An alle Rammelhandballkritiker.
Ich habe meinerseits den höchsten Repekt vor diesen hochtalentierten Spielern, die ihren Körper derartig beherrschen und völlig ohne Angst und Unerschrockenheit in den Dienst der Mannschaft stellen.
Und wenn sie dann noch so unaufgeregt alles einstecken wie OIM, fehlen mir einfach nur die Worte. Was für eine Sportsmenship!!
Aber wahrscheinlich ist genau die fehlende Akzeptanz für diese Spielweise ein Hauptgrund dafür, dass Deutschland so wenig zweikampfstarke Spieler ausbildet.
Das 1 gegen 1 mit Folgehandlung ist für mich seit Jahrzehnten der Kern der Jugendarbeit. Wer das 1 gegen 1 nicht beherrscht, erntet sofort schwer kompensierbare Nachteile. In Aachen hat Egbert Schaffrath (einfach mal googeln) schon Anfang der 80er offensive Deckungssysteme vor allem im jungen Jugendbereich gefordert. Es hat lange gedauert, bis endlich diese Erkenntnisse Einzug in den Jugendhanball fanden. Interessanterweise ist diese Individualförderung im US-Basketball bis heute stärker ausgeprägt als in Europa, wobei Deutschland da etwas aufgeholt hat.
Ohne Könner im 1 gegen 1 ist es schwer zu gewinnen. Deutschland kompensiert diese Nachteile insbesondere durch das TW-plus und eine sehr starke Abwehr. Das defensive 1 gegen 1 beherrschen unsere Jungs prima.
Wenn wir Europameiste werden, dann höchstwahrscheinlich über diesen Vorteil oder Dänemark underperformt.