Beiträge von Zickenbändiger

    § 55 IV SpO gibt den Landesverbänden große Gestaltungsfreiheiten. Wie oben beschrieben, es reicht aber nicht, den Rahmen auszuschöpfen. Die Regelungen müssen dann aber auch umgesetzt werden, bzw. dürfen nicht durch Wildcards ausgehöhlt werden.

    Kaderlisten finde ich problematisch, selbst wenn zwei Teams parallel die Quali bestreiten. Soll über ein Stück Papier die Spielberechtigung einzelner Spieler eingeschränkt werden? Eine kleine Verletzungsmisere und die Dispositionsfreiheit fehlt.

    Der Ansatz, den Jungjahrgang in die Quali der zweiten Mannschaft zu zwingen und darüber hinaus "nicht festgespielte" Spieler des Altjahrgangs, ist auch nicht verkehrt. Dann muss die Regel aber frühzeitig bekannt sein und darf nicht nach der Saison hinter dem Busch hervorspringen. Und alle müssen sich klar sein, dass zum Saisonende hin womöglich Spiele im Hinblick auf die bevorstehende Quali abgeschenkt werden.

    Semantik: Eine Mannschaft, die in der Folgesaison komplett in der Ersten spielen wird, die Quali der Zwoten durchlaufen zu lassen, ist Trickserei.

    Die Quali der Jugend steht an. Und damit eines der schwierigsten Themen in der Spielordnung / in den Durchführungsbestimmungen: Wen darf ich in der zweiten Mannschaft einsetzen, wenn die erste Mannschaft derselben Altersklasse bereits qualifiziert ist? Früher galt: Zwischen den ersten beiden Saisonspielen darf es keine Wechsel zwischen den beiden Mannschaften geben, d.h. wer in den ersten beiden Quali-Spielen in der Zwoten eingesetzt wird, durfte dann in den ersten beiden Punktspielen der Ersten nicht eingesetzt werden. Hat hierzulande aber nie jemanden interessiert, die Platzhirsche schossen mit der Regionalliga- später Bundesligamannschaft die Zwote durch die Quali und der Landesverband hat beide Augen zugedrückt. Ungerecht? Scheißt der Papst in den Wald?

    Zuletzt in Niedersachsen/Bremen eine spannende Modifikation. Muss die Zwote in die Quali, zieht sie die Erste auch mit runter in die Relegation. Und dann galten per Dfb die Pokal-Festspielregeln: Innerhalb des Wettbewerbs durfte nicht die Mannschaft gewechselt werden. Ein sehr guter Ansatz... viele willkürliche Wildcard Entscheidungen haben das dann wieder untergraben, bzw. ich vermute, der DHB wird sich von den Landesverbänden nicht in die Suppe spucken lassen, dass fest qualifizierte Mannschaften nun wieder die Quali aufblähen.

    Für die Quali zur Saison 26/27 nun eine neue Variante im HVNB in den Dfb zur Relegation:


    Uff...

    Zitat

    §9 SpO DHB Spielsaison
    (...)
    (2) Im Jugendbereich gehören die Qualifikationsspiele zum neuen Spieljahr.

    Zitat

    §55 Einschränkung des Spielrechts in Meisterschaftsspielen
    (1) Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse wird das Spielrecht der Spieler in Meisterschaftsspielen eines Spieljahres des Vereins in der Weise eingeschränkt,

    Alle Alarmglocken verstummen aber erst einmal, wenn man bei Absatz 4 ankommt:

    Zitat

    (4) Die Landesverbände können für den von ihnen geleiteten Spielbetrieb betreffend Qualifikationsspiele und -turniere im Jugendbereich abweichende Regelungen beschließen.

    Sehr weise Ermächtigungsgrundlage, die war dringend nötig. Endlich können die Landesverbände so etwas wie Gerechtigkeit in die Quali für das o.g. Thema reinbringen. Und dann kann man auch mal so tun, als wäre nach Saisonende noch wer festgespielt. § 55 IV SpO DHB ist ja recht offen.

    Option 1: Freiwilliger Verzicht auf einen Startplatz (in der Regionalliga), um dann mit beiden Teams Quali Regional-/ und Oberliga zu spielen. Wahrscheinlich weniger praxisrelevant, aber ein fairer Ansatz. Leider fehlt nun die Klausel, dass die Pokal-Festspielregeln für die Dauer der Quali gilt (keinerlei Wechsel zwischen den Teams).

    Option 2: Der (neue) Jungjahrgang darf ausnahmslos spielen, Spieler des (neuen) Altjahrgangs nur, wenn sie in der alten Saison nicht in der Regionalliga festgespielt waren.

    Der Jurist bekommt Schnappatmung.

    1. Quasi-Rückwirkung der Norm. Wäre es für die Trainer nicht schick gewesen, wenn sie zum Saisonende gewusst hätten, dass es taktisch schlau gewesen wäre, mehrere Spieler aussetzen zu lassen, damit sie für die Quali frei sind? Und wenn sie es gewusst hätten, wäre es nicht reihenweise zu Wettbewerbsverzerrung gekommen?

    2. Gleichbehandlungsgebot: Die Regionalligisten werden ausgebremst, die Bundesligisten können machen, was sie wollen? Ernsthaft?

    Sieht so aus, als würde hier der Föderalismus eine gerechte Lösung verhindern. Der DHB wird sich nicht vorschreiben lassen wollen, dass fest qualifizierte Mannschaften nun doch in die Quali sollen, nur weil es eine zweite Mannschaft auf Landesverbandsebene gibt. Aber warum es dem Landesverband nicht möglich sein soll zu prüfen, wer in der Vorsaison in der Bundesligamannschaft festgespielt war, will mir nicht in den Kopf. Wozu die Privilegierung der Bundesligisten? In der Praxis heißt das: Der Bundesligist läuft in der Regionalligaquali mit dem vollständigen Bundesligakader auf, während der Regionalligist in der Oberligaquali nur den Jungjahrgang einsetzen darf.

    Ich sehe da noch Optimierungsbedarf...

    Und wir kommen zur Siegerehrung für die Saison 25/26:

    Gold für Amelie mit € 810,- Strafgeld

    Silber teilen sich Emila und Levke mit je € 690,-


    Die Teamwertung:

    Gold geht an die SGM mit € 3.810,-

    Silber an die HSG BF mit € 1.770,-

    und Bronze an SVE H mit € 1.470,-

    Der TuS A mit zwei Teams in der Anfängerstaffel zusammen bei € 2.130,-, aber es ist nun mal eine Teamwertung. Trotzdem Respekt!


    Die inoffizielle Ausrede des Verbands: Der DHB sage, in der E könne man sich nicht festspielen. Das muss aber ein anderer DHB sein als der, der in der Spielordnung die Festspielregeln vorschreibt, keine Ausnahme für die E dort regelt und auch in den "Durchführungsbestimmungen für eine einheitliche Wettkampfstruktur im Kinderhandball" jegliche Ausnahmen vergessen hat.

    Mir geht es nur um die Drohkulisse auf dem nächsten Jugendstaffeltag für nächste Saison, wenn die Region aktuell zu viel Geld hat und mal eben auf € 13.000,- diese Saison verzichtet. Da macht sich ein Staffelleiter schon sehr viel Mühe, ein Auge zuzudrücken. Das heißt aber nicht, dass alle schlafen.

    Nur im Sinne der Anfänger muss sich da nächste Saison mal was ändern, wenn die echten Anfängermannschaften schon verzweifeln.

    Vorletzter Spieltag ist rum. Den hab ich noch mal analysiert und habe parallel noch mal geschaut, ob nicht noch neue Spielerinnen in der Schwarzen Liste dazugekommen sind. Ich bin jetzt bei

    € 12.990,-

    Strafgeldern in der ANFÄNGERSTAFFEL wE angekommen. :lol: Aber einen Spieltag gibt es ja noch...

    Das Perfideste: Gegen Ende der Saison werden Spielerinnen in der Anfängerstaffel E-Jugend eingesetzt, die nicht nur höherklassig festgespielt sind, die teils aber auch schon Erfahrung in der D-Jugend gesammelt haben. Das hat keinen Einfluss auf das Festspielen, wirft nur ein ganz neues Licht auf die Imbezilität einiger Trainer. Da ist eine Liga für Frischlinge eingerichtet, wo sie sich freischwimmen und erste Erfahrung im Handball sammeln dürfen. Und da werden nicht nur gleichaltrige Profis eingesetzt, sondern auch noch Mädchen die in der nächsthöheren Altersklasse bereits Erfahrung haben. Also nicht nur Hechte im Karpfenteich. Inzwischen wird mit Haien besetzt.

    Alle bekloppt.

    Moin!

    Wenn der Spieler aktuell das Erstspielrecht bei Verein A hat, kann er innerhalb des Wechselfensters zu Verein B wechseln und hätte keine Wartefrist (§ 26 II 2 SpO). So weit so gut.

    Ein Zweitspielrecht kann er dann aber nur für die nächste Saison beantragen, nicht für die Quali, denn beide Vereine haben ja eine B-Jugend (§ 19 XI S. 2 SpO).

    Andersherum, erst Quali spielen, dann wechseln, würde in jedem Fall die Wartefrist nach sich ziehen (§ 26 III lit. b) SpO), was aber eher nicht weh tut. Und ohne Wegfall der Wartefrist gilt auch nicht die Sperre bis zum 15.10. für ein neues Spielrecht, denn hierfür ist die Inanspruchnahme des Wechselfensters ohne Wartefrist Voraussetzung.


    Spricht eigentlich alles dafür, erst die Quali zu spielen und erst dann zu wechseln.

    Nach der Saison ist Quali-Saison. Bei uns laufen schon die Vorbereitungen heiß. "Kannst Du uns Waltraud und Elfriede für die Oberliga-Quali ausleihen? Falls wir es nicht schaffen, können sie ja..." Nee, können sie nicht! Weder bei Euch zu Gast mit Zweitspielrecht noch alternativ wechseln und einfach zurückwechseln.


    I. Zweitspielrecht Zweitverein für die Quali

    Das alte Spieljahr läuft zwar noch bis zum 30.06. (§ 8 SpO) und bestehende Jugendspielrechte erlöschen erst dann (§ 19 IX SpO), die Quali gehört in der Jugend aber bereits zur neuen Saison (§ 9 II SpO). Zeitlich überschneidend sind also sich eigentlich widersprechende Jugendspielrechte denkbar.

    Nein, ich kann keine Spielerinnen mit Zweitspielrecht für die Oberliga-Quali C-Jugend (weder C- noch D-Jugendliche) "verleihen". Wir planen mindestens eine C Jugend für den Spielbetrieb selbst zu melden. Ein Spielrecht im Zweitverein für die Quali funktioniert nur nach den Voraussetzungen des ehemaligen Gastspielrechts (§ 19 XI S. 2 SpO): In der Altersklasse, in der Quali gespielt wird, darf es im Erstverein (Heimatverein) keine Mannschaft geben, egal ob ich eine D- oder C-Jugendliche für die C verliehe. Spannende Frage für mich ist, ob zu dem Zeitpunkt dann überall schon die Mannschaftsmeldungen tatsächlich raus sind und was passiert, wenn der Erstverein später mal eine Mannschaft nachmeldet? Sind aber die hier erst mal nicht spannenden Exotenfälle.


    II. Fortbestand der Zweitspielrechte in der Saison

    Das für die Quali erteilte Spielrecht gilt dann für den Rest des Spieljahres fort (§ 19 XI S. 3 SpO - außer bei einem Vereinswechsel: § 23 VIII SpO), unabhängig vom Erfolg der Quali. Eins von maximal drei Spielrechten ist dann weg. Und der Zweitverein ist dann ebenfalls festgelegt. Schafft nur ein dritter Verein die Quali und der wird plötzlich attraktiver, bleibt nur der Vereinswechsel mit Wartefrist. Die Spielrechte lassen sich nur auf zwei Vereine verteilen (§ 19 I SpO).


    III. Vereinswechsel für die Quali

    Dafür gibt es das Wechselfenster vom 15. März bis 31. Mai (§ 26 II 2 SpO). Wer innerhalb dieses Zeitraums den Verein wechselt [UND noch keine Quali bislang gespielt hat: § 26 III lit. b) SpO], bekommt für Spiele der neuen Saison keine Wartefrist von zwei Monaten (sonst § 26 II 1 SpO). Für weiterführende Meisterschaften der alten Saison kann ich mich natürlich nicht - ohne Wartefrist - verstärken (§ 26 III lit. a) SpO).

    "Falls wir es nicht schaffen, können sie ja..." Gegen jegliche Trickserei (soll da ja jedes Jahr im Mai an der Lübecker Bucht wilde Völkerwanderungen im Handball gegeben haben), gibt es § 26 II SpO DHB: Wer das Wechselfenster in Anspruch genommen hat, kann bei einem weiteren späteren Vereinswechsel in derselben Saison oder bei Antrag auf ein neues Spielrecht in einem weiteren/im ehemaligen Verein nicht vor dem 15. Oktober spielen (§ 26 II 3 SpO). Die Formulierung:

    "... darf frühestens zum 15. Oktober desselben Jahres ein Vereinswechsel vollzogen oder weitere Jugendspielrechte erteilt werden..."

    spricht dafür, dass

    a) am 15.10. - nach Ablauf der Wartefrist - auch sofort gespielt werden darf ("vollzogen") und die Wartefrist nicht draufgeschlagen wird und

    b) "weitere Spielrechte erteilt" nur für den Zweitverein gilt, nicht den Erstverein, da im Erstverein die Spielrechte durch Spielen manifestiert werden und nicht erteilt werden müssen.


    Hab ich was übersehen?

    Zwischenstand:

    Die Vereine mit Zweit- und Drittmannschaften in der wE-Jugend haben in der hiesigen Anfängerstaffel nun die

    € 10.000,- Marke

    an Strafgeldern geknackt! :jump:

    Es liegen mittlerweile € 10.380,- auf der Straße für den Verband zum Einsammeln. Eine festgespielte Spielerin ist nun bei

    € 810,-

    angekommen. :klatschen: Schafft sie die € 1.000,- Marke, schicke ich ihr Blumen. Nee.... Mist... sie kann nur noch weitere € 180,- produzieren.


    Ich hab mal angeschoben, dass da doch mal bitte wer nach dem Rechten schaut. Ein betroffener Trainer, der mit seinen Anfängern gerade nicht bescheißt und die Mannschaft wieder und wieder von "Profis" geschlagen wird, hat mehrfach bei der Staffelleitung vergeblich um Fairplay gebeten. Vielleicht war das nur das falsche Stichwort. :Hail: $$$

    So... ich nehm alles zurück! Einem Verein "wurde gesagt", es gäbe in der E-Jgd kein Festspielen. Dann ist ja alles klar, Wildwest im Zwergenhandball. :lol:

    Lass mal schauen:

    Zitat

    §55 Einschränkung des Spielrechts in Meisterschaftsspielen
    (1) Für Vereine mit mehreren Mannschaften in derselben Altersklasse wird das Spielrecht der Spieler in Meisterschaftsspielen eines Spieljahres des Vereins in der Weise eingeschränkt, dass ein Spieler nach der Teilnahme an zwei aufeinanderfolgenden Spielen der höheren Mannschaft/en für die niedrigere Mannschaft erst wieder teilnahmeberechtigt wird, wenn zwei weitere aufeinanderfolgende Meisterschaftsspiele der höheren Mannschaft/en ohne ihn ausgetragen worden sind bzw. nach der letzten Teilnahmen an einem Meisterschaftsspiel der höheren Mannschaft ein Zeitraum von acht Wochen verstrichen ist. Der Tag, an dem der Spieler zuletzt in der höheren Mannschaft mitgewirkt hat, ist in die Acht-Wochen-Frist einzurechnen. Während der Dauer einer persönlichen Sperre ist die Wiedererlangung des Spielrechts ausgeschlossen.

    Ich behaupte, solange ein E-Jugendlicher "ein Spieler" ist, gilt das Festspielen auch für ihn. Wenn Mini-Spieltage nicht unter Meisterschaftsspiele fallen, dann hätten wir da eine klare Grenze oberhalb der Minis (F-Jgd.) gezogen.

    Die einzige Ausnahme, die ich finde (und dann hört § 55 auch schon auf):

    Zitat

    (4) Die Landesverbände können für den von ihnen geleiteten Spielbetrieb betreffend Qualifikationsspiele und -turniere im Jugendbereich abweichende Regelungen beschließen.

    Der E-Jugend Spielbetrieb unterliegt nicht den Landesverbänden. Selbst wenn der Regionsverband Ausnahmeregeln schaffen würde (und auch die habe ich nirgends gefunden), er wäre nicht mal dazu befugt. Ganz im Gegenteil, die Durchführungsbestimmungen der hiesigen Region regeln für die E-Jgd.:

    Zitat

    21.3 Weiterhin wird daraufhin gewiesen, dass es Sinn dieses Spieles ist, das Wettspiel am Alter und dem Entwicklungs- und Fähigkeitsstand der Kinder auszurichten. Alles, was dem zuwider steht, ist somit zu unterlassen.

    Wenn er Einsatz von Spielerinnen in der Anfängerstaffel, die regelmäßig in der höchsten Liga spielen, nicht dem Wettspiel ausgerichtet am Entwicklungsstand der Anfängerinnen zuwider steht, dann weiß ich auch nicht.

    Kommt das Geld auch ?

    Ich werde zumindest mal dezent darauf hinweisen, dass da noch reichlich Geld auf der Straße liegt. Trainerkollege hat die Staffelleiterin mehrfach gebeten, dem Treiben ein Ende zu setzen. Inzwischen haben wir März.

    Zitat

    Welche Gründe für die Nichtteilnahmeberechtigung konntest du ausmachen? Außer Festspielen und zu viele Mannschaften kannst du vermutlich ohne weitere Infos/Daten nichts anderes beurteilen, wie Alter o.a.?

    Du kannst jede einzelne Spielerin anklicken und ihren Saisonverlauf prüfen. Alter steht natürlich nirgends. Aber jedes Festspielvergehen fällt halt auf und der nicht erlaubte Einsatz in einer vierten Mannschaft ebenfalls.

    Zitat

    Wobei Masse das Stichwort ist. In E und D gibt es ja sicher auch bei euch im Norden immer wieder technisch völlig unbegabte Spielerinnen auch Anfängerinnen,, die aber mittels Masse (60-70kg bzw nach oben offen) durch die zarte 30kg Abwehr durchgehen wie das heiße Messer durch die Butter. Die machen dann gerne 8-15 Tore (soweit der mittels Masse beschleunigte Ball das Tor trifft) bevor ihnen früher oder später die Puste ausgeht. Wie würdest du damit umgehen?

    Hab ich doch geschrieben. Z.B. max. 6 Tore pro Spielerin. Ob da nun Talent Tore wirft oder Godzilla ist egal.

    Prellverbote, Strafauswechselung bei Torerfolg, Verheimlichung der Spielergebnisse/Torschützen - man lässt sich ja allerhand Schwachsinn einfallen, um den Handball zu fördern und die Kinder zu "schützen". Was ich allerdings - in der Theorie - begrüße, sind Anfängerstaffeln in der D und E-Jugend. Da können Neulinge im handballerischen Nichtschwimmerbecken erste Erfahrungen am Ball sammeln. Es drohen keine Kantersiege. Den Trainern geht es um die allererste Ausbildung und nicht den Erfolg. Beim körperlosen Spiel können die Zwerge Spaß am Sport gewinnen, die Härte kommt schon früh genug.

    O.k., mal ohne die kleinen rosaroten Pillen. Damit das Projekt klappt, dürfen natürlich schon mal keine Dreizehnjährigen pfeifen. Es muss ein wenig Handballverstand an die Pfeife, um erst einmal ein körperloses Spiel durchzusetzen.

    Dann kennt man seine Pappenheimer, es geht nicht ohne verschärfte Durchführungsbestimmungen. Irgendein Idiot muss immer irgendwelche anatomischen Defizite kompensieren und strebt mit Halbprofis den Durchmarsch durch die Liga an. Ich habe schon vor Jahrzehnten in der hiesigen Handballregion einmal die Durchführungsbestimmungen für eine Anfängerstaffel ausformulieren dürfen. Da standen dann klare Regeln auf dem Papier mit harten Strafen... die Staffelleiterin interessierte es einen Scheiß und die üblichen Verdächtigen durften sich austoben. Ohne die Unterstützung der Spielleitung geht es auch nicht.

    Kantersiege gehören bestraft, denn wenn alles mit rechten Dingen zugeht, gibt es in einer Anfängerstaffel keine Kantersiege. Entweder das eine Talent gehört nicht in die Liga oder gar die gesamte Mannschaft. In solche Bestimmungen gehören:

    - Kantersiege werden definiert (z.B. + 10) und verboten. Gestaffelte Bestrafung im Wiederholungsfall von Verweis über Geldstrafe zu Mannschaftssperren und Disqualifikation der Mannschaft.

    - Überflieger (die gar nicht in die Liga gehören) werden eingebremst (z.B. maximale Torzahl pro Spieler, sagen wir beispielsweise 6, Bestrafung wie oben) - ein Anfänger wirft nun mal keine sechs Tore pro Spiel.

    - Tritt eine Mannschaft in Unterzahl an, muss der Gegner ebenfalls reduzieren.

    Ja... hier würde ich die Kinder auch ein wenig in Watte einpacken. Aber ich halte solche Ligen für eine gute Sache und ohne Rahmenbedingungen übernehmen wieder die Idioten. Meldet jemand versehentlich zu niedrig, sollte natürlich der Weg in eine andere Staffel offen bleiben.


    Wir haben in unserer Region in männlicher und weiblicher E Anfängerstaffeln (für die D gibt es offenbar keine Lobby, ich konnte jedenfalls nie mit durchdringen). In der mE werden die Spielprotokolle zum Schutz (von was?) komplett zensiert. In der wE bekommt man immerhin die Kader zu sehen. Gesonderte Durchführungsbestimmungen zum Schutz der Liga gibt es bei uns nicht, aber es gibt ja zum Glück als Mindestmaß des Fair Play die... Festspielregeln. :lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol::lol:

    Ich habe mir mal die Mühe gemacht, unsere Anfängerstaffel wE zu sezieren. Sieben Vereine glänzen durch Bescheißen, teils in ganz großem Stil. In den zweiten/dritten Mannschaften werden reihenweise nicht teilnahmeberechtigte Kinder eingesetzt und bei nuLiga kann man jeden Verstoß prächtig nachvollziehen (bis hin zu den Vereinen, die das "Viertspielrecht" erfunden haben). € 30,- kostet der Einsatz einer nichtteilnahmeberechtigten Spielerin, im Wiederholungsfall sind es € 60,-. Meine Lieblingsspielerin hat sich diese Saison bereits

    € 690,-

    an Strafgeldern erspielt, die sieben Vereine gemeinsam schulden dem Verband diese Saison bereits

    € 9.540,-.

    Solange diese Kohle brach liegt, braucht mir niemand mit Gebührenerhöhung o.ä. zu kommen. :devil:

    Moin!

    Ich benötige mal Eure Hilfe. In der Vergangenheit habe ich stets den Hüftwurf sträflich vernachlässigt, bzw. wenn ich ihn im Kleingruppentraining eingeführt habe, hat das nie so gefruchtet, wie ich mir das vorgestellt habe. Hat natürlich auch was mit der Altersklasse zu tun. Wenn die Abwehrspielerin meinen D-Mädels auf 11m gegenüber steht, ergibt sich eben seltener eine geeignete Wurfsituation. Aber auch im Hinblick auf ein Turnier über Ostern mit drohenden defensiven Abwehrreihen will ich das Thema nun verstärkt angehen. Ansonsten verschwende ich das goldene Lernalter und lasse eine Lücke.

    Ich suche diejenigen Rückraumspielerinnen (WM) oder -spieler (EM), von denen ich Videomaterial zum Selbststudium verwenden oder auch vorführen kann. Wer hat die beiden Turniere aufmerksam verfolgt und kann mir hier ein paar Namen nennen? Knorr fällt mir selbst ein, war hat aufmerksamer beobachtet oder mehr Spiele gesehen als ich?

    Danke!

    Guess who's back, guess who's back

    Guess who's back, guess who's back

    Auch mit Ü50 versuche ich noch was dazuzulernen. Im Folgenden ist aber weniger der technische Ansatz spannend, viel mehr der Erkenntnisweg. Vor ein, zwei Jahren habe ich von einem befreundeten Trainer folgende - mir neue - Weisheit mitbekommen, vereinfacht ausgedrückt:

    "Angreiferin kommt mit Hüpfer in den parallelen Stand auf Dich zu >> Stopfoul!"

    Jedes 1:1, was dem Nullschritt nahe kommt (und in "gefährlicher" Distanz zur Abwehrspielerin geschieht), wird sofort unterbunden. Warum? Es geht nun (im schlimmsten Fall) mit der Kraft von zwei Beinen weiter. Statt nur mit der halben Kraft, die gut zu verteidigen ist. Kramt in Eurer Erinnerung mal nach Szenen mit dem einst "falschen" Nullschritt (ab dieser Saison "echt") aus den eigenen Anprellen heraus. Im Kinder- und Jugendbereich erhöht das die Quote von gewonnenen Zweikämpfen ungemein. Die geschickte Ballführerin kann sich nun mit zwei Beinen abdrücken und hat einen erheblichen (Schnellkraft-) Vorteil gegenüber der Abwehrspielerin. Die muss das mit bloßem Körperkontakt erst mal unterbinden. Und ich bin sehr gut damit gefahren, meinen Abwehrspielerinnen diese Weisheit weiterzugeben (auch wenn jüngere Trainer*innen das Stopfoul als Frucht des verbotenen Baums begreifen, aber das legt sich mit den Jahren).

    Diese Erkenntnis für die ABWEHR hat mich mal wieder ein großes Stück nach vorn gebracht in meiner Entwicklung. Vor allem, wenn man die Hauptwaffe einer torgefährlichen Gegenspielerin neutralisieren kann. Nun auch noch die Regeländerung mit dem Nullschritt aus dem Anprellen heraus. Da muss doch irgendwie Honig herauszusaugen sein! Also baue ich seit Wochen den Nullschritt ohne vorangegangenen Pass sondern nach Anprellen ins 1:1 Training ein. Ins Angriffstraining. Der Groschen ist aber nur halb gefallen. Ja, da gibt es für die Angreiferin einen Vorteil im 1:1, den sie sich selbst erarbeiten kann (also auch nach beschissenem Pass). Gerade in D oder C-Jugend sollte diese Regeländerung unbedingt genutzt werden, sie gibt der Ballführerin eine spannende neue Waffe, schenkt ihr einen zusätzlichen Schritt.

    Neulich schaue ich mal bei einem Training besagten Freundes vorbei. Er macht Abwehrbasics 3:2:1 mit wC in einer Hallenhälfte, meine inzwischen ehemaligen D-Mädels machen Wurftraining in der anderen Hälfte. Das Training eines ehemaligen Bundesligatrainers sicher lehrreicher, ich setze mich aber als D-Jugend Trainer in die Hälfte des Techniktrainings. Von der sechzehnjährigen/meiner ehemaligen Betreuerin werde ich weniger lernen, aber vom Zuschauen der Techniken vielleicht schon.

    Die Haupttorschützin der Liga vom anderen Verein trainiert mit. Ich habe sie nicht angelockt, das fällt in die Zeit meiner Nachfolgerin. Der jungen Dame schaue ich auf die Wurfhand, mehr noch auf die Füße. Auftakt ist der Sprung von einem Turnkasten in den Nullschritt/die parallele Fußstellung, dann ein 1:1 (wohl nach Wahl) gegen einen Airbody und Abschluss per Sprungwurf vom Neuner. Irgendetwas stört mich.

    Das Abdrücken mit zwei Füßen als Vorteil im Zweikampf schön und gut. Die junge Dame landet, verweilt kurz... geht dann erst ins 1:1. Und scheint dabei selbst gegen einen Airbody keinen großen Vorteil zu haben. Es fehlt mir die Dynamik. Mein Physikunterricht fällt mir ein. Da war was mit Kraft/Energie.

    - Spielerin steht vor dem Kasten: Nennen wir es mal "keine Energie".

    - Spielerin steht auf dem Kasten: "potenzielle Energie", denn runter kommen sie alle.

    - Spielerin hüpft vom Kasten: "kinetische Energie" - und jetzt müsste es doch eigentlich spannend werden!

    - Spielerin pausiert... die Energie wird vom Boden aufgefangen, vom Körper abgedämpft und macht sich in einem Geräusch bemerkbar. Je lauter, desto schlechter abgefedert.

    Wo ist der Vorteil des Nullschritts hin? Die oben genannte Abwehrweisheit geht von der Prämisse aus, dass die Folgehandlung des Nullschritts dynamisch erfolgt, die kinetische Engerie sofort beim Abdrücken weitergenutzt wird:

    - sofortiger Hüpfer zur Seite im rechten Winkel

    - sofortiger Durchbruch schräg nach vorn zur Hand/gegen die Hand mit einem Schrittsprung (kraft zweier Beine)

    und nicht die Landung im Boden "verpufft". Und nun fällt der Groschen endlich. Ich habe eine Abwehrweisheit mitbekommen, die mich zufrieden stellt. Ich transferiere diese Erkenntnis aber nicht (dialektisch) auf den Angriff und nutze nur die halbe Erkenntnis. Warum ist der Nullschritt plus Folgehandlung eine Waffe? Ich habe diesese Wissen nur für die Abwehr genutzt, nicht aber ins Angriffstraining umgekehrt. Der Groschen ist nun ganz gefallen.

    Zukünftig: Bei allen Aktionen mit Nullschritt auf die dynamische Fortsetzung mit minimalem, explosiven Bodenkontakt achten, damit der Schnellkraftvorteil tatsächlich genutzt wird. Ich denke z.B. als Auftakt zur (erneuten) Einführung an Hüpfer vom (flacheren) Kastenoberteil auf (höheren) Turnkasten bei maximaler Dynamik bei minimaler Kontaktzeit. Danach erst tatsächlich in die 1:1 Situation mit Gegenspielerin.

    So ganz hat sich das mit den drei Jugendspielrechten seit Saisonbeginn noch nicht rumgesprochen, bzw. es gibt noch große Missverständnisse bei den Trainern:

    - (max.) 3 Spielrechte (für je eine Mannschaft)

    - Erstspielrecht immer im eigenen Verein (ob nun wahrgenommen oder als Alibi)

    - Spielrecht(e) im Zweitverein nur zulässig, wenn die Spielerin im eigenen Verein tiefer spielt (es wird nicht mehr auf den Verein insgesamt sondern auf die Spielrechte der Spielerin geschaut!)

    - wahlweise kann ein Spielrecht/können zwei Spielrechte in einem anderen Verein wahrgenommen werden - muss dann aber beantragt werden

    - keine Anmeldefrist!

    - gelten bis zum Ende des Spieljahres (30.06.), verfallen dann wieder automatisch

    -neu: wird eine Mannschaft während der Saison zurückgezogen/gestrichen, verfällt auch das Spielrecht und lebt wieder auf

    Riesentalent, spielt zu Hause zweite Mannschaft (Erstspielrecht), hat ein, zwei Male in der Ersten ausgeholfen (Zweitspielrecht), trainiert bei mir mit und will das Drittspielrecht bei mir wahrnehmen. Bevor das Spielrecht beantragt ist, sitzt sie in der Heimhalle und guckt ein Spiel der D I. C II Trainerin grast die Halle ab, braucht Verstärkung für ein Spiel in der Kreisklasse... Statt höchste Liga D-Jugend zu spielen, ist das Drittspielrecht nun für die Kreisklasse C-Jugend verbrannt.

    Die drei Spielrechte sind abschließend! Weder kann im eigenen Verein in vier Mannschaften gespielt werden, noch gibt es ein "Viertspielrecht" für den Zweitverein.

    Liebes Handballtagebuch!

    Eine Woche ohne Handball. Zwei Wochen ohne Handball. Drei Wochen ohne Handball. Also ohne das Training natürlich. ZeeBee scoutet weiterhin samstags und sonntags Talente in der gesamten Region. Ohne diese lästigen eigenen Punktspiele. Man kann ja nie wissen. Nur wohin mit der ganzen ungewohnten Freizeit? ZeeBees chilenischer Freund Diego, Trainer der Damen und wC vom Hannoverschen Sport Club, klopft wieder und wieder an. Die Basis beim HSC unterhalb der Regionalliga Damen, Regionalliga A und B, könnte Verstärkung gebrauchen. Sportlicher Leiter Christoph, ehemaliger Handballpapa vor vielen Jahren, klopft ebenfalls an. ZeeBee macht ein Probetraining mit der gemischten Trainingsgruppe C und D. Sporthalle fühlt sich irgendwie richtiger an als die Couch...

    Erstes Punktspiel mit der D. Gegen ZeeBees langjährigen Vor-Vor-Verein Bothfeld. ZeeBees neue Mädels stellen die bei den Gegnern beliebteste Abwehr der Liga, wissen aber dafür, wo das Tor steht. Zum Glück steht Abwehr ohnehin die nächsten Monate auf dem Stundenplan. Und Abwehr. Und dann auch mal Abwehr. Laut SpielerPlus hat ZeeBee 12 Mädchen zur Verfügung. Es erscheinen... 10. Wo ist ZeeBee da nur hineingeraten? "Vom richtigen Handball kenne ich das etwas anders." Die zufällig in der Nähe sitzende Handballmutti bekommt ZeeBees Unmut ab. Es wird dringend Zeit für einen Elternabend. Sieben Minuten vor Schluss liegen die Mädels mit vier Toren zurück... raffen sich noch mal auf, bekommen in den letzten Sekunden noch den 7m, Ausgleich. ZeeBee startet ungeschlagen in die Saison und mit Punkt numero uno der Mannschaft im dritten Spiel. Dennoch wird es dringend Zeit für einen...

    Elternabend. Sonst immer im Januar oder Februar, um die Noch-E-Jugend Eltern zu erschrecken. Nun mit gestandenen D-Jugend Eltern. Der Schock könnte nicht größer sein.

    "Ich musste hier schon den ein oder anderen Kulturschock erleiden. Jetzt seid Ihr dran!"

    ZeeBee wärmt sich auf.

    "Ich habe gehört, in der C-Jugend müssen die Mädels Muffins backen, wenn sie unentschuldigt beim Training fehlen. Mich INTERESSIEREN keine Scheiß Muffins. Erstes Mal Fehlen Gelbe Karte, zweites Mal Rote Karte! Unentschuldigt beim Punktspiel fehlen - gleich Rote Karte."

    "Aberaberaber... was bedeutet Rote Karte?"

    "Dann geht es in der männlichen D weiter. Oder in der weiblichen C. Oder einem anderen Verein. Oder beim Tennis. Aber nicht bei mir!"

    "Aberaberaber... wenn die Spielerin zuverlässig ist und die Eltern es vergessen?"

    "Dann gibt es ohnehin keine Zukunft bei mir."

    ZeeBee erklärt weiter, er könne pro Spiel 16 Mädchen einsetzen, werde aber bei Punktspielen stets nur 11 Feldspielerinnen für den Kader benennen. Wir trainieren Handball und nicht Sitzen. Im Vorfeld hat ZeeBee für das nächste Punktspiel drei Mädchen aus dem Kader gestrichen. Die beiden Damen, die beim ersten Spiel unentschuldigt gefehlt haben und eine Dame, die sich (nichts Böses ahnend) mit der Begründung "Kindergeburtstag" vom Spiel abgemeldet hat. ZeeBee kennt die Elternschaft noch nicht, vermutet aber, die Dame, die ZeeBee seit Beginn der Sitzung mit finsterem Blick fixiert und bei jeder Gelegenheit giftig Contra gibt, wird wohl die dazugehörige Mutter sein. Die "andere Mutter" der Spielerin, wie ZeeBee noch lernen aber nicht verstehen wird. Sechzig Minuten lang kommen Giftpfeile aus immer derselben Ecke, während drumherum die Augen immer größer werden. Sooo funktioniert Mannschaftssport?! Und erst dann kommt ZeeBee zur nächsten Eskalationsstufe "leistungsorientierter Sport". Die ersten Eltern bekommen Schnappatmung, kalte Schweißausbrüche, ein zunehmendes Röcheln ist vernehmbar, hilfesuchende Blicke zum Spartenleiter, eine Mutter rutscht ohnmächtig vom Stuhl. Ein guter Elternabend.

    Spartenleiter Andreas hat der Veranstaltung beigewohnt. Nur zur... Sicherheit. Vor ZeeBees Amtsantritt seien sich Eltern nach einem Punktspiel vor voller Tribüne fast an die Gurgel gegangen. Es sind zwei Hallenverbote in der Welt, nicht aber Vereinsheimverbote. Also das erste Aufeinandertreffen wieder. Wo ist ZeeBee da hineingeraten. Einen ersten Eindruck bekommt ZeeBee in der Woche zuvor. Die eine Tochter der Streitparteien ist E-Jugendliche und darf (deswegen) beim gemeinsamen C/D Training nicht teilnehmen, was wohl Teil oder Auslöser des Streits ist. ZeeBee lernt die talentierte Dame erstmals beim Montagstraining kennen und lädt sie bei der Trainingsnachbesprechung in der Kabine - selbstverständlich - zum gemeinsamen C/D Training ein. Das verbreitet sich hinterher draußen in der Elternschaft sofort wie ein Lauffeuer. ZeeBee hat noch gar nicht die Halle verlassen und wird schon hysterisch angeschrieen, was ihm denn einfalle.

    "Deine Tochter hat als E-Jugendliche letzte Saison doch auch bei der C-Jugend mittrainiert!"

    "Das ist ja wohl was anderes!"

    "Ver-steeeeehe..."

    Wo ist ZeeBee da hineingeraten... Jedenfalls hat das Donnerstagstraining nun eine weitere Teilnehmerin. Ein neuer Sheriff ist in der Stadt. Von einer stillen Mehrheit der Eltern bekommt ZeeBee Unterstützung, zu lange schon würden seltsame Spielchen mit der jüngsten Spielerin getrieben.

    Bis auf ständige Attacken aus ein und derselben Ecke bleibt der Elternabend friedlich. Die ohnmächtige Mutter wird rausgetragen, kurz noch Smalltalk mit dem Spartenleiter. Draußen vor dem Vereinsheim stehen noch zwei Mütter und diskutieren. ZeeBee wird angesprochen: "Darf Anouk nun donnerstags wirklich mittrainieren?" ZeeBee zuckt zusammen, erwartet einen Dolch zwischen die Rippen, macht sich abwehrbereit, umklammert den Griff seines Khukuris und erklärt ganz kurz seine Beweggründe. Kein Dolch. Ist die Mutter. Die mit dem Hallenverbot. Erzählt eine ganz andere Geschichte zu dem Hintergrund des Hallenverbots. Irgendwer sollte das Ganze mal verfilmen. Oder einen Thriller schreiben. Oder zumindest in einem Blog verewigen. Wo ist ZeeBee da....

    Montagstraining. Ein Fall von Bistr-O-Matik. Die Zahl der Trainingsgruppe ist ungleich der Zahl der zum Training eingetragenen Spielerinnen ist ungleich der Zahl der Mädchen in der Halle. Und es sind nicht zu viele Mädchen in der Halle. Bevor ZeeBee draufhaut und hinterher ein Foto vom Auto im Straßengraben zugeschickt bekommt, geht es erst mal an die Aufklärung. Gibt es eine Nachricht in der Elterngruppe? An eine Mitspielerin? Den toten Briefkasten im Gleisdreieck? Rauchzeichen? Die fehlende Spielerin gehört... zur feindseligen Mutter beim Elternabend, die nachgefragt hat, was denn mit zuverlässigen Kindern mit unzuverlässigen Eltern sei. Kannste Dir nicht ausdenken. ZeeBee schreibt höflich, dass wenn es kein Unglück auf dem Weg zur Halle gegeben hat, das nun die Gelbe Karte sei. Genausogut hätte ZeeBee auch den roten Knopf im Köfferchen von Mr. Trump drücken können. Nukleare Kettenreaktion. Unter dem Strich lernt ZeeBee, dass bei SpielerPlus Spielerinnen auf Krücken sich automatisch von der Zahl der Trainingsteilnehmerinnen abzögen und sich daher nicht aktiv abmelden müssten. Wo ist ZeeBee da hineingeraten?

    Eine Gastspielerin im Training gibt es bereits vor ZeeBees Amtsantritt. Der Kontakt kommt über die Auswahl zustande. Ganz in ZeeBees Sinne. Keiner kommt aber auf die Idee, dem Kind ein Zweitspielrecht zu verpassen. Holt ZeeBee nach. Die begabte Torhüterin Emmi hat noch Positionsfindungsschwierigkeiten. ZeeBee verpasst einer Torhüterin der zweiten D seines alten Vereins ein Zweitspielrecht, nur für alle Fälle. ZeeBee scoutet weiter. Holt zwei Talente aus einem Nachbarverein ins Training. Zweitspielrecht Nr. 3 und 4. Findet eine hochtalentierte Spielerin, die zwar bei der Sichtung zur Regionsauswahl gewesen ist, dort aber keine Berücksichtigung gefunden hat. Noch mal: Hochtalentiert. Die hat im Spiel hinter sich eine Quereinsteiger im Tor. Sehr weit für wenige Monate im Handball. ZeeBee kontaktiert den Trainer, der schickt die Mädels gleich zum Training vorbei. Zumindest schon mal Zweitspielrecht Nr. 5. ZeeBee bekommt sporadisch eine Samstagvormittagseinheit für zwei Stunden. Zum allerersten "Kleingruppentraining in gar nicht so kleiner Gruppe" hat ZeeBee 12 Mädchen aus 4 Vereinen am Start. Am 20.12. stünde die Halle wieder zur Verfügung. So kurz vor Konsumdankfest will ZeeBee es aber gar nicht erst versuchen, erfahrungsgemäß teilt nicht jeder denselben Eifer. Telefonisch melden sich nun erstmals die Eltern eines der größten Talente der Region. Spielt in in der Kreisklasse in der zweiten D-Jugend. Die besten Trainer in die Jugend, die größten Talente in die Kreisklasse - geht das geflügelte Wort. Oder so ähnlich. Die junge Dame könnte am 20.12. vorbeischauen. O.k., ZeeBee macht sich skeptisch ans Werk und fragt mal rum. Es läuft an.

    Am 20.12. erwartet ZeeBee 18 Talente aus 8 Vereinen im Adventstraining.


    Guess who's back, back again?

    ZeeBee's back, tell a friend

    Guess who's back,Guess who's back
    Guess who's back, guess who's back


    Well, I'm back, yes, I'm back

    Well, I'm back, back

    Well, I'm back in black

    Yes, I'm BAAAACK IN BLAAAACK


    Dein

    Karsten

    Ich glaube, es hat noch keiner ausdrücklich erwähnt. Eine weitere "Lücke" wurde jüngst geschlossen. Wird eine Mannschaft noch während der laufenden Saison zurückgezogen, erlischt das mit dieser Mannschaft verbundene "tote" Spielrecht und dieses Spielrecht kann neu vergeben werden. (Danke lieber DHB!)

    Die Gedanken des Juristen dazu:

    - war das das einzige Spielrecht beim Zweitverein, müsste nun in derselben Saison wieder ein anderer Zweitverein möglich sein (widerspricht nicht § 19 I SpO)

    - wird die Mannschaft des Erstspielrechts zurückgezogen und beide anderen Spielrechte liegen beim Zweitverein, muss das Erstspielrecht zwingend wieder beim Erstverein ausgeübt oder zumindest verankert werden (ggf. muss ein neues Formular für die Landesverbände her, um die Erklärung abzugeben, wenn das Spielrecht gar nicht ausgeübt werden soll, tut aber sicher nicht weh, wenn nicht)