Beiträge von Steinar

    Was wollt ihr eigentlich ? In der eingleisigen 2. Liga ist es auch warm und gemütlich und alles andere als langweilig. Für ne richtige "NRW" Liga fehlt nur noch der VfL :P

    Genau, echte Ansammlung der richtigen Traditionsclubs. Und es braucht ja auch nen zugkräftigen Ersatz für Minden. ;)

    Ich weiß schon, warum ich als Zuschauer bei Spielen gar nicht erst versuche auf die Einhaltung der Schrittregel zu achten.

    Wo genau der Fehler im Regeltext steht, so dass es nicht zwei Schritte, sondern nur einer sein soll, das kann man aber auch keinem mehr vermitteln.

    Tu ich schon nicht. ;)

    Beim FCM fehlt auch eine Laerke Möller als Spielmacherin, sollte man auch nicht unterschätzen. Klar haben Woller und Östergaard am Ende der ersten Halbzeit mal gespielt, mag auch ein Grund sein, warum dann die Durststrecke des THC aufhörte. Im großen und ganzen hat der FCM aber schon mit seinem Top-Rückraum (Torstenson, Troelsen, Groot und Jörgensen) agiert. Auch auf den Außen meistens mit Kviesgaard und Brögger-Led. Im Tor und am Kreis haben sie sowieso die Qual der Wahl. Und der FCM hat sich auch gegen Byasen richtig schwer getan. Das ist bei denen aktuell so.

    Die Mannschaft hat sich nie aufgegeben, was man aber in der CL erwarten kann.

    Das erwarte ich eigentlich als Grundvoraussetzung in jedem Spiel. ;)

    Naja, eine Chance hatte man schon, nur muss man dann die Chancen nutzen.

    Und eins haben die Däninnen wieder einmal bewiesen: Rückzugsverhalten eine glatte 1. Gegenstoßtore vom THC: 0

    @Woody: Ich denke, so kann das stehen lassen.

    Natürlich liegt es nicht an Arnaud alleine. Die für mich entscheidende Frage ist - warum spielen die gelernten Kreisläufer Wittig und Kübler nur so wenig im Angriff, warum ist da der eigentliche Rückraumspieler Szczesny erste Wahl? Potentiell mag der Kreis vielleicht richtig für ihn sein, da befindet er sich aber praktisch noch komplett in der Ausbildung (1. Lehrjahr).

    Gestern war die rechte Angriffsseite des DHC völlig von der Rolle (1 Tor durch Breuer, Plaz und von Gruchalla gemeinsam). Die Spielanlage lief also vor allem über die beiden Rückraumrechtshänder. Konitz und Holmgeirsson machen 8/11 DHC-Toren in Halbzeit eins, das bleibt ja auch beim Gegner nicht verborgen. In der zweiten Halbzeit fokussiert man die Deckungsarbeit auf dieses Duo (das auch deshalb insgesamt nur noch vier Tore erzielt), den dadurch sich bietenden Raum für die anderen Spieler vermochten die anderen an diesem Tag nicht zu nutzen. Der DHC rennt die ganze Zeit einem Rückstand hinterher, konnte im gesamten Spiel dreimal den Spielstand vorlegen (1:0, 11:10, 14:12-15:13), vermochte in den Momenten, wo es zu Gunsten des DHC hätte kippen können, nie nachlegen.

    So auch kurz vor der zweiten Führung, als Essen kurzzeitig eben doch die taktische Marschroute verließ, Lochtenbergh den Konter zum 8:8 setzt, aber Plaz dann eben im nächsten Konter an Kulhanek scheitert. Auszeit TUSEM, zurück auf Kurs und weiter gings. Der TUSEM hat in der zweiten Halbzeit übrigens zwei Wechsel in Abwehr-Angriff vollzogen (Trodler für Lindt und Krüger für Seidel). Auch das wusste der DHC nicht richtig zum Vorteil zu nutzen - also sooo hoch war das Tempo vom DHC ja nun auch nicht.

    Und die Frage der Fragen: Warum geht die 1. Garnitur in der Crunch-Time dann komplett vom Parkett? Gerade da würden sie doch benötigt. Wenn sie nicht die Luft für 60 Minuten haben, dann sollten sie vielleicht noch ein langsameres Tempo gehen oder man müsste sie mal in einer früheren Phase entlasten.

    Naja, sie ist halt eine klassische Spielmacherin und der Trend ging in den vergangenen Jahren oftmals zu einer wurfstarken Rückraum Mitte. Dass Albertsen sie mit Messi vergleicht, halte ich schon für übertrieben. Als sie mit Sävehof in Leverkusen war (und da war ja Ahlm schon in Viborg), da war sie jetzt nicht viel herausragender, als Loerper oder Wohlbold. Könnte natürlich auch für die Qualität dieser beiden deutschen Spielmacherinnen sprechen. ;)

    Bei den 12 Toren sollte man übrigens auch die Strafwürfe berücksichtigen. Um die reinzumachen, ist die spielerische Klasse ja erst mal nebensächlich. Aber klar, auch da hat sie natürlich viele Angriffe eingeleitet.

    Naja, die glasklaren Sachen sind in dem Punkt denke ich egal, wenn sie denn richtig sind. Die Frage ist doch eher, wie sehr gehen die SR auf ein gefordertes Passiv ein,... Und gerade da merkt man eigentlich, dass es in den vergangenen Jahren deutlich schwieriger geworden ist mit Hilfe des Publikums die Schiedsrichter zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Eigentlich sollte der Anspruch sein, dass sie sich überhaupt nicht beeinflussen lassen (ist aber vermutlich ein kaum zu erreichender Idealzustand). Der Punkt "Mut zu unpopulären Entscheidungen" kann dann sogar eher die Tendenz hervorrufen, dass man das Heimteam insgesamt betrachtet vielleicht etwas schlechter wegkommen lässt. Ich denke, es kommt auch nicht von ungefähr, dass die vermeintlichen Top-Gespanne in der 1. Liga alle nicht im Ruf stehen Heimschiedsrichter zu sein. ;)

    Klar hat Essen lange Angriffe gefahren. Hat ja doch Ratka selbst nach dem Spiel gegen Erlangen (die haben das Tempo auch richtig lahm gemacht) vorgeschlagen, dass man auswärts so spielen müsse, um erfolgreich zu sein. Solange eben auch kein "Zeitspiel" angezeigt wird, ist das doch auch erlaubt. Hätte der DHC - und nur darauf kommt es dann eben in einem Spiel an - auch machen können. Wir haben schließlich keine Shot clock und dann freu dich schon mal auf eine Partie gegen Bad Schwartau oder Leipzig. ;)

    Es ist ja nicht so, als das beim DHC nun schneller der Arm hochgegangen wäre. Es gibt halt Schiedsrichter, die lassen sich vom Verhalten des Dormagener Publikums beeinflussen (manchmal zu Gunsten, manchmal auch zu Ungunsten des DHC), diese haben sich eben überhaupt nicht beeinflussen lassen.

    Und wenn wir beim Thema Zeitspiel sind. Wenn es denn schon einmal angezeigt wurde, dann darf sich der Trainer dann aber auch keine Gelbe Karte wegen Meckerns abholen und das Zeitspiel kurz vor der Pause aufheben, oder? Und warum spielen denn die erfahrenen Hasen Lochtenbergh, Konitz und Holmgeirsson nicht mehr, wenn es um die Wurst geht?

    Ich würde empfehlen die Vereinsbrille abzulegen. An den Schiedsrichtern hat es in der Partie mit Sicherheit nicht gelegen - da brauchen wir bei vier verblasenen Strafwürfen gar nicht drüber reden.

    Das war denke ich die souveränste Leistung eines Gespannes, welches ich in dieser Zweitligasaison gesehen habe. Aber dem Dormagener Publikum kann man es im großen und ganzen eh nicht recht machen. Es sei denn, man verpfeift eine Partie zu 100% zu Gunsten des DHC. Der TUSEM hat es besser geschafft sich auf die durchgängig konsequente Linie besser einzustellen, das war es aber auch schon. Eine Bevorteilung konnte ich jetzt nicht erkennen. Lindt hat Glück gehabt, dass er nach dem Foul an Wittig noch mit einer Zeitstrafe wegkommt, dafür bekam der DHC in meinen Augen auch den einen oder anderen Strafwurf geschenkt. Wenn man es schlecht mit dem DHC gemeint hätte, dann hätte Ratka gar noch eine Zeitstrafe bekommen müssen.

    Wobei man nicht den Fehler machen sollte und den Abwehrspieler als "regelgerechtes" Verhalten einfach zu eliminieren. Wäre es eine klare Torgelegenheit, wenn der Gegenspieler fünf Zentimeter weiter vorne steht?

    Über diese Frage wird man sich nie einig, daher ist es sinnlos, darüber zu diskutieren.

    Da geb ich dir Recht. ;)

    Nicht gut für den ganzen Frauenhandball, andererseits wird eine eingleisige zweite Liga eingeführt, die die ohnenhin knappen Etats der Vereine weiter schwächt. Wenn es auch sportlich Sinn macht, aus finanzieller Sicht ein Desaster.

    Was die Einführung der eingleisigen zweiten Liga mit der Fehlplanung eines Erstligisten zu tun hat, erschließt sich mir nicht ganz. Die gesteigerten Fahrtkosten verursachen kein sechsstelliges Loch - schon mal gerechnet, um wie die Kosten steigen? Laut Lübecker Nachrichten rechnet z.B. der VfL Bad Schwartau in der eingleisigen zweiten Liga der Männer (18 Vereine, also 2 Auswärtsfahrten mehr) trotz fünf Flugreisen und teilweiser Übernachtung mit insgesamt 25.000 Euro + Kosten für die Verpflegung hin. Klar, wenn ich eh nur etatmäßig als Drittligist agiere, dann ist das schon ein erheblicher Betrag - aber wichtiger als der Absolutbetrag ist doch der Differenzbetrag zum Vorjahr. Auch in der zweigleisigen zweiten Liga galt es ja schon im Normalfall bis zu 13 Auswärtsfahrten wegen Play-offs oder Relegation einzukalkulieren.

    Die Spiele werden dann ja an einem Wochenende ausgetragen (nicht an zwei verschiedenen) und die Reisekosten entweder ganz oder zumindest teilweise auch vom "doppelten Heimverein" übernommen. Es soll ja eine Win-Win-Situation für beide Parteien entstehen und selten sind es sportliche Beweggründe. In jedem Fall spart man aber die Kosten, um eine etwa 20-köpfige Delegation des Gegners im Hotel einzuquartieren. Da dort zwei Übernachtungen notwendig werden, bleiben die dann beim Heimteam hängen.

    Das ist doch letztlich genau die Frage. Wie viele Leute kann man generieren, um sich ein Autogramm von Pascal Hens zu besorgen (und wie oft kommen die dann? Und wie viele bleiben angesichts der zu erwartenden Klatsche mit 20+x Toren weg) und wie viele Leute kann man mit einem spannenden Spiel gewinnen? Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung könnte auch mal in der Abschaffung der Tordifferenz für die Bedeutung der Abschlusstabelle sein. Auch da hat die Bundesliga mittlerweile fast ein Alleinstellungsmerkmal. ;)

    Das der SR so entscheiden muss weil es dafür vielleicht eine Anweisung gibt oder es so in der Regel steht das ist erst mal uninteressant.

    Und ich behaupte mal, dass die Angst eine schlechte Regelformulierung an Ort und Stelle (nämlich im entsprechenden Regeltext) zu korrigieren und nicht verklausulierte "Regelerläuterung" zu verkaufen, auch ein Teil des Problems ist, warum es so wenige Regelkundige gibt. Es kann und braucht auch nicht jeder Zuschauer einen Schiedsrichterschein haben. Aber man kann ja selbst über ein anständiges Textverständnis verfügen und den Regeltext verstehen, gepfiffen wird manchmal - aufgrund von Erläuterungen oder beschlüssen - etwas anderes. Der Erfolg einer Sportart hängt auch damit zusammen, wie verständlich das Regelwerk ist. Beim Handball habe ich noch nie eine Partie gesehen, die zu 100 % nach dem gültigen Regelwerk versucht wurde zu pfeifen, wozu auch untere Anekdorte passt.

    Zitat

    Original von Südwestpresse am Rande des Vorbereitungsturniers in Bad Urach
    Manfred Prause ist da beim Gespräch etwas heraus gerutscht, was sehr viel aussagt über die Spielleitung im Handball. In jüngeren Jahren hat er mit Erhard Hofmann ein Schiedsrichtergespann gebildet, das nicht nur in Deutschland einen legendären Ruf hatte. Sie gehörten zu den besten der Welt. Und da habe nach einem Lehrgang doch tatsächlich ein Jungschiedsrichter folgenden Satz losgelassen: "Sollen wir jetzt pfeifen wie Hofmann/Prause oder nach den Regeln?" Wenn aus ihm etwas geworden ist, hat er sich bestimmt an den beiden Star-Schiris ausgerichtet.

    Zitat

    Original von Geraldo:

    Weniger Mannschaften in der 1.Liga bedeutet auch weniger Zuschauereinnahmen und weniger Präsenz in der Öffentlichkeit
    durch die werbenden Sponsoren

    Alles eine Frage des Modus. Oben angeführt wurde ja z.B. eine Doppelrunde (22 Spieltage) und eine Meister-/Abstiegsrunde (10 Spieltage) macht 2 Spieltage weniger. Das wirkt sich dann bei einer Hallenauslastung von 100% (über wen reden wir denn neben dem THW da noch?) negativ aus. Interessantere Partien könnten aber auch zu einer höheren Zuschauerauslastung und besseren TV-Verträgen führen (wer weiß das schon?) Dadurch könnte gar die Werbewirksamkeit für einzelne Vereine erhöht werden.

    Wie das mit der ausländerquote ist, das würde ich gerne mal im Vergleich zwischen zweigleisiger zweiter Liga und eingleisiger zweite Liga sehen. Ich glaube nicht, dass der Ausländeranteil durch die Zusammenlegung großartig angestiegen ist.

    Die Chance zu einer Ligareduzierung in der 1. Liga hätte man im Zuge der Zweitligareform angehen müssen. Da aber die betroffenen Vereine ja selbst darüber abgestimmt haben, wäre eine noch weitere Teilnehmerreduzierung nicht zu erwarten gewesen. Wobei mir eine größere HBL mit drei Ligen mit zwei eingleisigen und einer zweigleisigen Spielklasse eher zugesagt hätte. Aber der Modus ist so wie er ist. Dass die Relegation jetzt weggefallen ist, das wird evtl. gar nicht so schlimm sein. Denn die Vereine, die in die Relegation mussten, haben sich auch immer wieder über die fehlende Planungssicherheit beklagt. Zumal der Erstligist aufgrund der Regelungen für Nicht-EU-Spieler tendenziell eh im Vorteil war.

    Irgendwo muss der Schnitt gemacht werden und da hat sich die 18er-Liga bewährt

    Gerade den Umstand, dass sie sich bewährt hat, sehe ich nicht so. ;)

    Und wenn die Einführung der eingleisigen zweiten Liga eins gezeigt hat, dann doch eher den Umstand, dass die Gehaltsspirale (viele Spieler, wenige Arbeitsplätze) eher für den durchschnittlichen Spieler zurückgedreht wurde.

    Es wäre nicht nur jeder CL-Sieg zu hinterfragen. Wir erinnern uns an Birkefelds Olympia-Final-Anschuldigungen (vielleicht nur ein Zufall, dass es auch von Baum/Goralczyk gepfiffen wurde), wir erinnern uns an den Geldfund in Tschechow (das war Pokal der Pokalsieger) und es fallen dem einen oder anderen auch noch andere Ereignisse ein. Rein theoretisch steht jedes entscheidende Spiel zur Debatte und das nicht nur bis 2009.