@Albert: Kaum Urlaub und schon wieder Whisky? Respekt! Ich denke, der ein oder andere hier wird es mit einem Abstecher nach Husum danken. Zumindest ein einmaliges norddeutsches Handballeckentreffen bei Dir sollte machbar sein.
In einigen Punkten sei es mir gestattet, mein Hobbywissen gegenüber der Fachkompetenz des Profis zu verteidigen (äh... rechtfertigen).
Den Ausdruck "single single malt" (natürlich nicht bloß "single" oder "single malt") für eine single barrel Abfüllung habe ich schon mehrfach aufgeschnappt. Waren wohl keine Fachleute. 
Glenfiddich muß sich als Marktführer (quasi als Bayern München der malts :D) auch Häme gefallen lassen. Wer die Destille mal besichtigt und die vergleichsweise professionelle aber seelenlose Tour mitgemacht hat, wird mich verstehen. Beim einleitenden Film wartet man fast auf das "We are the Champions". Ich hatte dieses Jahr bei einer von Glenfiddich gesposorten Veranstaltung die Gelegenheit, sowohl den 18 als auch 30 jährigen zu probieren. Letzteren fand ich passabel aber nicht überzeugend, den anderen habe ich einfach nicht austrinken können. Geschmackssache eben.
Beim Glenfarclas hingegen kenne ich mehrere Leute, die ihn trinken und teils auch sehr schätzen. (Die blöde Bemerkung weiter oben war überflüssig - sorry Eckes
.) Dagegen kenne ich nicht einen einzigen Glenfiddich-Fan. Hmmmm. Geschmackssache eben. Mein Vorschlag an die Whiskyecke der HE: Testet einen "Fiddich" im direkten Vergleich zu einem Oban, Maccallan, Cragganmore, Longmorn, Dalmore oder (nein, nicht und :D) Glenmorangie. Und dann machen wir hier eine Umfrage wie gerade über den Meisterschaftsfavoriten. 
Weiter gehts.
Destillenbesichtigung
Kein Schottlandurlaub ohne! Die Mehrzahl der Destillen machen Führungen, einige gar keine und manche nur zu besonderen Anlässen. Das Internet, die Fachliteratur oder die Touristinfos helfen da weiter - manchmal ist Voranmeldung erwünscht. Inzwischen haben die meisten leider den schönen Brauch abgeschafft, die Pilgerfahrer kostenlos durch die Produktionsanlagen zu führen, dennoch sollte man sich das nicht entgehen lassen. Und das obligatorische Gläschen hinterher entschädigt für die ein oder zwei Pfund Eintritt (vielleicht sind die Preise aber auch schon veraltet).
Bei der Urlaubsplanung berücksichtigen sollte man, dass entlang des Flusses Spey ein Ballungsgebiet des Whiskys liegt. Wer also einen abstinenten Fahrer hat und sich für einen Tag viel Kultur vorgenommen hat, sollte hier den Whiskytrail von Führung zu Führung abklappern (mit einer Reisegruppe von fünfzig Mann haben wir mal immerhin fünf geschafft). Für echte Kenner bieten einige Destillen Sonderführungen an - höherer Eintrittspreis, kleine Gruppe, mehr Infos, verschiedene Kostproben und Späße wie selbst abfüllen, ins Zollbuch eintragen und etikettieren - und natürlich kaufen :P. Und für ganz Verrückte plant Bruichladdich zweiwöchige Seminare inklusive Unterkunft anzubieten. Als Rentner werd ich dann sicher mal reinschauen.
Was auffallen wird, ist dass die meisten Destillen verhältnismäßig klein sind. D.h., sie haben auch recht wenig Mitarbeiter. Gerade bei den kleineren hat man die Chance, nicht von einer extra angestellten mehrsprachigen Studentin herumgeführt zu werden, sondern von einem langjährigen Mitarbeiter mit entsprechender Ahnung. Bei Laphroaig hat der ehemalige Destillerymanager, Ian Henderson, teilweise selbst die Gäste herumgeführt.
Und noch eines meiner Lieblinszitate (aus dem Gedächtnis - kleinere Abweichungen nicht ausgeschlossen) aus der Fachliteratur von dem Schauspieler W.C. Fields: "Man sollte immer einen Whisky mit sich führen - für den Fall eines Schlagenbisses. Außerdem sollte man auch immer eine kleine Schlange dabei haben." 