Beiträge von Zickenbändiger

    Habe ich am 05., 06. und 07. Dezember ausführlich erläutert. Und auch die Chefjuristin des DHB mal - vergeblich - angeschrieben und sie auf den Rechtsirrtum hingewiesen.


    - Festgespielt

    - 2 Spiele Pause in der Ersten = Freiwerden 1. Klasse, es geht bei "Null" wieder los zum nächsten Festspielen (Apfel plus Apfel = zwei Äpfel = wieder festgespielt)

    oder

    - 6 Wochen Pause = Freiwerden 2. Klasse, es geht seltsamerweise bei "eins" wieder los, nämlich mit dem letzten Spiel, bei dem ich noch festgespielt war (Birne plus Apfel = zwei Äpfel = wieder festgespielt)


    Nirgends in § 55 SpO DHB steht, dass es zwischen beiden Varianten des Freiwerdens einen qualitativen Unterschied gibt. Nur der DHB meint, wenn ich nach 6 Wochen Pause das nächste Spiel der Ersten wieder spiele, hinter dem Busch hervorspringen zu müssen:


    "Festgespielt!"

    "Aber ich bin doch noch frei! Und ich habe nur ein Spiel in der Ersten gespielt!"

    "Haha... wir zählen Dein letztes Spiel VOR dem Freiwerden mit!"

    "Aber das könnt Ihr nicht mitzählen, denn da war ich ja schon festgespielt und dann wieder frei. Wie zu Beginn der Saison."

    "Komm uns nicht mit schlüssigen Argumenten! Die zählen nicht!"


    Zitat

    Was Du meinst, ist wsl. die Unterscheidung, dass ein festgespielter Spieler nach den 6 Wochen Pause wieder frei wird, aber ein nicht festgespielter Spieler sich auch nach den 6 Wochen direkt festspielen kann.


    Was Du meinst, ist wsl. die Unterscheidung, dass ein festgespielter Spieler nach den 6 Wochen Pause wieder frei wird, aber ein nicht festgespielter Spieler sich auch nach den 6 Wochen direkt festspielen kann.

    Nee, das meine ich nicht.

    Ich sehe die Vereine nun im Gefangenendilemma aus der Spieltheorie. Mit der Spielplanansetzung muss nun jeder sein Heil suchen, Vorteile rausschlagen und Schaden abwenden. Und im gegenseitigen Misstrauen kommt unter dem Strich das zweitschlechtmöglichste Ergebnis bei rum. Wir haben die beiden Themen "Talentförderung/Ausbildung" und "fairer Wettbewerb" und wir haben Vereine in unterschiedlichen Leistungsklassen mit unterschiedlichen Interessen. Beispiel mal weibliche C:


    Angenommen alle Regionalligisten hätten einen Unterbau mit einer zweiten Mannschaft in der zweit- oder dritthöchsten Liga, aus der mal hochrotiert werden soll.


    => Alle Vereine setzen die C I Spiele sonntagsnachmittags und die C II Spiele davor oder auf den Samstag. Die Regionalligavereine sind glücklich, "Talentförderung/Ausbildung" ist optimal möglich.


    => Die C I Spielerinnen sind nun aber nie mehr festgespielt und könnten jeden Samstag "unten" spielen. Und wir wissen alle, dass das kein unwahrscheinliches Szenario ist. Gekniffen sind die anderen Vereine mit einer C "nur" in der Ober-/Landesliga. Jeden Samstag können Regionalligaspielerinnen die tieferen Ligen aufmischen und werden dies auch tun. Der "faire Wettbewerb" in den unteren Ligen geht zum Teufel.


    => Unten werden die anderen Vereine nun die Heimspiele möglichst spät am Sonntag ansetzen, um möglichst viele Regionalligaspielerinnen auszuschließen. Die Wettbewerbsverzerrung wird etwas entschärft. Gleichzeitig wird die Talentförderung torpediert, denn viele Talente können nun nur noch einmal am Wochenende spielen. (Ich spreche vom Jungjahrgang, der C II Stamm spielt, nicht von Altjahrgang, der in der B aushilft.) Oben C I und möglicherweise wenig Spielanteile oder nur unten C II, weniger Herausforderung bei mehr Spielzeit.


    In anderen Bereichen wurde abgewogen zwischen Talentförderung und fairem Wettbewerb. Immer zu Lasten des Wettbewerbs:


    - Zweifachspielrecht: Die großen Vereine können sich aus den unteren Klassen leichter verstärken.

    - kein Festspielen von Junioren: Die Leistungszentren können mit jungen Talenten die Zwote in der 3. Liga/Oberliga erheblich verstärken.

    - erleichtertes Freiwerden nach Festspielen: Zweite Mannschaften können sich im Abstiegs-/Aufstiegskampf leichter von oben verstärken als früher


    Hier sehe ich folgendes Problem: Auf den ersten Blick scheint wieder die Talentförderung zu Lasten des Wettbewerbs gepuscht zu werden. Auf den zweiten Blick, die Lehre aus dem Gefangenendilemma, werden die Vereine strategisch die Spiele zu ihrem Vorteil ansetzen. Fairer Wettbewerb UND Talentförderung werden leiden, denn es gibt keinen Konsens zwischen den Vereinen mit Regionalliga C I und den Vereinen in der zweit- und dritthöchsten Liga.


    - Lösung 1: Die alte Festspielregel mit den zwei Spielen Pause bleibt in der Jugend. Und dann bitte klarstellen, dass die sechs (neu: acht) Wochen Pause kein Freiwerden 2. Klasse sind sondern die beiden aufeinanderfolgenden Spiele zum Festspielen bitte wieder von vorne gezählt werden, wie es tatsächlich Sinn ergibt.


    - Lösung 2: Freiwillige Selbstbeschränkung, die Regionalligisten spielen freiwillig nach den alten Festspielregeln und setzen ihre Granaten nicht in der C II ein, um dort den Wettbewerb zu torpedieren (kicherkicherkicherkicher).


    Nee, lieber DHB. Die Reform überzeugt mich nicht. Holt Euch doch bei solchen Reformen lieber mal Praktiker an den Tisch!

    Wenn der Spielplan richtig gestrickt ist, spielen dieselben Spielerinnen Samstags zweite Mannschaft und sonntags erste Mannschaft. Die gesamte Saison. Das o.g. Beispiel hat es früher gar nicht gegeben, weil ich nach dem Samstagsspiel erst am dritten Wochenende überhaupt die Mannschaft wechseln durfte, nach dem zweiten Wochenende in der B I festgespielt war. Aktuell ist es so, dass ich nach dem zweiten BuLi Spiel festgespielt bin. 25/26 kann ich mit der Bundesligamannschaft samstags gegen Breitensportmädels Abläufe üben und sonntags umsetzen. Jedes Wochenende.

    Wir werden fast einen neuen Thread brauchen, dieser könnte in einem Jahr veraltet sein. Ich habe freundlicherweise Einblick in die Reform der Spielordnung bekommen, die sich mit dem Spielrecht/den Spielrechten befasst. Es wird zukünftig (25/26) im Erwachsenen- und Jugendbereich unterschieden:


    - Erwachsene

    Festspielen an sich wie bisher. Freiwerden 2. Alternative: 8 statt 6 Wochen Pause in der oberen Mannschaft (ohne dass dort zwei Spiele ausgeführt/ausgesetzt werden). Das Paradoxon vom Freiwerden erster und zweiter Klasse bleibt in der Theorie (s.o.), verschwindet aber zum Glück fast in der Bedeutungslosigkeit. Elegant gelöst.


    - Jugend

    Und darauf werde ich wohl einen Whisky brauchen:


    "Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse im Jugendbereich ist das Spielrecht der Jugendspieler*innen derart eingeschränkt, dass nach dem Mitwirken in einer höheren Mannschaft das Spielrecht in unteren Spielklassen erst wieder wahrgenommen werden kann, wenn 50 Stunden verstrichen sind."


    Das war's... Nicht mehr der bewusste Einsatz einer Spielerin bestimmt primär über die Teilnahmeberechtigung (vielleicht ist der Begriff dann veraltet), sondern der... Spielplan.


    Samstag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Landesliga.

    Sonntag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Bundesliga.


    Edith: Nächstes Wochenende

    Samstag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Landesliga.

    Sonntag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Bundesliga.


    Edith: Übernächstes Wochenende

    Samstag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Landesliga.

    Sonntag: Die Bundesliga B-Jugend spielt Bundesliga.


    Ich kann mich mit dieser Konsequenz noch nicht richtig anfreunden. Ein klitzekleines Korrektiv kommt an anderer Stelle, die Spielerinnen dürfen pro Saison nur noch in maximal drei Mannschaften eingesetzt werden. Im obigen Beispiel würde man quasi ein Spielrecht auf die Landesliga "verbrennen", das an anderer Stelle vielleicht nützlich wäre (also als Drittes Spielrecht nur noch A I ODER A II, nicht mehr beide Teams).


    Wir rotieren viel. Meine C II und D-Jugend Spielerinnen helfen unter Beachtung der bisherigen Festspielregeln in der C I aus. Gäbe dann Vor- und Nachteile:


    Pro:

    - Wir werden personell flexibler, ich kann meine Mädels auch mal an zwei aufeinander folgenden Wochenenden in der C I einsetzen. Sie sind nicht per se festgespielt.

    - Der C I Stammkader kann folglich kleiner angelegt sein. Mehr Rotation als nur zwei, drei Spielerinnen pro Spiel.

    Edith: - Ich kann selbst Wettbewerbsverzerrung praktizieren und mir ständig Regionalligaspielerinnen ausleihen, wenn mir danach wäre. Falls der Spielplan passt.


    Contra:

    - Wir müssen schon bei der Spielplanerstellung / bei allen Spielverlegungen penibel darauf achten, dass die D/C II am Wochenende immer zeitlich vor der C I spielt. Also am einfachsten, wenn die C I immer sonntags und die C II/D immer samstags spielt.

    - Die 48h-Stunden-Regelung (neu: 50h-Regelung), dass Kinder und Jugendliche maximal zwei Spiele an einem Wochenende/binnen 48/50 Stunden spielen dürfen, wird ausgehöhlt. Denn ist das erste Spiel in der höheren Altersklasse, ist das Wochenende verbrannt.


    Contra unabhängig von meiner Rotationspraxis:

    - Es wird erfahrungsgemäß überall Wettbewerbsverzerrungen geben. DAS dürfte ja die Stoßrichtung des Festspielens gewesen sein. Jeder Dorfverein holt sich nun mit der Zweiten die Kreisklassenmeisterschaft mit Spielerinnen, die in der Liga nichts verloren haben.


    Es wird sich vielleicht unter den Vereinen ein Konsens bilden. Jugendregionalligaspiele später am Wochenende, Oberliga und Landesliga früher. Das wäre die Lösung innerhalb einer Altersklasse. C I Spielerinnen spielen ggf. in der B II oder B I. B I Spiele möglichst spät am Wochenende, B II Spiele wiederum möglichst früh. Die Spielwarte werden vorher kapitulieren oder sich reihenweise in ihr Schwert stürzen, wenn sie das neue System begriffen haben.

    Da lese ich bei Sport1 die ungewöhnliche Kombination von Stichworten "Handball", "Ex-Bundesliga-Star" und "lebenslange Sperre?", klicke den Artikel an und finde etwas weiter unten auch das Stichwort "Vujovic" - und wundere mich über nichts mehr. :lol:

    Neuenhaus und unsere C schaffen es in den A-Pokal. ZeeBee marschiert zur Idraetshalle für das Match TVB gegen HK Rygge. Kurz vor dem Halleneingang läuft Olaf über den Weg, EHF Mastercoach und stiller Handballeckenleser. Die Antwort auf ZeeBees in der HE aufgeworfenen Frage, was in Skandinavien nach der D-Jugend passiert, wo sich die Mädels noch auf Augenhöhe begegnen, dann aber nach ZeeBees Beobachtung in den Weltraum entschwinden, sei ganz einfach. "Athletiktraining." Und zwar auch Maximalkrafttraining. In dem Moment läuft eine unscheinbare junge rothaarige Dame im Trainingsanzug vorbei. Olaf nimmt sie gleich als Beispiel, am Vorabend habe sie bei den turnierinternen "Länderspielen" gezeigt, was das Athletiktraining ausmache.


    Vor zwei Jahren war die C noch Turnierdritter geworden, ZeeBee ist auf das Achtelfinale gespannt. Auf RM der Norweger eine nicht ganz unbekannte unscheinbare junge rothaarige Dame, die binnen fünf Minuten alles andere als unscheinbar wird. Mit offenem Mund staunt ZeeBee, was an Beschleunigung in zwei Schritten möglich ist. Eins, zwei, Gegenspielerin ist weit weg, Wurf aus allen Positionen und dann immer in den Winkel. Wechsel auf Rückraum Links, neue Spielerin von der Bank, nun fast dasselbe Spielchen dort. Die Abwehr sieht immer nur Rücklichter. Dank Olafs Erklärung vorab geht ZeeBee nun auch ein Licht auf. Das Endergebnis von 19:21 erzählt nur, dass die TVB Mädels auch ein wenig Handball spielen können, nicht die Geschichte, wie dort Athletinnen gegen Kinder spielten. ZeeBees aufgegangenes Licht wird allmählich zur Erleuchtung. Rygge erreicht das Finale, ist dort dann aber platt. Das Finale erreicht nicht annähernd den Unterhaltungswert oder das Tempo des Achtelfinals.


    Neuenhaus knapp raus, die C vom TVB raus, die Niedersachsen im A-Pokal werden rar. Bleibt noch die D-Jugend. Auch wir bekommen es mit Norwegerinnen zu tun, Bryne Handballklub. ZeeBee hat nachts seine Hausaufgaben gemacht. Eine überragende Rückraum Linke mit Quasi-Spielmacherrolle, die sämtliche anderen Positionen einsetzt und die auch gegen eine offensive Deckung weite Wege in die Breite in Kauf nimmt, um eine Lücke zu finden. Spannend. Ebenso spannend sind die beiden Patientinnen auf der rechten Abwehrseite, die nahezu jeden Zweikampf verlieren. ZeeBee bleibt optimistisch.


    Eine Viertelstunde vor Spielbeginn fällt ZeeBee auf, dass etwas fehlt. Sein Team wärmt nirgends auf. "Hat hier wer meine Mannschaft gesehen?" Niemand von den Eltern ist im Bilde. Man hat sich in der hintersten Hallenecke versammelt und... sitzt herum. Inzwischen ist weniger als eine Viertelstunde Zeit bis zum Anpfiff. Höflich aber bestimmt fragt ZeeBee die Mädels, ob sie sich nicht allmählich aufzuwärmen gedachten. Seit Jahren predigt er, dass bei zwei ähnlich starken Mannschaften diejenige das Spiel vor Anpfiff verliert, die beim Aufwärmen nicht fokussiert ist. Erlebt ZeeBee jede Saison einmal und nimmt dann den Captain in die Pflicht für die Zukunft. Heute ist es wohl wieder so weit. Und was nun folgt, ist die self fullfilling prophecy aus der fehlenden Ernsthaftigkeit vor dem Spiel, nur dass eben nicht zwei gleichstarke Teams auflaufen.


    Eine Runde Sache. Um der Chronistenpflicht nachzukommen, schaut ZeeBee noch einmal die Videos der Turnierspiele. Eine sehr runde Sache. Also ZeeBee an der Bank im Slayer oder Motörhead Hoodie. Als Geschoss für ein Katapult im Mittelalter würde ZeeBee sicher eine gute Figur abgeben und mit Stahlhelm auch den gewünschten Schaden an der Stadtmauer anrichten, für die Trainerbank aber deutlich zu rund. Die Kamera lügt nicht. Apropos Stahlhelm. Auf einem skandinavischen Turnier sind natürlich auch überall die unvermeidlichen Wikingerhelme präsent. Was könnten wir nächstes Jahr beim Einlaufen in der Eröffnungszeremonie dagegen setzen? Ob die Skandinavier genüg Humor für Pickelhauben besitzen? ZeeBee malt sich das Szenario aus.


    Bryne hat Anwurf, passt den Ball sicher durch die Reihen, wird nicht ausreichend gestört und die Kreisläuferin weiß, wann sie gegenzuziehen hat. 0:1. Kein Beinbruch. Im Angriff wird schon der zweite Pass nicht gefangen. Ballverlust. Rückraum Links prellt nach vorne, sucht, lauert, sieht das körperliche Mismatch rechts mit einem Kopf Unterschied und passt einfach mal zur gedeckten Rechtsaußen. 0:2. Im Gegenzug holt Frida eine 7m und eine Zeitstrafe raus. 1:2. Wir wechseln in die Manndeckung mit Libero, passen aber nicht richtig auf. 1:3 und vorn hält die Torhüterin einen freien Wurf von Außen. Die gegnerische RL wechselt auf die Mitte, sucht sich gezielt E-Jugendliche Nella aus. Wir müssen reagieren und mittauschen, wobei hier alle gegnerischen Rückraumspielerinnen eine Nella pro Tag zum Frühstück essen. Ball erobert, Anschlusstreffer. Außenverteidigerin nimmt sich ein Nickerchen, die Außen läuft ein und nimmt ihr sagenhafte acht Meter ab. 2:4. Im Angriff vermag ZeeBee gegen die offensive 6:0 nichts wiederzuerkennen, was wir sechs Wochen lang trainiert haben. Wühlen statt Stoßen, kein Blick für die Torchance aus der zweiten Reihe, kein konsequentes Stoßen in die Lücken und erst einmal ein Pass auf die Füße der Nachbarin. Immerhin mal ein Fehlwurf der gegnerischen Kreisläuferin, vollkommen frei, weit über das Tor. Nur zwei Tore Unterschied. Dann aber wieder Wühlen.


    Die 6:0 Deckung verschiebt fleißig und die norwegische Trainerin hat ihre Achillesferse gut eingestellt. Halb Rechts und Außen Rechts bleiben dicht zusammen und geben die Außenposition preis, wo wir nicht ausreichend Sprungkraft haben. Und noch mehr Wühlen. Wieder von Außen verballert, eben jene Wurffalle. Die Linkspfote - ja, sie wirft mit der falschen Hand, läuft in die falsche Richtung und wirft auch von 10 m - kommt unbedrängt aus der Fernwurfzone zum erfolgreichen Torwurf. 2:5. Kardinalfehler in der 6:0, beide Abwehrspielerinnen am Kreis treten raus, butterweicher Lupfpass von Frida... nicht gefangen. Rückraum Links spaziert unbedrängt durch die Deckung. 2:6. Dynamischer Antritt nun von Nella, Kopf nach unten, wühlen. Freiwurf. Wenn wir mit Freiwürfen Geld verdienen würden... Immerhin mal ein erfolgreicher Durchbruch, bezeichnenderweise von Rückraum Rechts (!) außen an der Außenverteidigerin (!) vorbei. 3:6. Monsterparade von Monster-Marit. Hilft nichts, die Abwehr schläft beim folgenden Einwurf ein und mit einem Pass ist die gesamte Abwehr ausgehebelt. 3:7. Vorne arbeitet Kreisläuferin Jara immerhin mit ihren indirekten Wechselsperren und endlich setzt sich Frida wieder durch. 4:7. Wieder schnappt die Wurffalle für LA zu. Dann Ballgewinn... und wir wühlen wieder. Fehlpass Richtung Mittellinie, folglich geht der Arm des Schieris hoch, ZeeBee warnt lautstark... sofort wird einer von vier Pässen quer auf der Mittellinie verbrannt. Fehlpass, der Gegenstoß wird mustergültig von Marieke mit taktischem Foul unterbrochen, aber nur fast. Im Fallen leitet die Rückraumspielerin den Ball weiter. 4:8. Ein wenig kommt Slapstick-Feeling auf. Marieke erhält für das taktische Foul die fällige Zeitstrafe.


    Halbzeit 5:12, längst hat ZeeBee auf Sozialmodus gestellt und wechselt bunt durch. Die Pausenansprache enthält keinerlei Taktik, allerdings eine erste Prise Unzufriedenheit mit dem gescheiterten Aufwärmprogramm. Natürlich ist der Gegner deutlich besser, aber kein Grund wie eine Anfängermannschaft zu spielen. Bryne verwaltet nun eher. Für einen leichten Schubser erhält Marieke die nächste Zeitstrafe. Noch später kommt ein Blackout, sie greift von hinten beim Sprugwurf den Ball und darf sich - ohne Umweg über eine Zeitstrafe - ganz aus dem Turnier verabschieden. Innerhalb von 30 Minuten kassieren wir mehr Zeitstrafen für eine Spielerin als die gesamte Mannschaft in zehn bisherigen Saisonspielen. Immerhin Zwerg Fritzi darf noch einmal treffen, zur großen Freude des Fanclubs mit zwei C-Jugend Mannschaften. Der Endstand 12:21 spiegelt zumindest nicht das Potenzial wider. Sechs Wochen Turniervorbereitung - in diesem Spiel jedenfalls fast nichts davon zu sehen. Nach dem Spiel ordnet ZeeBee die Kräfteverhältnisse auf dem Platz ein, auch in zehn Spielen hätte es keinen Sieg gegeben. Stellt sich noch heraus, dass Captain Neele vor dem Spiel rechtzeitig zum Aufwärmen aufgerufen, die Mannschaft sich aber verweigert hat. ZeeBees Laune wird nicht eben besser, muss aber einen niedergeschlagenen Captain wieder aufbauen. Bryne wird das Turnier gewinnen. Finalgegner: Buxtehude. ZeeBees Losglück bei dem Turnier setzt sich fort. Turniersieger entweder bereits in der Vorrunde oder nun im Achtelfinale.


    Gemeinsam mit der C-Jugend schaut sich die D noch beide D-Jugend Finals und das wC Finale an. Im Falle eines Allstarteams wäre Monster-Marit mit hoher Wahrscheinlichkeit im Tor. Jungjahrgang D-Jugend! Im Falle eines E-Jugend Allstarteams in der D-Jugend wären Nella, Fritzi und Polly vielleicht sogar zu dritt dabei, falls es überhaupt sieben E-Jugendliche im Turnier gegeben hat. Eine zweite E-Jugendliche als Stammspielerin auf Rückraum Mitte wird es mit Sicherheit im A-Pokal und vielleicht im gesamten Turnier nicht gegeben haben. Zwei weitere von ZeeBees Feldspielerinnen können schon mit den großen Fischen mitschwimmen, das Allstarteam wäre es in ihrem Fall wohl nicht geworden. Hätte ZeeBee im letzten Gruppenspiel taktisch doof wechseln und in den B-Pokal abtauchen sollen? Mit einem Unentschieden dort wären es vielleicht sogar insgesamt drei Turnierspiele mehr geworden? Für die Mädchen wären die B-Pokalspiele auf mehreren Ebenen wertvoller gewesen, für ZeeBee dagegen ist das Spiel gegen den A-Pokal Sieger wertvoller. Gruppenendspielgegner Redbergslid wird übrigens Zweiter im B-Pokal.



    Obligatorischer Stop im Scandipark Handewitt. Viele bekannte Gesichter aus Frederikshavn, überall Rödspätte Hoodies und auch unsere Freunde von Neuenhaus. ZeeBee gönnt sich den letzten Hotdog für ein weiteres Jahr und eine teure Flasche Amarone als Eigenbelohnung für ein durchgestandenes Turnier. Der Bus kann dies Jahr ohne Zwischenstopp am Sauger abgegeben werden.




    Dein

    Karsten

    High Noon um 13:15 in der Friskole, die Halle mit Wäscheleine über dem Spielfeld. Die Schwedinnen von Redbergslids IK I haben deutlich gegen Buxtehude verloren, die beiden Tabellenletzten klar besiegt und wollen nun ebenfalls in den A-Pokal. Wir haben etwas dagegen. Ein wenig hat ZeeBee doch gezögert. Wird Kreisläuferin Jara zur KO-Runde fit? Abtauchen und - wieder - B-Pokal spielen? Spaß vor Sport? In der Vorrunde sind die Zwerge aus der E reichlich zum Einsatz gekommen, hatten ihren Spaß. B-Pokal haben wir letztes Jahr gewonnen, nun doch mal mit den großen Fischen schwimmen!


    Der gegnerische Verein kommt bekannt vor. Im Vorjahr haben wir im B-Pokal erst Redbergslid II in einem dramatischen Spiel aus dem Turnier geworfen, die Erstvertretung im Halbfinale in einem deutlich weniger spannenden Spiel dann ebenfalls. Falls man sich in Schweden erinnert, wäre Revanche angesagt. Die Spielbeobachtung ergibt, dass der Gegner auf RL sehr stark besetzt ist, RM kommt sehr athletisch daher und auf KM eine große, sehr athletische Spielerin. Und was extrem auffällt: Redbergslid versucht sich altersklassen- und länderuntypisch an einer (defensiven) 3:2:1 Deckung. Offensive Deckung sind wir gewohnt, die Formation nicht. Außer Frida, die schon Oberliga C-Jugend Einsätze aufweisen kann. Es wird spannend. Der Fanclub ist zuverlässig am Start und unterstützt lautstark. Die schwedischen Schlachtenbummler sind eher verhalten.


    Die Startaufstellung überrascht schon mal, die Kreisläuferin steht nun im Tor. Bleiben zwei Baustellen. Frida wechselt von links auf rechts, E-Jugendliche Nella muss sich mit der RM auseinander setzen. Nun ist das körperliche Mismatch da und RM braucht nur fünf Sekunden nach Anpfiff für den Überzieher (sorry Dieter: die Kurbel) und das erste Tor. Unser erster Angriff dauer nicht viel länger, ZeeBee erkennt Trainingsinhalte der letzten Wochen vor den Ferien wieder, auch wenn nun keine Fleischmauer dort steht. Stoßen/Zurückstoßen, schneller Handgelenkspass beim Rückpass und Frida rauscht durch die Deckung zum 1:1 Zwischenstand. In der Folge spielt Frida mit der Abwehr Katz und Maus, so sehr, dass ZeeBee seine linke Angriffsseite in die Pflicht nimmt, für Entlastung zu sorgen. In der Mitte wird das körperliche Mismatch zunehmend zum Problem, Nella wirkt deutlich unzufrieden mit der Erfolgsquote ihrer Gegnerin im 1:1. ZeeBee holt sie zur Bank und erklärt ihr, dass RM noch das ein oder andere Mal vorbeikommen, im Großen und Ganzen aber Nella die Oberhand behalten wird. Und im Tor macht Monster-Marit das, was sie am liebsten macht. Den Gegner zur Verzweiflung treiben. Zur Halbzeit steht es leistungsgerecht 9:8, den kleinen Vorsprung können die Mädels beibehalten.


    ZeeBee wechselt nicht und hat auch nicht vor zu wechseln. Ohne angestammte Kreisläuferin wird das Spiel schwierig genug. Die Startaufstellung muss das Spiel wuppen. Was sich auch nicht ändert, ist die Torgefahr überwiegend über Rechts. Immerhin lässt unsere linke Abwehrseite nichts anbrennen, an Marieke ist kein Vorbeikommen. Die Schwedinnen bleiben dran, mehr als drei Tore Abstand werden es nicht. 12:14, die kleinen Schwedinnen werden unzufriedener und ruppiger. Die erste Zeitstrafe für Schubsen. Dafür spaziert nun RM trotz Unterzahl durch die Deckung und erzielt den Anschlusstreffer, im Gegenzug trifft endlich unser E-Jugend Ass. Marit vernagelt das Tor. ZeeBee wechselt dann doch, eine Spielerin ist platt. Redbergslid nun mit Destroyer-Taktik, kaum eine Ballannahme ohne geklammert zu werden. Der Schieri belohnt die Taktik, zeigt Passives Spiel an. Wieder Freiwurf, nur ein Pass noch angezeigt. >>Nicht mit mir!<<, sagt sich Captain Neele, längste Spielerin im Angriff, wemmst den Freiwurf von der halbrechten Position direkt in die lange Ecke zum 13:15! Im Gegenzug pariert Monster-Marit einen 7m. Frust macht sich bei Redbergslid breit, es wird noch ruppiger. ZeeBees Mädels lassen sich aber nicht beeindrucken. Ein abgefangener Ball von Frida bringt Sekunden vor Schluss die Chance, die letzten Zweifel auszuräumen. Frida trifft, wird dabei aber von hinten geschubst, was seltsamerweise - wieder mal - bloß eine Zeitstrafe nach sich zieht. ZeeBee hat inzwischen gar nicht mehr die Energie, sich aufzuregen, wechselt die verletzte MVP aus. Mit dem Schlusspfiff fällt noch das bedeutungslose 14:16, großer Jubel beim Fanclub aus der C-Jugend, der die Platte stürmt und mit der Mannschaft feiert. Beim folgenden "Humba" ist Frida, mit Kühlpack, schon wieder am Start. ZeeBee muss erst einmal durchatmen, das Spiel hat Nerven gekostet. Aber dann geht es erst richtig los...


    Tumulte am Hallenausgang. Eine C-Jugend Mutter mittendrin, versucht die Streitparteien zu trennen. ZeeBee - ahnungslos - kann die Fresse nicht halten:


    "Does anybody need a lawyer? I can help."


    Grimmiger schwedischer Fan ist not amused:


    "I am a fighter, I can help too!"

    "So maybe we should meet outside!"


    ZeeBee setzt sich erst einmal an die Seite, das Szenario wird ihm zu albern. Stimmungskiller. Im Nachhinein lässt sich teilweise aufklären, dass den Schweden die Fanclubunterstützung der C-Jugend mit Gesang, Trommel und Ratschen deutlich zu laut ist. Es gibt mehrfache Unzufriedenheitsbekundungen. Dann ist ein schwedischer Vater der Meinung, dass deutsche Väterfüße auf der Seiteauslinie nichts zu suchen haben. Also tritt er pädagogisch auf alle Füße, die die heilige Spielfeldfläche beschmutzen. Immer ein Partykiller... Beim letzten bösartigen Foul in unseren Gegenstoß hinein gibt es als Folge eine obszöne Geste gegenüber der Delinquentin aus dem deutschen Fanblock. Die spätere Entschuldigung kann die Gemüter nicht mehr beruhigen und in dem Moment platzt ZeeBee am Ausgang unvermittelt in das Geschehen hinein. Der Fighter-Papa entschuldigt sich später noch bei ZeeBee, mahnt an, dass Erwachsene keine Kinder beleidigen sollten. ZeeBee verspricht Konsequenzen.


    Die schwedischen Mädchen haben sich offenbar den Ausgang des Spiels ganz anders vorgestellt, noch lange nach Abpfiff blickt ZeeBee in verheulte Gesichter. Im Kioskbereich treffen sich die Trainer wieder.


    "You will go on and win the B-Cup and we'll get screwed in the eight final."

    "We are not used to such a loud support."


    Dann kommt auch schon der Shuttlebus und der Trainer muss fort. >>Memo an mich selbst: Kiste Bionade für den Fanclub!<<


    Fortsetzung folgt

    Kleine Ergänzung zum Trainingslager. Die Rückfahrt aus Norddänemark nach einem anstrengendem Wochenende mit vier Übernachtungen war die Hölle. Zwei Drittel der Fahrt hatte ich mit Sekundenschlaf zu kämpfen. Das ist nicht witzig. Mehrere Becher Kaffee morgens waren nicht genug. Ich überlege ernsthaft, nächstes Jahr ein paar dieser ekligen Energydrinks mit an Bord zu nehmen.

    Liebes Handballtagebuch!


    "You will go on and win the B-Cup and we'll get screwed in the eight final."


    ZeeBees prophetischen Fähigkeiten werden sich nach der Vorrunde zumindest überwiegend als zuverlässig erweisen.


    Kurz vor sieben rollt ZeeBee mit dem Kleinbus auf den Parkplatz. Die Mannschaft wartet schon, Doppelelternteil Martin ist mit dem zweiten Bus bereits dort. Die Besatzung der beiden Busse hat sich bereits eingeteilt, vor Abfahrt nordet ZeeBee die Mädels gleich ein. KEIN ESSEN IM BUS! Im Vorjahr brauchte ZeeBee drei Staubsaugergänge an der Tanke, den Bus wieder halbwegs weitervermietbar herzurichten. Haare, Krümel, Bolchenpapier, Schokolade - das alles würde es dies Jahr nicht mehr geben. Seltsamerweise findet ZeeBee beim Aussteigen reichlich Kekskrümel im Wagen. Ein Osterwunder? Das wird es dies Jahr nicht geben, wie ZeeBee später den Mädels mitteilt. Der Osterhase lag neben der E45 am Straßenrand und es ging ihm leider wirklich nicht gut.


    Die Mädels sind etwas südlich von Frederikshavn untergebracht, ZeeBee dagegen bezieht ein Ferienhaus etwas nördlich gemeinsam mit Trainern und Betreuern der befreundeten SG Neuenhaus/Uelsen, die noch mal locker über zwei zusätzliche Stunden Anfahrt hatten. Selbst schuld, hätten sich nicht von dem Turniervirus anstecken lassen dürfen. Die Hausbesetzung wird sich erst zu später Stunde zusammen einfinden, die Mädels wollen alle am Einlauf der Athleten in der Arena Nord teilnehmen. Geordnet nach Ländern (Skandinavien minus Färöer und Island plus Tyskland) laufen die Teams - teils verkleidet - ein. Und nein, kein Casting für einen Modelwettbewerb, es sind erst einmal bloß die Schweden. Hast Du das einmal gesehen... ZeeBee testet den Burger in der Arena Nord. Später in der Unterkunft ist es reichlich spät. Statt den Grill einzuweihen, serveriert ZeeBee spontan Spaghetti aglio e olio. Dann wird bis spät in die Nacht gefachsimpelt.


    ZeeBees Mädels sind in ihrer Fünfergruppe erst mittags dran, nach dem Frühstück ist Zeit, sich schon mal mit den zweiten und den dritten Gegnern zu befassen. Das Losglück hat eine eine dänische, zwei schwedische und eine niedersächsische Mannschaft beschert. Und bei der deutschen Mannschaft handelt es sich um niemand geringeren als den Bundesliganachwuchs des Buxtehuder SV, statistisch gesehen diese Saison sicher ein TOP 3 Team im Landesverband. Buxtehude hat es mit einer dänischen Anfängermannschaft zu tun. Was fällt auf? Buxte mit einer sagenhaft technisch begabten Spielmacherin. Was sie an Talent hat, fehlt dem Team allerdings an internationalem Feingefühl. Auf einem großen internationalen Turnier spielt man stets gegen Mannschaften aus dem gesamten Leistungsspektrum und man darf sich schon mal Gedanken machen, wie man sich als (deutscher) Gast verkauft. 28:5 bei 30 Minuten Spielzeit. Zur Halbzeit schiebt ZeeBee die Mädels wieder in den Bus, hier gibt es wenig Erkenntnisse zu holen. Außer eben, dass es gute und weniger gute Gäste gibt.


    Turnierauftakt. Der Gegner ist Ale Handboll aus Schweden... die dritte Mannschaft. ZeeBee schwant Böses, ist aber mittlerweile für alle Eventualitäten gewappnet. Eine echte Dritte oder eine trojanische Erste? Das Aufwärmen kann das Rätsel lösen, keine Profis, eine Anfängermannschaft ist es hingegen nicht. ZeeBee startet mit einer bunten Aufstellung. Es beginnt, wie ein Turnier eben so beginnt. Der Ball, die Halle, die linke Hand, die rechte Hand, die Atemluft - so viel neue Erfahrungen. 0:1, eine gefühlte Ewigkeit kein Tor, 4:4, es ist zäh. Und die Dänen haben sich eine ganz besondere Aufgabe für die Handballer ausgedacht. Mitten über dem Spielfeld in etwa 3m Höhe ist eine Wäscheleine gespannt, entlang derer man den Trennvorhang ziehen kann. Eine kleine Herausforderung für die Torhüter, keine Herausforderung für den Schieri, große Herausforderung für regelunkundige Eltern. Immerhin beeindruckt Neuzugang Annika mit rekordverdächtigen zwei Zeitstrafen binnen fünf Minuten. ZeeBees Ruhepuls bleibt unten, nach und nach wird die Bestbesetzung eingewechselt. Letztlich kann Ale nicht mithalten und kommt mit einem 17:10 gut davon. Die E-Jugendlichen Zwerge Polly und Fritzi treffen zusammen dreimal. Kreisläuferin und Co-Haupttorschützin Jara knallt bei einem Tor mit dem Kopf auf den Boden und hat noch bis in den Folgetag Probleme, fehlt in der Vorrunde bei den drei weiteren Spielen.


    Nachmittags die Wiederholung des Halbfinals der niedersächsischen "Mini WM" D-Jugend des Vorjahrs. Buxte wurde letztlich Vierter. ZeeBee ist realistisch, ohne Kreisläuferin Jara in Abwehr und Angriff wird das leider nichts. Das Spiel ist jedoch für den Turnierverlauf nicht kriegsentscheidend, Platz 2 reicht. Und außerdem trifft man sich noch mal bei der "Mini EM" 2024 wieder. ZeeBee stellt die Mädels auf das Spiel ein, sich-gut-verkaufen geht vor gewinnen. Und die Mädels verkaufen sich prächtig. Frida trifft nach Belieben, hinten wirft Monster-Marit ihren Hut um die ungekrönt bleibende beste D-Jugend Torhüterin des Turniers in den Ring. Beispiel: Marit hält den freien Wurf, ihre Abwehr holt den Abpraller, passt den Ball als Geschenk zum Angriff zurück und Marit hält den vom Sechser hoch geworfenen Ball erneut... auf 4m! Auf Buxtehuder Seite glänzt die Spielmacherin zwischendurch mit einem erfolgreichen Dreher (ohne Peeke!). ZeeBee staunt Bauklötze, seine Talente trainieren seit einigen Wochen die Technik; praxisreif ist das noch nicht. Nach zwei, drei erfolgreichen 1:1 Aktionen der Rückraum Mitte gegen die Ersatzkreisläuferin tauscht ZeeBee Vorne und Hinten Mitte. Niedersachsens vielleicht beste Rückraum Mitte bekommt es nun mit E-Jugendlicher Spielmacherin Nella zu tun. Ein Mismatch? Kann man so nicht sagen, Nella erlaubt ihr Luft zum Atmen...


    Nach fünf Toren Rückstand kämpfen sich die Mädels Mitte der zweiten Hälfte auf 17:18 zurück, als Captain Neele eine Zeitstrafe erhält, die sich auch nach fünfmaliger Videoanalyse nicht erklären lässt, da Neele drei Meter Abstand zum Spielgeschehen hatte und - unerklärlicherweise - auch keine Nähe zur eigenen Gegenspielerin. Folgerichtigt macht sie gegenüber dem Schieri ein Gesicht, als ob der Osterhase seine Schätze zurückfordert. Ab da geht das Spiel auch den Bach runter, was aber früher oder später eintreten musste. Buxte führt kurz vor Schluss mit fünf Toren, Außen Rechts schubst mit E-Jugendlicher Fritzi die kleinste Spielerin auf dem Platz von hinten nach verlorenem Zweikampf um. Man könnte über Rot nachdenken, es gibt 2 Minuten. Keine halbe Minute später, Buxte führt mit sechs Toren, Frida setzt sich wieder überragend im 1:1 durch, wird im Sprung von der Seite rotwürdig weggeschubst. (Wieder nur) Zwei Minuten. ZeeBee platzt endgültig der Kragen, gar nicht mal wegen des liberalen Strafmaßes, pöblelt Richtung gegnerischer Bank. Die Buxtehuder Trainerin findet das aber alles ganz normal, ZeeBee möge sich mal entspannen. >>Du bist von der Ostergeschenkliste gestrichen, Baby!<< Und als Höchststafe gibt es auch kein Abklatschen nach dem Spiel. Befreundeter Trainer Dieter, zu Hause auf dem Sofa mit exzellentem Kaffee live dabei, der als Trainer auch schon die erste Mannschaft von Buxte schlagen durfte, schreibt unmittelbar nach dem Spiel, wie denn eine Trainerin noch auf 1.000 km Entfernung so viel Antipathie sammeln könne.


    Die C-Jugend setzt sich in beiden Spielen durch und auch die C-Mädels von Neuenhaus/Uelsen, aus gemeinsamen Trainingslagern bestens bekannt, gewinnen ihre beiden ersten Gruppenspiele. Man unterstützt sich lautstark, wenn es der Spielplan zulässt. Das kommt allerdings nicht überall gut an...


    Als dritter Gegner wartete die dänische Anfängermannschaft von Östervraa IF. Es startet die fast jüngste Aufstellung und ZeeBee wechselt nach kurzer Zeit auch Captain Neele aus. Zu groß ist der Leistungsunterschied. Die Bank mit der stärksten Formation besetzen und ggf. auch so durchspielen kann jeder. Nun aber haben die Mädels den Job, alle abgefangenen Pässe zurückzugeben. Es ist schließlich Ostern. Wie immer schaut der Gegner zunächst etwas verwundert aus der Wäsche, man arrangiert sich aber schnell mit dem Friedenspakt. Gegen Ende des Spiels darf Wirbelwind E-Jugendliche Nella doch noch mal auf der Mitte auf die Platte, allerdings mit Torwurfverbot, was nicht gut ankommt. Wenig später kommt sie an den Kreis, darf nun ausdrücklich Tore werfen. Der Schaden ist ja gering, am Kreis muss sie erst einmal angespielt... das Luder bekommt im eigenen Neuner den Ball, prellt in Windeseile nach vorne, tanzt drei Gegenspielerinnen aus, springt über das falsch Bein ab und trifft. Keine Regel ohne jemanden, der eine Lücke findet. 19:7, Östervraa holt das mit Abstand schmeichelhafteste Ergebnis gegen einen der späteren drei Gruppenersten. Der Zeitnehmer fragt ZeeBee, ob das in der Heimat so vorgeschrieben sei, dass man den Ball zurückgebe. ZeeBee grinst, erklärt den Hintergrund (Ostern '22, s. Tagebuch dort) und dass man das wohl nicht so schnell wiedererleben werde. Gibt halt gute und nicht so gute Gäste.


    Fortsetzung folgt

    Der letzte Treffer von Burgdorf war drin. Ich hatte einen recht guten Winkel.


    Letztlich souverän zu Ende gebracht, 4-Tore-Vorsprung der Halbzeit "spannend verwaltet". Sävehof allein hätte mich nicht von hinter dem Ofen hervorgelockt, Oli Mittun machte mich neugierig. Teils gute Zirkusnummer.


    Im Rückspiel kann Burgdorf noch ein paar Asse aus dem Ärmel ziehen, Fischi und Uscins hat man gar nicht so sehr vermisst. Um so schicker, wenn sie im Rückspiel zur Verfügung stünden. Brozovic werde ich nächste Saison sehr vermissen.

    Übermorgen um 7:00 ist Abfahrt Richtung Rödspätte Cup. 670 km nach Norden. Mein siebtes Turnier in Dänemark, fünf davon unter eigener Organisation. Wie organisiere ich ein Turnier im Ausland?


    - Auswahl des Turniers

    Was will ich? Die skandinavischen Turniere bieten jedenfalls was für die komplette sportliche Bandbreite. Über eine Vorrunde findet eine Aufteilung in A- und B-Pokal statt. Ich meine, bei den Lundaspelen gibt es sogar einen C-Pokal. Alle Mannschaften kommen weiter, nach der Vorrunde dann im KO-System. Auch mit einer Breitensportmannschaft bleibt man weiter im Turnier, auch wenn es starke Mannschaften gibt. Party vielleicht eher nach Spanien. Noch mehr Vielfalt gibt es in Prag. In Dänemark eher skandinavische und deutsche Mannschaften. In Prag ein bunter Strauß an Nationalitäten. Achtung: Die von Eurosportring organisierten Turniere sind halt ziemlich... deutsch. Würde mir im Leben nicht einfallen, nach Dänemark zu reisen um ein fast rein deutsches Turnier zu spielen.


    - Anmeldung

    Einige Turniere sind schnell, andere blitzschnell ausgebucht. Über die Homepage/sozialen Medien am Ball bleiben und aufpassen, wann Meldefrist beginnt. Nicht noch an den Spielwart delegieren, SELBST anmelden!


    - Transport

    Bei Turnieren im Inland ist die Bahnfahrt für mich eine Art Teambuilding. Anfahrt mit Autos ausgeschlossen, wenn denn der Veranstalter einen Shuttleservice hat, um zwischen den Hallen zu fahren. Was es bei mir nie wieder geben wird, ist eine Kolonne mit fünf PKW und auf die Laune der Eltern angewiesen zu sein, dass sie die Mannschaft ständig chauffieren und auch mal weit vor dem Frühstück zum ersten Spiel fahren. Einmal... und nie wieder. Zweiter Fahrer, zwei Kleinbusse und man ist autark und vor allem mobil. Eltern dürfen gerne als Touristen mitkommen, ich will aber auf niemanden angewiesen sein. Und so können wir abseits des Shuttlebetriebs einkaufen und Ausflüge machen. Und der Trainer kann morgens um fünf noch mal angeln fahren.


    Frühzeitig buchen, die Preise werden Richtung Ostern hin nicht eben freundlicher. Auf die Öffnungszeiten der Autovermieter achten! Billiger-mietwagen.de vergibt großzügig Abhol- und Rückbringzeiten außerhalb der Geschäftszeiten. Auf die Mietzeit achten! Sonst habe ich durch wenige unnötige Stunden einen ganzen Tag mehr zu zahlen. Lieber das volle Versicherungspaket als hinterher den Ärger. Bei der Tankregelung aufpassen, Norddänemark oder Schweden liegt außerhalb der Limits und würde mehr kosten. Dann lieber "alle km frei".


    - Unterkunft (planen)

    Üblicherweise Klassenzimmer oder kleine Gymnastikhallen. Bei Klassenzimmern die Eltern darauf hinweisen, dass diese nur begrenz groß sind und wenn alle Mädchen statt Isomatte ihre aufblasbaren Rettungsinseln mitnehmen... Beim Ulzburgcup liege ich selbst noch auf einer Isomatte, ansonsten bin ich zu alt für den Scheiß. In Dänemark buche ich mir mit reichlich Vorlaufzeit über booking.com (dann selbst bei Dancenter nicht nur ganze Woche möglich) ein Ferienhaus. In Reichweite zur Unterkunft der Mannschaft, ausreichende Zahl der Schlafzimmer, Grill. So haben wir noch einen häuslichen Mannschaftsabend oben drauf. Da wir immer mit zwei, drei Mannschaften unterwegs sind, macht ein Haus mehr Sinn als eine Ferienwohnung.


    - Verpflegung

    Wasserkästen! Umfüllen in eigene Trinkflaschen! Schluss mit der Scheiße mit Dutzenden angebrochenen Halbliterflaschen ohne dazugehörige Spielerin und Trilliarden von Euro Pfand verbrannt, weil die Flaschen überall stehen bleiben. Wir haben schon mehr Wasser weggekippt als andere Teams während eines Turniers trinken. Vom verlorenen Pfand finanzieren andere einen Mannschaftsabend.


    Müsliriegel! Gleich wieder vergessen! Schneidebrett mitnehmen, vernünftiges Küchenmesser. Äpfel werden nur aufgeschnitten gegessen. Melonen kommen immer gut an. Bananen praktischer als o.g. Obst aber natürlich nicht ganz so beliebt. Milch-/Schokobrötchen sind beliebt, richtige Brötchen eher weniger. Ausschließlich Obst/Gemüse kommt nicht so gut an. Ansonsten ist immer Halbpension buchbar (Vegetaristen und Allergiker vorab abklären, ggf. anmelden). Nicht immer lecker, also auch mal Plan B aus der Tasche ziehen. Grillen (s.o.), Pizzaabend. Wer ganz kreativ sein will, Wraps sollen sowohl praktisch als auch sozial wertvoll sein.


    - Krankenversicherung/Kühlbox

    Ferienhaus hat noch den Charme eines Eisfachs, so dass ich die Kühlbox sinnvollerweise mitnehmen kann. Bekommt aber schnell mal Beine, also beschriften.


    Nicht mein Fachgebiet, aber innerhalb der EU klappt das wohl irgendwie mit der Krankenversicherungskarte. Ggf. Vorkasse und dann daheim einreichen, wäre bei einer Auslandskrankenversicherung genauso.


    Minderjährige Kinder in der medizinischen Versorgung fern der Eltern... Hatte ich letzte Saison, aber nur fast. Papa ware gerade erst nachgereist. Ist noch ein Thema, wozu Ihr Euch Gedanken machen solltet. Vorsorgevollmacht nur andersherum? Kopfverletzung und kein Erziehungsberechtigter weit und breit... ein Problem. Hab ich auch noch nicht zu Ende gedacht.


    - Turnierkasse

    Nur mal als Beispiel Rödspätte Cup mit vier Übernachtungen bei 13 Mädchen und zwei Betreuern:


    - € 1.640,- für zwei Mietwagen (Kleinbusse)

    - € 194,50 Startgebühr

    - € 1.700,- Teilnehmergebühr für 15 Personen (Unterkunft, Halbpension, Shuttleservice, usw.)


    Hinzu kommen Spritkosten, Wasser, Verpflegung mittags, ein Grillabend. Dies Jahr kalkuliere ich mit einer Umlage von € 350,- pro Nase. Als Service lege ich die Zahlen so gut es geht vor dem Turnier offen. Auf den ersten Blick erschließt sich nicht, wo das ganze Geld hingeht.


    Taschengeld/Umtausch in Kronen übernimmt ein mitreisender Vater. Er wird auch mit Kreditkarte zur Stelle sein, wenn sich die Mädels einen Turnierhoodie mitnehmen wollen. Dankbar, wenn das delegiert werden kann.


    - Kontrastprogramm

    Reichlich Freizeit und wenn z.B. sechs Handballfelder in einem Gebäudekomplex sind, finde ich jedenfalls von 8:00 bis 22:00 immer eine Beschäftigung. Dann spielt ja ggf. noch die eigene C, die man anfeuern könnte. Aber muffige Hallen mit hunderten Zuschauern und stundenlanges Herumlungern ist sportlich kontraproduktiv. Irgendwann werden Körper und Bregen einfach heruntergezogen. Auf zum Strand, zum See... was auch immer. Und Kinderhandball ist keine Basisdemokratie, murrende Kinder ins Auto und weg. Hinterher war es eh ein Riesenspaß.


    - Das Sportliche

    Peeke erlaubt oder nicht? Mit welchen Deckungen habe ich zu rechnen? Wie stark ist das Turnier besetzt (ohne Vorerfahrung natürlich erst vor Ort zu ermmitteln) und wie passen wir da rein? A-Pokal erreichen und in der ersten Runde rausfliegen oder nicht doch tauchen und im B-Pokal weit kommen? Wir haben letztes Jahr in Frederikshavn den B-Pokal gewonnen. Nicht ganz der Plan gewesen, aber noch mal alle KO Spiele im B-Pokal gewinnen und im Finale den Support beider C-Jugend Mannschaften haben... war auch ein schicker Abschluss des Turniers. Preis wie A-Pokal, alle Mädels mit neuer Sporttasche.


    Wenn wir mit unbekannten Deckungsformen zu rechnen haben... man kann sich vorbereiten. Wir trainieren seit Wochen Angriff gegen Fleischmauer. Macht mehr Sinn Trainingszeit zu investieren, als dann in Dänemark erstmals vor einer Wand zu stehen und nicht weiter wissen. Und ich baue immer darauf, dass die Skandinavier sich jedenfalls nicht auf unsere Deckung vorbereiten. Ab der C-Jugend aufwärts relativiert sich alles, in der D kann eine 1:5 oder Halbfeldmanndeckung eine echte Waffe gegen Skandinavier sein.


    Turnierspiele sind kurz. Eher immer mit Bestbesetzung starten und dann die Entwicklung des Spiels abwarten. Notfalls durchspielen. Ich fahre nicht durch halb Nordeuropa um dann wegen Waldorfauswechselspielchen aus dem Turnier zu fliegen. Für Spiele gegen einheimische Anfängermannschaften haben wir uns was Besonderes ausgedacht. Bevor brennende Kreuze vor der Unterkunft errichtet werden (s. Tagebuch Ostern 2022), weil wir uns eigens für eine Anfängermannschaft eine ganz böse Deckung erlauben und den Ball wegnehmen, geben wir jeden herausgefangenen Ball wieder zurück. Völkerverständigung.

    E-Jugend kann ich mir gar nicht mehr angucken. Lange Vorkämpfer für 2x3:3 gewesen. Mit der Strafauswechselung für Torschützen kann ich ja nicht mal mehr Talente sichten. Die spielen ja immer nur wenige Sekunden in der Angriffshälfte.


    Und seit Jahren im Übrigen in der E-Jgd. die Abwehr zu >95% damit befasst, NICHT den Ball zu erobern, bzw. ihn NICHT mit TAUGLICHEN Mitteln zu erobern. Und dabei ist alles dafür ausgerichtet, UM den Ball zu erobern. Den bekomme ich aber unmöglich, wenn


    - der Gegner im 2-Pässe-Takt einen Freiwurf bekommt,

    - die Abwehr Bauch-an-Bauch mit der Ballführerin steht, hüpft und dabei quiekt,

    - die Abwehr keine Zuordnung hat und von der Bank nur Schweigen kommt,

    - nur der gefasste Ball, nie - mit Plan - der gepasste/geprellte Ball angegriffen wird.


    Auf der Bank regelmäßig sehr, sehr weise Menschen. "Reden ist Silber, Schweigen ist Gold". Ich würde die Trinkflasche das gesamte Spiel in der Hand behalten müssen, nur um die Stimme zu bewahren, allein um die Zuordnung einzufordern. Und wenn sie einmal da ist, dann die Mädels auf drei Schritte Abstand zur Ballführerin prügeln, damit der Gegner brav VOR der Abwehrspielerin prellen kann. Sehe ich nirgends korrekt. Und der einzige E-Jugend Trainer weit und breit, der Mädels was beibringt, gewinnt 49:2, 47:3, 4:43. Ohne Multiplikator. Hätte ich schon gar keine Lust, in der Altersklasse überhaupt aktiv zu werden.


    Edith sagt: Hallenverbot für alle Irren, sei es auf der Tribüne oder der Bank, die in der E "Festmachen!" blöken! Flache Hand zur Prellschulter, notfalls zur anderen Schulter. Mehr Körperkontakt gibt es nicht.

    Da geht es schon los.Nennen wir es "Mannschaftsmanagemet" im Kinderhandball.


    WIr hatten neulich Elternabend. Nicht für die Eltern der Kinder, die ich bereits trainiere. Für die Eltern, deren Mädels zu uns wechseln bzw. aus der E-Jugend hochkommen. Um Pflöcke einzuschlagen. Jedes Jahr im Januar oder Februar. Genügend Zeit, um nach der Saison noch den Verein zu verlassen oder eben andersherum zu uns zu wechseln.


    - Trainingsorganisation

    Ich kontrolliere bei SpielerPlus nicht die dort vorhandene Statistik. Irgendwann fällt es mir schon auf, wenn eine Spielerin zunehmend häufig absagt. Es gilt: "Alle Mädchen trainieren zweimal die Woche, alle dürfen dreimal die Woche trainieren." Natürlich geht Schule vor blablabla... "Lernt Zeitmanagement!" Eine Spielerin, die nur einmal die Woche trainiert/trainieren will, kann ich nicht gebrauchen. Die Verrückten, die im Heimverein zweimal trainieren und ein drittes Mal bei mir, habe ich immer wieder (gern) im Training.


    Altersklasse D-Jugend habe ich vor einigen Jahren frisch übernommen. Eltern sind gebrieft. Eine Spielerin glänzt durch ständiges Fehlen beim Training, wenn auch immer mit vorheriger Absage. Ich mahne einmal an (gelbe Karte). Ändert sich nichts. Verabschiede mich von der Spielerin. Mama ist außer sich.


    "In der heutigen Zeit brauchen die Vereine jedes Mitglied!"

    "Mag sein, aber ich nicht."

    Ciao bella!


    Spätere Generation. Eine Spielerin kommt nur einmal die Woche zum Training. Für den zweiten Trainingstag stets ernsthaft die Entschuldigung: "Reiten". Ich mahne einmal ab. Mama ist mürrisch, die Regel gelte ja für alle nur ihre Tochter nicht. Ab jetzt jede Woche einmal "krank". Trainer ist ja doof. Ich schmeiße die junge Dame raus. Mama geht auf die Barrikaden, klärendes Gespräch mit Vorstand und Eltern. Fauler Kompromiss einmal die Woche in der D-Jugend Training, das andere Training... in der E-Jugend. Was auch immer das bringen soll. Ab jetzt nie mehr krank, einmal die Woche: "Reiten". Hah... Trainer ausgetrickst! Einige Wochen später frage ich die E-Jugend Trainerin, wie sich denn J. so im Training unter den jüngeren Mädchen schlagt.


    "Wer?!"

    Ciao bella! (Spielt nun im Nachbarverein.)


    Noch später. Spielerin frisch aus der E-Jugend fehlt wieder und wieder untentschuldigt beim Training. Mama ist sehr süß, ich schmeiße sie nicht raus. Wieder und wieder frage ich Papa, ob etwas mit SpielerPlus nicht funktioniere. Eine Ausrede blöder als die davor. Ciao bella! (Spielt nun in einem anderen Nachbarverein.)


    Gern formulierter Einwand:

    "Ja, aber Du kannst das Kind doch nicht für die Desorganisation der Eltern bestrafen!"

    "Ich bestrafe nicht. Die Kinder kommen als Paket mit den Eltern. Und wenn das Paket nicht mannschaftssporttauglich ist, verschicke ich es woanders hin."

    Geht Tennis spielen!


    - Organisation des Umfelds

    Eine sehr handballerfahrene Mama brachte mich mal auf die SpielerPlus App. Natürlich war ich skeptisch. Trainingsabsage per Knopfdruck? Ausprobiert, für gut befunden. Da es eine Maximalzahl von Spielerinnen in der kostenlosen Version gibt, ich mittlerweile inklusive Gäste 40 Kinder verwalte, habe ich schon länger die kostenpflichtige Premiumversion. Sonst kommt noch wer auf die Idee, per Mail, Flaschenpost oder Rauchzeichen vom Training abzusagen. Auf dem Weg zum Training weiß ich nun zuverlässig die Teilnehmerzahl. Eher mogelt sich mal eine kleine Schwester ins Training dazu, so dass ich eine Überraschungszahl an Teilnehmern habe, als dass ich eine kleinere Zahl als erwartet habe.


    Trainingsabsage per Knopfdruck? Junge Trainer neigen dazu, sich persönlich durch das Kind telefonisch absagen zu lassen. Oder die Eltern müssen einen Gesinnungsaufsatz schreiben, warum das Kind beim Training fehlen wird. Die Hemmschwelle für die Absage möglichst hochsetzen. Das kann man so machen, wenn man sich unsicher ist. Unsicher über die eigenen Fähigkeiten, die Qualität seines Trainings, das Leben, das Universum, alles. Bei mir Traingsabsage per Knopfdruck.


    Klappt das allerdings nicht, einmal unentschuldigt beim Training Gelbe Karte, zweite Mal Rote Karte. Unentschuldigt beim Spiel fehlen. Rote Karte. Ciao bella! Geht das? In den meisten Vereinen womöglich nicht. Bei jedem Rausschmiss informiere ich den Spartenvorstand über das "DASS" und das "WARUM". Ich bin noch da, die Spielerinnen nicht mehr. Und außerdem habe ich diese Saison über 12 Mädchen aus anderen Vereinen regelmäßig im Training gehabt.


    Befreundeter Damentrainer meint, seine Mannschaft mache ihn wahnsinnig. Die Spielerinnen meldeten sich bei SpielerPlus nicht zuverlässig zum Training an.

    "Bist Du IRRE? Stell von "Spieler müssen zusagen" auf "Spieler müssen absagen"! Dann hast Du die Zahl der Trainingsgruppe und niemand muss mehr aktiv zusagen. Die haben sich doch im Verein als Handballer schon angemeldet. Die müssen doch nicht zu jedem Training zusagen."

    "Aber dann stimmt die Zahl doch immer noch nicht, wenn wer nicht absagt."

    "Rausschmeißen!"

    Kindergarten im Damenhandball


    Kioskdienst: Viele Vereine verdienen sich bei Heimspielen ein paar Euro dazu, keiner will den Dienst freiwillig machen. Im Verein wird es an die Mannschaften verteilt, ich delegiere das Weiterverteilen. Dafür habe ich nicht den Nerv. Hier übertreffen die Ausreden alles bislang Dagewesene. Mein Tipp, wenn delegieren nicht geht: "Else und Waltraud machen den Dienst von 10:00 bis 12:00. Basta. Wenn das nicht klappt, tauscht Ihr mit jemandem. Ich will erst wieder von Euch hören, wenn Ihr getauscht habt, vorher keinen Mucks!" Lösungen und keine Probleme.


    Zeitnehmertisch: Wird nicht leichter, in der C II brauchen die Eltern einen Zeitnehmerschein. Fügt sich bei uns aber irgendwie ein, weil alles andere auch klappt. Ich schreibe die beiden Stellen bei SpielerPlus als "Aufgaben" für das Spiel aus, bitte um Eintragung. Ganz selten, dass ich mal erinnern muss.


    Supersonderservice: Jeden Montag gibt es eine E-Mail von mir. "X. Kalenderwoche". Trainingseinheiten, Punktspiele, Zeitnehmer gesucht, wer bringt die Kistentorkiste mit. Niemand steht Montagmittag mehr im Dunkeln.


    Kistentorkiste: Sowohl in der D als auch in der C (50 statt 40 Minuten Spielzeit) beim 30. Tor (die C besteht zur Hälfte aus D-Jugendlichen, daher keine 40) das "Kistentor". Zusätzlicher Spaßfaktor für alle. Hat noch niemand gemeckert. Ach ja... Bionade.


    Auswärtsspiele: Ich stamme aus einer Zeit vor Navi und vor Smartphone. Man traf sich vor der eigenen Halle, um in Kolonne zum Auswärtsspiel zu fahren. Die Zeiten sind nun vorbei, außerdem kommen meine Mädels teils von 50 km weg von der Heimhalle. Treffen 60 Minunten vor Anpfiff. Heim wie auswärts. Fahrgemeinschaften lassen sich über SpielerPlus finden. Will ich nichts mit zu tun haben. Ich hatte noch nie den Fall, dass eine Spielerin weinend zu Hause saß und keine Mitfahrgelegenheit hatte. Bei Spielen mit 60 oder mehr Minuten Anfahrt, Treffen 90 Minuten vor Anpfiff. DAS gibt immer wieder Gemurre, bleibt aber so. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass wenn die Kinder eine Stunde und mehr im Auto gesessen haben, sie bei Anpfiff eine Stunde später spielen wie eine Karre Mist. Neulich erst wieder erlebt, als sich eine Spielerin verspätete. Erste Halbzeit Totalausfall, zweite Halbzeit fast noch alleine das Spiel gedreht.


    Spielberichte: Die geilsten Spielberichte in der Handballszene... nicht (mehr) von mir. Seit zwei Jahren Maulkorb. Der letzte Spielbericht war - wieder mal - zu ehrlich. Die Mädels sollten sich bei Instagram einrichten, um wenigstens etwas Medienpräsenz zu zeigen.


    Warnhinweis: Nicht alle o.g. Tipps lassen sich übertragen. Wer den Hardliner machen will, muss das Standing haben, es muss die Organisation reibungslos klappen und die Trainingsqualität muss stimmen. DANN kann ich auch mal auf einzelne Spielerinnen verzichten oder den Eltern nicht immer den Weg des geringsten Widerstands bieten.

    Ich habe mit 17 genauso angefangen. "Du bist doch Torwart. Kannst Du nicht mal..." Zum Glück sehr früh die C-Lizenz gemacht. "Aha... das habe also bislang falsch gemacht. Also alles." Das Evangelium empfangen, die noch recht frische Rahmentrainingskonzeption. Mit der C-Lizenz die Weisheit mit Löffeln gefressen. Nun wusste ich es ja alles besser als alle erfahrenen Trainer. Immer wieder Fortbildungen besucht. Und vielleicht nicht unwichtig: Immer wieder eigene Gedanken gemacht und alles in Frage gestellt. Ganz wichtig für Kinderhandball tatsächlich die B-Lizenz für eine Vision, wo es mal hingehen soll.


    Aktuell habe ich drei C-Jugendliche mit Betreueraufgaben betraut, in der Hoffnung, dass mal eine längerfristig "hängen bleibt". Die bekommen zunehmend mehr Aufgaben im Training, sollen z.B. im Aufwärmspiel auch regelmäßig coachen. Frühere Co-Trainer mussten auch schon mal ein Spiel allein coachen, wenn ich meinen Tod vorgetäuscht habe. Irgendwas läuft da schief, wenn alle Jungtrainer immer nur ins kalte Wasser geworfen und nicht an die Hand genommen werden. Vielleicht muss ich mal auf Wanderschaft gehen und andere Verein besuchen oder Anfänger ins Training einladen. Alle paar Jahre mal eine Fortbildung ausrichten ist jedenfalls nicht genug. Die große Masse an Jungtrainern, die nach zwei Jahren wieder aufgeben, ist egal. Ich brauche diesen einen Bekloppten...


    Seit Monaten haben wir einen befreundeten Trainer in der Halle dabei, der wegen voller Wochenenden keine eigene Mannschaft übernehmen kann, sich aber langweilt. Der hat von Jugend- und Erwachsenenhandball unendlich mehr Ahnung als ich, will sich aber im Kinderhandball etwas abgucken. Und so gucken wir voneinander eine Menge ab. Hilfreich, wenn zwei Irre zusammenfinden.

    Ich gucke deutlich zu selten mal über den Tellerrand, bin nie unter der Woche in fremden Hallen und habe seit Jahren überhaupt nur einmal bei einem fremden Training zugeschaut, mit dem Ziel, was zu lernen (offenes Training von Mindens mA BuLi, ich berichtete). Vor Jahren war ich mal aufgrund eines Nachholspiels unter der Woche irgendwo weit draußen unterwegs, schon früh in der Halle und durfte ein mC Training bewundern. Nach einer halben Stunde fragte ich mich, ob die schon angefangen hätten. Niemand bewegte sich. Andernorts findet das Aufwärmprogramm im Gang statt, weil 90 Minuten Hallenzeit zu kostbar sind. In der Lüneburger Heide verbrannte man Hallenzeit.


    Neulich zwei Anfängerinnen bei mir im Training, deren Mannschaft am zerbröseln ist und die durch persönliche Kontakte den Weg zu uns gefunden hatten. Die eine Mutter sieht eine gewisse Kluft zwischen den Gästen und dem Rest der Trainingsgruppe:


    "Na ja, so ein Training sind sie nicht gewohnt."

    "???"

    "Bei uns trainieren sie einmal die Woche eine Stunde, kommen in die Halle, prellen ein wenig durch die Gegend, passen und dann wird gespielt. Korrekturen kennen sie nicht."


    Eine Auswahlspielerin eines ambitionierten Vereins bei mir im Training. Mir fehlen nahezu alle Leistungsträgerinnen, weil die Auswahl älterer Jahrgang zeitgleich eine Zusatzeinheit angesetzt hat. Improvisationstheater statt Training. Mein Gast ist beeindruckt, hält die Charade tatsächlich für überdurchschnittliches Training.


    Was läuft da eigentlich überall in den Hallen ab?! Was läuft da schief? Wie gestalte ich eine Trainingseinheit?


    Als Anfänger bereite ich sicher eine Einheit noch irgendwie schriftlich vor. Macht Sinn. Als Anfänger plane ich ggf. die Halbserie/volle Saison vor. Macht auch Sinn. Ich habe im Hinterkopf, was ich in der D-Jugend beibringen möchte, setze mir immer Blöcke von zwei, drei Wochen mit einem Trainingsinhalt. Ich improvisiere auch mal, schiebe was dazwischen, wenn es irgendwo an Basics hakt. Oder ich schule "Einführung Kreuzen", wenn wir in der D oder C II in der Deckung vor diese Aufgabe gestellt werden und wir nicht gegen Kreuzungen verteidigen können. Keine feste Reihenfolge, nur dass nach jedem Altersklassenumbruch nach Ostern bis zu den Sommerferien drei feste Dinge auf dem Zettel stehen: 1. Abwehr, 2. Abwehr, 3. Abwehr. Und ich spreche von individueller Abwehr, Richtung Sommerferien ein wenig mehr im kollektiv.


    Die Trainingslehre sagt zum Trainingsaufbau:


    1. Aufwärmen

    2. Grundübungen

    3. Grundspiele

    4. Zielspiel


    Im Idealfall zieht sich ein roter Faden durch Punkte 1 bis 4. In der Lehrprobe zur C-Lizenz MUSS sich ein roter Faden durch 1 bis 4 ziehen. Und wenn da 10er Ball im Aufwärmprogramm auftaucht, dann kann man schon fast wieder nach Hause fahren. Fast keine Prüfungsthema lässt sich sinnvoll an 10er Ball anknüpfen. In der B-Lizenz Prüfung muss man sich dann auch schon mal die Frage vom Prüfer gefallen lassen: "Warum hast Du denn noch Grundübungen in der Einheit?" "Häh... was habt Ihr mir denn immer eingebleut?!" Nichts ist in Stein gemeißelt.


    Ich halte mich nicht sklavisch an das 1 bis 4-Konzept. Der Anfänger und der Fortgeschrittene tut aber ganz gut daran. Grundübung bedeutet ziemlich klare Vorgabe mit vielleicht einer Entscheidung. Grundspiel bedeutet eine Aufgabe und ein Rahmen mit zahlreichen Entscheidungsmöglichkeiten. Manchmal rächt es sich, wenn man mit dem Grundspiel anfängt und Basics nicht vorwegschaltet. Manchmal startet man aber besser spielerisch als zu statisch. Zielspiel kommt bei mir immer zu kurz, 4:4 auf ein Tor tut es aber auch.


    In der E-Jugend zweimal die Woche, in der D noch einmal die Woche: Wurftraining! Hab ich hier schon an mehreren Stellen geschrieben. Stumpfes Ballern auf den Boden, dann gegen die Wand. Auch mit der Nichtwurfhand! Mit Korrekturen bis zum Umfallen. Spielerisch durch Wettkämpfe (Kastentreiben, (Medizin-/Pezzi-)Balltreiben). Alle Gelenke/Knotenpunkte des Körpers kontrollieren und korrigieren. An einem vernünftigen Wurf kommen wir nicht vorbei und der entwickelt sich nicht von allein.


    Viele Wege führen nach Rom. Was ALLEN Spitzentrainern gemein ist: Es gibt keinen Stillstand, alle Kinder bewegen sich fast immer. 90 Minuten Training werden ausgenutzt! Angefangen von Aufwärmspielen 3:3 mit vier Mannschaften auf zwei Feldern statt 6:6 auf einem Feld. Schlimmere Beispiele überall da, wo sich zwei Mannschaften gemeinsam warmmachen und 10:10 Fußball spielen, sich also fast niemand mehr bewegt. Drei, vier Mannschaften, die wartenden Teams in die Stabis/Athletikübung/ins Kraftraining schicken und rotieren. 18 Kinder stehen in einer Schlange zum Torwurf. Setzen! Sechs! Zwei Betreuer und das gesamte Training eine Trainingsgruppe bei freiem Seitenstreifen. Klassenziel nicht erreicht. Organisiere Bewegung!


    Trinkpausen werden bei mir erarbeitet. Alle an die Seitenauslinie. Quivers oder "Seilspringen ohne". Aufgabe. Wieder Quivers. Aufgabe. Quivers. Aufgabe. Quivers. 5x 20 m Sprint. Trinkpause. Aufgaben sind wechselweise Burpees, Bergsteiger, Wandhochkrabbeln aus Liegestütz in den Handstand, Rad hin und zurück, Liegestütze mit absetzen, Strecksprünge, Situps.


    Auf zwei Wochentage verteilt hatte ich diese Saison eine Rekordzahl von bis zu 12 Mädchen aus anderen Vereinen, 6 E-Jugendliche aus dem eigenen Verein... und meine Mädels. Ach ja... lange Zeit noch unsere talentierte männliche D mit 9 Jungs. Zwei Trainer, Betreuerin aus der C, zwei Handballthemen und ein Kontrastprogramm. Drei leistungshomogene Gruppen. Durchrotieren. Würde ich so nicht wieder machen, dazu reichen 90 Minuten bzw. 75 Minuten Hallenzeit nicht. Aber so komme ich in Siebener-/Achtergruppen auf etwas Intensität, aber eben nur auf 12, 13 Minuten pro Gruppe. Nächste Saison anders.


    Seit Monaten machen wir zum Aufwärmen JEDES Training Endlinienball mit Rugbypassregel (keine Pässe nach vorn). Mühselig, weil ich ständig neue Gesichter im Training habe. Für die Cracks gibt es aber nach und nach keine Ballannahme im Stand mehr, keine willkürlichen Richtungswechsel, kein Stoßen auf die Gegenspielerin, taktisch richtige Handgelenkspässe, Kooperation in der Deckung, Raustreten im Zentrum, kooperatives Abwehrdreieck. Es entsteeehhht Handball durch diese einfache Passregel.

    Zitat

    Könnt ihr euch an den Fall Lemgo 2 gegen Kirchzell 3.Liga Abstiegsrunde letzte Saison erinnern?

    Wenn wir aber abwägen, all die Fälle, in denen junge Nachwuchsspieler, die sich nicht festspielen/die ein Zweitspielrecht haben/deren Doppelspielrecht abgetreten ist, Einsatzzeiten bekommen, die sonst nicht gegeben wären, gegen die Extremfälle aus dem Beispiel, dann kommen wir wahrscheinlich schon quantitativ auf einen glasklaren Ausschlag für die eine Seite. Der Grundgedanke ist Ausbildung über fairen Wettbewerb. Machen wir es wieder andersherum, dürfen wir nicht jammern, wenn wir international nur hinterhergucken.


    Im Erwachsenenbereich die alte Regelung wieder aus der Schublade zu holen, hilft nur insoweit, wie es keine U21/U23 Spieler gibt, die eingesetzt werden könnten.

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