Natürlich könnte eine Reaktion kommen. Das würde erstmal etwas Druck aus dem Kessel nehmen, aber das Problem nicht lösen.
Warum bricht eine Mannschaft voller Nationalspieler immer mal wieder einfach völlig zusammen? Das sind ja nicht ein oder zwei Spieler, die mal einen schlechten Tag haben. Das wäre OK und auch kein Problem. Hier zerfällt die gesamte Mannschaft, die sonst blind zusammen spielen kann. Und ja nicht zum ersten mal, das Spiel sah aus wie gegen Lemgo in Köln oder in Ystad. Absolute Topspieler wirken auf einmal so, als wenn sie Handball nur vom sehen kennen. Kein Kollektivspiel, Pässe ins nichts, Angst vor dem Ball bzw. mehr damit zu tun als abzugeben.
Dafür muss die Ursache gefunden und abgestellt werden. Ich habe das Gefühl, der Mannschaft fehlt in solchen Momenten eine gemeinsame Basis, auf die sie sich zurückziehen können um von dort das Spiel neu aufzubauen. Ob das Spielzüge sind oder eine Erinnerung/Erfahrung an ein schweres Spiel, das in ähnlicher Situation gewonnen wurde und so Sicherheit im Kopf gibt ist letztlich egal. Es muss nur wirken. Das Siegergen ist vor allem eine Einstellung.