Beiträge von Zickenbändiger

    Moin!

    Nach jahrelangem jährlichen Wechsel der Strategie bin ich nun endlich zu dem Schluss gekommen, mit einer wD lieber auf den Spinshot als auf den Kempa zu setzen. Ich werde auch jedes Jahr beim großen Turnier in Cuxhaven bestätigt, im Mädchenbereich zumindest in der D nirgends auch nur der Versuch eines Kempas. Um für zwei Punkte zu zählen, muss es ja nicht mal das klassische hohe Einspringen in den Torraum sein mit Ballannahme weit über den Köpfen.

    Im Training im Trockenen ohne Abwehr kein Problem. Kriegen fast alle hin, den Ball zumindest in der Luft anzunehmen und wieder loszuwerden, ohne ihn zu schlagen, boxen, wegzuklatschen. Stelle ich irgendwo eine Abwehrspielerin hin, ist alles vorbei. Und im Turnier kommt die bedrängte Ballführerin beim Pass zur freien Mitspielerin auch niemals auf die Idee, den Ball mal vorzulegen.

    Gibt es andere Erfahrung? Oder was klappt in der wC oder B?

    ZeeBee hat die Kaderplanung fleißig vorangetrieben. Schon sehr früh. Ein internes Gespräch im Januar in ZeeBees altem Verein:

    "Laatzen hat doch noch ein großes Talente."

    "Trainiert schon bei Karsten mit."

    "Und die Spielerin aus Großburgwedel?"

    "Trainiert auch bei Karsten mit."

    "Was ist mit der aus Bothfeld?"

    "Trainiert ab nächster Woche bei Karsten mit."

    Das Puzzle fügt sich allmählich zusammen. Im alten Verein hat ZeeBee eine starke Mannschaft hinterlassen, die gewinnt Ostern souverän den Rödspätte Cup. Allerdings sind schon erste Erschütterungen der Macht zu spüren...

    Traditionell meidet ZeeBee bei Turnieren die Betreuerunterkünfte, sucht sich beim Ulzburgcup Schlafplätze wie Heizungskeller, Treppenhäuser oder Flure. Die Mädchen sind in erster Etage in einem kleinen Zwei-Klassenzimmer-Trakt untergebracht. Der kleine Flur zwischen den Klassenzimmern muss dann mal als Schlafplatz herhalten. Die erste Nacht ist es ruhig, in der zweiten Nacht hat irgendwer etwas in den Kakao der Nachbarmannschaft getan. Die C-Jugend von... ach... St. Tönis. Bis weit nach 23:00 schreien die Mädchen in ihrem Klassenraum rum, die Abgelegenheit des Trakts macht es möglich, die Security hört wohl nicht so weit. ZeeBee macht es sich soweit möglich bequem. Dann verlassen drei der Grazien ihr Zimmer, setzen sich genau neben ZeeBee und krakeelen auf dem Flur herum. ZeeBee richtet sich auf, ob der Lärm denn wirklich Not täte? Die Damen scheinen den besetzten Schlafsack auf dem Boden gar nicht wahrgenommen zu haben, die mutmaßlichen Chemikalien aus dem Kakao leisten ganze Arbeit.

    "Äh... oh... äh... dann gehen wir wohl mal ins Zimmer zurück."

    Hält ZeeBee für einen ausgezeichneten Plan. Die Luder gehen nicht ins Zimmer zurück, marschieren zur Security:

    "Da liegt ein Mann bei uns auf dem Flur. Wir fühlen uns da nicht wohl."

    Die nächtlichen Ruhestörerinnen werden von der Security zum Klassenzimmer geleitet, ZeeBee muss umziehen. Nennt man wohl Täter-Opfer-Umkehr. ZeeBee hat nun definitiv einen neuen Lieblingsverein.

    Die obere Hälfte des Turnierbaums darf in Henstedt-Ulzburg bleiben, der Rest muss raus auf's Dorf. Dort wird nun um Platz 13 bis 22 gespielt. Das Gefälle ist gewaltig, Platz 3 und 4 der Todesgruppe plus Berliner TSC II dominieren das hiesige Feld. Im ersten Spiel haben es die Mädchen mit einer Anfängermannschaft zu tun. Todesfelde/Leezen - Ihr müsst noch etwas üben, bis es für Eure Damen reicht. Im zweiten Spiel die Zweitvertretung des Gastgebers, die auch deutlich überfordert ist. Rückraum Mitte von Henstedt/Ulzburg hat nach dem Spiel etwas an ZeeBees Coaching auszusetzen, klatscht brav mit den Mädels ab, klatscht ZeeBee demonstrativ verächtlich nur mit dem Zeigefinger ab. Entzückend.

    Es wird der Gegner im Spiel um Platz 13 ermittelt. Aus der Todesgruppe Nord Harrislee gegen die Zweitvertretung vom Berliner TSC. Ein packendes Spiel zweier gleichstarker Mannschaften. Berlin nur mit dem jüngeren Jahrgang bestückt, im Tor, auf Rückraum Mitte und Rückraum Links aber bärenstark besetzt. Unentschieden. Dank der stärkeren Torhüterin gewinnt Berlin und ist der letzte Gegner.

    Pep talk in der Kabine. Das wird alles andere als leicht, mit einem Sieg aus dem Turnier zu gehen:

    "Ihr habt Berlin gesehen. Auf drei Positionen wahnsinnig stark besetzt. Die haben gerade im 7m Werfen gewonnen, haben den Kopf in den Wolken, kommen mit breiter Brust in das Spiel, sind fast nicht zu schlagen."

    ZeeBee wendet sich zur Ausgangstür, ergreift die Türklinke. Talina ist unzufrieden:

    "Na das ist ja eine tolle Motivation."

    ZeeBee grinst, greift auf Alan Shore/James Spader zurück, wendet sich wieder der Mannschaft zu.

    "ES SEI DENN..."

    Jüngst hat ZeeBee eine brutal offensive Halbfeldmanndeckung beobachtet, die bei Ballannahme den Rückraum mit kurzen harten stakkatoartigen Kontakten bei Ballannahme gestört und mächtig beeindruckt hat. Die drei Turniergegner waren jeweils konsterniert und die Deckung hat keinerlei Anlass für Progression gegeben. Voraussetzung ist natürlich eine unfassbare Laufbereitschaft. ZeeBee erklärt, was er von der Abwehr fordert - und dass der Moment im Turnier angekommen ist, in dem nicht mehr bunt durchgewechselt wird.

    Die Mädels setzen die geforderte Deckung 1:1 um. ZeeBee hat sich weit aus dem Fenster gelehnt, auf Halb Links sein Abwehrsorgenkind aufgeboten und selbst sie arbeitet wie ein Abwehrdämon mit. Die Berliner Talente sind vollkommen überfordert, obwohl sie aus dem Berliner Landrecht eine extrem offensive Deckung kennen und der TSC in den vergangenen Jahren auch immer fleißig selbst eine Halbzeit weit jenseits der Mittellinie die Bälle abgeholt hat. Binnen Augenblicken liegen die Mädels mit fünf Toren vorne und bauen den Vorsprung fleißig aus, verteidigen brutal effektiv und haben die Körpersprache der Berlinerinnen schon binnen der ersten Hälfte auf einem Tiefstand. ZeeBee staunt Bauklötze. Die Mädels beginnen das Turnier mit einem hart erkämpften Spiel gegen einen gleichstarken Gegner und beenden das Turnier mit einem 21:8 gegen einen mindestens gleichstarken Gegner. Und das ist nicht mal Bestbesetzung gewesen. Die neuen Aufgaben können kommen.


    Dein
    Karsten

    Liebes Handballtagebuch!

    Ulzburgcup - nach einem Dreivierteljahr Eingewöhnung beim neuen Verein ohne die gewohnten Strukturen, dafür mit reichlich Kröten zu schlucken, endlich wieder ein Stück Normalität. Es wird zwei D-Jugend Mannschaften im Verein geben. ZeeBee muss sich also nicht mehr dafür rechtfertigen, dass man sich zuverlässig vom Training abmeldet, dass alle zwei Monate mittrainieren nicht reicht und dass zweimal die Woche Training die Regel sein sollte. Genau zwei Mädchen bleiben folglich vom letztjährigen Kader über, für die das ebenso selbstverständlich ist, bzw. die für höhere Aufgaben in Frage kommen. Von unten kommt nichts nach und dennoch fährt ZeeBee mit elf Mädchen nach Henstedt-Ulzburg. Hausaufgaben gemacht.

    Die Strecke zwischen Hannover und Hamburg ist für Reparaturen längerfristig gesperrt. Die Umleitung kostet rund eine Stunde. Da kommt die Zugverspätung von 50 Minuten doch gerade recht, den Pizzaabend vor Ort nach Ankunft endgültig zu versauen. Die frisch gewonnene Wartezeit verbringt die Mannschaft mit McFlurries. Während der Fahrt gerät ZeeBees Hirn in den roten Bereich. Mathematik ist ohnehin nicht ZeeBees Stärke und die Abfahrtverspätung von 50 Minuten bei einer Umsteigezeit in Neumünster von 13 Minuten ist eigentlich eine glasklare Angelegenheit. Die Deutsche Bahn arbeitet aber nicht mit Mathe- sondern Bistr-O-Matik. Die Anzeige will verkaufen, dass der Zug trotz fünfzigminütiger Verspätung mit Punktlandung Abfahrt des Anschlusszugs ankommt, mal plus, mal minus drei Minuten. Der Lokführer muss eine Abkürzung in der Umleitung gefunden haben. ZeeBee hat die Mädchen längst auf eine längere Umsteigezeit eingestellt, nun wird der planmäßige Anschlusszug plötzlich wieder ein Thema. ZeeBee schwört die Mädchen auf einen blitzschnellen Bahnsteigwechsel ein. Elf Mädchen sprinten los, ZeeBee... ist am Vortag an der Anmeldung beim Kardiologen mit bedenklichen Symptomen weggeschickt worden: "Dummer Junge, was willst Du hier? Geh gefälligst zum Hausarzt, es könnte ja auch die Lunge sein, dann ist der P-N-E-U-M-O-L-O-G-E und nicht wir zuständig." ZeeBee wird mit Vorhofflimmern bei voller Kenntnis der Krankengeschichte vom Hof gejagt und will nun mit unerkanntem Vorhofflimmern den Bahnsteig entlang rennen. Gut, dass die Mädels den Zug ohnehin nicht erwischen, mit Sicherheit hätte niemand an den Trainer gedacht, der noch auf dem Ankunftsbahnsteig liegt und zuckt. Also Pizza in Neumünster in der Pizza Hütte. Dazu muss erst einmal der Bahnhofsvorplatz durchquert werden. Die Mädels, die allesamt offenbar noch nie in Hagen ausgestiegen sind, rücken merklich nervös zusammen und immer dichter an ZeeBee ran. Selbst Hannovers Junkieszene wirkt dagegen wie ein Karnevalsumzug.

    Die kleinere der beiden Haupthallen des Turniers verfügt über vier gestaffelte Sitzreihen und ist zum Spielfeld hin mit einem Geländer nebst Glaswand abgetrennt. Jedes Jahr dasselbe Phänomen, alle Arschlöcher stellen sich vorne an das Geländer und blockieren die Sicht für sämtliche Sitzplätze dahinter. Kurz vor dem ersten Gruppenspiel aus der eigenen Todesgruppe, das sich ZeeBee anschauen möchte, stellt sich eine volle C-Jugend von St. Tönis sowie die komplette Elternschaft der D-Jugend von St. Tönis an das Geländer und blockiert die Sicht. Mit Anpfiff äußert ZeeBee sehr lautstart, bestimmt und unhöflich seinen Unmut. Achselzucken beim neuen Lieblingsverein, alles bleibt stehen. Wasserpistolen... ZeeBee hat die Wasserpistolen vergessen! Letztes Jahr noch fest eingeplant.

    Der Auftakt gegen den vermeintlich leichtesten Gruppengegner Nord Harrislee. Die Mädels sind alles andere als eingespielt, die halbe Mannschaft wird mit Zweitspielrecht die Saison bestreiten und die Spielerinnen trainieren ein bis dreimal die Woche bei ZeeBee, ansonsten teils beim Heimverein. Beide Teams agieren auf Augenhöhe, Nord Harrislee im Angriff stärker, dafür aber mit Feldspielerin im Tor. ZeeBee hat vor dem Turnier zunächst lange keine Torhüterin, hakt dann beim Kooperationsverein nach. In der zweiten Mannschaft in der Kreisklasse spielt Nele im Tor, die mal ins Training reinschnuppert. Unten gar nicht schlecht, zeigt schon ein paar gute Basics, oben noch Verbesserungsbedarf, im Sand sogar insgesamt deutlich stärker. Wechselt den Verein, im Training still, schüchtern, zurückhaltend. Nun im ersten Turnierspiel... im Stile einer D-Jugend Spitzentorhüterin. Und die sind bei den Mädchen ganz, ganz rar gesät. Eine Glanzparade jagt die nächste. "Wer bist Du und müssen wir für Nele Lösegeld zahlen?!" Die Keeperin bringt das Spiel mit einem Tor Vorsprung nach Hause. In über 35 Jahren hat ZeeBee noch nie eine solche Steigerung von Training zu Wettkampf erlebt. Um eine lange Geschichte kurz zu machen, Nele wird sich noch weiter im Turnier steigern und nicht nur ihren Trainer sprachlos zurücklassen.

    Der Ulzburgcup: Die Spitzenmannschaften sind meist Jahrgangsmannschaften, spielen schon seit mindestens drei Jahren zusammen. ZeeBee hat nie Jahrgangsmannschaften, kann sich glücklich schätzen, wenn die Jüngsten schon während der E-Jugend mittrainiert haben. Das Ziel ist stets, in der Vorrunde möglichst ein Spiel gewinnen, dann ums Verrecken nicht das Viertelfinale zu erreichen. Vor zwei Jahren hat ZeeBee genau das verbockt, die Mädels sind mit zwei Klatschen im Gepäck aus dem Turnier gegangen. Dann lieber sowohl pädagogisch wertvoll die Klatschen am ersten Tag in der Vorrunde kassieren, sich steigern und dann psychologisch wertvoll möglichst am zweiten Turniertag alles gewinnen. ZeeBee schwört vor dem Spiel gegen St. Tönis die Eltern ein, dass es so oder so keinen Sieg geben wird, selbst wenn der Gegner schwächer sein sollte. Die Mädels weiht ZeeBee nicht ein, lässt sie eine Halbzeit ohne Support im Regen stehen, klärt dann erst in der Halbzeit über die Turnierstrategie auf. Es ist ohnehin fraglich, ob es eine Chance gegeben hätte. In der zweiten Hälfte coacht ZeeBee aber wieder im Wettkampfmodus, der deutliche Rückstand verringert sich zwischenzeitlich auf zwei Tore... letztlich geht das Spiel planmäßig verloren. Im letzten Gruppenspiel dann der regelmäßige Turniersieger Berliner TSC I. Gruppengegner 2 und 3 werden letztlich Turnierdritter und -zweiter - die Vorrunde ist jedenfalls schon mal anspruchsvoll. Gegen Berlin können die Mädels sechs, sieben Minuten gut mithalten, dann siegt die deutlich eingespieltere Mannschaft mit neun Toren. ZeeBee könnte schwören, dass Rückraum Links größer ist als er und die 1,80 erreicht.

    Fortsetzung folgt

    Ich korrigiere mich. Der Regionsverband (s.o.) hat sehr wohl Durchführungsbestimmungen für die Relegation erlassen. Die finden sich aber nicht im Downloadbereich der Homepage, sondern als Anhang eines Artikels im Nachrichtenarchiv. (So macht Satire einfach keinen Spaß mehr! Die Realität liefert nicht mehr die Vorlagen, die Realität ist bereits die Pointe.) Böse Überraschungen sind vorprogrammiert. Kein Trainer hält sich über den Rundbrief auf dem Laufenden, sondern sucht die Dfb im Downloadbereich.

    Und man hat sich auch Gedanken zu mehreren Mannschaften in der Relegation gemacht:

    Zitat

    1.11 Für den Einsatz in mehreren Mannschaften der gleichen Altersklasse ist § 45 Absatz 8 SpO sinngemäß für die gesamte Relegation anzuwenden. Ein Spieler ist in der Mannschaft festgespielt, in der er zuerst eingesetzt wurde und für eine weitere Mannschaft der gleichen Altersklasse dann nicht mehr teilnahmeberechtigt. Hierunter fallen auch die Relegationen zur Regionalliga und Oberliga in der gleichen Altersklasse.

    Der Rückgriff auf die Pokal-Regeln, ein durchaus sinniger Schachzug. Leider gibt es natürlich Vereine, die mit der Ersten und ggf. Zwoten schon qualifiziert sind. Dann geht die Vorschrift natürlich ins Leere. Sämtliche "Profis" dieser Altersklasse könnten dann in der Relegation auf unterster Ebene eingesetzt werden. Als ob Jahrzehnte des Missbrauchs nicht mal Anlass gewesen wären, hier einfach mal dazwischen zu hauen (§ 55 IV SpO liefert alle Optionen).

    Aber der Knüller natürlich der Versuch der Privilegierung der Vereine, die um die Teilnahme an der Jugendbundesliga mitspielen. Anders lässt sich die Erläuterung nicht verstehen. Was soll das?! Geht nur ebenfalls ins Leere, ich sehe kein Schlupfloch in § 45 VIII SpO.

    Es lebe der Föderalismus!

    Wir haben ganz frisch eine richtig knusprige Situation. Der Landesverband hatte bereits seine Quali-Runden angesetzt und - verhältnismäßig - scharfe Regeln eingeführt, was die Teilnahmeberechtigung von Spielerinnen in einer zweiten Mannschaft angeht, die in der Vorsaison in der ersten Mannschaft festgespielt waren (s.o.).

    Nun zieht der Regionsverband nach, setzt seine Quali-Runden an, gibt aber - vorerst jedenfalls - keine Durchführungsbestimmungen heraus. Es gilt dann die SpO. Das hat zur Folge, dass zweite Mannschaften auf Landesebene teils recht "kastriert" in die Quali gehen und womöglich tatsächlich mit der "echten" Zwoten spielen müssen, eine Ebene tiefer nun aber die Regionalligamannschaft für die Dritte abräumen darf. Kannste Dir nicht ausdenken.

    Es ist nicht klar geregelt, wie die 50 Stunden zu verstehen sind. Der Sachzusammenhang erleichtert aber die Auslegung:

    Die Spiele sind offiziell angesetzt, aus dem Spielplan ergeben sich die Anwurfzeiten. Was nirgends festgehalten wird (sprich ich kann mich schlecht darauf berufen):

    - etwaige Verzögerungen des Anpfiffs durch ein vorangegangenes Spiel

    - wann ein Spieler erstmals tatsächlich eingewechselt wird

    Daher kann ich nur dazu raten, ausschließlich den Spielplan heranzuziehen. Anpfiff Spiel 1 um XX:00, Anpfiff Spiel 3 um XX:00 plus 2 Tage und 2 Stunden. Die weitere Minute bräuchte ich gar nicht. Als Spielleitende Stelle würde ich Spielchen wie: "ist doch erst in der zweiten Halbzeit eingewechselt worden, da waren die 50 Stunden dann rum", gar nicht mitmachen.

    Ach ja... fand ich sportpolitisch ja sooo wichtig, die 48 h Regel um 2 Stunden zu erweitern. :nein: Was waren das vorher für chaotische Zustände.

    § 55 IV SpO gibt den Landesverbänden große Gestaltungsfreiheiten. Wie oben beschrieben, es reicht aber nicht, den Rahmen auszuschöpfen. Die Regelungen müssen dann aber auch umgesetzt werden, bzw. dürfen nicht durch Wildcards ausgehöhlt werden.

    Kaderlisten finde ich problematisch, selbst wenn zwei Teams parallel die Quali bestreiten. Soll über ein Stück Papier die Spielberechtigung einzelner Spieler eingeschränkt werden? Eine kleine Verletzungsmisere und die Dispositionsfreiheit fehlt.

    Der Ansatz, den Jungjahrgang in die Quali der zweiten Mannschaft zu zwingen und darüber hinaus "nicht festgespielte" Spieler des Altjahrgangs, ist auch nicht verkehrt. Dann muss die Regel aber frühzeitig bekannt sein und darf nicht nach der Saison hinter dem Busch hervorspringen. Und alle müssen sich klar sein, dass zum Saisonende hin womöglich Spiele im Hinblick auf die bevorstehende Quali abgeschenkt werden.

    Semantik: Eine Mannschaft, die in der Folgesaison komplett in der Ersten spielen wird, die Quali der Zwoten durchlaufen zu lassen, ist Trickserei.

    Die Quali der Jugend steht an. Und damit eines der schwierigsten Themen in der Spielordnung / in den Durchführungsbestimmungen: Wen darf ich in der zweiten Mannschaft einsetzen, wenn die erste Mannschaft derselben Altersklasse bereits qualifiziert ist? Früher galt: Zwischen den ersten beiden Saisonspielen darf es keine Wechsel zwischen den beiden Mannschaften geben, d.h. wer in den ersten beiden Quali-Spielen in der Zwoten eingesetzt wird, durfte dann in den ersten beiden Punktspielen der Ersten nicht eingesetzt werden. Hat hierzulande aber nie jemanden interessiert, die Platzhirsche schossen mit der Regionalliga- später Bundesligamannschaft die Zwote durch die Quali und der Landesverband hat beide Augen zugedrückt. Ungerecht? Scheißt der Papst in den Wald?

    Zuletzt in Niedersachsen/Bremen eine spannende Modifikation. Muss die Zwote in die Quali, zieht sie die Erste auch mit runter in die Relegation. Und dann galten per Dfb die Pokal-Festspielregeln: Innerhalb des Wettbewerbs durfte nicht die Mannschaft gewechselt werden. Ein sehr guter Ansatz... viele willkürliche Wildcard Entscheidungen haben das dann wieder untergraben, bzw. ich vermute, der DHB wird sich von den Landesverbänden nicht in die Suppe spucken lassen, dass fest qualifizierte Mannschaften nun wieder die Quali aufblähen.

    Für die Quali zur Saison 26/27 nun eine neue Variante im HVNB in den Dfb zur Relegation:


    Uff...

    Zitat

    §9 SpO DHB Spielsaison
    (...)
    (2) Im Jugendbereich gehören die Qualifikationsspiele zum neuen Spieljahr.

    Zitat

    §55 Einschränkung des Spielrechts in Meisterschaftsspielen
    (1) Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse wird das Spielrecht der Spieler in Meisterschaftsspielen eines Spieljahres des Vereins in der Weise eingeschränkt,

    Alle Alarmglocken verstummen aber erst einmal, wenn man bei Absatz 4 ankommt:

    Zitat

    (4) Die Landesverbände können für den von ihnen geleiteten Spielbetrieb betreffend Qualifikationsspiele und -turniere im Jugendbereich abweichende Regelungen beschließen.

    Sehr weise Ermächtigungsgrundlage, die war dringend nötig. Endlich können die Landesverbände so etwas wie Gerechtigkeit in die Quali für das o.g. Thema reinbringen. Und dann kann man auch mal so tun, als wäre nach Saisonende noch wer festgespielt. § 55 IV SpO DHB ist ja recht offen.

    Option 1: Freiwilliger Verzicht auf einen Startplatz (in der Regionalliga), um dann mit beiden Teams Quali Regional-/ und Oberliga zu spielen. Wahrscheinlich weniger praxisrelevant, aber ein fairer Ansatz. Leider fehlt nun die Klausel, dass die Pokal-Festspielregeln für die Dauer der Quali gilt (keinerlei Wechsel zwischen den Teams).

    Option 2: Der (neue) Jungjahrgang darf ausnahmslos spielen, Spieler des (neuen) Altjahrgangs nur, wenn sie in der alten Saison nicht in der Regionalliga festgespielt waren.

    Der Jurist bekommt Schnappatmung.

    1. Quasi-Rückwirkung der Norm. Wäre es für die Trainer nicht schick gewesen, wenn sie zum Saisonende gewusst hätten, dass es taktisch schlau gewesen wäre, mehrere Spieler aussetzen zu lassen, damit sie für die Quali frei sind? Und wenn sie es gewusst hätten, wäre es nicht reihenweise zu Wettbewerbsverzerrung gekommen?

    2. Gleichbehandlungsgebot: Die Regionalligisten werden ausgebremst, die Bundesligisten können machen, was sie wollen? Ernsthaft?

    Sieht so aus, als würde hier der Föderalismus eine gerechte Lösung verhindern. Der DHB wird sich nicht vorschreiben lassen wollen, dass fest qualifizierte Mannschaften nun doch in die Quali sollen, nur weil es eine zweite Mannschaft auf Landesverbandsebene gibt. Aber warum es dem Landesverband nicht möglich sein soll zu prüfen, wer in der Vorsaison in der Bundesligamannschaft festgespielt war, will mir nicht in den Kopf. Wozu die Privilegierung der Bundesligisten? In der Praxis heißt das: Der Bundesligist läuft in der Regionalligaquali mit dem vollständigen Bundesligakader auf, während der Regionalligist in der Oberligaquali nur den Jungjahrgang einsetzen darf.

    Ich sehe da noch Optimierungsbedarf...

    Und wir kommen zur Siegerehrung für die Saison 25/26:

    Gold für Amelie mit € 810,- Strafgeld

    Silber teilen sich Emila und Levke mit je € 690,-


    Die Teamwertung:

    Gold geht an die SGM mit € 3.810,-

    Silber an die HSG BF mit € 1.770,-

    und Bronze an SVE H mit € 1.470,-

    Der TuS A mit zwei Teams in der Anfängerstaffel zusammen bei € 2.130,-, aber es ist nun mal eine Teamwertung. Trotzdem Respekt!


    Die inoffizielle Ausrede des Verbands: Der DHB sage, in der E könne man sich nicht festspielen. Das muss aber ein anderer DHB sein als der, der in der Spielordnung die Festspielregeln vorschreibt, keine Ausnahme für die E dort regelt und auch in den "Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinderhandball" jegliche Ausnahmen vergessen hat.

    Mir geht es nur um die Drohkulisse auf dem nächsten Jugendstaffeltag für nächste Saison, wenn die Region aktuell zu viel Geld hat und mal eben auf € 13.000,- diese Saison verzichtet. Da macht sich ein Staffelleiter schon sehr viel Mühe, ein Auge zuzudrücken. Das heißt aber nicht, dass alle schlafen.

    Nur im Sinne der Anfänger muss sich da nächste Saison mal was ändern, wenn die echten Anfängermannschaften schon verzweifeln.

    Vorletzter Spieltag ist rum. Den hab ich noch mal analysiert und habe parallel noch mal geschaut, ob nicht noch neue Spielerinnen in der Schwarzen Liste dazugekommen sind. Ich bin jetzt bei

    € 12.990,-

    Strafgeldern in der ANFÄNGERSTAFFEL wE angekommen. :lol: Aber einen Spieltag gibt es ja noch...

    Das Perfideste: Gegen Ende der Saison werden Spielerinnen in der Anfängerstaffel E-Jugend eingesetzt, die nicht nur höherklassig festgespielt sind, die teils aber auch schon Erfahrung in der D-Jugend gesammelt haben. Das hat keinen Einfluss auf das Festspielen, wirft nur ein ganz neues Licht auf die Imbezilität einiger Trainer. Da ist eine Liga für Frischlinge eingerichtet, wo sie sich freischwimmen und erste Erfahrung im Handball sammeln dürfen. Und da werden nicht nur gleichaltrige Profis eingesetzt, sondern auch noch Mädchen die in der nächsthöheren Altersklasse bereits Erfahrung haben. Also nicht nur Hechte im Karpfenteich. Inzwischen wird mit Haien besetzt.

    Alle bekloppt.

    Moin!

    Wenn der Spieler aktuell das Erstspielrecht bei Verein A hat, kann er innerhalb des Wechselfensters zu Verein B wechseln und hätte keine Wartefrist (§ 26 II 2 SpO). So weit so gut.

    Ein Zweitspielrecht kann er dann aber nur für die nächste Saison beantragen, nicht für die Quali, denn beide Vereine haben ja eine B-Jugend (§ 19 XI S. 2 SpO).

    Andersherum, erst Quali spielen, dann wechseln, würde in jedem Fall die Wartefrist nach sich ziehen (§ 26 III lit. b) SpO), was aber eher nicht weh tut. Und ohne Wegfall der Wartefrist gilt auch nicht die Sperre bis zum 15.10. für ein neues Spielrecht, denn hierfür ist die Inanspruchnahme des Wechselfensters ohne Wartefrist Voraussetzung.


    Spricht eigentlich alles dafür, erst die Quali zu spielen und erst dann zu wechseln.

    Nach der Saison ist Quali-Saison. Bei uns laufen schon die Vorbereitungen heiß. "Kannst Du uns Waltraud und Elfriede für die Oberliga-Quali ausleihen? Falls wir es nicht schaffen, können sie ja..." Nee, können sie nicht! Weder bei Euch zu Gast mit Zweitspielrecht noch alternativ wechseln und einfach zurückwechseln.


    I. Zweitspielrecht Zweitverein für die Quali

    Das alte Spieljahr läuft zwar noch bis zum 30.06. (§ 8 SpO) und bestehende Jugendspielrechte erlöschen erst dann (§ 19 IX SpO), die Quali gehört in der Jugend aber bereits zur neuen Saison (§ 9 II SpO). Zeitlich überschneidend sind also sich eigentlich widersprechende Jugendspielrechte denkbar.

    Nein, ich kann keine Spielerinnen mit Zweitspielrecht für die Oberliga-Quali C-Jugend (weder C- noch D-Jugendliche) "verleihen". Wir planen mindestens eine C Jugend für den Spielbetrieb selbst zu melden. Ein Spielrecht im Zweitverein für die Quali funktioniert nur nach den Voraussetzungen des ehemaligen Gastspielrechts (§ 19 XI S. 2 SpO): In der Altersklasse, in der Quali gespielt wird, darf es im Erstverein (Heimatverein) keine Mannschaft geben, egal ob ich eine D- oder C-Jugendliche für die C verliehe. Spannende Frage für mich ist, ob zu dem Zeitpunkt dann überall schon die Mannschaftsmeldungen tatsächlich raus sind und was passiert, wenn der Erstverein später mal eine Mannschaft nachmeldet? Sind aber die hier erst mal nicht spannenden Exotenfälle.


    II. Fortbestand der Zweitspielrechte in der Saison

    Das für die Quali erteilte Spielrecht gilt dann für den Rest des Spieljahres fort (§ 19 XI S. 3 SpO - außer bei einem Vereinswechsel: § 23 VIII SpO), unabhängig vom Erfolg der Quali. Eins von maximal drei Spielrechten ist dann weg. Und der Zweitverein ist dann ebenfalls festgelegt. Schafft nur ein dritter Verein die Quali und der wird plötzlich attraktiver, bleibt nur der Vereinswechsel mit Wartefrist. Die Spielrechte lassen sich nur auf zwei Vereine verteilen (§ 19 I SpO).


    III. Vereinswechsel für die Quali

    Dafür gibt es das Wechselfenster vom 15. März bis 31. Mai (§ 26 II 2 SpO). Wer innerhalb dieses Zeitraums den Verein wechselt [UND noch keine Quali bislang gespielt hat: § 26 III lit. b) SpO], bekommt für Spiele der neuen Saison keine Wartefrist von zwei Monaten (sonst § 26 II 1 SpO). Für weiterführende Meisterschaften der alten Saison kann ich mich natürlich nicht - ohne Wartefrist - verstärken (§ 26 III lit. a) SpO).

    "Falls wir es nicht schaffen, können sie ja..." Gegen jegliche Trickserei (soll da ja jedes Jahr im Mai an der Lübecker Bucht wilde Völkerwanderungen im Handball gegeben haben), gibt es § 26 II SpO DHB: Wer das Wechselfenster in Anspruch genommen hat, kann bei einem weiteren späteren Vereinswechsel in derselben Saison oder bei Antrag auf ein neues Spielrecht in einem weiteren/im ehemaligen Verein nicht vor dem 15. Oktober spielen (§ 26 II 3 SpO). Die Formulierung:

    "... darf frühestens zum 15. Oktober desselben Jahres ein Vereinswechsel vollzogen oder weitere Jugendspielrechte erteilt werden..."

    spricht dafür, dass

    a) am 15.10. - nach Ablauf der Wartefrist - auch sofort gespielt werden darf ("vollzogen") und die Wartefrist nicht draufgeschlagen wird und

    b) "weitere Spielrechte erteilt" nur für den Zweitverein gilt, nicht den Erstverein, da im Erstverein die Spielrechte durch Spielen manifestiert werden und nicht erteilt werden müssen.


    Hab ich was übersehen?

    Zwischenstand:

    Die Vereine mit Zweit- und Drittmannschaften in der wE-Jugend haben in der hiesigen Anfängerstaffel nun die

    € 10.000,- Marke

    an Strafgeldern geknackt! :jump:

    Es liegen mittlerweile € 10.380,- auf der Straße für den Verband zum Einsammeln. Eine festgespielte Spielerin ist nun bei

    € 810,-

    angekommen. :klatschen: Schafft sie die € 1.000,- Marke, schicke ich ihr Blumen. Nee.... Mist... sie kann nur noch weitere € 180,- produzieren.


    Ich hab mal angeschoben, dass da doch mal bitte wer nach dem Rechten schaut. Ein betroffener Trainer, der mit seinen Anfängern gerade nicht bescheißt und die Mannschaft wieder und wieder von "Profis" geschlagen wird, hat mehrfach bei der Staffelleitung vergeblich um Fairplay gebeten. Vielleicht war das nur das falsche Stichwort. :Hail: $$$

    So... ich nehm alles zurück! Einem Verein "wurde gesagt", es gäbe in der E-Jgd kein Festspielen. Dann ist ja alles klar, Wildwest im Zwergenhandball. :lol:

    Lass mal schauen:

    Zitat

    §55 Einschränkung des Spielrechts in Meisterschaftsspielen
    (1) Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse wird das Spielrecht der Spieler in Meisterschaftsspielen eines Spieljahres des Vereins in der Weise eingeschränkt, dass ein Spieler nach der Teilnahme an zwei aufeinanderfolgenden Spielen der höheren Mannschaft/en für die niedrigere Mannschaft erst wieder teilnahmeberechtigt wird, wenn zwei weitere aufeinanderfolgende Meisterschaftsspiele der höheren Mannschaft/en ohne ihn ausgetragen worden sind bzw. nach der letzten Teilnahmen an einem Meisterschaftsspiel der höheren Mannschaft ein Zeitraum von acht Wochen verstrichen ist. Der Tag, an dem der Spieler zuletzt in der höheren Mannschaft mitgewirkt hat, ist in die Acht-Wochen-Frist einzurechnen. Während der Dauer einer persönlichen Sperre ist die Wiedererlangung des Spielrechts ausgeschlossen.

    Ich behaupte, solange ein E-Jugendlicher "ein Spieler" ist, gilt das Festspielen auch für ihn. Wenn Mini-Spieltage nicht unter Meisterschaftsspiele fallen, dann hätten wir da eine klare Grenze oberhalb der Minis (F-Jgd.) gezogen.

    Die einzige Ausnahme, die ich finde (und dann hört § 55 auch schon auf):

    Zitat

    (4) Die Landesverbände können für den von ihnen geleiteten Spielbetrieb betreffend Qualifikationsspiele und -turniere im Jugendbereich abweichende Regelungen beschließen.

    Der E-Jugend Spielbetrieb unterliegt nicht den Landesverbänden. Selbst wenn der Regionsverband Ausnahmeregeln schaffen würde (und auch die habe ich nirgends gefunden), er wäre nicht mal dazu befugt. Ganz im Gegenteil, die Durchführungsbestimmungen der hiesigen Region regeln für die E-Jgd.:

    Zitat

    21.3 Weiterhin wird daraufhin gewiesen, dass es Sinn dieses Spieles ist, das Wettspiel am Alter und dem Entwicklungs- und Fähigkeitsstand der Kinder auszurichten. Alles, was dem zuwider steht, ist somit zu unterlassen.

    Wenn er Einsatz von Spielerinnen in der Anfängerstaffel, die regelmäßig in der höchsten Liga spielen, nicht dem Wettspiel ausgerichtet am Entwicklungsstand der Anfängerinnen zuwider steht, dann weiß ich auch nicht.

    Kommt das Geld auch ?

    Ich werde zumindest mal dezent darauf hinweisen, dass da noch reichlich Geld auf der Straße liegt. Trainerkollege hat die Staffelleiterin mehrfach gebeten, dem Treiben ein Ende zu setzen. Inzwischen haben wir März.

    Zitat

    Welche Gründe für die Nichtteilnahmeberechtigung konntest du ausmachen? Außer Festspielen und zu viele Mannschaften kannst du vermutlich ohne weitere Infos/Daten nichts anderes beurteilen, wie Alter o.a.?

    Du kannst jede einzelne Spielerin anklicken und ihren Saisonverlauf prüfen. Alter steht natürlich nirgends. Aber jedes Festspielvergehen fällt halt auf und der nicht erlaubte Einsatz in einer vierten Mannschaft ebenfalls.

    Zitat

    Wobei Masse das Stichwort ist. In E und D gibt es ja sicher auch bei euch im Norden immer wieder technisch völlig unbegabte Spielerinnen auch Anfängerinnen,, die aber mittels Masse (60-70kg bzw nach oben offen) durch die zarte 30kg Abwehr durchgehen wie das heiße Messer durch die Butter. Die machen dann gerne 8-15 Tore (soweit der mittels Masse beschleunigte Ball das Tor trifft) bevor ihnen früher oder später die Puste ausgeht. Wie würdest du damit umgehen?

    Hab ich doch geschrieben. Z.B. max. 6 Tore pro Spielerin. Ob da nun Talent Tore wirft oder Godzilla ist egal.

    Prellverbote, Strafauswechselung bei Torerfolg, Verheimlichung der Spielergebnisse/Torschützen - man lässt sich ja allerhand Schwachsinn einfallen, um den Handball zu fördern und die Kinder zu "schützen". Was ich allerdings - in der Theorie - begrüße, sind Anfängerstaffeln in der D und E-Jugend. Da können Neulinge im handballerischen Nichtschwimmerbecken erste Erfahrungen am Ball sammeln. Es drohen keine Kantersiege. Den Trainern geht es um die allererste Ausbildung und nicht den Erfolg. Beim körperlosen Spiel können die Zwerge Spaß am Sport gewinnen, die Härte kommt schon früh genug.

    O.k., mal ohne die kleinen rosaroten Pillen. Damit das Projekt klappt, dürfen natürlich schon mal keine Dreizehnjährigen pfeifen. Es muss ein wenig Handballverstand an die Pfeife, um erst einmal ein körperloses Spiel durchzusetzen.

    Dann kennt man seine Pappenheimer, es geht nicht ohne verschärfte Durchführungsbestimmungen. Irgendein Idiot muss immer irgendwelche anatomischen Defizite kompensieren und strebt mit Halbprofis den Durchmarsch durch die Liga an. Ich habe schon vor Jahrzehnten in der hiesigen Handballregion einmal die Durchführungsbestimmungen für eine Anfängerstaffel ausformulieren dürfen. Da standen dann klare Regeln auf dem Papier mit harten Strafen... die Staffelleiterin interessierte es einen Scheiß und die üblichen Verdächtigen durften sich austoben. Ohne die Unterstützung der Spielleitung geht es auch nicht.

    Kantersiege gehören bestraft, denn wenn alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es in einer Anfängerstaffel keine Kantersiege. Entweder das eine Talent gehört nicht in die Liga oder gar die gesamte Mannschaft. In solche Bestimmungen gehören:

    - Kantersiege werden definiert (z.B. + 10) und verboten. Gestaffelte Bestrafung im Wiederholungsfall von Verweis über Geldstrafe zu Mannschaftssperren und Disqualifikation der Mannschaft.

    - Überflieger (die gar nicht in die Liga gehören) werden eingebremst (z.B. maximale Torzahl pro Spieler, sagen wir beispielsweise 6, Bestrafung wie oben) - ein Anfänger wirft nun mal keine sechs Tore pro Spiel.

    - Tritt eine Mannschaft in Unterzahl an, muss der Gegner ebenfalls reduzieren.

    Ja... hier würde ich die Kinder auch ein wenig in Watte einpacken. Aber ich halte solche Ligen für eine gute Sache und ohne Rahmenbedingungen übernehmen wieder die Idioten. Meldet jemand versehentlich zu niedrig, sollte natürlich der Weg in eine andere Staffel offen bleiben.


    Wir haben in unserer Region in männlicher und weiblicher E Anfängerstaffeln (für die D gibt es offenbar keine Lobby, ich konnte jedenfalls nie mit durchdringen). In der mE werden die Spielprotokolle zum Schutz (von was?) komplett zensiert. In der wE bekommt man immerhin die Kader zu sehen. Gesonderte Durchführungsbestimmungen zum Schutz der Liga gibt es bei uns nicht, aber es gibt ja zum Glück als Mindestmaß des Fair Play die... Festspielregeln. :lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, unsere Anfängerstaffel wE zu sezieren. Sieben Vereine glänzen durch Bescheißen, teils in ganz großem Stil. In den zweiten/dritten Mannschaften werden reihenweise nicht teilnahmeberechtigte Kinder eingesetzt und bei nuLiga kann man jeden Verstoß prächtig nachvollziehen (bis hin zu den Vereinen, die das "Viertspielrecht" erfunden haben). € 30,- kostet der Einsatz einer nichtteilnahmeberechtigten Spielerin, im Wiederholungsfall sind es € 60,-. Meine Lieblingsspielerin hat sich diese Saison bereits

    € 690,-

    an Strafgeldern erspielt, die sieben Vereine gemeinsam schulden dem Verband diese Saison bereits

    € 9.540,-.

    Solange diese Kohle brach liegt, braucht mir niemand mit Gebührenerhöhung o.ä. zu kommen. :devil: