Beiträge von Forum5

    Österreich, Auftaktgegner von Deutschland, mit drei Niederlagen in den Vorbereitung scheinbar ziemlich verunsichert. Sollte für Deutschland wenn sie eine Normalleistung erbringen, kein Problem darstellen. Für mich die Leistungen von Österreich zur Zeit unbefriedigend. Minimalziel sollte jedenfalls werden in der WM Qualifikation vom oberen Ast zu kommen.

    Ungarn mit einem nicht viel aussagekräftigen Sieg gegen Rumänien, es wurde scheinbar gegen einen schwachen Gegner einiges probiert. Das Team von Ungarn noch sehr jung und erfolgshungrig, wird wohl gegen Island direkt entschieden ob eine Teilnahme an den Finaltagen realistisch ist, vielleicht wieder das Spiel um Platz fünf.

    Kann hier nur über Wien berichten. Hier hat die Europameisterschaft 2024 genau Null gebracht. In einer Grundschule welche meine Kinder besucht hatten (bis 2013) gab es damals in der Nachmittags Freizeit Handball, aktuell nichts mehr.

    Dafür floriert hier in der Stadt der Frauenfußball, Vereine schießen wie die Pilze im Wald aus dem Boden, den Frauen Handballsport muss man schon als positiv betrachten wenn man darin Stillstand erkennt.

    Dazu sind in Österreich die Hälfte der Bundesländer Handballwüste.

    Roland Mikler hat mWn seine Karriere im Nationalteam beendet.

    Österreich, bei der EM ja in einer Gruppe mit Deutschland, heute mit einer schwachen Leistung in der Dank vieler Freikarten gut besuchten Sportarena Wien gegen Tschechien.

    Die Gäste, mit einigen kurzen Momenten in der 2. Hälfte, stets um einen Tick schneller als das mMn ziemlich behäbige österreichische Nationalteam, wo nur Tobi Wagner gute Würfe zeigte. Tschechien vor allem technisch stärker.

    Wird wohl schwer bis unmöglich den Deutschen wie in der Qualifikation einen Punkt abzuluchsen, man muss eher mehr achten nicht wie bei der EM 2022 den letzten Gruppenplatz zu belegen.

    WESTWIEN UND DIE HALLENPROBLEMATIK

    Als größtes Problem für Westwien (teilweise auch aufgetreten als Volksbank Wien und Wolfhose Wien) stellte sich die Suche nach einer Heimstätte heraus nachdem man um die Jahrtausendwende die Sporthalle Altgasse im Herzen von Hietzing verlassen musste, sie war nur mehr für Kinderhandball geeignet. Man vagabundierte in diversen Hallen in Wien (ua Hollgasse, Tellgasse, Stadthalle B) und im Umland von Wien (Purkersdorf und die meiste Zeit in der Südstadt). Es wurde jedoch eine nie zufriedenstellende Situation. So entschied man sich im Jahr 2023 als regierender Meister zum Rückzug aus der HLA. Im Folgejahr wurde man sensationell österreichischer Cupsieger und Meister in der 2. Liga. Es folgte jedoch nach nur einem Jahr wieder der Abstieg in die 2. Liga in welcher Westwien nur noch im Mittelfeld zu finden ist.

    Ich habe mir Westwien am 6. Dezember im Rahmen eines 2. Liga Handballdoppels in der Stadthalle B gegen Eggenburg (auch ein Verein mit großer Vergangenheit, österreichischer Vizemeister 1982) angesehen, eine junge Mannschaft mit durchaus Potenzial, ob man aber an die großen Erfolge anschließen wird können wage ich zu bezweifeln, sind jedoch in der HLA wieder extrem viele Legionäre auf der Platte zu sehen.

    Ordnungshalber sei noch erwähnt das Westwien seit heuer auch ein Frauen Handballteam führt, hier ist man jedoch noch in den Startlöchern.

    Ich möchte mich bei Westwien für viele große Handballspiele welche ich erleben durfte bedanken und möchte den Verein für die Zukunft alles Gute wünschen!

    WESTWIEN DIE GOLDENEN JAHRE

    Westwien spielte mit einer Mannschaft welche alle aus dem eignen Nachwuchs kamen und eroberte in diesem Zeitraum vier Meistertitel. Den größten Erfolg hatte man jedoch in der CL, welche damals 1993/94 aus nur acht (!) Teilnehmern bestand. Westwien erreichte in seiner Gruppe den dritten Platz, die Heimspiele mussten in Niederösterreich (Südstadt) bestritten werden, da es in Wien keine geeignete Spielmöglichkeit gab. Die Halle in der Südstadt war bis auf den letzten Platz ausverkauft, sämtliche drei Heimspiele konnten gewonnen werden, ich war bei allen live dabei. Besonders in Erinnerung bleibt mir der Sieg gegen Wallau/Massenheim.

    Diese goldenen Jahre waren sowohl Segen als auch Fluch, denn Westwien war finanzell nicht in der Lage diese großartige Mannschaft zu halten. Sie war nahezu identisch mit dem österreichischen Nationalteam, welches bei der letzten B-WM im Jahr 1992 Vizeweltmeister wurden. Die Mannschaft verflüchtigt sich und Westwien fand man in der Saison 1998/99 nur mehr in der Staatsliga B.

    Es folgte wohl der Wiederaufstieg und man blieb bis zum freiwilligen Abstieg im Jahr 2023 mit Ausnahme eines Jahres ein fixer Bestandteil der höchsten österreichischen Spielklasse.

    80 JAHRE HANDBALL WESTWIEN (1946-2026)

    Im Jahr 1946 wurde die Handballsektion von Westwien gegründet und kaum ein anderer Verein hat den Männerhandballsport in Österreich so geprägt wie die Hietzinger (Hietzing ist der 13. Bezirk in Wien).

    Erstmals wurde man im Jahr 1966 österreichischer Meister, fünf weitere sollten folgen, zuletzt im Jahr 2023. Zudem holte man zwei Vizemeistertitel und drei Cupsiege (zuletzt 2024) in die Bundeshauptstadt.

    Wenn man die Geschichte des Vereins betrachtet wird man an eine Hochschaubahnfahrt erinnert. Die anfänglich Blau Gelben, ab den 70er Jahren grün weißen (zum Wechsel der Vereinsfarben gibt es zwei Thesen), beendeten im Jahr 1979 ihr Sektionsdasein und wurden eigenständig, nach dem Rückzug von Hauptsponsor Schuh Ski fiel man kurzzeitig in ein Loch. Mit nur einem Punkt in 26 Spielen stieg man im Jahr 1981 aus der Staatsliga A ab und wurde mit nur zwei Siegen bei 20 Niederlagen im Folgejahr in der Staatsliga B in die drittklassige Wiener Liga durchgereicht.

    Der Verein stieg jedoch wie der Phönix aus der Asche wieder auf und es begann die goldene Zeit. Hier seien vor allem die Namen Harry Dittert und Vinko Kandija welche Trainer waren zu erwähnen. Mit den souveränen Meistertiteln in der Wiener Liga und der Staatsliga B war man an Sommer 1986 wieder in der Staatsliga A vertreten.

    Die Silbermedaille für Deutschland i2025 st eine Momentaufnahme, genauso wie Bronze für Kroatien 2018 und Ungarn 2024. Die Zukunft wird zeigen ob man jetzt dauerhaft oben andocken kann oder ob es nur eine Eintagsfliege war. Der Silberglanz wird verblasst sein wenn es in das nächste Turnier geht, genauso wie der doch eher mäßige Auftritt bei der Euro 2024 jetzt kein Thema mehr ist.

    Die Silbermedaille für Deutschland war gut für den deutschsprachigen Handball, wenn in Deutschland der Frauenhandball erfolgreich ist wird das auch in der Schweiz und Österreich seine (kleinen) Spuren hinterlassen. Jedenfalls ist in der rot weiß roten Presse doch ausführlicher als sonst über diese WM berichtet worden.

    Gratulation an Deutschland zur verdienten Silbermedaille. Norwegen aus neutraler Sicht aber verdient Weltmeisterinnen geworden. Man hat an ihren Thron gerüttelt aber sie sind standhaft geblieben.

    Habe bei der EM2024 fünf Spiele der deutschen Frauen gesehen, die Steigerung war beachtlich.

    Für die ungarische Handball Community war das Abschneiden unbefriedigend. Hier meint man nicht das Aus gegen Niederlande, sie hatten Heimvorteil und es war auch für etliche Akteurinnen das letzte große Turnier, sondern vor allem die Spiele zuvor gegen Japan und Dänemark. Gegen die Asiatinnen fast das Mindestziel Viertelfinale verspielt, gegen Dänemark das x-te Male einen Vorsprung nicht ins Ziel gebracht, Erinnerungen an Olympia 2000 wurdenn wieder wach.

    Klujber scheint ein sehr enges Nervenkostüm zu haben, siehe der Ausschluss gegen Island im WM Play Off für die WM 2023 gegen Island. Man wird sehen wie sich das Team weiter entwickelt, die WM 2026 findet vor den Toren Ungarns statt, bei der WM 2027 hat man sogar uneingeschränkten Heimvorteil. Die erste WM Medaille seit 2003 wird es in zwei Jahren aber nur geben wenn man es Auslosungs(?)technisch schafft wie Deutschland den Turnierverlauf hin zu bekommen.

    Das Team ist jung, das ist die eine Seite, aber auch Hafra Noemi war jung und hatte wie jetzt einige Potential. Man wird sehen ob EM Bronze eine Eintagsfliege bleibt, wie für die vorhergehende Generation Bronze bei der EM 2012 in Serbien, welcher man nicht eine goldene, aber zumindest eine silberne Zukunft voraus sagte, danach aber bitter enttäuschte.

    Der österreichische Verband feiert den 16. Platz, für mich doch sehr übertrieben. Platz 16 bei der WM ist für mich reale Bestandsaufnahme. Gruppenplatz vier haben wir in 1. Linie den Sieg von Argentinien über Tunesien zu verdanken womit die Niederlage gegen Tunesien platzierungstechnisch keine negativen Nachwirkungen ergab, sonst wären wir in der unteren Hälfte des Teilnehmerfeldes gelandet. Ich hoffe man hat sich bei Argentinien zumindest mit einer Sachertorte bedankt.

    Persönlich war für mich nur eben diese Niederlage gegen Tunesien unerwartet, die doch recht klären Siege über Ägypten und vor allem Argentinien haben mich positiv überrascht, gegen Frankreich und Holland habe ich mir nichts ausgerechnet, gegen Polen hat die längere Bank entschieden.

    Die Zukunft sehe ich vorsichtig optimistisch. Wir sind bei der EM 2026 wieder dabei, dort sollte es ein realistisches Ziel werden eine Endplatzierung zu erreichen, in der wir in der Qualifikation für die WM 2027 in Ungarn von der oberen Seite her kommen.

    Österreich unterliegt Tunesien verdient 25:27.

    Die Niederlage Stand für mich nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ana Panzda in der 1. Hälfte schon bald fest, zeigte das wahre Problem des österreichischen Frauenhandballs, das nach der Starting Seven ein enormer Qualitätsverlust herrscht. Tunesien in der Breite einfach scheinbar besser aufgestellt.

    Am Montag geht's zum Turnierabschluss noch gegen Polen, ein Sieg würde den 3. Platz in der Gruppe und in der Endabrechnung wohl den 12. Platz bedeuten, bei einer Niederlage würde man wohl in der Gesamtwertung nach unten hin durchgereicht.

    Ein bisschen unfair finde ich das Frankreich und Niederlande ihr letztes Hauptrunden-Spiel am 08.12. haben. Denn bereits einen Tag später am 09.12. findet bereits das Viertel- Finale für Einen der beiden statt gegen eine Mannschaft (wird wohl Ungarn sein) die wesentlich mehr Pause hatte.

    Weil du gerade Ungarn ins Spiel bringst.

    Noch krasser war es bei der Männer EM 2020.

    Da spielte Ungarn am vorletzten Tag der Hauptrunde das Abendspiel um 20:30 Uhr gegen Veranstalter Schweden und musste an nächsten Tag bereits um 16:00 ,Uhr gegen Portugal ran. Ein Sieg wäre das Halbfinale gewesen, so setzte es gegen deutlich mehr ausgeruhte Pirtugiesen eine Niederlage. Auch heute spricht man in Ungarn noch vom betrogenen Halbfinale.

    Ich verstehe nicht dass man diesen Unfug mit einer ordentlichen Erstellung eines fairen Spielplan abstellen kann.

    Für Österreich hat es nun nach dem erwarteten Siegen gegen Ägypten und Argentinien die erwarteten Abfuhren gegen Holland und Frankreich gegeben. Gegen beide hat man mit gehalten, als diese aber einen Gang höher schalteten war bald kein Land mehr in Sicht. Es folgt nun ein Pflichtsieg über Tunesien, obwohl ich sie stärker als Ägypten eindschätze, und dann das Spiel um den 3. Gruppenplatz gegen Polen. Ein dritter Gruppenplatz könnte eine Endplazierung unter den Top 10 bedeuten was doch als schöner Erfolg zu werten wäre.

    Meine Tipps für drei Nationen welche ich verfolge:

    Deutschland im Finale. Man hat keine Verletzte, kann aus dem Vollen schöpfen, hat die Gastgeberoptionen bestens genutzt.

    Ungarn sehe ich im Viertelfinale. Aber Achtung: in der Hauptrunde warten mit Rumänien und Angstgegnerinnen Kroatien zwei besondere Gegnerinnen.

    Österreich wird klar die Hauptrunde erreichen, am Ende zwischen den Plätzen 13-16 abschließen.

    In Ungarn hat der Handball große Tradition. Wenn ich mit meinen ungarischen Verwandten spreche schwärmen sie vom Handball. Dadurch hat man einen anderen Zugang zu dieser Sportart, was sich auch in der Medienberichterstattung wieder findet.

    Dafür haben es andere Sportarten in Ungarn schwer, um nur den Frauen Fußball zu erwähnen, wo Ungarn in der letzten Gruppe ihren Platz hat.