Jede der "Geschichten" Rostock, Nordhorn, Essen, Bernburg und Stralsund ist anders. Leider ist zu befürchten, dass es sich um eine Serie von "Geschichten" handelt, die noch nicht beendet ist.
Generell ist es aber meiner Meinung nach zu oft so, dass die aufgetauchten Probleme nicht aus heiterem Himmel kommen, sondern sich über Jahre immer weiter aufgebaut haben. Hier was in die nächste Saison schieben, da einen Vorgriff tätigen, hier etwas "kreativ" buchhalten, dort ein wenig die Augen zudrücken. Irgendwann ist der Berg dann zu hoch, als dass man ihn weiter vor sich herschieben kann.
Einen "Notgroschen" für plötzliche Ausfälle in den Einnahmen gibt es auch nicht. Oft ist alles so kalkuliert, dass man im optimalen Fall Millimeter vor dem Abhang stehen bleibt. Lieber den dritten Torwart geholt, den teureren Halben aus dem Ausland dem talentierten Chancen suchenden und ehrgeizigen Zweitligaspieler vorgezogen, als mal zu sagen: "Theoretisch hätten wir noch 50.000 Euro Luft, aber die halten wir besser vorerst zurück. Wer weiß, was noch kommt".
Ob Gehälter gezahlt werden oder nicht, interessiert die HBL zunächst erst einmal einen feuchten Kehricht. Die Zahlungen müssen nicht regelmäßig nachgewiesen werden. Wenn nicht gezahlt wird, sind das erst einmal nur "Geschichten", denen man nicht "nachjagen" muss. Das verschafft vermeintlich Luft und hilft beim "Bergbau".
Es scheint so, als wären in dieser Saison einige Berge zu hoch geworden.
Bei aller berechtigten Kritik an der HBL muss man aber auch sagen: Nicht die Polizei, die keine Geschwindigkeitskontrollen macht hat Schuld, wenn ein Autofahrer mit 180 km/h durch die Ortschaft brettert und einen Passanten überfährt. Schuld ist auch nicht der Hersteller des Autos. Schuld ist der Fahrer!