Beiträge von Zickenbändiger

    Guess who's back, guess who's back

    Guess who's back, guess who's back

    Auch mit Ü50 versuche ich noch was dazuzulernen. Im Folgenden ist aber weniger der technische Ansatz spannend, viel mehr der Erkenntnisweg. Vor ein, zwei Jahren habe ich von einem befreundeten Trainer folgende - mir neue - Weisheit mitbekommen, vereinfacht ausgedrückt:

    "Angreiferin kommt mit Hüpfer in den parallelen Stand auf Dich zu >> Stopfoul!"

    Jedes 1:1, was dem Nullschritt nahe kommt (und in "gefährlicher" Distanz zur Abwehrspielerin geschieht), wird sofort unterbunden. Warum? Es geht nun (im schlimmsten Fall) mit der Kraft von zwei Beinen weiter. Statt nur mit der halben Kraft, die gut zu verteidigen ist. Kramt in Eurer Erinnerung mal nach Szenen mit dem einst "falschen" Nullschritt (ab dieser Saison "echt") aus den eigenen Anprellen heraus. Im Kinder- und Jugendbereich erhöht das die Quote von gewonnenen Zweikämpfen ungemein. Die geschickte Ballführerin kann sich nun mit zwei Beinen abdrücken und hat einen erheblichen (Schnellkraft-) Vorteil gegenüber der Abwehrspielerin. Die muss das mit bloßem Körperkontakt erst mal unterbinden. Und ich bin sehr gut damit gefahren, meinen Abwehrspielerinnen diese Weisheit weiterzugeben (auch wenn jüngere Trainer*innen das Stopfoul als Frucht des verbotenen Baums begreifen, aber das legt sich mit den Jahren).

    Diese Erkenntnis für die ABWEHR hat mich mal wieder ein großes Stück nach vorn gebracht in meiner Entwicklung. Vor allem, wenn man die Hauptwaffe einer torgefährlichen Gegenspielerin neutralisieren kann. Nun auch noch die Regeländerung mit dem Nullschritt aus dem Anprellen heraus. Da muss doch irgendwie Honig herauszusaugen sein! Also baue ich seit Wochen den Nullschritt ohne vorangegangenen Pass sondern nach Anprellen ins 1:1 Training ein. Ins Angriffstraining. Der Groschen ist aber nur halb gefallen. Ja, da gibt es für die Angreiferin einen Vorteil im 1:1, den sie sich selbst erarbeiten kann (also auch nach beschissenem Pass). Gerade in D oder C-Jugend sollte diese Regeländerung unbedingt genutzt werden, sie gibt der Ballführerin eine spannende neue Waffe, schenkt ihr einen zusätzlichen Schritt.

    Neulich schaue ich mal bei einem Training besagten Freundes vorbei. Er macht Abwehrbasics 3:2:1 mit wC in einer Hallenhälfte, meine inzwischen ehemaligen D-Mädels machen Wurftraining in der anderen Hälfte. Das Training eines ehemaligen Bundesligatrainers sicher lehrreicher, ich setze mich aber als D-Jugend Trainer in die Hälfte des Techniktrainings. Von der sechzehnjährigen/meiner ehemaligen Betreuerin werde ich weniger lernen, aber vom Zuschauen der Techniken vielleicht schon.

    Die Haupttorschützin der Liga vom anderen Verein trainiert mit. Ich habe sie nicht angelockt, das fällt in die Zeit meiner Nachfolgerin. Der jungen Dame schaue ich auf die Wurfhand, mehr noch auf die Füße. Auftakt ist der Sprung von einem Turnkasten in den Nullschritt/die parallele Fußstellung, dann ein 1:1 (wohl nach Wahl) gegen einen Airbody und Abschluss per Sprungwurf vom Neuner. Irgendetwas stört mich.

    Das Abdrücken mit zwei Füßen als Vorteil im Zweikampf schön und gut. Die junge Dame landet, verweilt kurz... geht dann erst ins 1:1. Und scheint dabei selbst gegen einen Airbody keinen großen Vorteil zu haben. Es fehlt mir die Dynamik. Mein Physikunterricht fällt mir ein. Da war was mit Kraft/Energie.

    - Spielerin steht vor dem Kasten: Nennen wir es mal "keine Energie".

    - Spielerin steht auf dem Kasten: "potenzielle Energie", denn runter kommen sie alle.

    - Spielerin hüpft vom Kasten: "kinetische Energie" - und jetzt müsste es doch eigentlich spannend werden!

    - Spielerin pausiert... die Energie wird vom Boden aufgefangen, vom Körper abgedämpft und macht sich in einem Geräusch bemerkbar. Je lauter, desto schlechter abgefedert.

    Wo ist der Vorteil des Nullschritts hin? Die oben genannte Abwehrweisheit geht von der Prämisse aus, dass die Folgehandlung des Nullschritts dynamisch erfolgt, die kinetische Engerie sofort beim Abdrücken weitergenutzt wird:

    - sofortiger Hüpfer zur Seite im rechten Winkel

    - sofortiger Durchbruch schräg nach vorn zur Hand/gegen die Hand mit einem Schrittsprung (kraft zweier Beine)

    und nicht die Landung im Boden "verpufft". Und nun fällt der Groschen endlich. Ich habe eine Abwehrweisheit mitbekommen, die mich zufrieden stellt. Ich transferiere diese Erkenntnis aber nicht (dialektisch) auf den Angriff und nutze nur die halbe Erkenntnis. Warum ist der Nullschritt plus Folgehandlung eine Waffe? Ich habe diesese Wissen nur für die Abwehr genutzt, nicht aber ins Angriffstraining umgekehrt. Der Groschen ist nun ganz gefallen.

    Zukünftig: Bei allen Aktionen mit Nullschritt auf die dynamische Fortsetzung mit minimalem, explosiven Bodenkontakt achten, damit der Schnellkraftvorteil tatsächlich genutzt wird. Ich denke z.B. als Auftakt zur (erneuten) Einführung an Hüpfer vom (flacheren) Kastenoberteil auf (höheren) Turnkasten bei maximaler Dynamik bei minimaler Kontaktzeit. Danach erst tatsächlich in die 1:1 Situation mit Gegenspielerin.

    So ganz hat sich das mit den drei Jugendspielrechten seit Saisonbeginn noch nicht rumgesprochen, bzw. es gibt noch große Missverständnisse bei den Trainern:

    - (max.) 3 Spielrechte (für je eine Mannschaft)

    - Erstspielrecht immer im eigenen Verein (ob nun wahrgenommen oder als Alibi)

    - Spielrecht(e) im Zweitverein nur zulässig, wenn die Spielerin im eigenen Verein tiefer spielt (es wird nicht mehr auf den Verein insgesamt sondern auf die Spielrechte der Spielerin geschaut!)

    - wahlweise kann ein Spielrecht/können zwei Spielrechte in einem anderen Verein wahrgenommen werden - muss dann aber beantragt werden

    - keine Anmeldefrist!

    - gelten bis zum Ende des Spieljahres (30.06.), verfallen dann wieder automatisch

    -neu: wird eine Mannschaft während der Saison zurückgezogen/gestrichen, verfällt auch das Spielrecht und lebt wieder auf

    Riesentalent, spielt zu Hause zweite Mannschaft (Erstspielrecht), hat ein, zwei Male in der Ersten ausgeholfen (Zweitspielrecht), trainiert bei mir mit und will das Drittspielrecht bei mir wahrnehmen. Bevor das Spielrecht beantragt ist, sitzt sie in der Heimhalle und guckt ein Spiel der D I. C II Trainerin grast die Halle ab, braucht Verstärkung für ein Spiel in der Kreisklasse... Statt höchste Liga D-Jugend zu spielen, ist das Drittspielrecht nun für die Kreisklasse C-Jugend verbrannt.

    Die drei Spielrechte sind abschließend! Weder kann im eigenen Verein in vier Mannschaften gespielt werden, noch gibt es ein "Viertspielrecht" für den Zweitverein.

    Liebes Handballtagebuch!

    Eine Woche ohne Handball. Zwei Wochen ohne Handball. Drei Wochen ohne Handball. Also ohne das Training natürlich. ZeeBee scoutet weiterhin samstags und sonntags Talente in der gesamten Region. Ohne diese lästigen eigenen Punktspiele. Man kann ja nie wissen. Nur wohin mit der ganzen ungewohnten Freizeit? ZeeBees chilenischer Freund Diego, Trainer der Damen und wC vom Hannoverschen Sport Club, klopft wieder und wieder an. Die Basis beim HSC unterhalb der Regionalliga Damen, Regionalliga A und B, könnte Verstärkung gebrauchen. Sportlicher Leiter Christoph, ehemaliger Handballpapa vor vielen Jahren, klopft ebenfalls an. ZeeBee macht ein Probetraining mit der gemischten Trainingsgruppe C und D. Sporthalle fühlt sich irgendwie richtiger an als die Couch...

    Erstes Punktspiel mit der D. Gegen ZeeBees langjährigen Vor-Vor-Verein Bothfeld. ZeeBees neue Mädels stellen die bei den Gegnern beliebteste Abwehr der Liga, wissen aber dafür, wo das Tor steht. Zum Glück steht Abwehr ohnehin die nächsten Monate auf dem Stundenplan. Und Abwehr. Und dann auch mal Abwehr. Laut SpielerPlus hat ZeeBee 12 Mädchen zur Verfügung. Es erscheinen... 10. Wo ist ZeeBee da nur hineingeraten? "Vom richtigen Handball kenne ich das etwas anders." Die zufällig in der Nähe sitzende Handballmutti bekommt ZeeBees Unmut ab. Es wird dringend Zeit für einen Elternabend. Sieben Minuten vor Schluss liegen die Mädels mit vier Toren zurück... raffen sich noch mal auf, bekommen in den letzten Sekunden noch den 7m, Ausgleich. ZeeBee startet ungeschlagen in die Saison und mit Punkt numero uno der Mannschaft im dritten Spiel. Dennoch wird es dringend Zeit für einen...

    Elternabend. Sonst immer im Januar oder Februar, um die Noch-E-Jugend Eltern zu erschrecken. Nun mit gestandenen D-Jugend Eltern. Der Schock könnte nicht größer sein.

    "Ich musste hier schon den ein oder anderen Kulturschock erleiden. Jetzt seid Ihr dran!"

    ZeeBee wärmt sich auf.

    "Ich habe gehört, in der C-Jugend müssen die Mädels Muffins backen, wenn sie unentschuldigt beim Training fehlen. Mich INTERESSIEREN keine Scheiß Muffins. Erstes Mal Fehlen Gelbe Karte, zweites Mal Rote Karte! Unentschuldigt beim Punktspiel fehlen - gleich Rote Karte."

    "Aberaberaber... was bedeutet Rote Karte?"

    "Dann geht es in der männlichen D weiter. Oder in der weiblichen C. Oder einem anderen Verein. Oder beim Tennis. Aber nicht bei mir!"

    "Aberaberaber... wenn die Spielerin zuverlässig ist und die Eltern es vergessen?"

    "Dann gibt es ohnehin keine Zukunft bei mir."

    ZeeBee erklärt weiter, er könne pro Spiel 16 Mädchen einsetzen, werde aber bei Punktspielen stets nur 11 Feldspielerinnen für den Kader benennen. Wir trainieren Handball und nicht Sitzen. Im Vorfeld hat ZeeBee für das nächste Punktspiel drei Mädchen aus dem Kader gestrichen. Die beiden Damen, die beim ersten Spiel unentschuldigt gefehlt haben und eine Dame, die sich (nichts Böses ahnend) mit der Begründung "Kindergeburtstag" vom Spiel abgemeldet hat. ZeeBee kennt die Elternschaft noch nicht, vermutet aber, die Dame, die ZeeBee seit Beginn der Sitzung mit finsterem Blick fixiert und bei jeder Gelegenheit giftig Contra gibt, wird wohl die dazugehörige Mutter sein. Die "andere Mutter" der Spielerin, wie ZeeBee noch lernen aber nicht verstehen wird. Sechzig Minuten lang kommen Giftpfeile aus immer derselben Ecke, während drumherum die Augen immer größer werden. Sooo funktioniert Mannschaftssport?! Und erst dann kommt ZeeBee zur nächsten Eskalationsstufe "leistungsorientierter Sport". Die ersten Eltern bekommen Schnappatmung, kalte Schweißausbrüche, ein zunehmendes Röcheln ist vernehmbar, hilfesuchende Blicke zum Spartenleiter, eine Mutter rutscht ohnmächtig vom Stuhl. Ein guter Elternabend.

    Spartenleiter Andreas hat der Veranstaltung beigewohnt. Nur zur... Sicherheit. Vor ZeeBees Amtsantritt seien sich Eltern nach einem Punktspiel vor voller Tribüne fast an die Gurgel gegangen. Es sind zwei Hallenverbote in der Welt, nicht aber Vereinsheimverbote. Also das erste Aufeinandertreffen wieder. Wo ist ZeeBee da hineingeraten. Einen ersten Eindruck bekommt ZeeBee in der Woche zuvor. Die eine Tochter der Streitparteien ist E-Jugendliche und darf (deswegen) beim gemeinsamen C/D Training nicht teilnehmen, was wohl Teil oder Auslöser des Streits ist. ZeeBee lernt die talentierte Dame erstmals beim Montagstraining kennen und lädt sie bei der Trainingsnachbesprechung in der Kabine - selbstverständlich - zum gemeinsamen C/D Training ein. Das verbreitet sich hinterher draußen in der Elternschaft sofort wie ein Lauffeuer. ZeeBee hat noch gar nicht die Halle verlassen und wird schon hysterisch angeschrieen, was ihm denn einfalle.

    "Deine Tochter hat als E-Jugendliche letzte Saison doch auch bei der C-Jugend mittrainiert!"

    "Das ist ja wohl was anderes!"

    "Ver-steeeeehe..."

    Wo ist ZeeBee da hineingeraten... Jedenfalls hat das Donnerstagstraining nun eine weitere Teilnehmerin. Ein neuer Sheriff ist in der Stadt. Von einer stillen Mehrheit der Eltern bekommt ZeeBee Unterstützung, zu lange schon würden seltsame Spielchen mit der jüngsten Spielerin getrieben.

    Bis auf ständige Attacken aus ein und derselben Ecke bleibt der Elternabend friedlich. Die ohnmächtige Mutter wird rausgetragen, kurz noch Smalltalk mit dem Spartenleiter. Draußen vor dem Vereinsheim stehen noch zwei Mütter und diskutieren. ZeeBee wird angesprochen: "Darf Anouk nun donnerstags wirklich mittrainieren?" ZeeBee zuckt zusammen, erwartet einen Dolch zwischen die Rippen, macht sich abwehrbereit, umklammert den Griff seines Khukuris und erklärt ganz kurz seine Beweggründe. Kein Dolch. Ist die Mutter. Die mit dem Hallenverbot. Erzählt eine ganz andere Geschichte zu dem Hintergrund des Hallenverbots. Irgendwer sollte das Ganze mal verfilmen. Oder einen Thriller schreiben. Oder zumindest in einem Blog verewigen. Wo ist ZeeBee da....

    Montagstraining. Ein Fall von Bistr-O-Matik. Die Zahl der Trainingsgruppe ist ungleich der Zahl der zum Training eingetragenen Spielerinnen ist ungleich der Zahl der Mädchen in der Halle. Und es sind nicht zu viele Mädchen in der Halle. Bevor ZeeBee draufhaut und hinterher ein Foto vom Auto im Straßengraben zugeschickt bekommt, geht es erst mal an die Aufklärung. Gibt es eine Nachricht in der Elterngruppe? An eine Mitspielerin? Den toten Briefkasten im Gleisdreieck? Rauchzeichen? Die fehlende Spielerin gehört... zur feindseligen Mutter beim Elternabend, die nachgefragt hat, was denn mit zuverlässigen Kindern mit unzuverlässigen Eltern sei. Kannste Dir nicht ausdenken. ZeeBee schreibt höflich, dass wenn es kein Unglück auf dem Weg zur Halle gegeben hat, das nun die Gelbe Karte sei. Genausogut hätte ZeeBee auch den roten Knopf im Köfferchen von Mr. Trump drücken können. Nukleare Kettenreaktion. Unter dem Strich lernt ZeeBee, dass bei SpielerPlus Spielerinnen auf Krücken sich automatisch von der Zahl der Trainingsteilnehmerinnen abzögen und sich daher nicht aktiv abmelden müssten. Wo ist ZeeBee da hineingeraten?

    Eine Gastspielerin im Training gibt es bereits vor ZeeBees Amtsantritt. Der Kontakt kommt über die Auswahl zustande. Ganz in ZeeBees Sinne. Keiner kommt aber auf die Idee, dem Kind ein Zweitspielrecht zu verpassen. Holt ZeeBee nach. Die begabte Torhüterin Emmi hat noch Positionsfindungsschwierigkeiten. ZeeBee verpasst einer Torhüterin der zweiten D seines alten Vereins ein Zweitspielrecht, nur für alle Fälle. ZeeBee scoutet weiter. Holt zwei Talente aus einem Nachbarverein ins Training. Zweitspielrecht Nr. 3 und 4. Findet eine hochtalentierte Spielerin, die zwar bei der Sichtung zur Regionsauswahl gewesen ist, dort aber keine Berücksichtigung gefunden hat. Noch mal: Hochtalentiert. Die hat im Spiel hinter sich eine Quereinsteiger im Tor. Sehr weit für wenige Monate im Handball. ZeeBee kontaktiert den Trainer, der schickt die Mädels gleich zum Training vorbei. Zumindest schon mal Zweitspielrecht Nr. 5. ZeeBee bekommt sporadisch eine Samstagvormittagseinheit für zwei Stunden. Zum allerersten "Kleingruppentraining in gar nicht so kleiner Gruppe" hat ZeeBee 12 Mädchen aus 4 Vereinen am Start. Am 20.12. stünde die Halle wieder zur Verfügung. So kurz vor Konsumdankfest will ZeeBee es aber gar nicht erst versuchen, erfahrungsgemäß teilt nicht jeder denselben Eifer. Telefonisch melden sich nun erstmals die Eltern eines der größten Talente der Region. Spielt in in der Kreisklasse in der zweiten D-Jugend. Die besten Trainer in die Jugend, die größten Talente in die Kreisklasse - geht das geflügelte Wort. Oder so ähnlich. Die junge Dame könnte am 20.12. vorbeischauen. O.k., ZeeBee macht sich skeptisch ans Werk und fragt mal rum. Es läuft an.

    Am 20.12. erwartet ZeeBee 18 Talente aus 8 Vereinen im Adventstraining.


    Guess who's back, back again?

    ZeeBee's back, tell a friend

    Guess who's back,Guess who's back
    Guess who's back, guess who's back


    Well, I'm back, yes, I'm back

    Well, I'm back, back

    Well, I'm back in black

    Yes, I'm BAAAACK IN BLAAAACK


    Dein

    Karsten

    Ich glaube, es hat noch keiner ausdrücklich erwähnt. Eine weitere "Lücke" wurde jüngst geschlossen. Wird eine Mannschaft noch während der laufenden Saison zurückgezogen, erlischt das mit dieser Mannschaft verbundene "tote" Spielrecht und dieses Spielrecht kann neu vergeben werden. (Danke lieber DHB!)

    Die Gedanken des Juristen dazu:

    - war das das einzige Spielrecht beim Zweitverein, müsste nun in derselben Saison wieder ein anderer Zweitverein möglich sein (widerspricht nicht § 19 I SpO)

    - wird die Mannschaft des Erstspielrechts zurückgezogen und beide anderen Spielrechte liegen beim Zweitverein, muss das Erstspielrecht zwingend wieder beim Erstverein ausgeübt oder zumindest verankert werden (ggf. muss ein neues Formular für die Landesverbände her, um die Erklärung abzugeben, wenn das Spielrecht gar nicht ausgeübt werden soll, tut aber sicher nicht weh, wenn nicht)

    Und ich dachte vorhin: "Das hat ja gedauert..." Keine Überraschung, wenn man sich mal mit einem (damaligen) Elternteil vom THC (schon vor Jahren) unterhalten hat. Ich gehe mal davon aus, dass es um Andre Schürrle (Name von der Redaktion geändert) geht.

    In Niedersachsen machte jüngst ein Leichtathletiktrainer des Landesverbands Schlagzeilen, wo es um sexuellen Missbrauch ging. Aus den wenigen Informationen aus der Presse ließ sich herausfiltern, dass Eltern wie Mädchen voll hinter dem Trainer standen und Eltern es vollkommen normal fanden, dass Minderjährige beim Trainer übernachten. Es kommt einem immer wie das Schaffen eines Sektengurus vor, wenn alle im Umfeld eine Gehirnwäsche hinter sich haben. Auf der einen Seite lässt sich das als Außenstehender nie nachvollziehen, auf der anderen Seite haben wir die Parabel aus "Dante's Peak" mit dem Frosch, der in heißes Wasser geworfen wird, der sofort rausspringt und dem Frosch, dessen Wasserbecken allmählich erhitzt wird und der sich gemütlich kochen lässt. Wenn es keine plötzlichen Warnsignale gibt, muss es wohl normal sein. Und wenn der fachlich exzellente und erfolgreiche Trainer gleichzeitig ein Psychopath ist, dann muss das auch so seine Richtigkeit haben.

    Auch wenn das

    Zitat

    § 63 Gnadenrecht (RO DHB)

    (1) Die Ausübung des Gnadenrechts ist Aufgabe des Präsidiums des DHB bzw. der Vorstände/Präsidien der Verbände.

    (2) Eine Gnadenentscheidung ergeht nur auf schriftlich begründeten Antrag.

    (3) Mindeststrafen können nicht im Gnadenweg ermäßigt oder erlassen werden; auch darf durch einen Gnadenerweis die für das Vergehen vorgesehene Mindeststrafe nicht unterschritten werden.

    (4) Bei zeitlicher Sperre, Amtsenthebung auf Zeit oder Amtssperre auf Zeit soll nicht vor Ablauf von zwei Dritteln der Zeit begnadigt werden.

    bei Mindeststrafen nicht anwendbar ist, würde ich es bei Geldbußen nach Einsatz festgespielter Jugendlicher bei den Senioren dennoch mit einem Antrag versuchen. Zweieinhalt Monate lang gab es VERSEHENTLICH ein Festspielen Jugendlicher im Erwachsenenbereich. Zwei Rechtsanwälten hier in der Handballecke war das nicht aufgefallen (siehe unser youtube video bei "Handballrecht"), es war systemwidrig und nicht gewollt. Da sollten die Verbände mal ein Auge zudrücken.

    Guess who's back, back again?

    Shady's back, tell a friend

    Guess who's back,Guess who's back
    Guess who's back, guess who's back

    Guess who's back, guess who's back

    Guess who's back

    (Na-na-na, na, na, na, na, na, na)

    (Na-na-na, na, na, na, na)

    Now, this looks like a job for me
    So, everybody, just follow me
    'Cause we need a little controversy
    'Cause it feels so empty without me
    I said this looks like a job for me
    So, everybody, just follow me
    'Cause we need a little controversy
    'Cause it feels so empty without me

    But no matter how many fish in the sea
    It'd be so empty without me

    Now, this looks like a job for me

    So, everybody, just follow me

    'Cause we need a little controversy

    'Cause it feels so empty without me

    I said this looks like a job for me

    So, everybody, just follow me

    'Cause we need a little controversy

    'Cause it feels so empty without me

    Sorry, passte gerade. Ist aber nicht meine Melodie.

    Did you hear that voice?

    Did you see that face?

    Or was it just a dream?

    This can't be real

    That only happens, babe

    On the movie screen

    Oh, but he's back

    He's the man behind the mask

    And he's out of control

    He's back

    The man behind the mask

    And he crawled out of his hole

    You're swimmin' with your girl

    Out on lovers' lake

    And the wind blows cold

    It chills your bones

    But you're still on the make

    That's a bad mistake

    Ahh, but the moon was full

    And you had a chance

    To be all alone

    But you're not alone

    This is your last dance

    And your last romance

    Yeah, 'cause he's back

    He's the man behind the mask

    And he's out of control

    He's back

    The man behind the mask

    And he crawled out of his hole

    Und wo wir beim Thema sind:

    Well, I'm back, yes, I'm back

    Well, I'm back, yes, I'm back

    Well, I'm back, back

    Well, I'm back in black

    Yes, I'm back in black

    Oh, yeah

    Oh, yeah

    Take my love

    Oh, yeah, yeah

    Oh, yeah, yeah, ooh, yeah

    Well, I'm back (I'm back)

    Back (I'm back)

    Back (I'm back)

    Back (I'm back)

    Back (I'm back)

    Back

    Back in black

    Yes, I'm back in black

    I've hit the sack

    To be continued! :head:

    Es dürfte allen aufgeklärten Trainern und Schiedsrichtern klar sein, dass Klammern

    a) regelwidrig und

    b) progressiv zu bestrafen ist.

    Und wenn von der Bank oder Tribüne ständig "FESTMAAAACHÖÖÖÖÖÖHHNNNN!" gebrüllt wird, dann braucht man nicht mehr nach dem größten Trottel in der Halle zu suchen.

    Ich habe es letztes und/oder vorletztes Jahr auf einem Turnier in Schleswig Holstein im Extremfall erleben dürfen, dass - mal wieder - Berliner Mannschaften (wD) klammerten wie die Geisteskranken, bis hin zu Stopfouls am gegnerischen Neuner, ohne auch nur ansatzweise zu differenzieren, ob gerade 1. oder 2. Welle drohte oder eben nicht. Warum Ballgewinn wenn man doch taktisches Foul spielen kann? Die spannendere Frage ist aber, wie greife ich als Trainer in das Spiel ein, um trotzdem zu gewinnen und nicht von Antihandballern mürbe gemacht zu werden? Und es macht mürbe, mit Klammeraffentaktik kann die wesentlich schlechter ausgebildete Mannschaft deutlich stärkere Mannschaften schlagen, wenn der Schieri mitspielt. Ich habe mal in Dänemark bei einem Turnier erleben dürfen, wie eine teutonische Dorfmannschaft (wD) der wesentlich besser ausgebildeten dänischen Mannschaft ein Unentschieden abgerungen hat. Der Schieri war komplett damit überfordert, dass die deutschen Kartoffeln ihre Gegenspielerinnen aus allen Richtungen ansprangen und sich wie organische Rucksäcke an sie hängten.

    Ein Mal, ein einziges Mal, war ich damit erfolgreich 30 Minuten lang auf der Bank zu pöbeln, um dann den Schieri für wenigstens noch 10 Minuten Spielzeit zur 180° Kehrtwende zu bewegen. Von einer Minute auf die nächste war Klammern plötzlich nicht nur verboten, sondern auch auf's Schärfste vom Unparteiischen unerwünscht. Die Gesichter der Gegnerinnen - unbezahlbar! Verloren haben wir trotzdem. Ein Mal in fünfunddreißig Jahren - ich kann diese Taktik also nicht weiterempfehlen. Und wenn ich den Unfug im Training simuliere, verschwende ich nicht nur Zeit, die Mädels nehmen womöglich für die Abwehr was mit.

    Wovon ich mir viel mehr verspreche, ich aber immer viel zu brave Mannschaften hatte:

    "Die Gegner wollen knuddeln? Dann knuddeln wir. Auf jedes Klammern folgt eine Umarmung! Mindestens ein Arm frei halten und dann sofort umarmen."

    Wo alle Hoffnung verloren ist: Satire. Wenn überhaupt kein Spiel mehr stattfindet, überall in Ballnähe sich zwei Mädels umarmen, wir von Freiwurf zu Freiwurf zu Freiwurf springen... vielleicht sendet das ja mal ein Zeichen an den Schieri, dass seine Regelauslegung irgendwie nicht richtig sein kann. Und notfalls muss dann mal ein wenig doller geknuddelt werden.

    Danke für die Unterstützung! Zum Glück messe ich meinen Erfolg nicht an Pokalen, Meisterschaften und erst recht keinen Dankeschöns von Funktionären, sondern an dem Werdegang ehemaliger Spielerinnen und daran, was sich da an Sportpersönlichkeiten entwickelt hat. Das kann einem keiner nehmen. Und ab und an kommt auch mal eine nette Rückmeldung. Wenn dabei das Schiff sinkt, wo ich eben noch Lotse war... shit happens.

    Ich kann nur allen, die ähnlich bekloppt/besessen/irre sind wie ich: Bleibt möglichst lange dabei! Auf der einen Seite habe ich mit Ü50 zwar nicht mehr die Energie, irgendwo bei "Null" anzufangen, eine Inselmannschaft nach oben zu führen oder eine weibliche Leistungsabteilung aufzubauen. Aber all die Sachen, die ich heute korrigiere, die ich vor 30, vor 20, vor 10 Jahren noch nicht mal gesehen habe... DAS macht den Spaß aus! "Dreh den Fuß des Sprungbeins nach Außen Richtung Tor, lass ihn nicht Richtung Sprungrichtung zeigen!" (Einfacher Sprungwurf von Eckenaußen kommend) "Dreh den Fuß des Sprungbeins nach Außen weg vom Tor!" (Absprung über das Falsche Bein in gleicher Situation) "Dreh den Daumen nach vorn beim Wurf!" (Wurf Rechtshänder von RR/RA, wenn der Ball immer lange Ecke vorbei geht)

    Ggf. ab heute Abend ein neues Kapitel im Tagebuch.

    Nee, keine Jungs. Kein Breitensport. Keine B-Jugend. Alles schon ausprobiert und verworfen. Am liebsten wieder mal wE, nur passen die Trainingszeiten nicht. Wenn dann wieder weibliche D.

    Heute Abend sind Vertragsverhandlungen mit einem anderen Verein.

    Liebes Handballtagebuch!

    Aus dem Nichts eine E-mail des Spartenleiters. "Spartenleiter", "Jugendwart", "stellv. Jugendwartin", "Pressewart" - für ZeeBee seit Jahren auf demselben Regal wie Klabautermann, Waldschrat und Rübezahl. Außer mit Spielwart Bernd besteht eigentlich kein unmittelbarer Kontakt. Den Spartenleiter scheint es aber tatsächlich zu geben, die E-mail beweist es zumindest.

    ZeeBee wird zu einem Gespräch mit dem Vorstand vor... äh... eingeladen und darf sogar den Termin vorschlagen. Tagesordnung:

    - das Training der weibliche D müsse unbedingt stets von einer weiblichen Betreuerin begleitet werden

    - man müsse sich mal über ein Kinderschutzkonzept unterhalten

    - es habe Beschwerden gegeben, "Vorfälle" im Training und bei Punktspielen der weiblichen D

    Nachtigall, ich hör Dir kotzen. Moment mal... Punkte 1 und 2 betrifft doch einen größeren Personenkreis. Der ist nicht vor... äh... eingeladen. Da muss doch ein Versehen vorliegen. Zum Glück ist ZeeBee mit einem Quantum Humor gesegnet:

    - Wir haben mittwochs eine große Schwester mit im Training. Montags gestaltet sich als etwas schwieriger, da die wB-Jugend zeitgleich Athletiktraining hat, daher die Suche noch ohne Erfolg. Aber wenn der Vorstand eine Kandidatin hat, die kann sofort anfangen! Und ZeeBee hat sich noch nie getraut zu fragen, die vier Stunden Training samstagsmorgens von 10:00 bis 14:00 mit einer unterbezahlten jungen Dame zu besetzen. Wenn der Vorstand da eine Kandidatin habe und die auch bereit ist, angemessen zu bezahlen, das wäre ja sensationell! ZeeBee ist gespannt auf die überraschenden Personalien. Aber Personalfragen betreffen doch beide D-Jugend Trainer. Also holt ZeeBee Roland mit in den Verteiler, der offenbar versehentlich nicht mit eingeladen ist.

    - Ja... Schutzkonzept für Kinder. Sicherlich ein Muss. Aber warum sind die beiden männlichen C-Jugend Trainer nicht im Verteiler? Der B-Jugend Trainer? Der A-Jugend Trainer? Auch die sind versehentlich vergessen worden. ZeeBee holt das Versäumnis nach und klärt den Vorstand auf, wo bei nuLiga die jeweils aktuellen Trainer der Mannschaften mit Kontaktdaten zu finden sind. Und notiert sich, die Themen "Geschlechtertest für Trainerinnen von Mädchenmannschaften", "Eidesstattliche Versicherungen über Heterosexualtität" und "Knoblauchtest für Vampire" anzusprechen.

    - Vorfälle im Training? ZeeBee hat von nichts gehört. Kann gerne auf die Tagesordnung, sobald da was Konkretes bekannt wird.

    Der Spartenleiter teilt ZeeBees Humor nicht. Es gehe nicht um eine Gespräch mit der Trainerschaft sondern ausschließlich mit ZeeBee. Der Vorstand wird mit einer sich noch konkretisierenden Zahl von Mitgliedern auflaufen, die Vertrauensperson des Vereins und ZeeBee könne auch eine Vertrauensperson mitbringen. Es ginge um anonyme "Beschwerden" von Spielerinnen. Aha. Ein Tribunal. ZeeBee hat sträfliche Lücken in der deutschen Literatur, aber das erinnert doch etwas an Kafkas "Der Prozess". Und ZeeBee fühlt sich weder würdig noch willig, Joseph K. zu spielen. Zu einer Überraschungsparty wird ZeeBee nicht auflaufen, wenn nicht klar ist, ob die Vertrauensperson besser die Mutter, der Psychiater oder der Anwalt sein soll.

    Die dritte Vor... äh... Einladung wird noch grantiger. Und ein drittes Mal wird versäumt, auch nur im Ansatz mal die "Vorfälle im Training und Spielen" überhaupt nur zu konkretisieren. Später erfährt ZeeBee, dass die Zurückhaltung daher rührt, dass der Delinquent den ganzen Vorfall ja in der Handballecke im Tagebuch veröffentlichen könnte. Ja Himmel, Arsch und Wolkenbruch! Das klingt ja nach einem sorgfältig durchdachten Plan!

    Es passieren also "Vorfälle" im Training, die der Vorstand in Verbindung mit einer Überwachung des Trainings durch eine weibliche Betreuerin setzt und auch mit der Notwendigkeit eines Kinderschutzkonzepts. Über die allgemeinen Themen müsse aber mit allen übrigen Trainern nicht so dringend gesprochen werden. Und es sind "Vorfälle", über die ZeeBee keinen blassen Schimmer hat, kein schlechtes Gewissen aufkommt und vor allem ein weißer Fleck im Gedächtnis bleiben. Dafür kann es Erklärungen geben. Dr. Jekyll und Mr. Hyde. ZeeBee ist ein Wer-Koala. Der letzte Single Malt war ein Elsburn und ZeeBee hat es nicht gemerkt... ZeeBee sagt die Charade ab, nimmt an keiner Überraschungsparty teil. Falls ein Elternteil was zu meckern habe, dann bitte von Angesicht zu Angesicht. ZeeBee hat schon einmal wem eine Einstweilige Verfügung um die Ohren gehauen, der ZeeBee fahrlässig in die Kinderschänderecke schieben wollte. Und bis zur Aufklärung zieht sich ZeeBee aus dem aktiven Trainergeschäft zum Schutz aller vor "Vorfällen" zurück.

    Große Aufruhr. Hintenrum erfährt ZeeBee, dass wohl zumindest nichts Strafrechtliches im Raum stehe. Vertrauensperson Martin erbarmt sich, trifft sich mit ZeeBee und gibt ihm die anonyme E-mail von mehreren Spielerinnen zu lesen. Die Mail liest sich wie eine Darstellung von Ereignissen aus einem Zeitraum von zwei Jahren. Irgendwas ist definitiv auf den Kommunikationswegen schief gelaufen:

    - ZeeBee "tätschele" Spielerinnen an der Schulter

    Schuldig! Und bei Korrektur von Abwehrübungen packt Zeebee auch mal beide Schultern kräftig an und schiebt Mädchen durch die Gegend.

    - ZeeBee behandele Spielerinnen "ungleich"

    Schuldig! Und zwar mit Ansage. Jedes Jahr zum Elternabend erfahren die Eltern der Neuen, dass ZeeBee Talentförderung betreibt. Kleingruppentraining samstags nennt ZeeBee auch nicht mehr irreführend "Fördertraining", sondern wenn es jemand genau wissen will: "Elitetraining".

    - ZeeBee habe mal eine Spielerin nach einem verlorenen Spiel als Sündenbock vor der Mannschaft runtergemacht.

    Im Leben nicht!

    - ZeeBee habe vor der Mannschaft eine Gegenspielerin als "Bitch" bezeichnet.

    Ja... aber nach ZeeBees Erinnerung abstrakt. Es gibt immer mal eine Abwehrspielerin, die meint kratzen oder kneifen zu müssen. Und wir nehmen das nicht jammernd hin! Die Mädels sollen einer solchen Bitch den Weg des Schmerzes zeigen, den Körperkontakt soll man in der gesamten Halle hören. Jedes Mal!

    - ZeeBee habe vor der Mannschaft gesagt "Du wirst mal Jugendnationalspielerin, Ihr Anderen werdet alle 'verrotten'!"

    Ernsthaft?!

    - ZeeBee habe einer Spielerin auf die Stirn geküsst.

    Lange im Gedächtnis gekramt. Vor rund fünf (f-ü-n-f!) Jahren hat ZeeBee bei zwei Gelegenheiten mal einen Streit mit einer Spielerin symbolisch damit beendet, ihr von oben auf den Kopf zu küssen. Schuldig! Stirn... kann sich ZeeBee beim besten Willen nicht erinnern.

    Und dafür die ganze Inszenierung mit Tribunal, strikt geheimer Anklageschrift, Vertrauensperson, eigener Vertrauensperson... Wenn es denn sein muss. ZeeBee beendet die Handballpause und informiert seine Vertrauensperson Sven, Trainer der C-Jugend und nebenbei auch zugelassener Anwalt, er möge doch bitte mitkommen. Gar nicht mal als Anwalt, sondern um voll informiert zu sein, was für fleißige E-Mail Schreiberinnen er in der Mannschaft von ZeeBee geerbt hat, um sich gut zu überlegen, ob er als nächstes am Pranger stehen möchte.

    Aber "Cave idus martias"! Wenige Tage später, zwei Tage vor dem Tribunal, bekommt ZeeBee den sprichwörtlichen Dolch aus dem Hinterhalt in den Rücken und muss sich grundsätzlich fragen, wofür er den ganzen Aufwand eigentlich betreibt. ZeeBee verabschiedet sich nach dem Training von den Mädchen, gibt den Hallenschlüssel zurück und sagt das Tribunal ab. Große Aufruhr, die Mädels bedrängen ZeeBee, die Eltern fragen, ob es was zu kitten gibt oder wem der Kopf abgerissen gehört. Augenzeugen berichten vom Elternabend mit dem Vorstand, dass dieser alles andere als eine gute Figur vor der aufgebrachten Menge mit Mistgaben, Äxten und Knüppeln abgibt. Weitere Eltern bedrängen ZeeBee.

    ZeeBee knickt ein. Schreibt den Jugendwart an. Ob man die Sache nicht wie Erwachsene in einem normalen Verein über einem Kaltgetränk zu zweit klären könne. Der Jugendwart hält das prinzipiell für eine gute Idee, will mit dem Vorstand Rücksprache halten. Der berät sich anderthalb Wochen, stimmt dem Gespräch zu... besteht aber auf das Tribunal. Was man nicht alles in Kauf nimmt.... In der Zwischenzeit werden die Wintertrainingszeiten ausgekaspert, ohne dass ZeeBee Stimmrecht hätte. Einmal die Woche kann Zeebee zeitlich nun zukünftig ohnehin nicht mehr zum Training. Noch wilder die Trainingszeiten der C-Jugend, amtierender Landesmeister. Montags nun 16:00. Der Trainer ist Angestellter in der Bank, kann die Zeit nicht leisten. Montags ist zudem Stützpunkttraining der Landesauswahl. Seit Jahren. Deswegen hat eine C-Jugend des TVB noch nie montags trainiert. Die anderen beiden Trainingseinheiten deckt ein Trainer ab, der eigens von jenseits des Ruhrgebiets anreist, in Hannover übernachtet und dann wieder abreist. Donnerstag und Freitag sind die einzigen beiden möglichen Tage. Die beiden Tage werden auseinandergerissen und Dieter soll für 1 x 75 Minuten Hallenzeit wöchentlich quer durch Norddeutschland juckeln. Ein lange gehegter Verdacht beginnt sich zu verfestigen. Ein Puzzlestück nach dem Anderen fügt sich zusammen. ZeeBee sagt das Tribunal und das Vorspiel zum Tribunal ab, ist endgültig raus. Den Architekten des Leistungszetrums im weiblichen Bereich torpedieren, der C-Jugend möglichst viele Knüppel zwischen die Beine werfen... ZeeBee wittert.... Breitensport durch die Hintertür.


    Dein

    Karsten

    Der hiesige Landesverband hat das Problem auch gesehen. Ich habe dazu geraten, die Vereine schnellstmöglich aufzuklären und parallel den DHB aufzuwecken, dass da dringend Handlungsbedarf besteht. Aufgabe 1 wurde, etwas kryptisch, auf der Homepage erledigt:

    Zitat

    § 55 Abs. 3 SpO/DHB im Fokus

    Der aktuelle § 55 Abs. 3 der SpO/DHB regelt das Spielrecht der Spielerinnen und Spieler bis zum Ende des Spieljahres, in dem sie ihr 21. Lebensjahr vollenden.

    Das Spielrecht der Spieler*innen wird bis zum Ende des Spieljahres, in dem sie ihr 21. Lebensjahr vollenden, in Erwachsenenmannschaften, innerhalb der Spielrechte nach § 15, grundsätzlich nicht eingeschränkt. Die Landesverbände können jedoch für den von ihnen geleiteten Spielbetrieb unterhalb der vierten Liga einschränkende Regelungen beschließen.

    Damit gilt § 55 für Spielerinnen und Spieler, die bereits 18 Jahre oder älter sind und nicht mehr unter das Jugendspielrecht nach § 19 fallen, sondern unter das Erwachsenenspielrecht nach § 15.

    Ob Aufgabe 2 angegangen wurde, weiß ich nicht.

    Mein Highlight gestern in der Halle: Michalczik springt durch die Lücke, mutterseelenallein vorm Tor, panischer Blick nach rechts nach Anspielstation, panischer Blick nach links nach Anspielstation... dann in absoluter Torsch(l)usspanik der Torwurf. Tor. MEINE FRESSE! Mehrere sensationellen Kreisanspiele im Laufe des Spiels. Aber unter dem Strich: Kein Bundesliganiveau. Nationalspieler? Neee... kann nicht sein!

    Glückwunsch nach Kiel! Souverän runtergespielt. Prokops Kompensation des komplett fehlenden Rückraums (hat Uscins eigentlich mitgespielt?) mit 7:6 hat lange halbwegs funktioniert. Immerhin waren Kreis (doppelt) und Rechtsaußen so besetzt, dass man 3/4 des Spiels mitspielen durfte.

    Irgendwann musste der Fall kommen... und er passiert nun in meiner Mannschaft. Alte Regel

    Zitat

    §37/I [Altersklassen] SpO HVNB

    Die Regionen können in den Altersklassen Jugend F bis Jugend D gemischte Mannschaften (Jungen und Mädchen) teilnehmen lassen und insoweit Regelungen (auch hinsichtlich der Anzahl der Jungen und Mädchen in gemischten Mannschaften) treffen.

    trifft auf eingeschobene Regel

    Auswahlspielerin Jungjahrgang D-Jugend fährt einmal die Woche eine Stunde zu uns zum Training. Hat im Heimverein keine weibliche D, zwei männliche D Mannschaften und eine C-Jugend Kreisklasse. Wir beantragen:

    - Erstspielrecht Heimverein männliche D I Regionsoberliga

    - Zweitspielrecht Zweitverein weibliche D I Regionsoberliga

    Die Angabe "Erstspielrecht" ist eine Pflichtangabe, egal ob die junge Dame das Spielrecht ausüben wird oder nicht, weil das Erstspielrecht stets im Heimverein verbleibt. In diesem Falle hatte ich dazu geraten, unbedingt auch in der höchsten Liga männliche D zu spielen, weil sie das Niveau mitgehen kann.

    In der Passstelle des HVNB aber nun Rätselraten.

    - Es gibt doch eine männliche D-Jugend im Heimverein, sie kann doch dort spielen.

    - Regionsoberliga ist doch ohnehin nicht höherklassig zu Regionsoberliga.

    Es wundert mich, dass mir das Dilemma beim früheren Gastspielrecht noch nicht über den Weg gelaufen war.

    Ein Sportgerichtsverfahren würde mein Talent bei uns sicher bis nach den Herbstferien auf die Tribüne verbannen. Also schreibe ich eine artige E-Mail an Geschäftsstelle und das halbe Präsidium des Landesverbands. Keine 12 Stunden später haben wir kommentarlos den Pass mit dem gewünschten Spielrecht.

    Das war die erfreuliche Klärung im Einzelfall, das Problem wird aber wieder auftauchen und natürlich auch in anderen Landesverbänden. Meine Argumente:

    - keine Mannschaft in der eigenen Altersklasse

    Die Verbände können es sich leicht machen und jede Spielerin in die männliche D schicken. Im konkreten Fall hat die junge Dame die Wahl zwischen mD höchster Liga und Kreisklasse. Letzteres käme nicht in Frage, da würde sie alles zerschießen. Wir haben den großen Ausnahmefall, Jungjahrgang D und sie wird tatsächlich in der höchsten Liga Jungs bestehen. 90 - 95% der Spielerinnen, die NUR die ROL Jungs als Alternative hätten, würden dort untergehen. Ist also eine gemischte Mannschaft (wahrscheinlich ist so dort das einzige Mädchen, in der Liga wird sie erfahrungsgemäß das einzige Mädchen bleiben, das dort im Stamm spielt) gleichwertiger Ersatz? Genau für diese Fälle gibt es das Zweitspielrecht und nur weil es eine männliche D im Verein gibt, soll sie es nicht nutzen dürfen? Was wenn Spielerin (oder Eltern!) eine Jungsmannschaft per se ablehnen? Pech gehabt?

    Jede andere Auswahlspielerin ihres Jahrgangs, die im Heimverein keine weibliche D in der höchsten Liga hat, darf ein Zweitspielrecht beantragen und in zwei weiblichen D-Jugenden spielen. Meine Spielerin wird ungleich behandelt, weil sie in die männliche D geschickt werden kann?

    - Zweitspielrecht in einer höheren Liga

    Als goldene Brücke habe ich vorgeschlagen, dass wir das Antragsformular wechseln und ein Zweitspielrecht in einer höheren Liga beantragen. Regionsoberliga ist zwar nicht höher als Regionsoberliga. Aber es handelt sich um zwei parallele und vollkommmen unterschiedliche Ligasysteme. Ich kann nicht als Jungstrainer wählen zwischen Regionsoberliga Mädchen und Regionsliga Jungs. Regionsoberliga Mädchen ist höherklassig zu gar keiner Ligazugehörigkeit Mädchen.

    Wie auch immer wir die Kuh nun vom Eis gekriegt haben, im Falle eines Sportgerichtsverfahrens käme das Ergebnis auf die Besetzung der Kammer an. Bleibt sie strikt am Wortlaut der Spielordnung kleben, sieht es schlecht aus mit der Talentförderung. Schaut die Kammer auf Sinn und Zweck der Regelung, kommt sie nicht um die Erteilung eines Zweitspielrechts herum. Es soll ja ein junges Talent NICHT sofort den Verein wechseln müssen, wenn es in einem dünnen Jahrgang ist oder Förderung in einem anderen Verein genießen möchte.

    Lieber DHB (ja... ich schon wieder),

    ich würde mir eine Formulierung wie etwa:

    c) im Zweitverein in der eigenen Altersklasse, wenn der Erstverein keine Mannschaft in dieser Altersklasse stellt (eine gemischte Mannschaft gilt für Spielerinnen nicht als gleichwertiger Ersatz),

    wünschen, vielleicht geht es auch noch etwas kürzer. Über die jetzige Formulierung werden noch andere Verbände stolpern und auch das ein oder andere Sportgericht könnte gegen die ratio legis entscheiden.

    Beim HVNB ist ein weiteres Problem bei der Einpassung des neuen Jugendspielrechts in die SpO aufgepoppt. Helge und ich hatten das im Video nicht behandelt bzw. bislang auch gar nicht gesehen. Es geht um die U21 Regelung, dass sich Junioren nicht im Erwachsenen festspielen können:

    Zitat

    § 55 SpO DHB

    (3) Das Spielrecht der Spieler wird bis zum Ende des Spieljahres, in dem sie ihr 21. Lebensjahr vollenden, in Erwachsenenmannschaften, innerhalb der Spielrechte nach § 15 [Erwachsenenspielrecht], grundsätzlich nicht eingeschränkt. Die Landesverbände können jedoch für den von ihnen geleiteten Spielbetrieb unterhalb der vierten Liga einschränkende Regelungen beschließen.

    Das erscheint wie ein Wertungswiderpruch. Junioren können sich nicht festspielen (§ 15), Jugendspieler (§ 19) mit Doppelspielrecht finden keine Erwähnung, würden sich folglich im Erwachsenenbereich doch festspielen. Die Überlegung in Niedersachsen/Bremen nun, dass dann das Jugendspielrecht innerhalb des Doppelspielrechts aufgegeben werden müsse, um in den Genuss der U21 Regel zu kommen.

    Lieber DHB! Bitte hier noch mal drüberschauen!

    Ich wünschte, es wäre der 1. April. Ich habe vorerst alle Traineraktivitäten auf Eis gelegt, bis mir der mir noch anonyme Mensch erklärt, was für "Vorfälle" es in meinem Training gegeben hat, die er dem Spartenvorstand gemeldet hat und warum ich in der Mitte eines Shitstorms bin. Der Spartenvorstand hat mich vorgeladen, verrät mir aber mit keiner Silbe, was los ist... Und ich habe nicht den blassesten Schimmer, werde also auch an keinem Treffen teilnehmen, wo jemand vor hat, hinter dem Busch hervorzuspringen, um mir die Leviten zu lesen.