Viele Insolvenzfälle im Sport haben mit der Abhängigkeit von einem (Haupt-)Sponsor zu tun. Allein Herbert Müller weiß mehr als nur ein Lied davon zu singen: So ging es ihm sowohl in Nürnberg als auch in Brasov. Am besten sind meist jene Clubs aufgestellt, die einen breiten Sponsorenpool haben. Der macht jedoch richtig Arbeit und kostet enorm viel Zeit - ich weiß wovon ich rede, war selbst in diesem Geschäft tätig. Die meisten HBF-Clubs haben niemanden, der ausreichend Zeit und Erfahrung (!!!) hat, um sich um dieses Geschäft zu kümmern. Ein Hauptsponsor, der richtig Kohle einbringt (wie Bezner oder damals beim HSV - habe den Namen schon vergessen ...) ist zunächst ein Glücksfall, kann aber auch andere Sponsoren abschrecken und irgendwann zum Unglücksfall werden.
Alle HBF-Clubs haben zur Coronazeit gezittert, sind aber damals alle mit einem (mehr oder weniger) blauen Auge davongekommen. Doch wer auf hohem Niveau erfolgreich sein und bleiben will (wie HBL), muss versuchen, nicht nur sein finanzielles Niveau zu halten, sondern immer mehr Geld aufzutreiben (da die Kosten steigen). Und daran ist HBL jetzt offenbar gescheitert.
Sofern das Insolvenzverfahren eröffnet wird, wird es ohne den Abbau beim spielenden Personal kaum gehen. Die HBF-Clubs haben meines Wissens fast alle erklärt, die Kaderplanung abgeschlossen zu haben. Nur wenige (wie z.B. Zwickau) haben noch Bedarf, aber vermutlich kaum das Geld, um eine Spielerin aus Ludwigsburg zu holen. Ich tippe am ehesten auf ungarische, rumänische und dänische Liga.. Lassen wir uns überraschen ...