Norwegen ist sicher vieles, aber keine Übermannschaft.
Beiträge von BlKW168
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wo der deutsche Frauenhandball tatsächlich steht. Auf die Ursachen und Hintergründe habe ich schon vor 2 Jahren hingewiesen, aber eine solche Argumentation will ja keiner hören. Verbandsgeklüngel und fehlgeleiteter Personenkult, der sich dann in katastrophalen Aufstellungen und noch katastrophaleren taktischen Marschruten äußert, sind da nur 2 von vielen Stichworten. Henk Gröner kann einem wirklich leid tun, letztendlich ist er auch nur Erfüllungsgehilfe.
Der deutsche Frauenhandball (auch bei den Männern deuten sich vergleichbare Entwicklungen an, aber das mehr an zur Verfügung stehendem Geld überdeckt da noch die vielen Defizite) steht nicht am Scheideweg, nein, man hat sich (auch Hörmann und seiner kruden Einstellung zum Amateursport sei Dank) hinsichtlich der ja gewollten insbesondere finanziellen Rahmenbedingungen bereits für eine Entwicklungsrichtung entschieden. Wo dieser Weg hinführt, hat man heute ebenso gesehen wie in den letzten Jahren auch bei den Ergebnissen in den internationalen Spielen der Bundesligaspitzenteams. Und das ist keine Besonderheit im Handball, vergleichbaren anderen Mannschaftssportarten geht es da durchaus ähnlich.
Handball ist eine komplexe Sportart, insbesondere die technischen und taktischen Grundlagen werden bereits in der Ausbildung und im Spielbetrieb des Nachwuchses gelegt. Der Amateursport ist da nach nach wie vor der Bereich, wo genau diese Ausbildung und Entwicklung der individuellen Fähigkeiten und der Teamleistungsstrategien stattfindet. Den Bezug zu dieser für den Handball als Mannschaftssportart existenziell wichtigen Basis haben die Spitzenverbände aber längst verloren. Man lässt den Amateursport an der ausgestreckten Hand verhungern, drückt ihm dabei noch die Gurgel zu und wundert sich dann, wenn im Spitzenleistungsbereich nichts mehr ankommt.
So hart wie es klingt, aber nach meiner Überzeugung ist hier Hopfen und Malz verloren. Viele kleine Vereine haben bereits aufgegeben, der verbleibende kärgliche Rest sucht sein Heil in Spielgemeinschaften, wo mittlerweile einzelne Mannschaften ganze ehemals eigenständige Spielbetriebsstaffeln vertreten. Mein größter Respekt gilt den vielen ehrenamtlichen Trainern und Funktionären in genau diesem Bereich, die trotzdem nicht aufgeben, weil sie der nach wie vor großen Begeisterungsfähigkeit gerade von Kindern im Handballsport auch weiterhin Raum geben wollen. Für die, die durch Eigennutz, Ignoranz, Geldgier und/oder Geltungssucht getrieben genau diese katastrophale Situation im Amateurhandball erst herbeigeführt haben, habe ich nur Verachtung übrig. Sie haben die Basis einer der interessantesten, traditionsreichsten und hinsichtlich der Charakter- und Persönlichkeitsbildung wichtigsten Sportarten in einem vergleichsweise kurzem Zeitraum komplett in den Abgrund getrieben.
Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber es gibt offensichtlich tatsächlich Menschen, die auf einem Ast sitzen und fleißig an diesem sägen, obwohl sie dabei genau auf den Stamm schauen, dem dieser Ast entspringt. Hauptsache die Säge hat einen goldenen Griff und ist mit Diamanten besetzt... -
Zitat nnz: " ... Das Aufeinandertreffen mit Frisch Auf Göppingen findet nun bereits am
11.11. wie gewohnt um 19:30 Uhr statt und wird auf sportdeutschland.tv
übertragen.Die Partie gegen Bloomberg Lippe beginnt am 14. November um 18 Uhr in
der Salza-Halle und findet ebenfalls unter Ausschluss des Publikums
statt, wird aber durch den MDR im Livestream übertragen...."Das ist ein großer Schritt in die richtige Richtung!

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Ein bemerkenswertes, klares Ergebnis, das mir in vielerlei Hinsicht sehr gut gefällt!

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Wenn ich nach vollbrachtem Tagwerk 18:10 Uhr nach Hause
komme und eilig den Rechner hochfahre um mir ein schon laufendes Handballspiel
anzusehen das im Vorfeld bei ehf-tv angekündigt war, hantiere ich nicht
nebenbei mit dem Smartphone umher, weil auf der App-Version der homepage des
betreffenden Vereins eventuell Informationen zu finden sind, die der website in
der normalen www-Version vorenthalten werden. Facebook nutze ich aus guten
Grund nicht und werde es auch zukünftig nicht tun. Bin ich deswegen ein
schlechter oder gar dummer Handballfan?Du brauchst mir trotzdem keine Extrawurst zu braten, was ich
sehen will, das sehe ich dann auch wenn es angeboten wird, denn bekanntermaßen
führen viele Wege nach Rom. Heutzutage sogar auf mehreren Wegen parallel
nebeneinander, dem gleichzeitigen Betrieb von PC und notebook sei Dank. Was mir
vielmehr Sorgen bereitet ist die Tatsache, dass du als mehr oder weniger
Offizieller des THC das eigentliche Problem offensichtlich gar nicht erkannt
hast. Ich bestreite ja nicht, dass man die richtigen Hinweise findet, wenn man
nur gründlich genug danach sucht. Aber der normale Handballfan, der sich wie
üblich bei HBF-Info in der Rubrik "TV-Termine" informiert, welche
Handballspiele der HBF-Bundesligamannschaften er demnächst in bewegten Bildern
sehen kann, der findet dieses Spiel weder hier noch auf der "normalen"
website des THC. Wenn du der Meinung bist, das ist alles gut und richtig so,
dann leg dich bitte wieder hin und schlaf weiter, deine ganze Aufregung war dann umsonst.Übrigens stand auf der offiziellen ehf-website noch 18:40
Uhr der Verweis auf die Übertragung bei ehf-tv - ohne zusätzliche Hinweise auf
Sperre für user aus Deutschland oder auf eine Übertragung von lokalen Anbietern
wie z.B. dem MDR. Ich weiß nicht, was du da wo gelesen hast. Das schließt
natürlich nicht aus, dass es irgendwo gestanden hat, aber ich suche deswegen nicht
die ganze kreuz und quer verlinkte ehf-website durch …Auf ehf-tv war das Spiel dann dementsprechend nicht bei den
laufenden Live-Übertragungen zu sehen, einen Hinweis auf den MDR habe ich da
aber auch nicht gefunden …
PS.
Für mich ist dieser sinnlose Chat auch schon wieder beendet, man kann den Samstag Abend sinnvoller verbringen ... -
Da wird in CORONA-Zeiten ein EHF-CUP-Spiel eines Handball-Frauen-Bundesligisten dankenswerterweise im Livestream übertragen und keiner weiß und keiner sagt wo. Weder die "Offizielle Website der Handball Bundesliga Frauen" noch die Webseite des THC sind in der Lage, einen entsprechenden aktuellen Hinweis zu platzieren. Was nützt da die eigentlich sehr hilfreiche und komfortable (weil entsprechend verlinkte) Rubrik "TV-Termine" bei HBF-Info, wenn das betreffende Spiel überhaupt nicht aufgeführt ist?
Ohne die rettenden Beiträge im Forum Handballecke (vielen Dank dafür !!!) hätte es nicht einen Hinweis auf den einzigen richtigen Link zum MDR gegeben. Alle anderen Versuche regulär zu bewegten Bildern zu kommen laufen in's Leere, denn die Anbieter aus Österreich waren für deutsche User blockiert und der Zugriff auf die angekündigte Übertragung bei ehf-TV blieb uns auch verwehrt.
Da sich aber längst nicht alle Handball-Fans regelmäßig in der "Handballecke" tummeln, bleibt unter dem Strich viel Frust und so mancher nicht ganz so hartgesottene Handballfan wird das nächste Mal das schöne Herbstwetter lieber für einen ausgedehnten Spaziergang nutzen oder die Zeit anderweitig sinnvoll verbringen.
Die Verbandsoberen unserer Handballverbände rätseln ob der Rasanz, mit der nicht nur immer mehr Mitglieder verloren, sondern mittlerweile ganze Vereine "den Bach 'runter" gehen? Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach.
Und eh jetzt wieder jemand mauelt, dass dieses Thema nicht zu diesem Thema gehört, sei gesagt, dass die erste Grundvoraussetzung für eine gute Übertragung darin besteht, dem interessierten Zuschauer mitzuteilen, welchen Sender er aufrufen muss. -
Es gibt halt Mitkommentatoren, die akzeptieren
ausschließlich Argumente, die ihrer eigenen Meinung nahestehen und merken gar nicht,
dass sie damit ihren eigenen Leitspruch, der eigentlich gut und richtig ist,
karikieren…Aber das nur nebenbei.
Wenn Metzingen meint, mit einer Ode an den Vorstand der HBF
alle Fragezeichen zu den getroffenen Entscheidungen vom Grünen Tisch fegen zu
können, dann dürfen sie das natürlich gerne tun. Die von der Mannschaft
formulierte Position ist legitim, einen Alleinvertretungsanspruch zur
Meinungsbildung hat sie damit aber nicht errungen. Niemand hat in einer solchen
Situation die perfekte Lösung, die allen relevanten Aspekten gleichermaßen gerecht
wird. Nochmal: Die in einer Ausnahmesituation getroffenen Entscheidungen müssen
diskutiert werden dürfen, zumindest nach meinem Verständnis von einem
fruchtbaren Zusammenspiel zwischen aktueller strategischer Verbandsarbeit und
Erhaltung und Erweiterung von Zukunftsperspektiven für unsere Sportart. Nur so
ist es möglich zu vermeiden, einmal gemachte Fehler zu wiederholen.Wohltuend zu lesen, dass es auch Mitstreiter gibt, die
bereit sind, in außergewöhnlichen Situationen getroffene Entscheidungen
kontrovers zu diskutieren und nicht in Obrigkeitshörigkeit zerfließen. Die
Kommentare insbesondere von Talinger89 und Ronaldo nennen dabei entscheidende
Punkte. Die Variante mit der "eingefrorenen Saison" wäre unter Umständen eine interessante Option gewesen, je nachdem, wie lange die CORONA-Einschränkungen den Spielbetrieb noch beeinträchtigen.Ganz wichtig sind nach meiner Überzeugung folgende
Ausführungen:Mein eigentliches Problem ist im "Fall Dortmund" die Außenwirkung. Ich kann die HBF-Entscheidung komplett nachvollziehen. Ich kann auch die HBL-Entscheidung nachvollziehen. Und ich kann die DHB-Entscheidung nachvollziehen. Und ich kann die meisten Entscheidungen der Landesverbände nachvollziehen. Und ich kann auch situationsbedingte Unterschiede nachvollziehen. Aber gerade beim "Deutschen Meister" ist die Außenwirkung für HBL, HBF, DHB gelinde gesagt besch... DIe breite Masse kann hier nicht differenziert wahrnehmen, dass hier unterschiedliche Institutionen die Entscheidungen treffen konnten, durften und mussten. In den Massenmedien außerhalb der Hardcore-Handball-Insider kommt das nicht rüber. Da hätten sich HBL und HBF auf Initiative des DHB abstimmen sollen.
Ronaldo hat damit eins der entscheidenden Probleme unseres
geliebten Handballsports erkannt und benannt. Er seziert damit im
Detail die Ursachen für die schon länger anhaltende Missachtung des
Handballsports in seinem Mutterland. Die Außenwirkung für die breite Masse
spielt kaum eine Rolle, nahezu alles reduziert sich sowohl in Deutschland als
auch in den internationalen Verbänden auf monetäre Aspekte. Zwangsläufig werden
die Starken immer stärker (zumindest relativ) und die Schwachen immer schwächer.
Nicht nur, aber besonders im Handballsport eine fatale Entwicklung. Wer hier am
Status Quo festhält, schaufelt sich sein eigenes Grab. Handball als
Breitensport ist schon lange passe´, zumindest in den oberen Vorstandsetagen
aller hiesigen Verbände.Mit dieser Kritik bin ich hier mal im Forum gestartet und
dieses Thema brennt mir auch weiterhin im Herzen. Allerdings erkennen auch hier
in diesem Forum nur wenige den grundsätzlichen Zusammenhang zwischen
Breitensport als Basis und Spitzensport (auch in der der Handballbundesliga der
Frauen) als Ausdruck der tatsächlichen Leistungsfähigkeit einer Sportart. Ich
höre auch schon wieder die Stimmen, die kritisieren, dass solche Gedanken in
einem Thread zur Belleetage der HBF nichts zu suchen haben. Sei es drum, ich
sehe das anders.Da ich nicht vorhabe, hier die Kreise der vermeintlichen
Matadoren weiter zu stören, werde ich mich wie schon in den letzten Wochen und
Monaten praktiziert auch zukünftig mit weiteren Meinungsäußerungen maximal zu
rückhalten. Nur wenn ich es so wie hier zum aktuellen Thema geschehen gar nicht
mehr aushalte kann es passieren, dass ich noch den einen oder anderen Weckruf
in den Ring dieses Forums werfe.Ich bin da auch Niemandem gram. Jeder, der hier seine
Meinungen einbringt, trägt auf seine Art und Weise dazu bei, dass Handball wenigstens intern im Gespräch bleibt. Ich finde es nur schade, dass (zumindest
nach meiner Wahrnehmung) bei der überwiegenden Mehrheit der Kommentatoren genauso
wie bei den Verbandsgewaltigen die eigenen Interessen gegenüber einem alle
Ebenen dieser Sportart umfassenden Verantwortungsgefühl deutlich überwiegen.Letztendlich ist aber auch das keine Überraschung sondern
für mich nur ein Spiegelbild unserer Gesellschaft.Ein schönes Wochenende, bleibt alle gesund!
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(An BlKW168 gerichtet
Aus deinen Worten hier lese ich eine sehr egoistische Sicht mit dem Ziel irgendwie eine Europacup Teilnahme für den THC zu rechtfertigen aber die gibt esFridulin
ich habe es in meinem letzten Beitrag (der gelöscht wurde) geschrieben.
ich empfinde deine Beiträge und die Wortwahl als äußerst angenehm.
Für mich gibt es in den beiden vorstehenden Zitaten einen gewissen Widerspruch ... denn im Begriff "sehr egoistische Sicht" sehe eine böswillige Unterstellung, die mich allerdings wenig anficht.Um zu verdeutlichen, worauf ich damit hinaus will, schlage ich einmal folgendes Gedankenexperiment vor:
In meinem zugrunde liegenden Kommentar #726 einfach mal Dortmund (als verhinderten Meister), Blomberg, den THC und FAG durch Metzingen, Buxtehude, Leverkusen und NSU (oder je nach Gusto natürlich auch durch andere Mannschaften) ersetzen und das Ganze als virtuellen Tabellenstand allen weiteren Überlegungen zugrunde zu legen. Jedes meiner kritischen Argumente hat dann immer noch Bestand und genau so ist es auch gemeint. Es ist eine Kritik an der Vorgehensweise und den Entscheidungen der Verbände, so etwas muss erlaubt sein.Das ich den Werdegang des THC etwas genauer verfolge, liegt an der Tatsache, dass die nationalen und internationalen Heimspiele für mich gut erreichbar sind, live sind die Wahrnehmungen immer intensiver und nachhaltiger. Ein eingefleischter Fan bin ich aber nicht, diesen Umstand hatte ich in früheren Forumsbeiträgen auch schon erwähnt. Halle-Neustadt und der HCL interessieren mich mindestens genauso, ich mache da kaum Unterschiede. Bezüglich des THC war ich sogar äußerst skeptisch, als Herbert Müller das Ruder von Dago Leukefeld übernommen hat. Erst das mitreißende Spiel gegen Hypo Niederösterreich (damals als CL-Seriensieger hoch im Kurs, auch wenn der Zenit schon überschritten war) in der CL-Quali hat mich überzeugt, dass die Wahl dieses Trainers für den THC eine gute Entscheidung war. Wer solche Spiele live erlebt hat, muss schon ein Herz aus Stein haben, um einer solchen Mannschaft Interesse und Sympathie zu verweigern.
Noch ein Wort zur Stellungnahme des Vorstandsvorsitzenden der HBF zur Kritik aus Dortmund: Ich finde es beschämend, wie man sich als ehemaliger Aktiver in dieser außergewöhnlichen Situation auf Formalismen zurückzieht, alternative Lösungsansätze nicht einmal in Erwägung zieht und seinen Sonderweg für die HBL einfach durchpeitschen will bzw. das schon getan hat. Ich hatte vor dem Hexer schon in seiner aktiven Zeit höchsten Respekt und größte Hochachtung und hatte ihn immer als untadeligen Sportsmann wahrgenommen. Meine Betonung liegt aktuell leider auf "hatte" ...

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Die HBF hat grundsätzlich alles richtig gemacht.
Das ist Deine Interpretation, die ich selbstverständlich respektiere. Meine Interpretation ist eine andere und dafür habe ich Gründe.
Wenn hier Blomberg
vor Thüringen steht wäre es willkürlich Thüringen vorzuziehen.Das hat mit dem quotierten Tabellenstand nach meiner Meinung wenig bis gar nichts zu tun. Wenn ich Harpiks Beitrag folge (eine Seite vorher), dann steht der dritte Startplatz dem amtierenden Pokalsieger zu. Leider gehst Du auf diesen Umstand genauso wenig ein wie auf die von mir beschriebene Tatsache, dass in Bezug auf die Meisterschaftsfrage die Quotenregelung ja auch nicht angewendet wurde.
Auch die Entscheidung
bezüglich der Meisterschaft ist richtig, auch wenn dies nicht jedem gefällt.Welche Begründungen führen Dich zu dieser Aussage? Auch der THW hatte zum Zeitpunkt des Abbruchs den Titel noch nicht sicher in der Tasche.
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7 Spieltage vor Saisonschluss gibt es bei den Männern einen
Meister8 Tage vor Abschluss bei den Frauen gibt es keinen Meister
der dritte EHF-Startplatz bei den Frauen steht dem Pokalsieger
zu, amtierender Pokalsieger ist nach meinem Kenntnisstand der THC. Wem das
nicht gefällt, der hättte zumindest darüber nachdenken sollen, für den dritten
Startplatz ein Entscheidungsspiel zwischen FAG und THC zu ermöglichen,
Metzingen und BBM als weitere Final4Finalisten sind ja bereits international
gesetztEine klare Rangfolge bei gleicher Anzahl von Spielen reicht
nicht, um bei den Frauen einen Meister zu bestimmen(ja, Dortmund hätte noch bei BBM spielen müssen, aber BBM auch noch beim THC!)
Eine unklare Rangfolge bei einer unterschiedlichen Anzahl
von Spielen, bei gleicher Zahl von Minuspunkten, bei einem ausstehenden Heimspiel des
THC gegen Blomberg und bei einem deutlich besseren Torverhältnis des THC reicht aber aus, um
Blomberg bei der Vergabe eines wichtigen verbindlichen Startplatzes zu
bevorzugen.Natürlich gönne ich den sympathischen Blombergerinnen den
internationalen Startplatz, aber wenn das alles nicht gewaltig stinkt, dann
weiß ich nicht, was ich noch sagen soll.Für mich ein SKANDAL!


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Geht es hier noch um Wechsel??
Nöö, aber um Personalien ...
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... die dann in der Nationalmannschaft nicht mehr zum Einsatz kommen.
Weiß inzwischen jemand, warum Julia Weise und auch Aimée von Pereira nicht nominiert wurden?
Bei Julia Weise ist es klar: Es würde ihre Mitspielerinnen in der U20 zu sehr deprimieren, neben einem Ausnahmetalent spielen zu müssen, dass regelmäßig und auch gerade derzeit gegen die Spitzenmannschaften der 2. Bundesliga ein Tor nach dem anderen wirft...
PS. Eigentlich bin ich ja 'raus, aber den konnte ich mir nicht verkneifen... -
Ok, sorry, BlKW168, ich habe aus deinem #442 nicht herausgelesen, dass deine provokante Aussage ("beste deutsche
Rückraumspielerin bei dieser WM") sich lediglich auf den Player Score bezieht.
Kein Problem, auch wenn hier noch eine kleine Unsauberkeit enthalten ist. Meine Aussagen beziehen sich nicht ausschließlich auf den Players Score. Sie beziehen sich vielmehr auf meine Wahrnehmung zu den Spielen der deutschen Mannschaft, die ich auch alle gesehen habe. Meine Interpretation dieser Auftritte sehe ich durch den Players Score natürlich bestätigt. Allerdings würde ich niemals behaupten, dass meine Sichtweise das NonPlusUltra darstellt und alle anderen Gurkenscheiben auf den Augen haben. Jeder setzt seine eigenen Schwerpunkte und hat seine Wahrheit und das ist auch völlig o.k. Diese Vielfalt birgt ja letztendlich auch Kreativität und die brauchen wir im deutschen Frauenhandball genauso dringend wie einen grundsätzlichen Paradigmenwechsel. Und da meine ich beileibe nicht nur das liebe Geld.
Noch einen Satz zu Shenija Minevskaja:
Natürlich hat sie bei dieser WM nicht fehlerfrei gespielt, sie hatte starke und schwächere Szenen wie jede andere auch. Aber auf der zentralen Position im Rückraum brauchst Du, um erfolgreich agieren zu können, Einsatzzeiten für das Feintuning. Das habe ich im Vorfeld und auch bei der WM selber vermisst. Gerade deswegen ziehe ich den Hut vor ihren Leistungen. Alles auf Kim zu setzen war aus meiner Sicht ein strategischer Fehler. Die Verteilung der Einsatzzeiten zwischen den beiden lag irgendwo bei 70 zu 30 oder 80 zu 20. Ich will dieses Verhältnis ja nicht umkehren, in der Region von 50 zu 50 hätte man aber mehr Optionen gehabt. Auch Alina Grijssels kann auf RM den einen oder anderen Angriff führen, aber nicht erst als Notnagel, wenn alle anderen Möglichkeiten im Keller liegen. Das Problem bei dieser WM lag nicht darin, dass das Spiel der einen oder anderen Spielerin statisch war, vielmehr fehlte es der Spielanlage der ganzen Mannschaft an ausreichend Variabilität. Damit wurde sie von Partie zu Partie ausrechenbarer, das Ergebnis ist bekannt. -
Sie konnte nämlich weder in Leipzig noch ...davor und ... danach in Metzingen die in sie gesetzten Hoffnungen erfüllen.
- der kursive Text wurde von mir ergänzend eingesetzt. -Deine Wahrnehmung ist ja durchaus richtig. Aber überlege mal selber: Kaum spielt sie in Frankreich und schwupps, schon ist alles wieder gut. Fällt Dir etwas auf?
Ich schreibe hier weniger für oder gegen einzelne Spielerinnen, schon gar nicht ungerecht (wie kommst Du darauf???). Mir geht es um die Rahmenbedingungen für den Frauenhandball in Deutschland. Da liegt vieles richtig im Argen und am Beispiel unserer Frauennationalmannschaft lässt sich das auch aktuell sehr gut belegen. -
Bevor Du hier im Zusammenhang mit der Frauen-WM anderen Foristen unterstellst, wenig
oder gar nichts zu sehen, solltest Du selber erst mal die Augen aufmachen und
auch alles einschalten, was sich dahinter befindet. Es sei Dir ja freigestellt,
die Dinge so zu sehen, wie Du sie sehen möchtest, aber dann verschone bitte
andere Handballinteressierte mit Deinen Ergüssen.Ich empfehle Dir dringend, bei http://www.handball-world.news die Beiträge zum Players
Score zu lesen, insbesondere die Passagen, wo erklärt wird, wie die Ranglisten
entstehen und die Passagen, wo die deutschen Spielerinnen betrachtet werden. Da
geht es ausschließlich um Zahlen und Fakten und nicht um irgendwelche
Ressentiments oder Wunschdenken.Außerdem wäre es hilfreich, wenn man andere Mitstreiter angreift oder sogar versucht,
sie in’s Lächerliche zu ziehen, vorher alle aktuellen Beiträge des „Gegners“
zum betreffenden Thema zu lesen. Dann wäre es vielleicht sogar Dir aufgefallen,
dass es mir nicht darum geht, wer die meisten Tore aus dem Rückraum wirft (auch
wenn das zweifellos wichtig ist), sondern wer wie das deutsche Aufbauspiel
lenkt und leitet. Denn auch in Zeiten, wo Handball mehr und mehr zum „Rennball“
verkommt, ist das Aufbauspiel im Rückraum ein wesentlicher Aspekt und nach wie
vor mitentscheidend über Erfolg oder Misserfolg.Noch ein Hinweis:
Nach meiner Wahrnehmung war das deutsche Angriffsspiel vor allem dann statisch, wenn Kim auf
RM gespielt hat. Kein Vorwurf an sie, sie ist immer noch nicht bei 100 Prozent
und sie hat das Beste daraus gemacht. Aber was wahr ist, muss wahr bleiben.
Schau Dir die deutschen Spiele unter den genannten Aspekten noch einmal in
aller Ruhe an, dann wirst Du feststellen, dass z.B. Alicia Stolle
überdurchschnittlich viele (gemessen an den Einsatzzeiten) passgenaue Zuspiele
von Shenija Minevskaja erhalten hat. Aber wirklich nur die passgenauen Zuspiele
zählen, nicht die, wo sich Alicia Stolle nach einem 0/8/15-Zuspiel irgendwie mehr
oder weniger erfolgreich durchgewürgt hat!Schönes Wochenende und einen schönen dritten Advent !
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Noch eine Ergänzung in Bezug auf die Nominierungsentscheidungen
für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft:Es ist unglaublich, dass die beste deutsche
Rückraumspielerin bei dieser WM nur in die Mannschaft gerutscht ist, weil sich
Xenia Smits verletzt hat. Wie kann das sein, wer legt den Kader nach welchen
Kriterien fest, wer trägt dafür die Verantwortung? Wenn man sich wie in
Russland vor jungen ambitionierten Klassespierinnen kaum retten kann, darf so
etwas passieren, aber in Deutschland? Wer ein solches Juwel wie Shenija
Minevskaja unterbewertet und nicht entsprechend fördert, sollte sich gerade
nach dieser WM selber viele unbequeme Fragen stellen und vor allen Dingen die
richtigen Antworten finden. Hier sehe ich ein kollektives Versagen, selbst ein
Herbert Müller trägt daran durchaus eine Aktie mit.Denn man darf dabei nicht außer Acht lassen, dass sie von
2005 bis 2013 beim THC ausgebildet wurde. In den damaligen CL-Spielen des THC
war sie mir schon aufgefallen, auch wenn Herbert Müller sie nur für
Kurzeinsätze brachte. Ihr Auge für die Spielsituation, ihre intelligenten
Anspiele und auch einige präzise harte Torwürfe waren auf diesem Niveau für
eine so junge Spielerin außergewöhnlich, zumal sie gerade erst eine schwere
Außenbandverletzung überwunden hatte.Es ist ja bezeichnend, dass eine Shenija Minevskaja nach ihrer
zweijährigen „Weiterbildung“ bei TuS Metzingen (Über meine Meinung zu den Verantwortlichen in
Metzingen decke ich in diesem Zusammenhang mal lieber den Mantel des
Schweigens) 2015 nicht wieder zum THC zurückgekehrt sondern nach Leipzig
gegangen ist, obwohl ihr Vater noch bis vor kurzem beim THC als Trainer
gearbeitet hat. Niemand kann ihr vorwerfen, dass sie immer nur den leichten,
vorgezeichneten Weg gegangen ist. Das ist bemerkenswert, denn sie hat mit ihren
Eltern (beide ehemalige erfolgreiche Nationalspieler) alle Voraussetzungen
dafür.Herbert Müller wie Henk Groener sind ohne Zweifel begnadete
Handballtrainer, die ausgestattet mit viel Fachwissen und Erfahrung sowie einer
angemessenen Portion Besessenheit und Sturheit viele außergewöhnliche Erfolge
errungen haben. Aber sie sind nicht der liebe Gott, der mit traumwandlerischer
Sicherheit immer die richtige Entscheidung trifft und immer auf der richtigen
Linie liegt. Eigentlich schade (für den THC und für die österreichischen und
deutschen Nationalmannschaften), aber das macht sie letztendlich auch wieder
menschlich greifbar und sympathisch. -
Unserer Mannschaft ist es nicht gut gelungen, sich auf die völlig unterschiedliche Linie der Schiedsrichter/innen einzustellen.
Das Lesen der Schiedsrichter insbesondere im internationalen Bereich habe ich bisher fast immer als großes Defizit deutscher Mannschaften wahrgenommen, auch und gerade bei den Clubmannschaften. Da sind die Skandinavier und vor allem auch die meisten Teams vom Balkan deutlich weiter. Da werden u.U. bestimmte Spielsituationen ganz bewusst und immer wieder herbei geführt, wenn sie erfolgsträchtig sind und z.B. 7-Meter oder Zeitstrafen bei Gegner erzeugen ...
Auch zu den anderen Punkten kann ich eigentlich alles unterschreiben, was Löwenherz hier vorträgt. -
War Giegerich jetzt überhaupt in Japan?
Die Nominierung der Torhüterinnen ist auch so ein Punkt, der für mich mit vielen Fragezeichen verbunden ist. Zwei nicht gerade groß gewachsene Torhüterinnen zusammen aufzustellen, birgt erhebliche Risiken gerade auch in taktischer Hinsicht. Nichts gegen die gezeigten Leistungen, ganz im Gegenteil. Aber ich behaupte mal, mehr als die halbe Frauenhandball-Welt hat gesehen, wie Ana Gros im Vorfeld der WM in einem CL-Spiel Dinah Eckerle förmlich abgeschossen hat. Und im Verlauf der WM hatte ich den Eindruck, immer mehr erinnern sich auch wieder daran ...
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Aber es war ihr bestes Tunier im Senioren Bereich
Das sehe ich ganz genauso, da hast Du mich wohl etwas missverstanden. Es war schon auffällig und durchaus überraschend, dass ausgerechnet Emily Bölk bei der WM eine überdurchschnittliche, teilweise überragende Leistung geboten hat. Im letzten halben Jahr war sie dagegen beim THC ein Schatten ihrer selbst und es wurde von Spiel zu Spiel schlimmer. Für mich ein klares Indiz, dass beim THC ambitionierte und/oder talentierte Rückraumspielerinnen nicht immer ihre Erfülllung finden und genau darum ging es mir bei meinen Aussagen.Das Emily Bölk bei der WM in Japan dann ihr plötzlich zumindest in weiten Teilen überrragendes Niveau nicht in jedem Spiel zu 100 Prozent umsetzen konnte war zu erwarten und ist ihr keinesfalls vorzuwerfen. Zumal sich die Gegnerschaft bei so einem Turnier schnell auf die Leistungsträger einstellt. Also Hut ab vor der Leistung von Emily Bölk bei dieser WM. Nach der monatelangen Flaute beim THC, die mental garantiert Spuren hinterlassen hat, war diese "Wiederauferstehung" einer so jungen Spielerin um so bemerkenswerter.
Wie schwer vor diesem Hintergrund die Arbeit eines Nationaltrainers ist, will ich gerne zugeben. Gerade das Beispiel Emily Bölk und Ina Großmann zeigt das deutlich. Beide waren zuletzt im Verein eher schwach, Ina Großmann wirkte dort so ein bisschen wie Mrs. Chancentod (nicht despektierlich gemeint!), bei Emily Bölk war es nicht viel besser. Während die eine aber bei der WM gerade in schwierigen Spielphasen regelmäßig überzeugte, konnte die andere ihr Leistungstief nicht wirklich überwinden. Und das hat beileibe nichts mit den unterschiedlichen Spielpositionen zu tun. Welcher Trainer will eine so unterschiedliche Entwicklung vorhersehen? Was ich H.G. aber zuschreiben muss ist die Tatsache, dass das Spiel der Mannschaft mit zunehmender Turnierdauer immer stereotyper und damit immer ausrechenbarer wurde. Das haben andere Nationen besser gelöst, auch weil deren Führungsspielerinnen auf dem Spielfeld ihre Intentionen ausleben dürfen und so ihre physischen und mentalen Qualitäten ohne jegliches taktisches Korsett in die Wagschale werfen können. Das alleine ist natürlich auch keine Erfolgsgarantie wie die Beispiele Dänemark und insbesondere Frankreich beweisen ...
Ich hoffe sehr, dass alle Verantwortlichen ihre Lektion gelernt haben und ein grundsätzliches Umdenken insbesondere im Verband einsetzt. Den Spielerinnen wäre zu wünschen, dass sie sich von den Tiefschlägen der letzten Spiele erholen und mit frischem Mut und auch ein bisschen jugendlicher Unbefangenheit ihre Potentiale weiter entwickeln. Die gezeigten Leistungen geben aus meiner Sicht insgesamt schon ein wenig Anlass zur Hoffnung auf bessere Zeiten im deutschen Frauenhandball, da bin ich durchaus der Meinung der meisten Mitkommentatoren. Allerdings müssen sich dafür vor allen Dingen die Rahmenbedingungen in Deutschland ändern. -
@ Amanda:
Einige Vorschläge auch von mir: ekelhaft, Macho-Schwachsinn,
jung, angesprochenen, Nachwuchstrainer …ansonsten vielen Dank für die Hinweise zu den fehlerhaften
Eigennamen, die sind mir so rausgerutscht auf die Schnelle …und vor allen Dingen Daumen hoch für die klaren Worte zur
Sache. Leider wollen immer noch zu viele die Symptome behandeln statt die Ursachen.
Wer hier die Spielerinnen in den Mittelpunkt der Kritik stellt, hat das wahre
Ausmaß der Probleme nicht mal ansatzweise erfasst!