Ich finde es nicht so tragisch, dass bei der HSG mal wieder ein Trainerwechsel vorgenommen wurde. Das gehört zum Profisport dazu. Bitter ist doch nur, dass der Vertrag des jetzt entlassenen Matschke im Mai noch ohne Not bis 2025 verlängert wurde. Das schränkt den Spielraum doch jetzt ein und ist eine fatale Entscheidung der Sportlichen Führung gewesen. Meines Erachtens wollte man, dass das mit dem ohne Zweifel sympathischen Ben funktioniert, hat aber Warnsignale nicht Ernst genommen. Der Fokus von Matschke lag wohl viel zu sehr auf der Abwehrarbeit.
Übrigens war es meinen Informationen zufolge keine Kurzschlussreaktion, sondern wäre wohl schon ein bisschen früher vollzogen worden, wenn einzelne Gremien alleine hätten entscheiden können.
Klar ist aber auch: Matschke ist nicht alleine verantwortlich für die suboptimale Kaderzusammenstellung. Schmidt, Wagner und Lipovina sind nunmal keine Spieler, die das Niveau gehoben haben. In Kombination mit dem Verletzungspech und zumeist bestenfalls durchschnittlichen Leistungen von Key-Spielern wie Till Klimpke sorgen dann eben dafür, dass die engen Spiele (und davon gab es reichlich) alle verloren gingen - mit Ausnahme des Unentschiedens gegen Göppingen. Welche Lücke Olle Forsell Schfvert hinterlassen hat, wird doch bei dessen Leistungen in Mannheim deutlich.