Beiträge von tiger

    Wenn ich hier was von Klopperei lese, echt jetzt? Das war ein hartes Spiel, aber komplett im Rahmen und alles andere als unfair. Vielleicht sollte der eine oder andere mal von seinem hohen Ross runterkommen, man darf sich auch gegen Niederlagen stemmen.

    Keiner hat von "Klopperei" gesprochen. Mit dieser Wortwahl und beim "hohen Ross" bauschst du die Diskussion unnötig auf.

    Dem sachlichen Teil des Kommentares kann ich zustimmen.

    Der Trainer steht neben der Spielfläche 😉.

    ...

    Stimmt natürlich.

    Aber in den Handball-Regeln gibts auch ein Kapitelchen "III. Auswechselraum-Reglement". Und darin die Satze "Dabei darf es durch seine Position oder sein Verhalten nicht zu einer Beeinträchtigung der Spieler auf der Spielfläche kommen" und "Daher sind unsportliches, grob unsportliches oder besonders grob unsportliches Verhalten genauso zu bestrafen, als ob das Vergehen im Auswechselraum oder auf der Spielfläche erfolgt ist."

    Daraus ließe sich mit etwas gutem Willen schon ein 7-Meter und progressive Bestrafung ableiten.

    Ich nutze Interpretationsspielraum ;)

    Ist schon spannend, was und wie hier diskutiert wird.

    Formal gesehen: 14.1. sagt: Auf 7-m-Wurf wird entschieden bei:
    a. regelwidrigem Vereiteln einer klaren Torgelegenheit auf der gesamten Spielfläche durch einen Spieler oder Mannschaftsoffiziellen der gegnerischen Mannschaft;

    Da es sich hier wohl um grob unsportliches Verhalten (=Ermessen des Schiris) des Trainers (=Mannschaftsoffizieller) handelt, ist es regelwidriges Vereiteln einer klaren Torgelegenheit mit entspechender Konsequenz.

    Um so mehr, als ein C- oder D-Jugendlicher sicher stark eingeschüchtert wird, wenn ein Erwachsener sich lautstark daneben benimmt.

    Pädagogisch gesehen: Man muss dem Trainer eine klare Ansage vor den Kindern / Jugendlichen machen, beispielgebend was sich in der Halle gehört und was nicht. Je nachdem was da gelaufen ist, wäre sogar Gelb / 2-Min / Rot für den Trainer eine geeignete Maßnahme.

    Aber ich war nicht dabei, ich kann nur mutmaßen.

    Aymeric Minne ist perfekt auf Mitte. .... Man muss ihn nur spielen lassen auf RM. ...aber auch für den taktischen Horizont/das Playbook unserer Trainer.

    Tja, "man muss ihn nur spielen lassen". Das isses.

    Ich weiß nicht, ob Pajo ein Playbook hat, mir scheint aber es fällt ihm schwer, neue Spieler einzubauen / auf die Platte zu lassen.

    Wenn nicht mehr über den THW geredet wird, wird es richtig ernst an der südlichen Förde...

    (There is only one thing in the world worse than being talked about, and that is not being talked) Oscar Wilde

    Wenn das der Oscar man nicht anders gemeint hat. Über den THW wird viel geredet, weil es richtig ernst ist. Und es wird nicht dadurch besser, dass man viel drüber redet.

    Ich sehe das im Moment 50/50. Innerhalb des Vereins/Aufsichtsrates gibt es offensichtlich unterschiedliche Lager und aus meiner Sicht ist es offen wer sich durchsetzen wird. Filip Jicha und Viktor Szilagyi haben lange Rückhalt genossen, obwohl der THW Kiel bereits 2023/24 und 2024/25 die schlechteste Bilanz der Top4 in der HBL hatte und am Saisonende einen klaren Rückstand auf Platz 3. Die zu Ende gehende Saison 2025/26 hat die bestehenden Probleme noch deutlicher offenbart. Die Punkteausbeute kann beim THW Kiel niemanden zufriedenstellen und hinzukommt, dass der Spielstil und die taktischen Vorgaben oftmals ein Offenbarungseid waren. Das können die berechtigten Hinweise auf Verletzungsproblematik nicht kaschieren. Objektiv betrachtet muss es einen Wechsel und Neuorientierung geben, aber die überraschende Gelassenheit der letzten Jahre könnte dazu führen, dass die sportliche Leitung noch eine weitere Saison am Ruder bleibt.

    Ich muss bei dem ganzen Gewese mal an Berlin denken. Da hat man ein nach außen hin erfolgreiches Duo (Siewert/Kretschmar) mal eben so frei gestellt. Keiner hats verstanden. Aber Hanning & Co habens durchgezogen. Die hatten die Eier. Da zogen die Aufsichtspersonen offenbar an einem Strang. Und nachdem der kurze heftige Sturm vorbei war, spricht jetzt keiner mehr drüber. Sie hatten dann einen Krickau in der Hinterhand. Das riecht nach vorausschauender Planung. Ob Krickau das kann wird sich nächste Saison zeigen. Bisher läufts jedenfalls nicht schlecht.

    ...

    Diese Theorie lässt sich aber dann ja nur teilweise auf den VB übertragen. Nehmen wir mal die rote Karte nach dem Foul an Ankermann in Minden: da haben einige vorher Schritte erkannt. Wurde aufgrund der Schwere des Fouls nicht betrachtet. Wie erklären wir uns das? Entweder es hat bei der Schwere des Fouls keine Bewandtnis, wir kennen also die Regeln nicht genau genug oder es ist den Schiris nicht aufgefallen (hier stellt sich die Frage nach dem warum).

    Interessant. Ich habe auch noch mal nachgezählt und komme auch auf den 4ten Schritt, ganz kurz bevor die Hand im Gesicht ist. Was wäre denn da die Regel? Freiwurf für GWD, da der 4te Schritt ausgeführt wurde aber dennoch Rot für GWD weil schwerer Gesichtstrefffer?

    Dann sollte er im Zweifel analog zu Benno oder Krickau gleich beides machen.

    Wiegert ist ein Top-Mann in seinen Positionen. Hat SCM mit Plan aufgebaut. Chapeau.

    Ob Krickau das kann und damit eine Vorlage sein kann, muss sich erst noch zeigen. Erstmal baut er auf sehr guter Vorarbeit seiner Vorgänger auf.

    Wie ich bereits vor längerem geschrieben habe, muss die SG aufpassen, dass sie nicht zu austauschbar wird. Ich bin 2006 Fan der SG geworden. Bis kurz vor Ende der Machulla Ära hatte ich immer den Eindruck, dass in Flensburg ein anderes Selbstverständnis herrscht als in den allermeisten anderen Vereinen, eine andere Identität, ein anderes Herz. In Kiel habe ich das übrigens auch wahrgenommen.

    Auch der Spielstil der SG war geprägt von Wiedererkennungswert, die Verpflichtungen waren gezielt darauf und auf den Charakter der Spieler ausgelegt.

    ...

    Dem kann ich beipflichten.

    Und sag noch was zu mir: Ich war lange Zeit Fan der HSG Nordhorn. Die hatten Anfang der 2000er Spieler in ihren Reihen, das war schon Sahne. Und dazu ein Kent-Harry Andersson den ich einfach nur gut fand in seiner Art und Kompetenz. Und als der zur SGF gezogen ist, bin ich "mitgegangen". Also eigentlich war ich ein Andersson-Fan. Und auch da ging es mit meiner Sympathie weiter. Denn einige der Ehemaligen HSGler sind ja auch zur SGF gegangen (Glandorf, Machulla, Vranjes usw.). Das war dann immer eine Truppe, die passte zusammen. Dazu langjährige Außen aus DK. Für mich immer Sympathieträger und loyal zum Verein.

    Jetzt kann ich nur hoffen, dass irgendwann ein Kader zusammengestellt wird, der auch zusammen passt, und der nicht nur aus Reisenden besteht, die mal hier mal dort halten, wo es grade den besten Kaffee gibt...

    Denn am Ende gewinnt immer das Team und gerade nicht eine Summe hochgejazzter Einzelkönner, die eben nicht harmoniert.

    Habe mir hier nicht alles zu Gemüte geführt, aber in der Hauptsache wird hier über den Angriff gesprochen aber wenn wir ehrlich sind funktionierte in beiden Spielen auch unsere Abwehrreihe und hier besonders der Mittelblock so überhaupt nicht. Unter einem Abwehrchef (Kieseler) stelle ich mir was anderes vor wie der immer Lob abbekommt kann ich nicht nachvollziehen und Golla war für mich ein Schatten seiner selbst, wie leicht er sich immer wegsperren ließ dabei war bei den Dänen der Brutalo in solchen Angelegenheiten im Rückspiel gar nicht dabei. Hier sollten der Trainer das Hauptaugenmerk legen und aus einer starken Deckung auch viel schneller nach Vorne spielen lassen.

    Da stimme ich zu.

    Abwehr hat es auch deshalb schwer, weil die Dänen mit einer ungeheuren Passgeschwindigkeit daherkommen. Hier stimmt wirklich: Ball ist schneller als Mann. Damit und natürlich mit abgestimmten Laufwegen und dazugehörigen Sperren gibts immer wieder prima Lücken. Das deutsche Team spielt dagegen behäbig. Allein schon die langsame Ausholbewegung beim Pass und wenig überraschende Richtungswechsel lassen einer Deckung viel Zeit zum Verschieben. Und Knorr gehört dazu. Er ist sicher einer, der Spiele durch seinen blitzschnellen Wurf entscheiden kann. Er tut aber mE einem Team nicht so gut. Und daher sollte man ihn bei Bedarf einwechseln, aber nicht auf ihn als Spielmacher setzen.

    Und ja, der Trainer. Der aktuelle würde ja "sehr gerne" "mit den Jungs weiter arbeiten"... Aber leider ist an keiner Stelle irgendeine Entwicklung erkennbar. Traurig.

    Aus meiner Sicht wird immer zu sehr auf Einzelspieler geschaut. Klar, dass das auch wichtig ist. Aber wenn RM, HR, HL, KM nicht harmonieren, dann wird alles nix.

    Ist denn nicht viel wichtiger, dass es jemanden gibt, der einen Kader zusammenstellt, in dem die (=mehrere) Spieler zueinander passen? Und Jemanden, der es schafft, die vorhandenen Spieler in sein Konzept einzupassen oder sein Konzept eben an diese anzupassen? Und dann muss man sich etwas Zeit geben um eine Entwicklung anzustoßen und kontinuierlich dran zu arbeiten. SCM hats vorgemacht. zB Lemgo, insbesondere Gummerbach haben Tendenz nach oben. Alles Dank ruhiger konzeptioneller Arbeit. Mal sehen, wo SGF landet. Bei Berlin bin ich mir noch nicht ganz sicher. Hanning/Siewert haben jedenfalls hervorragende Aufbauarbeit geleistet.

    Ja, der Ton im Forum bewegt sich zwischen ständiger Besserwisserei, Jammerei, Schiridiskussionen und Verschwörungstheorien.

    Alles nur noch schwarz und weiß, wird Zeit das die Saison endet.

    Na ja, es gibt schon noch Beiträge, die sachlich fundierte Analysen beinhalten.

    Aber richtig ist auch, dass das Forum hier mit viel Ping-Pong zugemüllt wird.

    Und dann gerne mit Sachen, die inhaltlich nicht zum Thread passen. Oder passt das Rumgeeiere, wer nun in welchem Wettbewerb startet zu "30. Spieltag: SC Magdeburg - SG Flensburg-Handewitt"? Leute: glaubt ihr denn, eure Texte sind wichtig für die sportlich Interessierten hier?

    Freundschaft!

    Da hast Du mich missverstanden. Die Fälle, für die der Videobeweis genutzt werden darf, sind limitiert. Aber es ist nicht limitiert, wie oft pro Spiel geguckt werden darf. Die können theoretisch auch hundert mal pro Spiel an den Monitor gehen. Und daraus entsteht automatisch ein psychischer Druck für Schiedsrichter, es nicht zu selten zu tun, um ja nicht einen groben Bock zu übersehen. Wenn es eine limitierte Trainerchallenge gibt, werden die dicksten Schnitzer angeguckt, aber nicht mehr.

    Ok, missverstanden.

    Aber mit der Limitierung wie du sie beschreibst ist auch schwierig. Wenn es ein ruppiges Spiel ist, dann wird nach Verbrauch die 2. HZ evtl noch ruppiger.

    Evtl könnte man die Zahl der Fälle etwas reduzieren. zB Tor/keinTor als Tatsachenentscheidung. Denn noch selten hat das ein Spiel entschieden.

    Aber bei Möglichkeit 2Min oder Rot da sollte der Schiri (sich) jederzeit kontrollieren können. Unbegrenzt. Das wird aber nicht nötig sein, wenn gleich zu Beginn eines Spiels die Schiris ihre Linie konsequent verfolgen. Dann gibts keine Gesichts-Attacken mehr oder deren Kontrolle war absolut nötig. Jederzeit.

    Und den Fall Simiac sollte man auf Schiri-Lehrgängen durchsprechen und dem Publikum oder der geneigten Leserschaft auch im Nachhinein die Entscheidung irgendwie verdeutlichen. Und wenn sie falsch war, dann ist das eben einer der Fehler, die passieren können. Insgesamt nicht spielentscheidend.

    Freundschaft!

    Das kann man nur verhindern, in dem man die Zahl der Entscheidungen, die angeguckt werden können, begrenzt. Zum Beispiel, in dem man es nur nach Trainerchallenge darf. Wenn die Schiedsrichter jederzeit gucken dürfen, entwickeln sie natürlich schnell FOMO. Ich kann das menschlich absolut verstehen. Denn wenn sie nicht gucken, findet sich immer jemand, der sagt, dass sie hätten gucken sollen. Wie vor ein paar Tagen mit dem Siebenmeter, der definitiv nicht drin war und der Schiedsrichter das super gesehen hat.

    Kay Holm, Leiter Schiriwesen stellt fest: "In der HBL gibt es neun Fälle, in denen der Videobeweis genutzt werden darf". Also dürfen sie nicht jederzeit den Videobeweis hinzuziehen, sondern nur in klar abgegrenzten Situationen. Und da hat er mE mehr genützt als geschadet. Auch wenn ich der Meinung bin, dass nicht alle Entscheidungen richtig sind. Siehe dazu heute 2 Minuten gegen Simak.

    Eine Trainerchallenge fänd ich auch nicht schlecht.

    Dieser unsägliche Videobeweis macht unsere Sportart kaputt. Eine Entscheidung nach dem ersten Eindruck wäre oft von großem Vorteil, vor allem weil oft viel geguckt und dann doch nichts anderes entschieden wird - außer, daß der Spielfluß zerstrört wird!

    Gefühlt trauen sich die Schiedsrichter gar nicht mehr, selbstständig eine Entscheidung zu treffen

    Das halte ich für Quatsch. Die Schiris machen einen guten Job. Nicht immer sind alle Entscheidungen richtig. Aber damit muss man leben und das nimmt der Handballer hin. Der Spielfluss wird auch nicht zerstört und die Schirs trauen sich durchaus, Entscheidungen zu treffen.