Ich dachte Matthias Stroot hat sich zurück gezogen?! Aber er wird immer noch als Geschäftsführer zitiert…
In der eigenen Kommunikation der HSG als auch in den Zeitungsartikeln wurde lediglich von „Anfang 2026“ gesprochen. Hätte auch gedacht, dass der logische Schritt dann zum Januar wäre, aber wer weiß, was hinter den Kulissen abgeht.
Auf der Website sind unter Ansprechpartnern auch nur Stroot & Hindriks gelistet, im Impressum und im Handelsregister steht Stroot ebenfalls noch als GF drin.
Apropos Handelsregister, wo ich schon dabei war, habe ich mir mal einen aktuellen Überblick verschafft. Vielleicht interessiert es ja jemanden 
Die aktuellen Gesellschafter sind: die HSG Nordhorn-Lingen GmbH selbst mit 25,4 % (ruhende Anteile, werden also bei Abstimmungen rausgerechnet), die HSG Nordhorn e.V. mit 25,2 %, Matthias Stroot mit 14 %, die SMG Sport Marketing Gronau GmbH mit 14 %, Thomas Michael Hamerlik mit 11,4 % und Heiner Bültmann mit 10 %.
Im Fall der Fälle, bei irgendwelchem internen Drama etc., würden die realen Stimmanteile dann so aussehen: HSG Nordhorn e.V. 33,8 %, Matthias Stroot 18,8 %, SMG Sport Marketing Gronau GmbH 18,8 %, Thomas Michael Hamerlik mit 15,3 % und Heiner Bültmann mit 13,4 %.
Die letzte Änderung am Gesellschaftervertrag fand übrigens am 15.08.2025 statt, dort wurden 14 % von Andreas Aldekamp und 11,4 % von Andreas Witte an die GmbH selbst verkauft/abgetreten.
Finde es persönlich schon irgendwie spannend, wer da im Hintergrund so mit am Tisch sitzt.
Heiner Bültmann ist natürlich eine Legende, durch die Anstellung seiner Frau bei der HSG auch noch eng mit dem Verein verbunden. Inwiefern er da bei Gesellschaftersitzungen wirklich mitwirkt, vermag ich nicht einzuschätzen.
Michael Hamerlik und die SMG Sport Marketing Gronau GmbH lassen sich beide zur Terwedo/Schüttorf-Connection verbinden. Dort hält man also eigentlich 25,4 % (real 34,1 %).
Was mit Stroots Anteilen nach seinem Ausscheiden passiert, ist auch spannend. Bleibt er doch im Hintergrund über die Gesellschafteranteile mit involviert? Wird der neue GF die Anteile übernehmen?
Damit gibt es aktuell quasi drei Fraktionen mit ungefähr je einem Drittel: e.V., Personen, die direkt/indirekt in einem Anstellungsverhältnis mit der HSG GmbH stehen (Stroot + Bültmann), und Terwedo/Schüttorf.
Was das für die HSG zu bedeuten hat, ob das „gut“ oder „schlecht“ ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Dafür kenne ich mich rechtlich zu wenig mit den Befugnissen von Gesellschaftern aus, welche Mehrheitsverhältnisse benötigt werden und auch, was intern abgeht, wer wie zu wem steht usw.
Die HBL schreibt bezüglich der Gesellschafterstruktur lediglich Folgendes vor:
„a) Sofern der Verein selbst die Lizenz beantragt und den Bundesligaspielbetrieb auf einen wirtschaftlichen Träger überträgt, muss der Verein mit mehr als 25 % der Stimmenanteile an dem wirtschaftlichen Träger bzw. dessen vertretungsberechtigten Organ beteiligt sein.
b) Sofern nicht der Verein, sondern der wirtschaftliche Träger die Erteilung der Lizenz und damit die Mitgliedschaft im Ligaverband beantragt, muss der Verein mindestens 51 % der Stimmenanteile an dem wirtschaftlichen Träger bzw. dessen vertretungsberechtigten Organ besitzen.“
Für die HSG gilt entsprechend Variante a), der e.V. selbst beantragt also die Lizenz.