Und genau mit dem hehren Wunsch etwas zu verbessern wird es dann mit tödlicher Präzision weiter verkompliziert, verschlimmbessert, verwässert und noch verwirrender für alle gestaltet.
Für mich steht der Handball irgendwie an einem Kipppunkt.
Diverse Regeln machen das Spiel immer schneller. Dadurch wird es für die Schiris schwieriger. Um Verletzungen zu vermeiden, weil es immer schneller und athletischer wird, werden Regeln zum Schutz der Außen eingeführt.
Viele Außen machen das Gegenteil daraus und suchen noch den Kontakt zum Gegner, weil sie sich absichern wollen, Tor oder/und 7er + 2 min oder Farbe Rot.
Ergo, Ziel den Außen zu schützen klar verfehlt, weil der Spieß umgedreht wird. Der Gelackmeierte ist der Schiri und der Abwehrspieler.
Kreisspieler oder 1:1-Durchbrecher kriegen für jeden Rotz 7er. Also wird da auch gearbeitet was das Zeug hält und getrickst. Auch hoch problematisch, weil vom Stürmerfoul bis Tor, 7er + Strafe, gar nix oder Freiwurf oder auch gestern wieder sehr schön, das reinpfeifen in die Aktion, die noch zum Tor führt, alles passieren kann und die Unterschiede einfach zu schnell und/oder zu minimal geschehen. Richtig entscheiden Glückssache.
Also was solls. Bevor ich mich jede Woche über den selben Mist aufrege, habe ich mich auf das Minimalziel festgelegt und das heißt, haben die Schiris das Spiel in eine Richtung beeinflusst oder nicht und wenn nicht, dann kann ich damit leben. 48 Aktionen gegeneinander aufzurechnen und darüber mit den Fans des Gegners zu streiten ist was für Vollbekloppte mit zu viel Zeit in einem nicht ausgefüllten Leben.
Gute Nacht allerseits.