Beiträge von Peter2000

    Ein Basketballtrainer hat mal gesagt, das Mannschaften die einen Rückstand aufholen müssen mehr Kraft investieren müssen.
    Durch diesen erhöhten Kraftaufwand fehlt diesen Mannschaften in den entscheidenden Momenten eines Spiels die notwendige Konzentration
    um zu treffen. Das war auch die Aussage von AG nach dem Spiel.
    Er wußte sicher schon vor dem Turnier das er ein "Himmelfahrtskommando" zu leiten hatte mit der Reihe von in internationalen Endspielen
    unerfahrenen Spielern. Das kann man weder dem Trainer noch den Spielern anrechnen.

    dies ständige abwälzen der verantwortlichkeiten auf den trainer- na ja, auf dem spielfeld wird letztlich entschieden,
    da reicht es nicht, da kannste als trainer einen plan haben, wenn man mit der stärke der nati hinten im block so schlecht
    aufgestellt ist, dann kommt man taktisch mit tempogegenstössen etc. auch nciht hin. positionsspiel ist nicht richtig
    unser ding-wir haben auch gestern oft von guten einzelleistungen gelebt.
    spielerisch momente a la baur gibts da kaum.

    Den Spielern möchte ich auch nichts anrechnen. Aber den Plan darf man hinterfragen. Kraftaufwand/Konzentration sind für mich Ausreden. Der Trainer kann sich vor dem Spiel aus 20 Spielern 16 auswählen. Es ist seine Aufgabe, deren Einsatz so zu manangen, dass man auch in der Crunch-Time noch mithalten kann.
    Und wenn man den Rückstand nur den Spielern zuschreibt, dann macht man es sich auch zu einfach. Der Trainer legt die Formation fest, die spielt. Damit ist er mitverantwortlich, wenn er zu Beginn statt der besten lieber die Lieblingsformation auf den Platz schickt.

    Zitat


    ]marc

    da gebe ich dir in ganzen grossen teilen recht.

    im tw- bereich hat m.e. bitter gestern phasenweise überragend gehalten-
    auf die gesamt einsatzzeit vlt. nur ganz gut.
    wolff wie vorher auch schon - out of order.
    ich hatte vor der wm getippt, dass die 1b nach der wm festgestellt die 1a war.


    Ich halte überhaupt nichts davon, bei der Nationalmannschaft eine 1a, 1b oder 3c festzulegen. Hat es das in der Form bei früheren Turnieren gegeben? Ich kann mich nicht wirklich daran erinnern. Wir sind hier bekanntermaßen nicht beim Fußball, wo man mit der Torhüterfrage eine Entscheidung fürs ganze Spiel trifft. Der Torhüter ist genauso austauschbar, wie jeder andere Feldspieler auch und deshalb sollte die aktuelle Leistung darüber entscheiden, wer im Tor steht. Dazu braucht es keine Rangfolge. Die ist eher was für handballfernes Publikum. Wenn der Torhüter das für sein Ego braucht, ist er fehl am Platz.

    Der 1a Torhüter war heute eine glatte Fehlentscheidung des Trainers.

    Jetzt schreibe ich doch noch was zur Aufstellung...


    Kühn in der Startaufstellung war die zweite Fehlentscheidung, der Wechsel von Knorr auf Kühn die Dritte und von Golla auf Firnhaber die Vierte. Dazu noch die Frage, warum Gensheimer statt Schiller beginnen durfte.

    Gislason hat sich heute definitiv nicht mit Ruhm bekleckert.

    Kann mir bitte jemand das deutsche Kreisläuferspiel erklären?

    Die Spanier extrem offensiv und Golla springt permanent bei 8-9 m rum und holt damit die Abwehrspieler, die sich um ihn kümmern, auch noch nach vorn. Warum hatte der seine Füße nicht an der 6 m-Linie? Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass der permanent anspielbar sein wollte und es damit dem Rückraum noch schwerer gemacht hat.

    Zu allem anderen, inklusive Startaufstellung und "perfekter" taktischer Wechsel bei der zweiten Auszeit, äußere ich mich erst einmal nicht weiter.

    Ich weiß nicht wie ich die Leistung von Weber sehen soll. Er hat gut geshootet mit wichtigen Treffern. Die Spielleitung litt meiner Meinung darunter.

    Die Alternativen wären gewesen? Kühn oder Häfner in Position bringen, die dann nicht treffen? Auf Golla abspielen, der sich dann am Kreis nicht durchsetzen kann? Ich sehe leider nicht, was Weber großartig anders hätte machen können. Im Gegenteil: Nach meinem Verständnis darf RM kein reiner Ballverteiler sein.

    Ich will nicht nachkarten, denn das Endergebnis finde ich durchaus angemessen –, aber was soll ein Abwehrspieler machen, wenn der Angreifer mit 5 (oder, wenn man die Ballannahme zu ungunsten des Angreifers auslegt, sogar mit 6) Schritten an einem vorbeigeht?

    EDIT:
    Oder hab ich da evtl. ein Prellen übersehen?

    Regel Nummer 1 für einen Abwehrspieler: Erst loslassen, wenn gepfiffen wurde! Das setzt allerdings voraus, dass der Abwehrspieler überhaupt am Gegner dran ist. Also im Zweifelsfall sofort raus und den Gegner stoppen, bevor er überhaupt eine Aktion initiieren kann.

    Insgesamt hat das Spiel deutlich gezeigt, dass die hier im Forum teilweise schon beleidigt vorgetragenen Absagen ("die werden die mehr wieder nominiert werden") klar einen deutlichen Qualitätsverlust gebracht haben. Wenn Drux nicht so einen Sahnetag erwischt hätte, hätte es noch dunkler im Rückraum ausgesehen.
    Gislasson wie zu Kieler Zeiten relativ wechselunwillig. Ich hätte auch mal Metzner eine Chance gegeben, der hätte bestimmt auch wertvolle Erfahrungen sammeln können.

    Wenn Prokop so wenig gewechselt hätte...

    Rückwirkend betrachtet hätte Gislason das Spiel auch 3 Torhütern bestreiten können. 14 Feldspieler braucht er ja nicht. Heinevetter ist vom Typ her halt eine andere Kategorie im Vergleich zu Bitter und Wolf, die ich als austauschbar ansehe. Andererseits: Wenn man den Gegner regelmäßig unbedrängt von 6 m werfen lässt, sieht jeder Torhüter alt aus.

    Trotzdem sehe ich das eigentliche Problem weiterhin im Angriff. Kühn (3/7), Häfner (3/7). Die Mannschaft erarbeitet sich gute Wurfchancen und die Schützen machen die Dinger nicht rein. Da fehlt einfach das Shooter-Gen, was Rückraumspieler brauchen. Das hat in meinen Augen auch nichts mit Pech oder Wurfglück zu tun. Das sind fehlende Basics, die man den Spielern vor 20 Jahren hätte antrainieren müssen.

    Eine Frage zum Schluss: Hält Bob Hanning eigentlich immer noch an seinem Olympiaziel fest?

    Mein Eindruck: Kühn hat heute wieder einmal gezeigt, warum er auf der Position eigentlich nur zweite Wahl ist. Die Wurfqualität ist unteres Mittelmaß. Es scheint so, dass man froh sein muss, dass der Ball überhaupt Richtung Tor geht. Den Zwang, die Bälle nach unten zu ziehen, kann ich absolut nicht nachvollziehen. Oben lang und das Ding war drin. Direkt danach wieder solche halbherzigen Würfe. Nur Kraft reicht da halt nicht aus. Das ist für die Position viel zu wenig. Und damit ergeben sich Probleme für alle andere Angriffspositionen.

    Weber und Drux heute top und das war's auch schon. Der Rest, sofern er spielen durfte, war halt dabei.

    Hat sich jemand inhaltlich mit dem gestrigen Interview der ARD zwischen Bommes und einem Herrn Dr. Kainzinger auseinandergesetzt?

    Der Herr Dr. Kainzinger hat an den Hygienekonzepten im deutschen Sport mitgewirkt und galt deshalb bei der ARD als kompetent genug, um die Frage nach dem Ansteckungsrisiko auf dem Handballspielfeld zu beantworten.

    Hier der Link zur Sendung: 301 Moved Permanently

    Der relevante Teil beginnt bei Minute 08:30.

    Seine Grundannahme: Man filtert die Infizierten vorher durch Tests heraus, wodurch keine Infizierten am Spiel teilnehmen.

    Dann vergleicht er die Situation im deutschen Handball mit anderen Sportarten und kommt am Ende zu dem Schluss, dass Umkleiden, Reisen und Hotels gefährlicher sind als das Spiel an sich.

    In der Summe hat er die eigentliche Frage elegant umschifft und keine wirkliche Antwort darauf gegeben, welches Risiko von einem infizierten Spieler ausgeht, der am Spiel teilnimmt. So stelle ich mir die Antwort eines Juristen vor, nicht aber eines Mediziners.

    Okay, er ist ja auch kein Mediziner. Das Dr. in Verbindung mit dem Thema suggeriert das vielleicht, aber laut seiner Vita ist er "Dr. rer. medic.", also ein im Medizinbereich promovierter Nichtmediziner, dessen Promotion sich auch eher im organisatorischen Bereich ansiedelt.

    Schade, dass die ARD hier so oberflächlich agiert.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass sich kein spanischer Spieler im Spiel gegen die Kap Verden angesteckt hat. Bin mal gespannt, was sich bis Dienstag da noch tut. Die Spannung in der WM Gruppe A hat wenig mit Sport zu tun bisher ... Die Infektionskette in dieser Gruppe ist besonders brisant!!

    Also ich glaube nicht, dass sich da Spanier angesteckt haben.

    wenn ein team 3x nicht antritt, ist es draussen-
    weiss einer , ob es das auch für die wm selbst gibt-
    sprich- wenn zb. mehr als 5 spiele nicht stattfinden, ist ende oder muss der modus geändert werden ?


    Meinst du ernsthaft, der Pharao würde einen Paragraphen ins Reglement aufnehmen lassen, der ihm die WM versaut?

    Wie bewertest Du die Pfeiferei bis jetzt?

    Ich empfinde es teilweise als sehr, sehr kleinlich.

    Bei den Spielen, die ich gesehen habe, waren vor allem zwei Dinge erkennbar: Sehr zeitig 2 Minuten-Strafen, dafür wenig Gelbe. Im Gegensatz dazu wiederholt deutlichste Linienfehler und Schrittfehler nicht geahndet.

    Das heutige Spiel der Ägypter gegen Nordmazedonien wird von den beiden Mädels aus Frankreich gepfiffen.
    Vielleicht doch ein kleines politisches Statement, ein Spiel der islamischen Gastgeber durch zwei Frauen in kurzen Hosen leiten zu lassen?

    Wie passt in diese Theorie, dass der IHF-Oberguru ebenfalls Ägypter ist? Lehnt der sich etwa gegen das System seines Landes auf? Das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Ich frage mich bis heute, warum die vereinigte Sportwelt keine Probleme damit hat, derartige Projekte der Gegenaufklärung finanziell und prestigemäßig zu subventionieren. Denn unter Nicht-Corona-Bedingungen sind solche Turniere meist eben genau das, deshalb werden sie ja auch so vorzüglich gern von Gestalten wie Al-Sisi oder Scheich Tamim bin Hamad veranstaltet.

    Das ist doch ganz einfach: Der Profi-Sportler will doch nur spielen... Das merkt man zu Zeit von Zeit, wenn selbst Weltstars eklatante Wissenslücken hinsichtlich der Spielregeln ihres Sports offenbaren. Wenn es selbst da hakt, wie will man da weltpolitische Themen diskutieren?

    Der Funktionär möchte nach Möglichkeit noch lange Funktionär bleiben und vielleicht auf der Karriereleiter nach oben. Da wäre jede Kritik Gift.

    Und der Hobbybereich nimmt diese politisch-sportlichen Verwerfungen schon war, ist aber ohne Lobby auf Verbandsebene.

    Hier mal als Beispiel die relevante Passage der Quarantäneverordnung aus Sachsen-Anhalt bzgl. der Ausnahmen für die Quarantänepflicht:

    Zitat

    (5) In begründeten Fällen kann die zuständige Behörde auf Antrag weitere Ausnahmen bei Vorliegen eines triftigen Grundes erteilen.

    Quelle: Landesrecht Sachsen-Anhalt

    Wenn man will, kann man damit alles rechtfertigen.


    Wenn er wirklich Probleme mit der Kinderbetreuung für
    diese Zeit hätte, würde ich dies übernehmen, auch unentgeltlich.


    Natürlich!

    Und um die Ehefrau kümmerst du dich gleich auch noch, oder?


    Ich finde es gut, dass durch diese Absagen endlich mal offen diskutiert wird, dass auch Profisportler Menschen mit einem echten Leben sind. Ein Leben, das Kompromisse fordert. Meist sind es die Lebenspartner, die zurückstecken müssen. Und das wird oft gar nicht wahrgenommen.

    Und hier wird auch klar, dass ein Profihandballer mit seiner Sportkarriere finanziell nicht bis ans Lebensende absichern kann, im Gegensatz zu vielen Fußballern, deren Anhängsel ihr Leben auf Instagram oder als C-Promi genießen können.

    Die Zeiten, wo man für sein Land sterben sollte, sind Gott sei Dank vorbei. Und ob die Absagenden weiterhin für die Nationalmannschaft auflaufen sollen/dürfen, ist einzig Entscheidung des Bundestrainers.

    Jo, die Spieltagsstatistik lügt nicht
    Wenn man sieht, was die Konkurrenz so ambietet, dann könnte man glatt neidisch werden.


    Ich bin kein Fan von solchen Zahlenvergleichen. Ein Torwart hinter einer aktiven Abwehr, in Kombination mit einem Gegner, der keine Rückraumwerfer hat, sieht in der Statistik wahrscheinlich immer besser aus als einer, bei dem die Abwehr tatenlos zusieht, wie die Rückrumschützen bei 8 bis 9 m hochsteigen.

    Gerade gegen Weber und Pieczkowski hat die SCM-Abwehr heute regelrecht Arbeitsverweigerung betrieben. Da hat man es Leipzig viel zu einfach gemacht. Und vom Tempospiel, das Wiegert im Vorfeld als Taktikmaßnahme für seine Mannschaft genannt hat, war auch nichts zu sehen.

    Da haben die Schiedsrichter die Aktion gegen Weinhold falsch eingeschätzt. Ich bin nicht mal sicher, ob sie überhaupt zwei Minuten gegeben haben.
    Die Mannschaft von Nordhorn hat mir aber trotzdem gut gefallen. Sie haben die Abwehr der Kieler vor große Probleme gestellt.
    Ich glaube aber, dass am Ende die Kieler hoch gewinnen werden.


    Nordhorn stand beim Freiwurf mit 6 Mann in der Abwehr. Es gab also keine Zeitstrafe.

    Nicht an der Schulter. Er ist zweimal mit dem Kopf auf den Hallenboden geknallt. Eine bodenlose Frechheit, dass alle das sehen, nur die Schiris nicht. Gute Besserung.


    Sorry, aber die Handballregeln sehen nicht vor, dass die Strafen nach der Höhe der Verletzung ausgesprochen werden. Weinhold bricht durch und bekommt von zwei Leuten eine mit. Dumm gelaufen, aber definitiv kein Rot.


    Super!! Sehe ich genauso. Beim THW ist Zarabec so ein "Spezialist", der oft versucht ein Stürmerfoul zu schinden, wenn er nicht rechtzeitig wechseln kann. Da freue ich mich jedes mal, wenn es nicht gepfiffen wird.


    Ich möchte das Thema nochmal aufgreifen, da ich froh bin, dass es hier offensichtlich derzeit keine Überlegungen gibt, regeltechnische Änderungen vorzunehmen.

    Das Versperren von Wegen mit Hilfe des Körpers ist elementarer Teil des Handballspiels. Dabei spielt es keine Rolle, ob das am gegnerischen Torraum oder zwischen den eigenen 6 und 9 m passiert. Es spielt auch keine Rolle, ob der Angreifer vorwärts oder rückwärts läuft. Steht ein Spieler und ein Gegner rennt oder springt in ihn hinein, ist das eine Regelwidrigkeit. Deshalb tue ich mich auch richtig schwer hier von "Stürmerfoul schinden" zu sprechen. Das sich in den Weg stellen ist Teil des Spiels. Egal wo.

    Konter laufen und rückwärts rennend den Ball fangen - das ist für den Zuschauer spektakulär. Ich kann aber nicht verstehen, wieso man hier den Angreifern einen Freifahrtsschein ausstellen soll. Verbietet man das Blocken bei rückwärts laufenden Angreifern, dann rennen die in Zukunft alle rückwärts. Irgendwann treffen sie dann schon auf einen Gegner...

    Der Handballer weiß, dass er nicht alleine auf dem Platz ist. Er weiß, dass jeder Schritt rückwärts am Gegner enden kann. Das lernt man bereits als Kleinkind. Vor 20 Jahren hat man sogar gewusst, dass da noch ein Torhüter ist, der den Konter abfangen könnte. Das hat man ja zwischenzeitlich defacto abgeschafft.

    Will man das nun noch mehr aufweichen oder sogar persönlich bestrafen, wie von wasp gefordert, dann muss man das auch zu Ende denken. Wir erleben heute bei den Außenspielern reihenweise schwer nachvollziehbare Entscheidungen. Im Zweifelsfall wird gegen den Abwehrspieler gepfiffen. Das führt zwar zu spektakuläreren Toren über die Außen (weil der Abwehrspieler lieber wegbleibt), aber das ist doch nicht im Sinne der eigentlichen Regeln.

    Wo setze ich auf dem Spielfeld die Grenze für unerlaubtes Blocken? Darf ich mich nur noch am eigenen Torraum in den Weg stellen? Oder nicht mal mehr dort? Im Jugendbereich mit Mann- oder offensiver Raumdeckung wäre das Blocken dann gänzlich unmöglich.

    Niemand wird gezwungen, rückwärts übers Feld zu laufen. Ja, es sieht gut aus, wenn der Ball schnell im gegnerischen Tor landet. Aber der Konter ist halt mit Risiken verbunden, die jedem Spieler bewusst sind. Ich kann auch nicht mit 300 über die Autobahn brettern und mich dann beschweren, dass da jemand Brückenpfeiler in meinen Flugweg gestellt hat.

    Opfern wir die Abwehrarbeit, nur um mehr Tore zu sehen?

    Für mich steht fest: Abwehrarbeit muss erlaubt bleiben. Sonst können wir die Tore durch Körbe ersetzen und Basketball spielen.


    Was diskutabel ist, sind die Fehlentscheidungen im Bereich "Stürmerfoul". Da gibt es die bulligsten Abwehrspieler, die beim kleinsten Windhauch umfallen und sich noch in Bewegung befindliche Abwehrspieler, die es nicht schaffen, vor dem Zusammenstoß zum Stillstand zu kommen. Hier ist tatsächlich zu oft zu sehen, dass gegen den Angreifer entschieden wird. Aber das ist kein Problem der Regeln, sondern der Wahrnehmung der Schiedsrichter. Gerade wenn es um Sekundenbruchteile geht, sollte man im Zweifelsfall vielleicht eher pro Angreifer entscheiden oder zumindest für ein ausgewogenes Verhältnis sorgen.

    Und genau deshalb sieht das Regelwerk hier keine rote Karte vor, wenn der Spieler es vorher nicht „angekündigt“ hat. Ansonsten wird er immer sagen können, war jetzt wieder keine Absicht.
    Und mal ehrlich, wie oft kommt es vor, das der gleiche Spieler einem Torwart mehrfach (über 2x) auf den Kopf wirft? Ich kann mich da, so lange ich mich zurückerinnern kann, überhaupt nicht daran erinnern. Das mehrfach vom gleichen Spieler auf den Kopf werfen ist für mich also gar kein Diskussionspunkt ;) .


    Letztens meinte die Torhüterin unserer Frauenmannschaft vor dem Spiel zu mir: Die (also der Gegner) haben Eine dabei, die wirft immer erstmal auf den Kopf. Ich weiß jetzt nicht, ob es diese Spielerin war. Aber eine Gegnerin lief mutterseelenallein einen Konter und knallte den Ball unserer Torhüterin voll auf den Kopf. Unvermögen oder doch Absicht? Wer will das entscheiden. Fakt war: Die Torhüterin hat bis dahin tadellos gehalten und es gab keinen Ersatz. Aus Sicht des Gegners eigentlich eine logische Entscheidung, die "abzuschießen".

    Dass ein Spieler mehrmals pro Spiel den Kopf trifft, habe ich persönlich erlebt. In der ersten Halbzeit meinen Torhüterkollegen, in der zweiten Halbzeit mich. Versucht hat er es sogar öfter. Überraschend war das nicht, weil der das bei jedem Spiel so durchgezogen hat. Über die Jahre ist es dann halt schon Absicht.

    Es braucht eben nur die kleine Berührung eines Gegners und schon sieht es nicht mehr nach Absicht aus. Diese "bevor gar nichts mehr geht, knalle ich dem Torhüter den Ball wenigstens noch auf die Birne"-Würfe gibt es, gerade in den unteren Klassen regelmäßig. Deshalb finde ich es gut, wenn den Schiedsrichtern hier die Möglichkeit gegeben wird, den Werfer zu bestrafen, auch ohne vorherige Ankündigung seitens des Werfers.