Beiträge von Lothar Frohwein

    Bei der WM hat Deutschland über seine Verhältnisse, bei Olympia leider (trotz der Verletzungen) unter seinen Verhältnissen gespielt. Schade, war es doch objektiv das wichtigste Turnier der letzten vier Jahre (nur aus deutscher Sicht war es die WM 07).

    Das Vorrunden-Aus wird leider nachhängen, wie auch heute noch zuweilen von dem Auftritt 92 in Barcelona gesprochen wird, als Deutschland aufgrund der Wiedervereinigung als Favorit ins Rennen gegangen ist und kläglich scheiterte.

    Sicher bedarf es einer genauen Analyse und eines wohl durchdachten Plans für die Zukunft. Aber jetzt alles zu verdammen, was im Januar/Februar 07 noch toll war, ist definitiv auch falsch.

    Sicher spielte auch der Umstand eine Rolle, dass nur 14 Spieler dabei sein durften. Schon ein Linkshänder mehr hätte sicherlich das Vorrunden-Aus verhindert. Glandorf war irgendwann platt, Zeitz indiskutabel und beim besten Willen nicht mehr einsetzbar und Kehrmann unter der Form, die man von ihm erwartet.

    Andere Mannschaften hatten bei der Zusammenstellung eben auch ein bisschen mehr Glück. Mit zwei kurzfristigen Ausfällen auf einer Position (Hens, Kaufmann) muss man nicht rechnen.

    Nichtsdestotrotz muss die Sache natürlich sauber aufgearbeitet werden und auch über irgendwelche freiwilligen Selbstbeschränkungen in der HBL intensiver diskutiert werden. Auch von Vereinsseite.

    Ich finde es aber schon einmal gut, dass Heiner bis jetzt noch keine vermeintlichen Sündenböcke abgewatscht hat, wie er es mit Hermann, Kaufmann und Kraus nach der EM getan hat (der damaligen Logik folgend müssten es ja jetzt Christophersen und Haaß sein).

    Zitat

    In einer bemerkenswerten Entscheidung hat das Bundessportgericht des DHB nunmehr für Klarheit bei der Auslegung des § 55 Spielordnung („Festspielparagraph“) gesorgt. Damit endet ein langer Streit zwischen dem TSV Altenholz und der HBL zugunsten des Zweitligisten. Hintergrund war der von der HBL genehmigte Einsatz von festgespielten Spielern der Bundesligamannschaft des SC Magdeburg während der EM-Pause im Januar und Februar in der zweiten Mannschaft der Magdeburger, die Staffelkonkurrent des TSV Altenholz ist.

    Leitsätze der Redaktion
    (Beschluss des Bundessportgerichts 2/08)
    1. In einer höheren Mannschaft eines Vereins festgespielte Spieler können nach § 55 Abs. 5 SpO/DHB an Spielen unterer Mannschaften erst wieder teilnehmen, wenn sie an den letzten beiden Meisterschaftsspielen der Mannschaft nicht teilnahmen, in der sie sich festspielten.
    2. § 55 Abs. 3 SpO/DHB regelt dagegen nur die Modalitäten des Festspielens und ist für die Frage, wann ein festgespielter Spieler für den Einsatz in unteren Mannschafen wieder frei wird, ohne Belang.
    3. Spielleitende Stellen eröffnen durch Entscheidungen per Bescheid grundsätzlich immer den Rechtsweg, auch wenn der Einspruchsführer die Umwertung eines Spiels begehrt, an dem er selber nicht beteiligt war.

    weiter: http://www.handball-world.com/o.red.c/news.p…1&auswahl=16023

    Na ja, ich kann mich nur dem anschließen, was schon andere in verschiedenen Threads geschrieben haben: Wenn ein Spieler wie Arne Niemeyer, der über Jahre in der Feldtorschützenliste ganz vorne ist und auch über Abwehrqualitäten verfügt, nicht einmal zum erweiterten Kreis der Nationalmannschaft gehört, darf sich Heiner nicht beschweren, dass ihm die Alternativen hinter Hens ausgehen!

    Okay, GWD ist keine "Spitzenmannschaft" in dem Sinn wie Heiner es meint, aber das kann ja wohl nicht die Bedingung sein. Warum soll es weniger wert sein, bei einem Verein aus dem unteren Tabellendrittel ständig zu spielen, als beri einer Mannschaft aus dem oberen Drittel auf der Bank zu schmoren (oder im EC im Rückspiel gegen Dynamo Absurdistan mal 60 Minuten zu spielen, nachdem das Hinspiel schon mit 43:17 gewonnen wurde...)?

    Sah schon im ersten Spiel nicht nach Handball aus. Das war eher so, als ob wer (Korea) einen Ball in einen Hühnerhaufen schmeißt.

    Erschreckend war nicht die Niederlage an sich, sondern das nach außen hin so wirkende willenlose Resignieren ohne Aufbäumen und Reaktionsmöglichkeiten.

    Zitat

    Original von wintermute
    Nach 3 Monaten ohne Gehalt kann der Spieler ohne Ablöse den Verein wechseln.

    Ich weiß nicht, wie es in NOH ist, aber: Die meisten Arbeitsverträge (oft angepasstes Standardmuster) in der BL haben eine Klausel, die den Spielern ein außerordentliches Kündigungsrecht zugesteht, wenn sie zwei Monatsgehälter nicht erhalten haben bzw. sich die Rückstände auf die entsprechende Summe belaufen. Zuweilen reicht auch der Verzug mit einem Monatsgehalt aus.

    Aber auch ohne eine solche Klausel kann ein Spieler aus "wichtigem Grund" außerordenlich kündigen, wenn zwei Gehälter (oder Rückstände in entsprechender Höhe) ausstehen und diese angemahnt wurden. Das wird kein Arbeitsgericht verhindern.

    Eine Ablösesumme gibt es dann nicht.

    Die L-Bestimmungen müssen dringend verschärft werden:

    Wer mit dem zweiten Gehalt in Verzug gerät: 2 Punkte Abzug
    im Wiederholungsfall: 4 Punkte
    beim dritten Mal: Lizenz weg

    Das einzige Drcukmittel für Vereine, die Spieler beschäftigen, die sie sich nicht leisten können. Im Übrigen ein gutes Korrektiv für den Wettbewerbsvorteil, den sich solche Klubs gegenüber der pünktlich zahlenden Konkurrenz er"gaunert" haben.

    Nordhorn hat Punkte mit Spielern geholt und diese noch nicht bezahlt.

    Zitat

    Im Sommer sei es schon häufiger zu Unruhen in Nordhorn gekommen, sagt Frank Bohmann. „Deshalb“, so der Geschäftsführer der Handball-Bundesliga, „bin ich noch gelassen.“

    Welch eine Aussage eines Mitglieds der Lizenzierungskommission, zugleich HBL-GF!

    Alles normal also! :wall: