, da spielen Menschen. Ich gestehe den Jungs Fehler, Unkonzentriertheiten etc. zu.

    So ist das Leben. Mal gewinnt man, mal verliert man. Wobei der SCM in diesem Jahre höchst selten verloren hat und trotz Kreisklasseniveaus Vereinsweltmeister geworden ist. :D

    5 Euro fürs Phrasenschwein.

    Keine Ahnung, ob es Blödheit war. Das maße ich mir nicht an. Jetzt die richtigen Lehren daraus ziehen und weiter geht's.

    Offensichtlich zieht man keine Lehren daraus, denn es ist eben nicht das erste Mal, dass man auf diese Art und Weise verliert. Und das hat auch nichts mit Unkonzentriertheit zu tun. Das ist ein klarer taktischer Mangel, den Gegner, der massiv unter Zeitdruck steht, so zu empfangen.

    Und jede Kreisklassemannschaft spielt auch in der Champions League.

    Champions-League heißt also: Zu dämlich, einen Gegner, der nach Anwurf noch 4 Sekunden Zeit hat, am Wurf zu hindern?

    Ehrlich: Das ist kein Konter, bei dem sich die Abwehr nicht sortieren kann. Da muss man nicht vogelwild offen bei 10 m rumstehen. Stoppfoul vor dem Wurf, koste es, was es wolle. Und das siehst du in der Kreisklasse.

    Im Gegensatz zum Kopftreffer beim Siebenmeter ist beim freien Wurf nicht entscheidend ob sich der Torwart bewegt - solange er den Kopf nicht aktiv in Richtung des Balles bewegt. Dazu die neue Regel im Wortlaut:

    Das macht die Sache nicht unbedingt klarer (die Regel dazu hatte ich mir schon durchgelesen). Im speziellen Fall folgte Landin aktiv dem LA und bewegte sich damit natürlich mit seinem Kopf dorthin, wo man als Außen typischerweise auch hinwerfen würde. Der Körper von Landin nimmt natürlich auch seinen Kopf mit. Eine Bewegung ausschließlich des Kopfes ist ja örtlich nur eingeschränkt möglich. Und beim Ablauf der ganzen Szene reden wir dann auch von Millisekunden, die der Torhüter seinen Kopf vielleicht eher an der Position hatte, bevor der Ball dort eintraf. Aus meiner Sicht waren da beide Spieler in Bewegung und damit greift die Regel meiner Auffassung nach eben nicht.

    Bei 31:40 bekam Matthes 2 min für einen Kopftreffer gegen Landin. Wie ist da die Bewertung der Szene? Der Kommentator meinte, dies sei eine klare Zeitstrafe. Jedoch folgt Landin der Bewegung des LA und verändert damit auch die Position seines Kopfes. Ich sehe das deshalb kritischer und nicht so glasklar wie der Kommentator.

    Diese Amtliche Mitteilung wurde auch im Schiedsrichter-Portal veröffentlicht.

    Es gibt drei DHB-Zusätze zu den Regeländerungen:

    • Und der dritte Zusatz betrifft die Ballgröße und das Gewicht. Dort sollen im Spielbetrieb Handbälle der Kategorie a) (also mit Harz) verwendet werden.

    Wie muss ich diese Regelung verstehen? Gilt Kategorie a) damit nur für den DHB-Bereich und die Landesverbände/Spielbezirke können eigene Regelungen zur Ballgröße treffen oder gilt das bis runter in die niedrigste Spielklasse?

    Das Tor war sichtlich irregulär. Es gab einen VAR-Einsatz und 3 Schiedsrichter sehen es nicht. In einem EC-Finale. Punkt!

    Protest, Grüner Tisch, die EHF soll sich äußern, egal in welcher Form, fertig.

    Dazu müssten aber, wie hier schon geschrieben, erst einmal klare Regeln vorliegen, was durch den Videobeweis entschieden werden darf und was nicht. Wenn es diese Regeln gibt, haben sie IHF/EHF gut versteckt.

    Das Spiel von Lissabon ließe sich schon etwas entschärfen, wenn die Kreiseintritte ihres Kreisläufers gepfiffen werden würden. Da haben die Schiedsrichter überhaupt kein Auge darauf.

    Ansonsten liegt es nur am SCM selbst. Wenn sie verinnerlichen, dass da ein Torhüter im gegnerischen Tor steht und die halbherzigen Würfe unterlassen würden, könnte es deutlich besser aussehen.

    Ich freue mich trotzdem auf die zweite Halbzeit.

    Das ist aber inhaltlich nicht richtig zusammengefasst. Die Absage stammt derzeit einseitig aus Halle und in der PM steht sogar drin, dass es keine Bestätigung der spielleitende Stelle dazu gibt. Bin gespannt, ob da noch was nach kommt. Denn meiner Meinung nach sehen die Durchführungsbestimmungen der HBF diese Art der Spielabsage nicht vor. Es gibt auch keine definierte finanzielle Strafe für eine solche Spielabsage.

    Über den Durchführungsbestimmungen steht die Spielordnung des DHB. Und da gibt es den § 47, der sich der Nichtaustragung von Spielen widmet.

    Ungeachtet möglicher finanzieller Strafen steht es damit jeder Mannshaft frei, nicht zum Spiel anzutreten. Die folgenden Paragraphen der Spielordnung regeln dann, wie das Nichtantreten geahndet wird.

    Verdienter Sieg des THW.

    Die physische Überlegenheit des THW hat Magdeburg vorne und hinten die Grenzen aufgezeigt. Vielleicht auch ein Fingerzeig in Richtung Kretzsche & Co., die das Magdeburger Modell als Zukunft des Handballs ansehen.

    Bei Magdeburg leider Magnusson und Smits mit schwacher Leistung, bei den anderen Rückraumpositionen hatte Wiegert überhaupt keinen Plan B. Damgaard offensichtlich nicht wirklich spielfähig, da hätte man aber auch mal O'Sullivan für Weber bringen können. Bezjak wäre auf RM sicher auch eine Überlegung wert gewesen. Aber Wiegert wird sicher wissen, warum er nicht mehr auf die beiden vertraut.

    Das Torhüterduell ging wie zu erwarten an Landin. Auch das sicher ein entscheidender Faktor für den Sieg.

    Nicht ganz finaltauglich agierte der Kommentator der ARD. Brav ein paar Schlagworte auswendig gelernt (weiße Mauer, weiße Wand, Rekordpokalsieger) und diese dann im Minutentakt wiederholt. Das war fast so monoton wie der Angriff des SCM. Auch da fehlte die nötige Variabilität. Das ehemals weltweit bewunderte Kreisläuferspiel des SCM fand überhaupt nicht statt, die Außen hatten in den entscheidenden Momenten keine Lösung gegen Landin. Richten sollten es die 3 aus dem Rückraum. Da fehlte einfach der Plan B.

    Die Schiedsrichterleistung - naja... Nicht entscheidend für den Ausgang des Spiels, aber leider auch nicht wirklich finaltauglich. Am Anfang haben sie sich nicht auf die Schauspielerei von Duvnjak und Sagosen eingelassen, dann aber doch recht wild und ohne Substanz Zeitstrafen verteilt.

    Gut, dass das Spiel nicht im regulären Fernsehen läuft. Das ist keine gute Werbung für den Handball.

    Warum ist Weber eigentlich nicht mehr dabei? Ach ja, er passt nicht in Alfreds System (wurde so beim letzten Spiel vom Kommentator gesagt). Nur welches System soll das sein? Egoshooter auf Halblinks? Das funktioniert irgendwie nicht so toll heute.