Beiträge von Löwenherz

    Man bekommt nicht die Fouls, Siebenmeter und Zeitstrafen wie in der HBF gepfiffen. Mit einer HBF-Schiedsrichterleistung gewinnt Blomberg das Spiel.

    An den Schiedsrichtern hat die Niederlage bestimmt nicht gelegen. Meines Erachtens sind allerhand zweifelhafte (Nicht-)Entscheidungen zugunsten von Blomberg gefallen. Natürlich müssen sie mit der üblichen CL-Härte erst noch klarkommen. Darauf ist der BVB mit seiner Erfahrung schon wesentlich besser eingestellt.

    Der Spieltag wird v.a. deshalb interessant, weil einige Mannschaften gegeneinander spielen (vorn wie hinten), die um (bzw. gegen) den gleichen Endplatz kämpfen. Bei THC - Blomberg die alte Erfahrung: Es gelingt nur selten, einen gleich starken Gegner 2x kurz hintereinander zu schlagen - wie schon geschrieben. Blomberg wird nach den vielen Niederlagen in letzter Zeit endlich den Bock umstoßen wollen. Deshalb ist der Ausgang für mich völlig offen.

    Das nächste Heimspiel gegen einen der direkten Konkurrenten um Platz 6 verloren.

    Warum Blomberg bisher keinen Fuß in die CL-Tür bekommt (Zusammenfassung bisheriger Aussagen und Ergänzungen):

    • Der Kader ist zu klein - das wussten alle.
    • Der Trainer kann nicht gleichwertig wechseln. Deshalb tut er das zu selten und der Stamm verliert die Spiele in der 2. Halbzeit, insbesondere in der letzten Viertelstunde, wenn die Kraft ausgeht.
    • Nur 2 Spielerinnen können gegen etwa gleichstarke Gegner Tore in nennenswerter Zahl erzielen. Knapp 26 Tore pro Spiel im Durchschnitt sind für die CL deutlich zu wenig.
    • Die Torfrauen sind - bei allem Respekt - für die CL nicht gut genug. In den bisherigen CL-Spielen hatten sie eine Durchschnittsquote von 29% gehaltenen Bällen, die Gegnerinnen von 35%.
    • Blomberg spielt seinen Stiefel von der ersten bis zur letzten Minute durch. Von Flexibilität in der Spielgestaltung kann ich nix erkennen.

    Brest ist eine europäische Spitzenmannschaft, falls du es noch nicht gewusst hast...😉

    Danke für den wegweisenden Hinweis! Wenn ich (mich) etwas frage, bedeutet das, dass ich keine Antwort kenne. Du interpretierst da etwas hinein und verlangst eine Erklärung dafür, warum ich das nicht weiß. Was soll dieser Unsinn? Und nochmals: Wie wäre es, wenn Du es mal mit einer detailiierten Antwort versuchen würdest, anstatt mit der Platitüde "europäische Spitzenmannschaft" zu kontern.

    Außer Zwickau - Bensheim ist meines Erachtens alles offen.

    Es war auch sehr provokant, den Kopf schon vor dem Komtakt mit der Abwehr zurückzuwerfen und dann hinten zu lassen. Wenn man so etwas macht und damit eine nicht wirklich gerechtfertigte Zeitstrafe zieht, weil man sich das Gesicht hält, muss man damit rechnen, den Unmut des Heimpublikums auf sich zu ziehen.

    Eine stabile Persönlichkeit, die in sich ruht, hat so etwas nicht nötig. Deshalb habe ich meine Zweifel, ob sie mal eine ganz Große des Handballs wird. Ja, ich weiß: Sie ist noch jung. Aber dafür müßte sich bei ihr viel ändern, nicht nur spielerisch.

    Kühne wäre wahrscheinlich die erste, die Dir bestätigt, dass 50% zuwenig sind.

    Da bin ich mir nicht so sicher. In den bisherigen 4 Saisonspielen gegen gleichwertige (oder leicht stärkere) Gegner hat sie 24/50 (48%) gemacht. Könnte sein, dass sie das so ganz in Ordnung findet. International gilt eine Rückraumspielerin als sehr gut, wenn sie konstant mindestens zwei Drittel ihrer Würfe unterbringt. Davon ist Kühne noch ziemlich weit weg. Reistad (auch wenn diese Messlatte sehr hoch liegt) machte in den bisherigen Cl-Spielen der Saison knapp 86%.

    Du meinst also, jemand anders würde sich die Würfe nehmen und besser agieren?

    Das ist eine Frage der Spielanlage, wie wir das auch beim THC mit Reichert gesehen haben: Schaut die Mannschaft auf die Spielerin nach dem Motto: "Sie wird es schon richten!" oder oder zieht die Spielerin gezielt die Abwehr auf sich, damit Lücken für die anderen entstehen. Ein Beispiel für Letzteres war das gewonnene EL-Finale im vergangenen Jahr, wo sich der Gegner stark auf sie fokussiert hat, aber dadurch andere Spielerinnen wichtige Tore werfen konnten. Meines Erachtens trifft Kühne oft zu schnell die (falsche) Wurfentscheidung - insbesondere gegen Ende der Spiele und wenn Blomberg unter Druck steht. Blomberg hat doch andere Spielerinnen, die Tore werfen können, aber die brauchen dafür eben Räume, die Kühne noch stärker schaffen bzw. vorbereiten müsste, statt selbst auch aus ungünstigen Positionen zu werfen.

    Über 60 Tore beim Spiel THC - Blomberg... wo war denn da die Verteidigung??

    Bei Blomberg ist - wie schon geschrieben - am Ende eine Kraftfrage. Wenn der Gegner das Spiel schnell und breit macht, kommt die Abwehr ab der 50. Minute (und manchmal schon eher) nicht mehr hinterher. Beim THC wird die Abwehr der Knackpunkt dafür sein, wieweit die Mannschaft in dieser Saison kommt - national und international. Bisher überzeugen mich lediglich Arounian und Csikos, bei allen anderen Mädels sehe ich Abwehrdefizite. Aber vor allem funktioniert die Abstimmung nicht: Entweder rennen alle raus und der Kreis ist frei oder sie stehen alle hinten wie die Ölgötzen und kassieren Fernwurftore.

    Stifler'sMom "Auch wenn Kühne oft eine dürftige Quote hat, sie muss sich die Würfe nehmen." Mit 7 Fehlwürfen und einer Quote von von 50% kannst Du auf diesem Niveau kaum ein Spiel gewinnen. Sie sollte nicht einfach draufballern, sondern sich schon überlegen, welche Würfe sie sich nimmt.